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	<title>Lagerhaus G - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Grissef: HC: Ergänze Kategorie:NS-Zwangsarbeitslager</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:NS-Zwangsarbeitslager&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:NS-Zwangsarbeitslager (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:NS-Zwangsarbeitslager&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lagerhaus G am Dessauer Ufer in Hamburg-Kleiner Grasbrook (ehemaliges KZ-Außenlager).jpg|mini|Lagerhaus G]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lagerhaus G am Dessauer Ufer in Hamburg-Kleiner Grasbrook (ehemaliges KZ-Außenlager) 2.jpg|mini|Lagerhaus G]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Saalehafen Lagerhaus G.jpg|mini|Saalehafen und Lagerhaus&amp;amp;nbsp;G]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lagerhaus G&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein zwischen 1903 und 1907 errichteter [[Bodenspeicher]] am Dessauer Ufer (heute: Dessauer Straße) im [[Hamburg]]er Stadtteil [[Hamburg-Kleiner Grasbrook|Kleiner Grasbrook]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Gebäude liegt am [[Binnenschiff]]hafen &amp;#039;&amp;#039;Saalehafen&amp;#039;&amp;#039; im östlichen Teil des [[Hamburger Hafen]]s innerhalb des bis 2012 bestehenden [[Freihafen]]s. Das Lagerhaus verfügt über drei Böden und ist durch [[Brandwand|Brandmauern]] in acht Sektionen untergliedert. Zu jeder Sektion gehört land- und wasserseitig je ein Außenaufzug mit [[Windhäuschen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lagerhaus G wurde im Auftrag der städtischen Hamburger Freihafen-Lagerhaus-Gesellschaft (seit 2005: [[Hamburger Hafen und Logistik]] AG) zusammen mit dem Lagerhaus F ab 1903 errichtet. Der ursprüngliche Bauauftrag von 1903 erfolgte „für die Erbauung des aus 8 Abteilungen bestehenden Speicher-Gebäudes F und des aus 4 Abteilungen bestehenden halben Speicher-Gebäudes G am Dessauer Ufer“.&amp;lt;ref&amp;gt;Staatsarchiv Hamburg, 326-2 I_708. Zitiert nach: [https://imiinhamburg.wordpress.com/2021/08/05/dessauer-ufer-f/ &amp;#039;&amp;#039;Dessauer Ufer, Lagerhaus F.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Italienische Militärinternierte von 1943 bis 1945 in Hamburg&amp;#039;&amp;#039;, 5. August 2021. Abgerufen am 19. Juni 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dementsprechend wurde das Lagerhaus G zunächst nur bis zur vierten Sektion gebaut, das Lagerhaus F mit allen acht Sektionen. 1907 wurden die Zwillingsgebäude jeweils bis zur achten Sektion errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lagerhausg.org/historie/ &amp;#039;&amp;#039;Chronik Lagerhaus G – Historisch bedeutsame Daten.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;lagerhausg.org&amp;#039;&amp;#039;. Abgerufen am 19. Juni 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den [[Stückgut]]lagern wurde damals überwiegend Kaffee, Tee, Zucker und Tabak gelagert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1944 diente Lagerhaus G als [[#KZ-Außenlager Dessauer Ufer|KZ-Außenlager Dessauer Ufer]] (siehe unten). Im Lagerhaus F wurden ab 1944 italienische [[Militärinternierte]] untergebracht, die [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeit]] leisten mussten. Zwischen dem 2. und 23. Oktober 1944 wurden 1870 italienische Soldaten aus dem Kriegsgefangenenlager [[Stalag X B]] in Sandbostel (Niedersachsen) und dem [[Stalag A]] in Schleswig (Schleswig-Holstein) verlegt. 650 von ihnen blieben bis zur Befreiung am 3. Mai 1945 in dem Lagerhaus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://imiinhamburg.wordpress.com/2021/08/05/dessauer-ufer-f/ &amp;#039;&amp;#039;Dessauer Ufer, Lagerhaus F.