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	<title>Ladeschein - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T02:40:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ladeschein&amp;diff=625865&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2023-07-31T17:43:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ladeschein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein in der [[Binnenschifffahrt]] verwendetes [[Wertpapier]], in welchem sich der [[Frachtführer]] verpflichtet, das [[Frachtgut]] an denjenigen herauszugeben, der ihm den Ladeschein vorlegt (also an denjenigen, der den Ladeschein im [[Besitz]] hat).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Werden [[Handelsware]]n per [[Schiff]] transportiert, muss der [[Frachtführer]] eine Frachturkunde ausstellen, die in der Binnenschifffahrt Ladeschein und in der [[Seeschifffahrt]] [[Konnossement]] oder [[Seefrachtbrief]] heißt. Diese Wertpapiere sind miteinander verwandt und bestätigen dem [[Absender]] der Handelswaren, dass sie vom Frachtführer an Bord genommen wurden und legitimieren den Absender als [[Eigentümer]] der Waren. Wer dem Frachtführer diese Frachtpapiere am Bestimmungshafen vorlegt, gilt als empfangsberechtigt für die Abholung der Waren. Alle drei Wertpapiere verbriefen einen [[Herausgabeanspruch]] auf [[bewegliche Sache]]n und ersetzen zugleich die Ware selbst in der Weise, dass über sie durch [[Übergabe (Recht)|Übergabe]] des Ladescheins verfügt werden kann. Deshalb nennt man diese Papiere auch [[Traditionspapier]]e ({{§|448|hgb|juris}} [[Handelsgesetzbuch|HGB]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Durch das &amp;#039;&amp;#039;Gesetz zur Reform des [[Seehandelsrecht]]s&amp;#039;&amp;#039; (in Kraft seit dem 25. April 2013) änderten sich auch die Regelungen zum Ladeschein im HGB. Der Ladeschein wird nunmehr in den {{§|443|hgb|juris|text=§§ 443 ff.}} HGB geregelt (bis zum 24. April 2013: §§ 444 ff. HGB a. F.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ladeschein ist im [[Außenhandel]] ein [[Warenbegleitpapier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Das Gesetz sieht in {{§|363|hgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 HGB als Grundform des Ladescheins ein [[gekorenes Orderpapier]] vor, welches anfangs keine [[Orderklausel]] besitzt und deshalb ohne diese Orderklausel zu den [[Namenspapier]]en gehört. Erst durch die Hinzufügung einer Orderklausel wird er zum Orderpapier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hinblick auf seine Übertragbarkeit unterscheidet man folgende Arten des Ladescheins:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rektaladeschein&amp;#039;&amp;#039; ([[Namenspapier]]): Dieser ist in der Binnenschifffahrt gebräuchlich. Hierbei wird der legitimierte Empfänger namentlich benannt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Orderladeschein&amp;#039;&amp;#039; ([[Orderpapier]]): Dieser kann entweder an Order eines namentlich benannten Empfängers &amp;#039;&amp;#039;oder &amp;#039;&amp;#039; nur an Order ausgestellt werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Inhaberladeschein&amp;#039;&amp;#039; ([[Inhaberpapier]]): Ist der Ladeschein weder auf einen bestimmten Empfänger noch an Order ausgestellt, wird derjenige legitimiert, der den Ladeschein in Besitz hat und vorlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt und Wirksamkeit ==&lt;br /&gt;
Hierzu besteht eine als &amp;#039;&amp;#039;Sollangaben&amp;#039;&amp;#039; zu verstehende Aufzählung in {{§|443|hgb|juris}} HGB in Verbindung mit {{§|408|hgb|juris}} HGB. Der Ladeschein begründet nach {{§|444|hgb|juris}} HGB die – widerlegbare – [[Vermutung (Recht)|Vermutung]], dass das Frachtgut und seine [[Verpackung]] bei der Übernahme durch den Frachtführer in äußerlich gutem Zustand waren und dass die Anzahl der Frachtstücke und ihre Zeichen und Nummern mit den Angaben im Ladeschein übereinstimmen. Mit dieser Vermutung ist eine [[Beweislastumkehr]] verbunden. Denn nach {{§|292|zpo|juris}} [[Zivilprozessordnung (Deutschland)|ZPO]] ist bis zum Beweis des Gegenteils von dem Vorhandensein der angeführten [[Tatsache]]n auszugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fehlende Angaben führen somit nicht von vorneherein zur [[Unwirksamkeit]] des Ladescheins. Jedoch sind Angaben zur Art der Güter, Anzahl der Frachtstücke sowie das Rohgewicht, zur Ablieferungsstelle sowie zur Person des Frachtführers unverzichtbar. Fehlt es an diesen, liegt kein wirksamer Ladeschein vor, da es an einem rechtswirksamen [[Begebungsvertrag]] fehlt. Angaben zur Person des Absenders sind dann erforderlich, wenn der Ladeschein ohne