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	<title>Ladislao Mittner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T14:37:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-02-12T10:27:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ladislao Mittner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. April]] [[1902]] in [[Rijeka|Fiume]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[5. Mai]] [[1975]] in [[Venedig]]) war ein [[italien]]ischer [[Germanist]], Literaturkritiker und [[Sprachwissenschaft]]ler.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christoph König (Germanist)|Christoph König]] (Hrsg.), unter Mitarbeit von Birgit Wägenbaur u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Internationales Germanistenlexikon 1800–1950]].&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;H–Q.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/New York 2003, ISBN 3-11-015485-4, S. 1240–1241 ({{Google Buch |BuchID=ouGfY8RBauAC |Seite=1240}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Mittner gilt als Begründer der modernen [[Germanistik]] in Italien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ladislao (auch Ladislaus oder Ladislav) wurde 1902 in der damals noch habsburgischen [[Freie Stadt Fiume|Freien Stadt Fiume]] ({{hrS|Rijeka}}, heute in [[Kroatien]]) geboren. Sein Vater Zoltán Mittner stammte aus Ungarn, seine Mutter Giovanna (geb. Burich) entstammte einer italienisch-kroatischen Familie aus Fiume. Ladislaos Eltern waren beide Schullehrer, sein Vater schrieb unter anderem auch Schulbücher für Italienisch. Enrico Burich, ein nur dreizehn Jahre älterer Onkel mütterlicherseits von Ladislao, war Germanist und unterrichtete Deutsch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu diesem sprachlich und sprachtheoretisch sehr anregenden, familiären Umfeld bot das literarische Leben Rijekas kaum Reize für den jungen Mittner. Hinzu kamen sprachpolitische Spannungen zwischen der örtlichen [[Irredenta]] und dem erdrückend erscheinenden Völkermosaik der [[Österreich-Ungarn|Donaumonarchie]]. Mittners Interesse für [[deutsche Sprache]] und [[deutschsprachige Literatur|Literatur]], sowie das in dieser Zeit literarisch zwar blühende, aber in Mittners Augen romantisch verklärte [[Triest]], richteten seine Aufmerksamkeit auf den deutschen Sprachraum. Mittner sagte später selbst, die Vielfalt seiner Jugendeindrücke waren Grundlage für seine späteren wissenschaftlichen Arbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;Maria Paola Arena: [http://www.treccani.it/enciclopedia/ladislao-mittner_(Dizionario-Biografico)/ Ladislao Mittner] im [[Dizionario Biografico degli Italiani]], 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur in Fiume schrieb sich Ladislao Mittner 1919 für ein Literatur- und Philosophiestudium an der [[Universität Bologna]] ein, mit Gastsemestern in [[Universität Florenz|Florenz]] (1921) und [[Universität Padua|Padua]] (1922). Er promovierte 1923 bei Giuseppe Tarozzi und einer wissenschaftlichen Arbeit mit dem Thema „Das Schöne und das Erhabene in der Ästhetik [[Friedrich Schiller|Schillers]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Italienischer Titel: „Il bello ed il sublime nell’estetica di Schiller“&amp;lt;/ref&amp;gt; Es folgten Auslandsaufenthalte in [[Wien]] und [[München]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittner begann seine berufliche Laufbahn als Deutschlehrer an der 1923 gegründeten italienischen Oberschule „A. Cantore“ in [[Bruneck]] (1925–1934). 1930 heiratete er seine Frau Letizia (geb. Battistig von Tauffersbach) und veröffentlichte in den darauffolgenden Jahren erste Arbeiten zu deutscher Grammatik und Semantik. Von 1934 bis 1939 war er als Deutschlehrer am [[Liceo classico Cavour|Lyzeum „C. Cavour“]] in [[Turin]] tätig. Beeinflusst von den weltpolitischen Ereignissen, studierte er Ende der dreißiger Jahre [[Germanische Mythologie|altgermanische Mythologie]] und [[Germanische Dichtung|Dichtung]] sowie die Syntax der [[protogermanische Sprache|protogermanischen Sprache]]; parallel dazu beschäftigte er sich mit deutscher Oper, Musik und philosophischer Poesie der [[Aufklärung (Literatur)|Aufklärung]]. Nach seiner Habilitation übernahm er 1939 eine Dozentenstelle für Germanische Philologie am Italienischen Institut für Germanistik ([[Istituto Italiano di Studi Germanici]]) in [[Rom]]. 