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	<title>Lago di Cadagno - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lago_di_Cadagno&amp;diff=482762&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Peteremueller: Typos, CH-1000er-Trennzch., Format</title>
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		<updated>2026-02-24T01:49:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typos, CH-1000er-Trennzch., Format&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox See&lt;br /&gt;
|BILD = Lago di Cadagno.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG = &lt;br /&gt;
|BREITENGRAD = 46/32/59/N&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD = 8/42/41/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO = CH-TI&lt;br /&gt;
|LAGE = [[Kanton Tessin]]&lt;br /&gt;
|ZUFLUSS = &lt;br /&gt;
|ABFLUSS = &lt;br /&gt;
|INSELN = &lt;br /&gt;
|UFERORT = &lt;br /&gt;
|NAHERORT = &lt;br /&gt;
|HÖHE = 1921.2&lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG = CH&lt;br /&gt;
|FLÄCHE = 0.26&lt;br /&gt;
|SEELÄNGE = 0.842&lt;br /&gt;
|SEEBREITE = 0.423&lt;br /&gt;
|VOLUMEN = 2420000&lt;br /&gt;
|UMFANG = &lt;br /&gt;
|MAX-TIEFE = 21&lt;br /&gt;
|MED-TIEFE = &lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lago di Cadagno&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cadagnosee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein alpiner Natursee im [[Val Piora]] in der Gemeinde [[Quinto TI|Quinto]] etwa 8&amp;amp;nbsp;km östlich von [[Airolo]] im Kanton [[Kanton Tessin|Tessin]] der [[Schweiz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der See liegt in einer durch [[Glazialerosion|glaziale Erosion]] geschaffenen Mulde des Piora-Hochtals, sein Wasserspiegel etwa 1921&amp;amp;nbsp;Meter über dem Meeresspiegel. Das gut 400&amp;amp;nbsp;m breite und doppelt so lange Gewässer hat bei einer Fläche von rund 26&amp;amp;nbsp;[[Hektar|ha]] eine maximale Tiefe von 21&amp;amp;nbsp;Metern. Es gehört zu den wenigen [[Meromiktisches Gewässer|meromiktischen Seen]], die [[geogen]] in Europa entstanden sind, und weist eine dauerhafte Schichtung seines undurchmischten Wasserkörpers auf. Infolge der besonderen Bedingungen dieser [[Zirkulationstypen|Meromixis]] hat sich im Laufe der Zeit ein [[Limnologie|limnologisch]] einzigartiges [[Ökosystem]] im Lago di Cadagno entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichteter Wasserkörper ==&lt;br /&gt;
Im Wasserkörper des Lago di Cadagno findet saisonal keine vollständige Durchmischung statt, sondern das Wasser tiefer Schicht bleibt das ganze Jahr über getrennt vom Wasser oberflächennaher Schicht. Grund für diese [[Meromixis]] genannte Erscheinung sind die natürlichen Ortsbedingungen, sie ist also [[geogen]]. Stabilisiert wird die Schichtung in eine obere [[sauerstoff]]reiche (oxische) Zone, das [[Mixolimnion]], und eine untere sauerstoffarme (anoxische) Zone, das [[Monimolimnion]], zunächst physikalisch durch [[Relative Dichte|Dichteunterschiede]] infolge verschiedenen Gehalts an Salzen. Während der oberen Zone elektrolytarmes [[Oberflächenwasser]] zufliesst, wird die tiefe Zone von unterseeischen [[Karstquelle]]n gespeist, deren Wasser fortwährend aus dem [[Dolomit (Gestein)|Dolomitgestein]] gewaschene [[Ion]]en anliefert. Aufgrund dieser Quellen ist der Lago di Cadagno ein seltenes Beispiel für das natürliche Phänomen eines &amp;#039;&amp;#039;krenogen&amp;#039;&amp;#039; (quellenbedingt) meromiktischen Sees. Wegen der damit eingetragenen Substanzen ist die tiefe Schicht dichter, das darüber geschichtete Wasser leichter. Beide Zonen durchmischen sich nicht; eine schmale Zwischenzone, die [[Chemokline]], ist als dritte Schicht ausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chemokline findet sich hier in einer Tiefe von 10 bis 13 Metern und weist steile physikalische und chemische Gradienten