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Italienische Militärinternierte von 1943 bis 1945 in Hamburg&amp;#039;&amp;#039;, 5. August 2021. Abgerufen am 19. Juni 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem ab 1903 erbauten Speicherkomplex ist lediglich das Lagerhaus G im historischen Zustand erhalten. Das seit Oktober 1988 unter [[Denkmalschutz]] stehende Lagerhaus&amp;amp;nbsp;G ist ein Gebäudetyp, der in Hamburg kaum noch vorhanden ist. Es dokumentiert die historische Form der [[Lagerhaltung]] außerhalb der [[Speicherstadt]] mit ihrer für die damalige Zeit typischen [[Backstein]]architektur. Seit 1997 werden in dem Gebäude wieder Waren umgeschlagen. Als früheres Freihafenlager wird es unter anderem zum Umschlag von [[Sammelgut]] genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1997 veräußerte die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) an die Kapitän Lothar Lukas LG Lagerhaus- und Handelsgesellschaft mbH mit der Auflage, den Bau von Grund auf zu sanieren. Im Jahr 2013 forderte das Denkmalschutzamt ein Gutachten über den baulichen Zustand des Gebäudes an, das nach drei Jahren vorlag. Das Amt forderte Nachbesserungen, jedoch verstarb der geschäftsführende Gesellschafter 2017 und die Eigentümergesellschaft ging zum Ende des Jahres 2017 in die [[Insolvenz]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.welt.de/print/welt_kompakt/hamburg/article180629474/Ein-Stueck-Geschichte-das-broeckelt.html | titel=Ein Stück Geschichte, das bröckelt |autor= Eva Eusterhus |werk=welt.de| datum=2018-08-06| abruf=2018-09-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zunächst übernahm eine internationale Investorengruppe, die das Gebäude an die kommunale HHLA zurückverkaufen wollte, was die HHLA jedoch ablehnte. Das Gebäude wurde schließlich an die seit 2021 als Lagerhaus G Heritage KG mit Sitz Hamburg firmierende Eigentümergesellschaft veräußert, die einer niederländischen Investorengruppe unter anderen unter Beteiligung des niederländischen Immobilienentwicklers Holtburghum gehört. Sie hatte angekündigt, das Gebäude wieder gewerblich nutzen zu wollen und zudem einen Gedenkort an die Nutzung als KZ-Außenlager einzurichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Petra Schellen |Titel=Debatte über einstiges NS-Häftlingslager: Neue Chance für würdiges Gedenken |Sammelwerk=Die Tageszeitung: taz |Datum=2021-05-05 |Online=https://taz.de/Debatte-ueber-einstiges-NS-Haeftlingslager/!5768236/ |Abruf=2022-01-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2018 wurde von Medien berichtet, dass das Gebäude in einem sehr schlechten Zustand ist und aufgrund mangelhafter Statik zur Wasserseite hin absacken soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/regionales/hamburg/article180632182/Denkmalschutzamt-sorgt-sich-um-Hamburger-Bauwerk.html &amp;#039;&amp;#039;Denkmalschutzamt sorgt sich um Hamburger Bauwerk.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;welt.de&amp;#039;&amp;#039;, 6. August 2018, abgerufen am 7. August 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.abendblatt.de/hamburg/hamburg-mitte/article208026209/Historisches-Lagerhaus-im-Hafen-droht-zu-verfallen.html |titel= Historisches Lagerhaus im Hafen droht zu verfallen |autor=Tobias Piekatz, Friederike Ulrich |werk=Hamburger Abendblatt |datum=2016-08-08 |abruf=2018-09-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== KZ-Außenlager Dessauer Ufer ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel-dessauer-ufer.jpg|mini|hochkant|Gedenktafel KZ-Außenlager Dessauer Ufer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde das Gebäude als &amp;#039;&amp;#039;[[KZ-Außenlager|Außenlager]] Dessauer Ufer&amp;#039;&amp;#039; des [[KZ Neuengamme]] zur Unterbringung von [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeitern]] genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hamburg.de/contentblob/2112596/5a02e135f968f120f5bc87d47ca41006/data/gedenkstaetten-in-hamburg-2008.pdf &amp;#039;&amp;#039;Gedenkstätten in Hamburg&amp;#039;&amp;#039;] hamburg.de, S. 69 (PDF; 1,1&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 20. Juni bis 30. September 1944 waren bis zu 1500 jüdische Frauen aus Ungarn und Tschechien im Lagerhaus untergebracht, die in Raffinerien und zerstörten Gebäuden anderer Betriebe im Hafen Aufräumarbeiten verrichten mussten. Im Oktober 1944 kamen 2000 männliche Häftlinge in das Außenlager. Die Häftlinge wurden mehrheitlich bei Mineralölunternehmen in der Nähe des Hafens für Aufräumarbeiten eingesetzt. So wurde ein Kommando mit etwa 100 Häftlingen bei [[Hamburger Mineralöl-Werke Ernst Jung|Mineralöl-Werke Ernst Jung]], eines mit 120 Mann bei [[Oelwerke Julius Schindler]] und ein weiteres mit 80 Häftlingen bei [[Rhenania-Ossag]] eingesetzt. Ferner wurden Kommandos in der Bill-Brauerei, bei den [[Hamburger Wasserwerke|Wasserwerken]] sowie im [[Gleisbau]] bei der [[Deutsche Reichsbahn (1920–1945)|Reichsbahn]] eingesetzt. Ein Kommando musste [[Panzergraben|Panzergräben]] in der Hamburger Umgebung bauen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Terror_M&amp;quot;&amp;gt;Marc Buggeln: &amp;#039;&amp;#039;Hamburg-Dessauer Ufer (Männer)&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wolfgang Benz]], [[Barbara Distel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Der Ort des Terrors]]. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager.&amp;#039;&amp;#039; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;Hinzert, Auschwitz, Neuengamme.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-52965-8, S.&amp;amp;nbsp;396–399.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sich der Großteil der Häftlinge im Arbeitseinsatz befand, wurde der Speicher bei einem alliierten Bombenangriff am 25.&amp;amp;nbsp;Oktober 1944, bei dem zahlreiche der etwa 200 kranken Häftlinge getötet wurden, schwer beschädigt. Etwa 1500 der überlebenden Häftlinge wurden daraufhin in das neu errichtete [[KZ-Außenlager Fuhlsbüttel]] verlegt. Das Gebäude wurde repariert und nahm wiederum etwa 1500 Häftlinge des am 15.&amp;amp;nbsp;Februar 1945 aufgelösten Außenlagers Fuhlsbüttel auf. Das Außenlager Dessauer Straße wurde schlussendlich am 14.&amp;amp;nbsp;April 1945 geräumt und die Häftlinge verlegt. Zunächst wurden sie auf die Hamburger Außenlager [[KZ-Außenlager Hamburg-Hammerbrook|Hammerbrook]] (Spaldingstraße) und [[Bullenhuser Damm|Rothenburgsort]] (Bullenhuser Damm) aufgeteilt, mussten dann zum Auffanglager [[Stammlager X B]] nach [[Sandbostel]] (60&amp;amp;nbsp;km westlich von Hamburg) marschieren, wo sie am 29.&amp;amp;nbsp;April 1945 von britischen Truppen befreit wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Terror_M&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Margarethe Müller - Dessauer Straße (Hamburg-Kleiner Grasbrook).Stolperstein 2019.nnw.jpg|mini|Stolperstein für Margarethe Müller vor dem Lagerhaus&amp;amp;nbsp;G]]&lt;br /&gt;
[[Datei:20200118 neue Gedenktafel.jpg|mini|Links die Gedenktafeln aus dem Programm des Denkmalschutzamtes, rechts in blau die 2020 hinzugefügte Gedenktafel zur Erinnerung an eine Gruppe von Gestapo-Häftlingen aus Groningen]]&lt;br /&gt;
