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	<title>Lager Moschendorf - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lager_Moschendorf&amp;diff=586333&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Grissef am 31. März 2026 um 15:07 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:WWII-Denkmal in Moschendorf 202110 HOF06918 RAW-Export 20220625003728.png|miniatur|Denkmal von [[Fritz Theilmann]] zur Erinnerung an die Nachkriegszeit des Lagers Moschendorf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hofer Geschichtswege 20230904 HOF07996 RAW-Export, Lager Moschendorf.png|mini|Aufbau des Lagers]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lager Moschendorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im Stadtteil [[Moschendorf (Hof)|Moschendorf]] der Stadt [[Hof (Saale)]] wurde als [[KZ-Außenlager]] errichtet und nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] als Flüchtlings- und [[Grenzdurchgangslager]] genutzt und ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zwangsarbeiterlager, KZ-Außenlager Hof-Moschendorf ==&lt;br /&gt;
Bereits 1941 gab es auf dem Grund der Porzellanfabrik Moschendorf ein Barackenlager für [[Ostarbeiter|osteuropäische Zwangsarbeiter]]. Seit dem 3. September 1944 wurden dort [[KZ-Häftlinge]] untergebracht, zunächst als eines der [[Außenlager des KZ Dachau|169 KZ-Außenlager]] des [[KZ Dachau]], dann als [[Liste der Außenlager des KZ Flossenbürg|Außenlager]] des [[KZ Flossenbürg]]. Die etwa hundert Häftlinge reparierten erbeutete Waffen für die [[Schutzstaffel|SS]]. Im März 1945 befanden sich 33 Deutsche, 20 Polen, 14 Russen, ein Jude und weitere Häftlinge aus zehn Nationen im Lager, insgesamt 102 Personen. Lagerleiter war der [[SS-Sturmbannführer]] Ludwig Bauer aus [[Neustadt bei Coburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind vier Todesfälle belegt, zwei der [[Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus|Zwangsarbeiter]] starben an Lungentuberkulose und einer bei einem Arbeitsunfall. Der vierte, ein Jugoslawe, wurde vor den Augen der anderen Häftlinge gehängt, weil er aus Treibriemen Schuhsohlen gefertigt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Tage vor dem Einmarsch amerikanischer Truppen 1945 wurde das Lager aufgelöst. Ein erheblicher Teil der Häftlinge konnte fliehen, ca. 60 Personen wurden auf einen [[Todesmärsche von KZ-Häftlingen|Todesmarsch]] in Richtung des [[KZ Dachau]] geschickt. Dabei kam es zu einer unbekannten Anzahl von Todesfällen und Morden. Am 14. April 1945 wurde das Lager von den [[United States Army|amerikanischen Streitkräften]] befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1967 gab es ein Ermittlungsverfahren wegen der Tötung des Häftlings, das aber 1973 wieder eingestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flüchtlings- und Durchgangslager Moschendorf ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-2004-0100, Bayern, Hof Moschendorf, Flüchtlingslager.jpg|miniatur|Flüchtlinge im Lager Moschendorf]]&lt;br /&gt;
Das Lager, unmittelbar an der [[Bahnstrecke Hof–Regensburg]] zwischen den Bahnhöfen Moschendorf und [[Hof Hauptbahnhof]] gelegen, diente nach 1945 als [[Flüchtlingslager#Deutschland|Durchgangslager]] für [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945 bis 1950|Heimatvertriebene]] und [[Kriegsheimkehrer]]. Nach dem Ausbau 1946 konnte das Lager 5000 Menschen aufnehmen, auch Flüchtlinge aus der sowjetischen Besatzungszone, der späteren [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Flüchtlinge und Heimkehrer zu versorgen, gab es umfangreiche Einrichtungen. So war ein eigenes Krankenhaus vorhanden. Für die Kinder wurden Kindergarten und Schule eingerichtet. Es gab einen katholischen Kirchenraum und Kontakt zur nahen evangelischen [[Auferstehungskirche (Hof)|Auferstehungskirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1957 wurde das Flüchtlingslager Hof-Moschendorf aufgelöst. Der Abbruch der Baracken zog sich bis ins Frühjahr 1962 hin. An der Stelle des ehemaligen Lagers steht heute ein Werk der [[Textilgruppe Hof]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Denkmal an der Wunsiedler Straße erinnert mit folgender Inschrift an das ehemalige Lager:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::„Das Grenzdurchgangs- und Massenlager Moschendorf war hier 1945–1957 Tor zur Freiheit für Hunderttausende Deutsche Kriegsgefangene, Zivilgefangene und Vertriebene des Zweiten Weltkrieges, die aus den Weiten des Ostens kamen. Mahnen soll diese Stätte, die Gewalt zu verdammen, dem Hass zu entsagen, der Versöhnung zu dienen und den Frieden in Freiheit zu wahren.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denkmal des Bildhauers [[Fritz Theilmann]] wurde 1980 vom Verband der Heimkehrer (Landesverband Bayern und Kreisverband Hof) mit Unterstützung der Stadt [[Hof (Saale)]] errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Benz]], Barbara Distel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ort des Terrors 4: Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 4. 1. Auflage, Beck, ISBN 978-3-406-52964-1&lt;br /&gt;
* Jürgen Greim: &amp;#039;&amp;#039;In einer neuen Heimat – Flüchtlinge und Vertriebene im Raum Hof-Münchberg-Naila-Rehau.&amp;#039;&amp;#039; Landratsamt Hof (Hrsg.), Hoermann Verlag, Hof (Saale) 1990, ISBN 3-88267-035-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.porzellan-indischblau.de/firmen/moschendorf/moschendorf.htm |wayback=20111225234422 |text=Die Porzellanfabrik Moschendorf}} auf deren Pachtgrund bereits 1941 ein Lager errichtet wurde.&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://dfxnet.de/spd/hof-stadt/moschendorf/radiesla-pdf/01_2005.pdf | wayback=20051230231007 | text=Zur Geschichte des Lagers}} (PDF; 464&amp;amp;nbsp;kB) Infoblatt des SPD-Ortsvereins Moschendorf, 3. Jahrgang 1/05, S.&amp;amp;nbsp;2–3&lt;br /&gt;
* [https://wiki.genealogy.net/Grenzdurchgangslager_in_Bayern#Durchgangs-_und_Massenlager_Hof-Moschendorf Durchgangs- und Massenlager Hof-Moschendorf] (Zahlen betroffener Personen bei wiki.genealogy.net bzw. dfxnet.de/spd/hof-stadt/moschendorf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=50.294151|EW=11.928202|dim=2000|type=landmark|region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=7559503-5|VIAF=243896780}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Hof (Saale)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenlager des KZ Dachau|Moschendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertriebenenthematik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenlager des KZ Flossenbürg|Moschendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Zwangsarbeitslager|Moschendorf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:List of subcamps of Flossenbürg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grissef</name></author>
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