auf. Diese Übergangszone wird im Lago di Cadagno dicht bewohnt von [[Bakterien]], die [[Photosynthese]] betreiben und [[Schwefel]] oxidieren. Bis zu 100&amp;#039;000 Zellen pro [[Milliliter]] an phototrophen [[Schwefelbakterien]] – vorherrschend [[Purpurbakterien #Gattungen der Schwefelpurpurbakterien|Purpurbakterien]] der Gattungen &amp;#039;&amp;#039;Chromatium&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Amoebobacter&amp;#039;&amp;#039; – bilden innerhalb der physikalisch-chemisch definierten Zone einen biologisch bestimmbaren, 1–2&amp;amp;nbsp;Meter dicken Schichtbereich. Diese [[plankton]]ischen [[Proteobacteria|Proteobakterien]] schirmen das anoxische, schwefelhaltige Wasser tieferer Schicht ab und sind [[Primärproduktion|Primärproduzenten]]. Damit ermöglichen sie das Vorkommen anderer Lebensformen in der oberen Schicht des Lago di Cadagno.&amp;lt;ref&amp;gt;Claudio Del Don, Kurt W. Hanselmann, Raffaele Peduzzi, Reinhard Bachofen: &amp;#039;&amp;#039;[https://link.springer.com/article/10.1007/PL00001345 The meromictic alpine Lake Cadagno: Orographical and biogeochemical description].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Aquatic Sciences.&amp;#039;&amp;#039; Band 63, März 2001, S.&amp;amp;nbsp;70–90, [[doi:10.1007/PL00001345]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der benachbarte grössere [[Lago Ritóm]] (Ritomsee) war ein meromiktischer See mit ähnlichem Phänomen, bevor dieser natürliche See durch bauliche Massnahmen für die Energiegewinnung erheblich verändert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wassernutzung ==&lt;br /&gt;
Im Herbst 2005 gerieten die [[Schweizerische Bundesbahnen]] (SBB), die das Ritom-Kraftwerk in [[Piotta]] betreiben, in Kritik, weil in kurzer Zeit zu viel Wasser aus dem Lago di Cadagno abgelassen wurde, um den benachbarten Ritom-Stausee zu speisen. Einige Vertreter aus der [[Valle Leventina|Leventina]] brachten die Sache bis vor das Kantonsparlament in [[Bellinzona]]. Die Kritiker argumentierten, dass die aus dem Lago di Cadagno kommende Wassermenge im Verhältnis zu der im Ritomsee sehr gering sei und zudem ihre Entnahme das Fortbestehen des gesamten [[Ökosystem]]s im Lago di Cadagno gefährde. Die SBB könnten also durchaus auf das Wasser des Lago di Cadagno verzichten, ohne die Leistung des Kraftwerks zu beeinträchtigen.&lt;br /&gt;
Als Folge auf diese Kritiken haben die SBB im Frühling 2006 im Rahmen der Konzessionerneuerungen für den Ritomsee auf die Nutzung des Wassers aus dem Lago di Cadagno verzichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.aet.ch/DE/Impianto-idroelettrico-del-Ritom-ba89fd00#.WbJLRfNJbs0|titel=Wasserkraftanlage Ritom |hrsg=Azienda Elettrica Ticinese |abruf=2017-09-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschung ==&lt;br /&gt;
Sowohl der See wie auch dessen Umgebung finden seit rund drei Jahrzehnten zunehmendes Interesse als Gegenstand wissenschaftlicher Forschung und Lehre. Erleichtert werden Untersuchungen dieser Region durch das nahegelegene &amp;#039;&amp;#039;Zentrum für Alpine Biologie (Centro di biologia alpina di Piora)&amp;#039;&amp;#039;, das ein Labor und Unterkunftsräume bietet. Es ist durch Umbau zweier Gebäude der &amp;#039;&amp;#039;Alpe di Piora&amp;#039;&amp;#039; aus dem 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert entstanden und Aufenthaltsort für zahlreiche Forscher aus Europa und Übersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits um 1960 wurden Pollenprofile von Bodenproben des Seeufers und benachbarter Moore beschrieben. [[Palynologie|Pollenanalytische]] Studien ergaben Hinweise auf Veränderungen des Bewuchses in dieser Region der Westalpen während des [[Holozän]]s, die mit Absenkungen der Durchschnittstemperatur gegen Ende des [[Atlantikum]]s und zu Beginn des [[Subboreal]]s in Verbindung stehen und als [[Piora-Schwankung]]en bekannt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;André Stapfer: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.geogr-helv.net/46/156/1991/gh-46-156-1991.pdf Pollenanalytische Untersuchungen im Val Piora (Tessin) : Ein Beitrag zur Klima- und Vegetationsgeschichte der Nacheiszeit.