An der Außenwand des Gebäudes wurden aus dem Programm des Denkmalschutzamtes zwei Gedenktafeln (eine auf Deutsch, eine auf Englisch) angebracht, die auf die Geschichte des Außenlagers Dessauer Ufer hinweisen. An die Zwangsarbeiterin Margarethe Müller (1899–1944) erinnert an ihrer ehemaligen Einsatzstelle am Dessauer Ufer ein [[Stolpersteine|Stolperstein]].&amp;lt;ref&amp;gt;Conceição Feist: {{Webarchiv|url=http://www.hafencitynews.de/main-politik/politik/das-kz-aussenlager-am-dessauer-ufer |wayback=20170903075746 |text=&amp;#039;&amp;#039;Ein Stolperstein im Hafen&amp;#039;&amp;#039;.}} In: &amp;#039;&amp;#039;HafenCity Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 1. Juni 2013, S. 21, abgerufen am 3. September 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stolpersteine-hamburg.de/index.php?&amp;amp;MAIN_ID=7&amp;amp;p=171&amp;amp;BIO_ID=3855 &amp;#039;&amp;#039;Margarethe Müller (geborene Meissl) * 1899&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Stolpersteine Hamburg&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 3. September 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die Frauen des Außenlagers Dessauer Ufer wurde 1995 ein Wandgemälde der Künstlerinnen [[Cecilia Herrero]] und [[Hildegund Schuster]] im Rahmen der &amp;#039;&amp;#039;[[FrauenFreiluftGalerie]]&amp;#039;&amp;#039; (Neumühlen 16–20) realisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.gedenkstaetten-in-hamburg.de/gedenkstaetten/gedenkort/wandbild-fuer-die-frauen-vom-dessauer-ufer/ |wayback=20170502093429 |text=&amp;#039;&amp;#039;Wandbild für die Frauen des Außenlagers Dessauer Ufer. Neumühlen 16–20 (Ottensen)&amp;#039;&amp;#039;.}} In: &amp;#039;&amp;#039;Gedenkstätten in Hamburg&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 3. September 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2017 erinnert die Initiative Dessauer Ufer, ein Zusammenschluss von Historikern und Stadtteilaktivisten, an die Geschichte des Außenlagers Dessauer Ufer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Petra Schellen |Titel=Debatte über einstiges NS-Häftlingslager: Neue Chance für würdiges Gedenken |Sammelwerk=Die Tageszeitung: taz |Datum=2021-05-05 |Online=https://taz.de/Debatte-ueber-einstiges-NS-Haeftlingslager/!5768236/ |Abruf=2022-01-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Initiative setzt sich zudem für die Schaffung einer Gedenkstätte für Zwangsarbeit im Hafen im Gebäude ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Knut Henkel Hamburg |url=https://www.nd-aktuell.de/artikel/1159422.zwangsarbeit-luecken-in-der-erinnerungskultur.html |titel=Lücken in der Erinnerungskultur |werk=nd-aktuell.de |sprache=de |abruf=2022-01-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Stadt Hamburg, die in dem Gebiet den neuen Stadtteil [[Hamburg-Kleiner Grasbrook#Stadtentwicklungsvorhaben Grasbrook|Grasbrook]] plant, strebt die Entstehung einer Gedenkstätte vor Ort an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Die niederländische Eigentümergesellschaft kündigte ebenfalls die Vorlage eines Erinnerungskonzeptes an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; 2020 wurden zudem von der Lagerhaus G Heritage Foundation, einer der Eigentümergesellschaft nahestehenden [[Stiftung]] nach niederländischem Recht mit Sitz [[Groningen]], zwei neue Gedenktafeln hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Eva Eusterhus |Titel=Folgenschwere Erinnerungslücke |Sammelwerk=Die Tageszeitung: Welt |Datum=2021-06-10 |Online=https://www.welt.de/regionales/hamburg/article231642561/Nazizeit-in-Hamburg-Lagerhaus-G-Der-schwierige-Weg-zum-Gedenkort.html |Abruf=2023-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine der Gedenktafeln wurde von einer privaten Initiative zur Erinnerung an eine Gruppe von Gestapo-Häftlingen aus Groningen gestiftet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gedenkstaetten-in-hamburg.de/gedenkstaetten/zeige/gedenktafeln-am-lagerhaus-g-kz-aussenlager-dessauer-ufer &amp;#039;&amp;#039;Gedenktafeln am Lagerhaus G (KZ-Außenlager Dessauer Ufer).&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Gedenkstätten in Hamburg.