1942 folgte er schließlich einer Berufung an den Lehrstuhl für Deutsche Sprache und Literatur an der Wirtschaftswissenschaftlichen (später Sprachwissenschaftlichen) Fakultät der [[Universität Venedig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einem seiner Kernthemen wurde Ende der 40er Jahre die deutschsprachige [[Romantik]]. Andere Forschungsschwerpunkte bildeten der [[Expressionismus (Literatur)|Expressionismus]] und die Lebenswerke von [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethe]], [[Friedrich Hölderlin|Hölderlin]] und [[Thomas Mann|Mann]]. Zwischen 1964 und 1971 veröffentlichte Ladislao Mittner sein bekanntestes Werk, die monumentale „Storia della letteratura tedesca“ (Geschichte der deutschen Literatur) in drei Bänden. 1967 wurde er korrespondierendes Mitglied an der [[Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung|Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung]], im Jahr darauf an der [[Accademia Nazionale dei Lincei]]. Mittner blieb 30 Jahre an der Ca&amp;#039; Foscari bis zu seiner Pensionierung (1942–1972). Er starb 1975 im Alter von 73 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachleben ==&lt;br /&gt;
Mittner gilt in Italien als einer der bedeutendsten Germanisten. Zum einen aufgrund des Volumens seiner wissenschaftlichen Veröffentlichungen, vor allem jedoch weil er es schaffte einen Bogen zu spannen von den germanischen Ursprüngen bis hin zur zeitgenössischen Avantgarde. Viele seiner Schriften zählen zum Standardwerk italienischer Germanisten. Ladislao Mittner war Lehrer anderer bedeutender italienischer Germanisten und Schriftsteller, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Giuliano Baioni]], [[Paolo Chiarini]] und [[Claudio Magris]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner Vermittlung der deutschen Kultur in Italien und dem damit verbundenen kulturellen Dialog zwischen beiden Ländern wird vom [[Deutsch-Italienisches Hochschulzentrum|deutsch-italienischen Hochschulzentrum]] seit 2001 der jährliche [[Ladislao-Mittner-Preis]] vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.deutschitalienischeshochschulzentrum.org/page.asp?pag=1669 |archive-today=2012.07.28-111253 |text=&amp;#039;&amp;#039;Mittner-Preis&amp;#039;&amp;#039;}}, [[Deutsch-Italienisches Hochschulzentrum]] an der [[Universität Trient]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Preis besteht aus einem vom [[Deutscher Akademischer Austauschdienst|Deutschen Akademischen Austauschdienst]] (DAAD) finanzierten Geldbetrag in Höhe von Euro 5.000,- und einem Stipendium für einen Forschungsaufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1957: [[Großes Verdienstkreuz]] der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
* 1961: Komtur des [[Verdienstorden der Italienischen Republik|Verdienstordens der Italienischen Republik]]&lt;br /&gt;
* 1962: Gold-Medaille des [[Ministerium für Unterricht, Universitäten und Forschung (Italien)|Ministeriums für Unterricht]] für Verdienste für die Schulen&lt;br /&gt;
* 1965: Premio Internazionale di Poesia „Riviera di Ulisse“&lt;br /&gt;
* 1966: [[Goethe-Medaille]] in Gold des [[Goethe-Institut]]s München&lt;br /&gt;
* 1972: [[Friedrich-Gundolf-Preis]] der [[Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung|Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.deutscheakademie.de/preise_gundolf.html |wayback=20140701075111 |text=Preisträger |archiv-bot=2026-02-12 10:27:08 InternetArchiveBot }}, Friedrich-Gundolf-Preis für die Vermittlung deutscher Kultur im Ausland&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke und Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La concezione del divenire nella lingua tedesca&amp;#039;&amp;#039;, Vita e pensiero, Mailand, 1931&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;opera di Thomas Mann&amp;#039;&amp;#039;, [[Sperling &amp;amp; Kupfer]], Mailand, 1936&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sein und Werden in der Gotenbibel: eine semantische Untersuchung&amp;#039;&amp;#039;, Winter, Heidelberg, 1939&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schicksal und Werden im Altgermanischen&amp;#039;&amp;#039;, Winter, Heidelberg, 1939&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La lingua tedesca e lo spirito dell&amp;#039;antica