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	<title>Lagle Parek - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T21:27:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;CorneliusHasselblatt: /* Dissidentin in der estnischen Sowjetrepublik */ name korrigiert</title>
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		<updated>2024-10-18T14:09:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Dissidentin in der estnischen Sowjetrepublik: &lt;/span&gt; name korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lagle Parek.JPG|mini|Lagle Parek (2011)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lagle Parek&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. April]] [[1941]] in [[Pärnu]]) ist eine [[Estland|estnische]] Politikerin und Aktivistin. Bekannt wurde Parek vor allem als Dissidentin in den 1980er Jahren in der estnischen Sowjetrepublik, zur Strafe verbrachte sie mehrere Jahre im Arbeitslager. Nach der Unabhängigkeit Estlands 1992 war sie für kurze Zeit Innenministerin im [[Kabinett Laar I (Estland)|ersten demokratischen Kabinett Estlands unter Mart Laar]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Frederik Rother |url=https://www.deutschlandfunk.de/estnische-aktivistin-lagle-parek-ekre-versteht-die-probleme.795.de.html?dram:article_id=463500 |titel=Estnische Aktivistin Lagle Parek - &amp;quot;Ekre versteht die Probleme des Landes noch immer nicht&amp;quot; |werk=Europa Heute |hrsg=Deutschlandfunk |datum=2019-11-18 |abruf=2019-11-22 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deportation ===&lt;br /&gt;
Lagle Parek wurde am 17. April 1941 in Pärnu geboren. Ihr Vater und frühere Kommandant der estnischen Armee Karl Parek wurde 1941 vom [[NKWD]] festgenommen, nach Leningrad deportiert und im selben Jahr hingerichtet. Im März 1949 wurde Lagle Parek als Siebenjährige zusammen mit ihrer Mutter, der Kunsthistorikerin und Museumsleiterin Elsbet Marek (*&amp;amp;nbsp;1902), ihrer Schwester Eva-Marju (*&amp;amp;nbsp;1931) und ihrer Großmutter, der estnischen Schauspielerin Anna Markus (*&amp;amp;nbsp;1878), im [[Märzdeportationen 1949 im Baltikum|Rahmen der „Operation Priboi“]] in die [[Oblast Nowosibirsk]] deportiert. Erst 1954/55 konnte die Familie nach einer Amnestie nach Estland zurückkehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dissidentin in der estnischen Sowjetrepublik ===&lt;br /&gt;
Lagle Parek studierte anschließend [[Bauingenieurwesen]] an der [[Technische Universität Tallinn|Technischen Universität]] in [[Tallinn]]. Sie arbeitete danach als Architektin für die staatliche Bauverwaltung der [[Estnische SSR|Estnischen SSR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lagle Park blieb Dissidentin gegen das Sowjetregime. In den 1970er Jahren veröffentlichte sie Informationen über die Menschenrechtsverletzungen der sowjetischen Behörden, verbreitete verbotene Schriften, unterschrieb Aufrufe und Appelle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Am 10. Oktober 1981 beteiligte sie sich an einer Petition und einem Offenen Brief von 38 Autorinnen und Autoren aus Litauen, Lettland und Estland an die UdSSR; in diesem Brief forderten sie eine atomfreie Zone rund um die [[Ostsee]] sowie den Abzug von sowjetischen Raketen aus den baltischen Sowjetrepubliken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies und die Veröffentlichung von Artikeln in Emigranten-Publikationen brachten ihr am 5. März 1983 eine Verhaftung und eine anschließende Anklage wegen sowjetfeindlicher Agitation und Propaganda ein. Am 16. Dezember 1983 wurde sie vom Obersten Gericht der estnischen SSR zu sechs Jahren [[Gulag|Arbeitslager]] und drei Jahren Verbannung verurteilt. Mit ihr wurden auf [[Heiki Ahonen]] und [[Arvo Pesti]] verurteilt. Sie war anschließend in der Frauenabteilung des Arbeitslagers [[DubrawLag]] bei der mittleren [[Wolga]] gelegenen [[Mordwinien|mordwinischen]] [[Autonome Sozialistische Sowjetrepublik|ASSR]] inhaftiert. Gemeinsam mit Tatjana Velikanova, Irina Ratuschinskaja sowie anderen Mitstreiterinnen organisierte sie Proteste im Lager, unter anderem einen Hungerstreik. 1987 wurde sie aufgrund der sich verändernden politischen Bedingungen der UdSSR vorzeitig entlassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Engagement im demokratischen Estland ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Rückkehr nach Estland gründete Lagle Parek Gründungsmitglied 1988 die „Partei der nationalen Unabhängigkeit Estlands“ &amp;#039;&amp;#039;([[Eesti Rahvusliku Sõltumatuse Partei]])&amp;#039;&amp;#039;. Die ERSP war die erste demokratische Partei, die nach der [[Sowjetunion|sowjetischen]] Besetzung Estlands 1940 gegründet wurde. Von 1988 bis 1992 leitete Lagle Parek die Partei. 1992 kandidierte sie vergeblich bei der [[Präsidentschaftswahl in Estland 1992|Wahl zum estnischen Staatspräsidenten]], sie erhielt lediglich 4,3 Prozent der Stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Parlamentswahlen 1992 erhielt die ERSP mit 8,8 Prozent der Wahlstimmen zehn Mandate im Riigikogu. Die Partei trat der Koalitionsregierung bei, von Oktober 1992 bis November 1993 leitete Parek im [[Kabinett Laar I|Kabinett von Ministerpräsident Mart Laar]] das Innenministerium. Im Zuge der Pullapää-Krise, bei der Soldaten der estnischen Armee meuterten, trat sie neben Verteidigungsminister Hain Rebas zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz ihres Ausscheidens aus der Regierung blieb Parek weiterhin im Rahmen ihres parteipolitischen Engagements aktiv. Ihre Partei schloss sich mit anderen Parteien zur &amp;#039;&amp;#039;[[Res Publica (Partei)|Res Publica]]&amp;#039;&amp;#039; zusammen, aus der später die Isamaa (Vaterlandsunion) entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heute ===&lt;br /&gt;
Lagle Parek lebt im Nonnenkloster Pirita bei Tallinn und leitete als Vorstandsvorsitzende die estnischen [[Caritas Internationalis|Caritas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1996 – [[Orden des Staatswappens]], II. Klasse&lt;br /&gt;
* 2006 – [[Orden des weißen Sterns]], II. Klasse&lt;br /&gt;
* 2007 – estnische Auszeichnung „Bürger des Jahres“&lt;br /&gt;
* 2009 – [[Orden Polonia Restituta]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;{{Normdaten|TYP=p|GND=1114083046|LCCN=n/2011/32736|VIAF=222792452}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Parek, Lagle}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innenminister (Estland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens des weißen Sterns (II. Klasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens des Staatswappens (II. Klasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Este]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1941]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetbürger]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Parek, Lagle&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=sowjetischen Dissidentin und estnische Politikerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. April 1941&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pärnu]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;CorneliusHasselblatt</name></author>
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