&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 20. Juni 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2021 wurde vor dem Gebäude eine stark umstrittene [[Skulptur]] zum Thema Zwangsarbeit aufgestellt. Sie wurde vom Schlosser Carsten Bardehle gefertigt und geht auf einen Entwurf von Ella Nora Sloman zurück, die mit ihrem Entwurf 2011/2012 einen Schülerwettbewerb gewann und war ursprünglich für eine Aufstellung in Bergedorf vorgesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Dagmar Gehm: [https://www.shz.de/deutschland-welt/hamburg/artikel/neues-mahnmal-am-aussenlager-des-kz-neuengamme-20982240 &amp;#039;&amp;#039;Schlosser erschafft Mahnmal am Außenlager des KZ Neuengamme.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;shz.de&amp;#039;&amp;#039;, 9. September 2021. Abgerufen am 20. Juni 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Abweichend vom ursprünglichen Entwurf, der einen in eine Schraubzwinge eingezwängten Erwachsenen vorsah, ist in die fünf Meter hohe stählerne Schraubzwinge ein Kind in Häftlingskleidung geklemmt. Zudem hat Bardehle neben unkommentierten KZ-Zitaten wie „[[Arbeit macht frei]]“ eine Texttafel beigefügt, die für Kritik sorgt. Neben dem fehlenden Bezug zum Ort, auch die Texttafel dreht sich um die Verfolgung von Kindern, wird auch die Aufgreifen antisemitischer Stereotype und die Verwendung nationalsozialistischer Zuschreibungen kritisiert. 2022 haben sich sowohl die Stadt Hamburg wie auch die Eigentümer für eine Entfernung der Skulptur ausgesprochen, diese ist bisher aufgrund ungeklärter Zuständigkeiten noch nicht erfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hauke Friederichs: [https://www.zeit.de/hamburg/2022-06/mahnmal-dessauer-ufer-lagerhaus-g-nationalsozialismus/komplettansicht &amp;#039;&amp;#039;Streitfall Schraubstock.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Zeit Online&amp;#039;&amp;#039;, 12. Juni 2022. Abgerufen am 20. Juni 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Schellen: [https://taz.de/Streit-ueber-Hamburger-Holocaust-Denkmal/!5859415/ &amp;#039;&amp;#039;Mahnmal soll weg.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;taz.de&amp;#039;&amp;#039;, 20. Juni 2022. Abgerufen am 20. Juni 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 2021 veröffentlichte der [[Denkmalverein Hamburg]] einen dreiminütigen Kurzfilm eines studentischen Projekts über das Lagerhaus G. Im selben Jahr wurde die Online-Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Curating the Invisible&amp;#039;&amp;#039; eröffnet, die im Zuge eine Seminars an der Universität Hamburg entstand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://sites.google.com/view/lagerhaus-g-hamburg/lagerhaus-g-schon-mal-geh%C3%B6rt |titel=Curating the Invisible: Lagerhaus G |sprache=de |abruf=2024-09-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 2022 wurde der 96-minütige Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;Lagerhaus G&amp;#039;&amp;#039; uraufgeführt, den [[Markus Fiedler (Regisseur)|Markus Fiedler]] 2015 zu drehen begann.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilfried Hippen: [https://taz.de/Dokumentarfilm-Lagerhaus-G/!5845319/ &amp;#039;&amp;#039;Dokumentarfilm „Lagerhaus G“: Das KZ in Hamburgs Hafen.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;taz.de&amp;#039;&amp;#039;, 13. April 2022. Abgerufen am 20. Juni 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2021 erarbeitete die Initiative Dessauer Ufer die Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Zeitkapsel Lagerhaus G&amp;#039;&amp;#039;. Sie wurde zunächst im [[Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg|Museum für Kunst und Gewerbe]] gezeigt und dann unter anderen von April bis Mai 2022 im [[Deutsches Hafenmuseum|Deutschen Hafenmuseum]],&amp;lt;ref&amp;gt;Jenny Domnick: [https://inselrundblick.de/aktuell/gegen-das-vergessen-die-ausstellung-zeitkapsel-lagerhaus-g/ &amp;#039;&amp;#039;Gegen das Vergessen: Die Ausstellung „Zeitkapsel Lagerhaus G“.