<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lager_Koralle</id>
	<title>Lager Koralle - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lager_Koralle"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lager_Koralle&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-24T05:00:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lager_Koralle&amp;diff=1538188&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Legov20: /* Geschichte */ Detail&amp;Link eingefügt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lager_Koralle&amp;diff=1538188&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-11T14:34:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; Detail&amp;amp;Link eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Koralle20080921.JPG|mini|Reste des gesprengten Flakbunkers]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lager Koralle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;Objekt Koralle&amp;#039;&amp;#039;) war der Deckname einer militärischen Anlage nördlich von [[Bernau bei Berlin]], in der sich 1943–1945 das Führungszentrum vom [[Oberkommando der Marine]] (OKM)  und die Funkleitstelle für den [[U-Boot-Krieg#Zweiter Weltkrieg|U-Boot-Krieg]] befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Objekt war zunächst als [[Marinenachrichtenschule|Marinefernmeldeschule]] gedacht und erhielt den Namen „Koralle“ erst später. Die Bauarbeiten begannen 1939 in einem stark bewaldeten Gebiet zwei Kilometer nordwestlich von [[Lobetal]], nördlich von Bernau. Das 54 [[Hektar]] große Gelände gehörte ursprünglich zu den [[Hoffnungstaler Anstalten Lobetal|Hoffnungstaler Anstalten]]. Aufgrund der immer größer werdenden Gefahr durch [[Fliegerbombe]]n wurde beschlossen, die Führungszentrale des [[Oberkommando der Marine|Oberkommandos der Kriegsmarine]] (OKM) aus [[Berlin]] in ein sichereres Gebiet zu verlegen. Am 30. Januar 1943 bezog es seinen Sitz im Lager Koralle. Wenig später wurde vor Ort auch die Hauptfunkstelle des [[Befehlshaber der U-Boote|Befehlshabers der U-Boote]] (BdU) eingerichtet. Damit liefen nun alle Nachrichtenverbindungen für den [[U-Boot]]-Krieg im bombensicheren Nachrichtenbunker der Station ein. Zeitweise wurden hier alle deutschen [[Seekrieg]]soperationen des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] koordiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Schlacht um Berlin]] und des Vormarschs der [[Rote Armee|Roten Armee]] erging am 19. April 1945 der Befehl zur Verlegung in das Ausweichquartier [[Objekt Forelle]] bei [[Plön]] und acht Tage später in den [[Sonderbereich Mürwik]]. Nach der Einnahme des Komplexes wurde am 22. April 1945 ein Großteil der Anlage von sowjetischen Truppen gesprengt. Die [[Ruine]]n befinden sich noch an Ort und Stelle. Nach dem Krieg wurde das Gelände von [[Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland|sowjetischen Streitkräften]] (1948 wurden Teile auch als Heim für Flüchtlingskinder aus [[Ostpreußen]] genutzt), [[DDR]]-[[Kampfgruppen der Arbeiterklasse|Betriebskampfgruppen]] und der [[Volkspolizei]] genutzt und die noch intakten [[Bunker]]teile einer neuen Bestimmung als [[Munitionsdepot]] und Nachrichtenstelle zugeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau ==&lt;br /&gt;
Es gab Unterkünfte für die Kommandostäbe, ein „militärisches Wohnlager“, Gebäude für den [[Marinenachrichtendienst#Im_Zweiten_Weltkrieg_(1940–1945)|Marinenachrichtendienst]] und den [[Wetterdienst]], einen [[Flak]]bunker, einen [[Hochbunker]] und einen unterirdischen Bunker. In dem unterirdischen Bunker operierte die Zentrale des OKM. Hinzu kamen ein [[Offizierskasino]], Baracken, ein Badehaus, Garagen, mehrere Löschwasserteiche und andere kleinere Objekte. Die Funktionsgebäude waren zum Teil unterirdisch miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Komplex war mit zahlreichen Anlagen zur [[Funkübertragungsstelle|Funkübertragung]] ausgestattet, dazu zählten fünf [[Sendemast]]en, [[Breitbandantenne]]n und eine [[Richtfunk]]anlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lager Koralle heute ==&lt;br /&gt;
Heute sind vom Lager Koralle nur noch wenige Relikte vorhanden. Dazu gehören das ehemalige [[Wohnhaus]] „Haus Bergauf“, in dem [[Karl Dönitz]] mit seiner Frau gewohnt und in welchem sich das Offizierskasino befunden hatte, sowie der für 130 Personen konzipierte zweistöckige [[Tiefbunker]] unter der ehemaligen Funkempfangszentrale, der sich in einem von der [[Eigentümer]]in, der Brandenburgischen Bodengesellschaft (BBG), umzäunten Bereich befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Das 9. Kapitel in [[Lothar-Günther Buchheim|Lothar Günther Buchheims]] Buch [[Die Festung (Buchheim)|Die Festung]] heißt „Koralle“ und spielt sich im Lager Koralle ab:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Schwer vorstellbar, daß der U-Bootkrieg in allen sieben Meeren von diesem märkischen Kiefernwäldchen aus geführt wird. „Koralle“ – wer nur auf diesen Namen gekommen sein mag. Für ein Stabsquartier unter Kiefern ausgerechnet Koralle!| Lothar Günther Buchheim &amp;#039;&amp;#039;Die Festung&amp;#039;&amp;#039;, S. 150}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Lager Koralle hatte auch der Marineoffizier [[Berthold Schenk Graf von Stauffenberg]] eine Dienstwohnung. Hier wurde in Vorbereitung auf das [[Attentat vom 20. Juli 1944|Attentat auf Hitler]] der von seinem Bruder [[Claus Graf Schenk von Stauffenberg|Claus]] entworfene „Schwur“ für die „Zeit danach“ diktiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Decknamen nationalsozialistischer Geheimobjekte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans J. Richter, Wolf-Dieter Holz: &amp;#039;&amp;#039;Deckname „Koralle“. Chronik der zentralen Marine-Funkleitstelle für U-Boot-Operationen im Zweiten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; Jung, Zella-Mehlis u. a. 2002, ISBN 978-3-930588-58-9.&lt;br /&gt;
* [[Andreas von Klewitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Marineversteck im Wald. 1943 zogen Teile des Oberkommandos der Kriegsmarine von Berlin nach Brandenburg. Reste des „Lagers Koralle“ sind heute noch zugänglich&amp;#039;&amp;#039;. MarineForum 10-2021, S. 40–41.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bunker Koralle}}&lt;br /&gt;
* [http://www.berliner-kurier.de/23899066 Berliner Kurier: Wiederentdeckt: „Lager Koralle“ – Das vergessene Hauptquartier der Nazis]&lt;br /&gt;
* Webseite zum Bunker T750 im Objekt Koralle http://www.truppenmannschaftsbunker.de/objekte/objektefortsetzung/bernau/bu.html&lt;br /&gt;
* Fotos aus dem Tiefbunker im Lager Koralle https://www.lostareas.de/Bunker/Bunker_Koralle/Bunker_Tiefbunker_Koralle_Lobetal_Bernau.htm&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=52/44/20/N|EW=13/34/27/E|type=landmark|region=DE-BB}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landeinrichtung der Kriegsmarine]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Bernau bei Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strategischer Bunker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bunker in Brandenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprengung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baurest]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umgenutztes Bauwerk in Brandenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ruine in Brandenburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Legov20</name></author>
	</entry>
</feed>