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Geographica Helvetica]].&amp;#039;&amp;#039; Band 46, Nr. 4, 1991, S. 156–164 (PDF; 6,0&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die physikalischen, chemischen und biologischen Verhältnisse des Lago di Cadagno sind hinsichtlich bestimmter geochemischer und mikrobiologischer Fragestellungen näher untersucht worden. Insbesondere die Bedingungen von Wachstum/Vermehrung der Populationen phototropher [[Schwefelpurpurbakterien]] in der Zwischenzone (Chemokline) des dreischichtig stratifizierten Gewässers wurden eingehender studiert. Der See gilt als überaus geeignetes Modellsystem, um die Bedeutung schwefeloxidierender – obligat oder fakultativ [[Anaerobie|anaerober]] – Primärproduzenten in Ökosystemen besser kennenzulernen. Die Verhältnisse in der Übergangszone am Rand zur sauerstofffreien, schwefelhaltigen tieferen Schicht höheren Salzgehalts des [[Mixolimnion]]s ähneln denen, wie sie vor rund 1,6&amp;amp;nbsp;Milliarden Jahren an Kontinentalrändern von Ozeanen während des [[Proterozoikum]]s bestanden haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Miriam Philippi, Katharina Kitzinger, Jasmin S. Berg et al.: [https://www.nature.com/articles/s41467-021-25000-z#Sec2 &amp;#039;&amp;#039;Purple sulfur bacteria fix N2 via molybdenum-nitrogenase in a low molybdenum Proterozoic ocean analogue.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Nature Communications]].&amp;#039;&amp;#039; 12. Jg., Nr. 4774, August 2021, [[doi:10.1038/s41467-021-25000-z]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.cadagno.ch/Willkommen Website des Zentrums für Alpine Biologie]&lt;br /&gt;
* [https://www.bellinzonaevalli.ch/it/discover/destinations/ritom-region.html Regione Ritom-Piora] in &amp;#039;&amp;#039;bellinzonaevalli.ch&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://m4.ti.ch/fileadmin/DECS/DCSU/AC/LAGHETTI/pdf/12_piora_d.pdf Seeleine zwischen Piora und Cadagno] auf &amp;#039;&amp;#039;ti.ch/fileadmin&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.schweizersee.ch/lago_cadagno/ Lago di Cadagno] auf &amp;#039;&amp;#039;schweizersee.ch&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Peter Bossard, Sonja Gammeter, Christine Lehmann, Ferdinand Schanz &amp;#039;&amp;#039;et&amp;amp;nbsp;al.&amp;#039;&amp;#039;: [https://www.researchgate.net/publication/228816777_Limnological_description_of_the_Lakes_Zurich_Lucerne_and_Cadagno &amp;#039;&amp;#039;Limnological description of the Lakes Zürich, Lucerne, and Cadagno.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Aquatic Sciences.&amp;#039;&amp;#039; 63, 3, September 2001, S.&amp;amp;nbsp;225–249, [[doi:10.1007/PL00001353]]&lt;br /&gt;
* [https://scitechdaily.com/nitrogen-inputs-in-the-ancient-ocean-underappreciated-bacteria-step-into-the-spotlight/ &amp;#039;&amp;#039;Nitrogen Inputs in the Ancient Ocean: Underappreciated Bacteria Step Into the Spotlight.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[SciTech (Magazin)|SciTech]].&amp;#039;&amp;#039; 6. August 2021&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4433991-4|VIAF=233865390}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Cadagno}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flusssystem Tessin|SLago di Cadagno]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quinto TI|Lago di Cadagno]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meromiktisches Gewässer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Peteremueller</name></author>
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