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelmsburger Inselrundblick&amp;#039;&amp;#039;, 25. April 2022. Abgerufen am 20. Juni 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; im November 2022 beim Hyper Cultural Passengers in der [[HafenCity]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://grasbrook.de/ausstellung-zeitkapsel-lagerhaus-g/ &amp;#039;&amp;#039;Ausstellung „Zeitkapsel Lagerhaus G“ der Initiative Dessauer Ufer.&amp;#039;&amp;#039;] HafenCity Hamburg GmbH, 27. Oktober 2022. Abgerufen am 20. Juni 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; und von März bis Mai 2024 in der [[Gedenkstätte Lager Sandbostel]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://initiativedessauerufer.noblogs.org/post/2024/03/05/01-03-15-05-2024-ausstellung-zeitkapsel-lagerhaus-g-in-der-gedenkstaette-lager-sandbostel/ &amp;#039;&amp;#039;01.03.-15.05.2024: Ausstellung „Zeitkapsel Lagerhaus G“ in der Gedenkstätte Lager Sandbostel.&amp;#039;&amp;#039;] Initiative Dessauer Ufer, 5. März 2024. Abgerufen am 20. Juni 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Dessauer Ufer subcamp}}&lt;br /&gt;
* [https://lagerhausg.org/ lagerhausg.org] – Website der Sti. Lagerhaus G Heritage Foundation&lt;br /&gt;
* [https://initiativedessauerufer.noblogs.org/das-lagerhaus-g/ &amp;#039;&amp;#039;Das Lagerhaus G&amp;#039;&amp;#039;] auf der Website der Initiative Dessauer Ufer&lt;br /&gt;
* [https://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/geschichte/kz-aussenlager/aussenlagerliste/hamburg-veddel-frauen/ &amp;#039;&amp;#039;Hamburg-Veddel (Frauen)&amp;#039;&amp;#039;] und [https://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/geschichte/kz-aussenlager/aussenlagerliste/hamburg-veddel-maenner/ &amp;#039;&amp;#039;Hamburg-Veddel (Männer)&amp;#039;&amp;#039;] in der Liste der Außenlager auf der Website der [[KZ-Gedenkstätte Neuengamme]].&lt;br /&gt;
* [https://vimeo.com/560894528 &amp;#039;&amp;#039;Drei Minuten Denkmal: Lagerhaus G.&amp;#039;&amp;#039;] Denkmalverein Hamburg, März 2021 (Video auf Vimeo).&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://bilder-hamburg.info/index.php/Bauwerke/Lagerhaus-G-Dessauer-Ufer | wayback=20140421051444 | text=Bilder des Lagerhaus G}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bildarchiv-hamburg.de/hamburg/denkmal/lagerhaus_g/ Fotos auf bildarchiv-hamburg]&lt;br /&gt;
* Thomas Hirschbiegel: [https://www.mopo.de/hamburg/im-hafen-das-lagerhaus-mit-der-duesteren-vergangenheit-31483004 &amp;#039;&amp;#039;Das Lagerhaus mit der düsteren Vergangenheit&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Hamburger Morgenpost]]&amp;#039;&amp;#039;, 31. Oktober 2018.&lt;br /&gt;
* Eva Eusterhus: [https://www.welt.de/regionales/hamburg/article204033818/NS-Erinnerungskultur-Lagerhaus-G-in-Hamburg-koennte-Gedenkort-werden.html &amp;#039;&amp;#039;„Das Lagerhaus ist eine Zeitkapsel, die bislang noch niemand geöffnet hat“.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;welt.de&amp;#039;&amp;#039;, 4. Dezember 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=53/31/30/N |EW=10/0/38/E |type=building |region=DE-HH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenlager des KZ Neuengamme]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk im Bezirk Hamburg-Mitte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Hamburg-Kleiner Grasbrook]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hamburger Hafen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Zwangsarbeitslager]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grissef</name></author>
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