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	<title>Lager Reichenau - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T04:31:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lager_Reichenau&amp;diff=526422&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Klaus Eisterer und Rolf Steininger; Kleinkram</title>
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		<updated>2026-04-10T18:02:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Klaus Eisterer und Rolf Steininger; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gedenkstein Lager Reichenau.JPG|mini|Der Gedenkstein zur Erinnerung an das Lager Reichenau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lager Reichenau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in Innsbruck-[[Reichenau (Innsbruck)|Reichenau]] wurde im August 1941 im Auftrag des [[Reichssicherheitshauptamt]]es (RSHA) Berlin in Zusammenarbeit mit dem Landesarbeitsamt [[Innsbruck]] errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Italian refugees at Camp Reichenau, Innsbruck, Austria, on 18 June 1945 (111-SC-209994).jpg|mini|Italienische Flüchtlinge im Lager Reichenau, Juni 1945]]&lt;br /&gt;
Bis zum Sommer 1942 diente es seinem ursprünglichen Zweck als Auffanglager für italienische [[Zivilarbeiter]], die aufgrund der zunehmenden Bombenangriffe im Jahre 1942 auf die deutschen Industriezentren nach Italien zurückkehrten. Diese sollten im Lager Reichenau gesammelt und dem [[Arbeitsamt]] als [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeiter]] zugeführt werden. Da aber immer weniger italienische Zivilarbeiter aufgegriffen wurden, wurde das Lager zum [[Arbeitserziehungslager]] umfunktioniert. Es unterstand in dieser Form direkt dem jeweiligen Leiter der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] Innsbruck und war dazu bestimmt, „die im Gau Tirol/Vorarlberg wegen [[Arbeitsvertrag]]sbruchs, [[Blauer Montag|Blaumacherei]] oder [[Dienstpflicht]]verweigerung auffallenden männlichen Personen aufzunehmen und durch strikte Disziplin und schwere Arbeit zu brauchbaren [[Volksgenosse]]n zu erziehen.“ Gegen Ende des Krieges wurden zunehmend auch [[Politischer Häftling|politische Häftlinge]] der Gestapo Innsbruck in der Reichenau gefangengehalten. Ab 1943 diente das Lager auch als Durchgangslager für Juden aus Norditalien auf dem Weg ihrer [[Deportation#Deportationen während des Nationalsozialismus|Deportation]], die seit 1944 vielfach aus dem [[Durchgangslager Bozen]] kamen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sabine Mayr, [[Hannes Obermair]] |Titel=Sprechen über den Holocaust. Die jüdischen Opfer in Bozen&amp;amp;nbsp;– eine vorläufige Bilanz |Sammelwerk=[[Der Schlern]] |WerkErg=Monatszeitschrift für Südtiroler Landeskunde |Nummer=88 |Datum=2014 |Kapitel=Heft&amp;amp;nbsp;3 |Seiten=4–36, hier: S. 15, 20 u. 23 |ISSN=0036-6145}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt waren im Lager Reichenau rund 8500 Personen inhaftiert, von denen nachweislich 130 Menschen ermordet wurden oder durch unmenschliche Behandlung den Tod fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1945 waren hier die 141 [[KZ-Häftling#Sonder- und Sippenhäftlinge|Sonder- und Sippenhäftlinge]], die kurz darauf in [[Südtirol]] befreit wurden, für ein paar Tage untergebracht (→ [[Befreiung der SS-Geiseln in Südtirol]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] diente das Lager als Unterkunft für [[Displaced Person]]s und später für Menschen ohne oder mit niedrigem Einkommen. In den 1960er Jahren wurden die überwiegend aus Holz bestehenden Bauten abgerissen und das Gelände etwa 1,50&amp;amp;nbsp;m hoch aufgeschüttet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 wurde auf einem größeren Teil des Geländes der Recyclinghof der Stadt an der Trientlgasse errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit damals, 1972 erinnert am ehemaligen Grundstück des Lagers nahe der Einfahrt zum Recyclinghof ein Gedenkstein an die Opfer des Lagers Reichenau. Er trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;text-transform:uppercase; margin-left:1em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier stand in den Jahren 1941–1945&lt;br /&gt;
das Gestapo-Auffanglager Reichenau,&lt;br /&gt;
in dem Patrioten aus allen vom National-&lt;br /&gt;
sozialismus besetzten Ländern inhaf-&lt;br /&gt;
tiert und gefoltert wurden.&lt;br /&gt;
Viele von ihnen fanden hier den Tod.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beforschung ab 2022 ==&lt;br /&gt;
2022 wurde im Innsbrucker Gemeinderat die Befassung einer Expertenkommission mit dem Lager Reichenau beschlossen, mit dem Ziel eine würdigere Gedenkstätte zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Expertenkommission aus:&lt;br /&gt;
* Christoph Haidacher, Tiroler Landesarchiv, Direktor&lt;br /&gt;
* Gabriele Hammermann, Leiterin der Gedenkstätte Dachau&lt;br /&gt;
* Lukas Morscher, Innsbrucker Stadtarchivs, Leiter&lt;br /&gt;
* Theresa Ringler, Gemeinderätin (Für Innsbruck)&lt;br /&gt;
* Sabine Pitscheider, Zeithistorikerin&lt;br /&gt;