poesia Germanica&amp;#039;&amp;#039;, G.C. Sansoni, Florenz, 1942&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grammatica della Lingua Tedesca&amp;#039;&amp;#039;, Scolastiche Mondadori, Mailand, 1953&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die [[Kenning]] als tragisch-ironisches Sinnbild in der [[Edda]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Die Sprache]], Wien, 1951&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ambivalenze romantiche. Studi sul romanticismo tedesco&amp;#039;&amp;#039;, G. D&amp;#039;Anna, Messina u. Florenz, 1954&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Wurd]] – Das Sakrale in der Altgermanischen Epik&amp;#039;&amp;#039;, Francke, Bern, 1955&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La letteratura tedesca del Novecento e altri saggi&amp;#039;&amp;#039;, [[Einaudi (Verlag)|Einaudi]], Turin, 1960&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Storia della letteratura tedesca: I. Dai primordi pagani all&amp;#039;età barocca (dal 750 al 1700 circa)&amp;#039;&amp;#039;, Einaudi, Turin, 1964&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Storia della letteratura tedesca: II. Dal pietismo al romanticismo (1700-1820)&amp;#039;&amp;#039;, Einaudi, Turin, 1964&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Storia della letteratura tedesca: III. Dal realismo alla sperimentazione. 1. Dal Biedermeier al fine secolo (1820-1890)&amp;#039;&amp;#039;, Einaudi, Turin, 1971&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Storia della letteratura tedesca: III. Dal realismo alla sperimentazione. 2. Dal fine secolo alla sperimentazione (1890-1970)&amp;#039;&amp;#039;, Einaudi, Turin, 1971&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Saggi, divagazioni, polemiche&amp;#039;&amp;#039;, Morano, Neapel, 1964&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;epressionismo&amp;#039;&amp;#039;, Laterza, Bari, 1965&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bilancio dell&amp;#039;Espressionismo&amp;#039;&amp;#039;, Vallecchi, Florenz, 1965&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DBI|Verfasser=Maria Paola Arena|ID=ladislao-mittner_(Dizionario-Biografico)/|Lemma=Mittner, Ladislao|Band=75|SeiteVon=|SeiteBis=|Kommentar=|kurz=}}&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119447312}}&lt;br /&gt;
* [http://opac.sbn.it/opacsbn/opaclib?db=solr_auth&amp;amp;resultForward=opac/iccu/full_auth.jsp&amp;amp;from=1&amp;amp;nentries=10&amp;amp;searchForm=opac/iccu/error.jsp&amp;amp;do_cmd=search_show_cmd&amp;amp;fname=none&amp;amp;item:5019:VID::@frase@=IT\ICCU\RAVV\000052 Normeintrag] im Opac des Servizio bibliotecario nazionale&lt;br /&gt;
* [http://opac.sbn.it/opacsbn/opaclib?db=solr_iccu&amp;amp;resultForward=opac/iccu/brief.jsp&amp;amp;from=1&amp;amp;nentries=10&amp;amp;searchForm=opac/iccu/error.jsp&amp;amp;do_cmd=search_show_cmd&amp;amp;item:5032:BID=IT\ICCU\RAVV\000052 Veröffentlichungen von Ladislao Mittner] im Opac des Servizio bibliotecario nazionale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119447312|LCCN=n/79/43324|VIAF=10656243}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Mittner, Ladislao}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturkritiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Linguist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Venedig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Accademia dei Lincei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Komtur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Transleithanien)]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italiener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1975]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mittner, Ladislao&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Mittner, Ladislaus&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienischer Germanist und Sprachwissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. April 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rijeka]], [[Österreich-Ungarn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Mai 1975&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Venedig]], Italien&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;InternetArchiveBot</name></author>
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