* Dirk Rupnow, Zeithistoriker&lt;br /&gt;
* Horst Schreiber, Zeithistoriker&lt;br /&gt;
* Irene Heisz, Gemeinderätin (SPÖ) – Vorsitz&lt;br /&gt;
legte im Februar 2023 ihren Bericht vor. Die Geschichte von 112 Opfern wurde ermittelt. Die Errichtung einer Gedenk- und Lernstätte an einer innseitig gelegenen Grünfläche wird empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://tirol.orf.at/stories/3194031/ Reichenau: Neues Mahnmal für NS-Opfer] orf.at, 10. Februar 2023, abgerufen am 25. Oktober 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2022 wurde der noch unverbaute Platz des Lagers neben den Bauten des 1972 errichteten Recyclinghofs Trientlgasse der Stadt mit [[Bodenradar]] untersucht. Im Mai 2023 erfolgten Grabungen durch das Archäologieinstitut der Universität Innsbruck. Im Oktober 2023 wurde über die Forschungsergebnisse berichtet. Demnach wurden in den 1960er Jahren die Baracken recht gründlich entfernt und das Gelände um 1,50&amp;amp;nbsp;m aufgeschüttet. Auf der letzten unbebauten Wiesenfläche südlich des Recyclinghofs wurden Fundamente einer Baracke des [[Reichsarbeitsdienst]]es ergraben. Punktfundamente aus Beton, Holzpfähle und ein Raster aus zugespitzten Holzpflöcken werden als besonders materialsparende Bauweise beschrieben.&lt;br /&gt;
&amp;quot;Im „Arbeitserziehungs- und Zwangsarbeiterlager Reichenau“ wurden zwischen 1941 und 1945 etwa 8.500 Menschen, darunter zahlreiche politische Gefangene, inhaftiert, gefoltert und zur Zwangsarbeit verpflichtet, 114 Menschen wurden dort nachweislich ermordet.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://tirol.orf.at/stories/3229610/ Reste von NS-Lager Reichenau freigelegt] orf.at, 25. Oktober 2023, abgerufen am 25. Oktober 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentarfilm ==&lt;br /&gt;
* Johannes Breit: &amp;#039;&amp;#039;Es ist besser, nicht zuviel um sich zu schauen. Das Arbeitserziehungslager Innsbruck-Reichenau 1941–1945.&amp;#039;&amp;#039; Absam 2008, DVD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Stolpersteine in Bozen]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Stolpersteine in Meran]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Thomas Albrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein KZ der Gestapo. Das Arbeitserziehungslager Reichenau bei Innsbruck.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Klaus Eisterer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Tirol zwischen Diktatur und Demokratie (1930–1950).&amp;#039;&amp;#039; Beiträge für [[Rolf Steininger]] zum 60. Geburtstag. Innsbruck u.&amp;amp;nbsp;a. 2002, S. 77–113.&lt;br /&gt;
* Johannes Breit: &amp;#039;&amp;#039;Das Gestapo-Lager Innsbruck-Reichenau: Geschichte, Aufarbeitung, Erinnerung&amp;#039;&amp;#039;. Tyrolia, Innsbruck/Wien 2017, ISBN 978-3-7022-3570-3.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Rafetseder]]: &amp;#039;&amp;#039;NS-Zwangsarbeits-Schicksale. Erkenntnisse zu Erscheinungsformen der Oppression und zum NS-Lagersystem aus der Arbeit des Österreichischen Versöhnungsfonds. Eine Dokumentation im Auftrag des Zukunftsfonds der Republik Österreich.&amp;#039;&amp;#039; Bremen 2014, 706 S., ISBN 978-3-944690-28-5; korrigierte Druckfassung eines 2007 aus Datenschutzgründen unveröffentlicht gebliebenen Textes, {{OoeGeschichte|pdf=rafetseder hermann b nszwangsarbeitsschicksale 2013 01.pdf}}, darin Kapitel „AEL Reichenau und Frauen-AEL Jenbach“, S. 473–482.&lt;br /&gt;
* [[Horst Schreiber (Historiker)|Horst Schreiber]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Arbeitserziehungslager Reichenau.&amp;#039;&amp;#039; In: Gabriele Rath, Andrea Sommerauer, Martha Verdorfer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bozen – Innsbruck. Zeitgeschichtliche Rundgänge.&amp;#039;&amp;#039; Raetia, Bozen 2000, S. 143–147.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ibkinfo.at/grabungen-lager-reichenau Grabungen am Areal des ehemaligen NS-Lagers Reichenau] Innsbruck informiert vom 4. Mai 2023. (Abgerufen am 18. April 2024) – mit einem Foto &amp;quot;Blick auf die Lager von Süden 1945/47&amp;quot;&lt;br /&gt;
* [https://www.ibkinfo.at/grabungen-reichenau-resuemee Barackenreste am Areal des einstigen NS-Lagers Reichenau] Innsbruck informiert vom 20. Oktober 2023. (Abgerufen am 18. April 2024) – mit Fotos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=47/16/21.7/N |EW=11/25/50.5/E |type=landmark |region=AT-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reichenau}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Innsbrucks]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitserziehungslager]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KZ-Sammellager]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreich in der Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Innsbruck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Tirol]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Amras]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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