Namensnennung an Order lautet ({{§|443|hgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 Satz&amp;amp;nbsp;2 HGB). Ist auch unter Heranziehung von {{§|443|hgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 Satz&amp;amp;nbsp;2 HGB nicht erkennbar, wer aus dem Ladeschein berechtigt sein soll, ist der Orderlagerschein in einen Inhaberlagerschein umzudeuten. Die fehlende Nennung des Empfängers bei Rektaladescheinen stellt hingegen ein Wirksamkeitshindernis dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Olaf Hartenstein/Fabian Reuschle, &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des [[Fachanwalt für Transport- und Speditionsrecht|Fachanwalts für Transport- und Speditionsrecht]]&amp;#039;&amp;#039;, 2012, Kap.&amp;amp;nbsp;1, Rn.122/123 m.w.N. (noch zum alten § 444 Abs.&amp;amp;nbsp;2 Satz&amp;amp;nbsp;2 HGB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu Gunsten des legitimierten Besitzers des Ladescheins wird vermutet, dass er der aus dem Ladeschein Berechtigte ist (§ 444 Abs. 3 HGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung ==&lt;br /&gt;
Der Ladeschein kann&lt;br /&gt;
* beim &amp;#039;&amp;#039;Rektaladeschein&amp;#039;&amp;#039; durch [[Abtretung (Deutschland)|Abtretung]] des Auslieferungsanspruchs nach {{§|398|bgb|juris}} und {{§|952|bgb|juris}} [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] übertragen werden;&lt;br /&gt;
* beim &amp;#039;&amp;#039;Orderladeschein&amp;#039;&amp;#039; durch (ggfs. ununterbrochene Kette von) [[Indossament]](en) übertragen werden, gehört also (wie das Konnossement) zu den &amp;#039;&amp;#039;gekorenen [[Orderpapier]]en&amp;#039;&amp;#039; nach {{§|363|hgb|juris}} HGB. Manche bezeichnen den Ladeschein im Binnenschifffahrtsbereich auch direkt als (Binnen-)Konnossement.&amp;lt;ref&amp;gt;Olaf Hartenstein/Fabian Reuschle, &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Fachanwalts für Transport- und Speditionsrecht&amp;#039;&amp;#039;, 2012, Kap.&amp;amp;nbsp;1, Rn.&amp;amp;nbsp;118 m.w.N.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der [[Aussteller (Urkunde)|Ausstellung]] an Order muss die legitimierende Kette auf den im Ladeschein benannten Absender zurückgehen ({{§|444|hgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;3 Nr.&amp;amp;nbsp;2, 2.&amp;amp;nbsp;Alt. HGB n.F. in Verbindung mit {{§|443|hgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 Satz&amp;amp;nbsp;2 HGB);&lt;br /&gt;
* beim &amp;#039;&amp;#039;Inhaberladeschein&amp;#039;&amp;#039; durch [[Übereignung|Eigentumsübertragung]] nach {{§|793|bgb|juris|text= §§ 793 ff.}}, {{§|929|bgb|juris|text= §§ 929 ff.}} BGB übertragen werden; somit kommt auch ein [[gutgläubiger Erwerb]] in Betracht. Es ist hierbei sogar der gutgläubige Erwerb eines gestohlenen oder abhandengekommenen Ladescheins möglich ({{§|935|bgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 BGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterzeichnung / Ausfertigung ==&lt;br /&gt;
Der Absender kann vom Frachtführer nach Übernahme des Transportgutes die Unterzeichnung eines Ladescheins verlangen; es genügt die Unterzeichnung per Druck oder Faksimile-Stempel ({{§|443|hgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 Satz&amp;amp;nbsp;2 HGB). Die Ausfertigung erfolgt in der Regel in einem Original und einer Abschrift, die anstelle eines [[Frachtbrief]]s als Begleitbrief in den Händen des Frachtführers verbleibt. Mit Inkrafttreten des &amp;#039;&amp;#039;Gesetzes zur Reform des [[Seehandelsrecht]]s&amp;#039;&amp;#039; am 25. April 2013 wurde die Möglichkeit geschaffen, dass Ladescheine auch in elektronischer Form erstellt und übersandt werden können. Näheres soll eine – noch zu erlassende – Rechtsverordnung regeln ({{§|443|hgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;3 HGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Der Ladeschein ist gleichzeitig [[Empfangsbestätigung]], [[Verkehr|Beförderungsversprechen]], [[Warenwertpapier]] ([[Traditionspapier]]), [[Urkunde|Beweisurkunde]] über den Abschluss eines [[Frachtvertrag]]es und Auslieferungsversprechen gegen Rückgabe des Originals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Thomas Wieske]]: &amp;#039;&amp;#039;Transportrecht schnell erfasst.&amp;#039;&amp;#039; 3. Aufl., Springer, Berlin 2012, ISBN 978-3-642-29725-0.&lt;br /&gt;
* Olaf Hartenstein, Fabian Reuschle (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Fachanwalts für Transport- und Speditionsrecht.&amp;#039;&amp;#039; 3. Aufl., Verlag Carl Heymanns, Köln 2015, ISBN 978-3-452-28142-5&lt;br /&gt;
* [[Adolf Baumbach]], [[Klaus Hopt|Klaus J. Hopt]]: &amp;#039;&amp;#039;Handelsgesetzbuch: mit GmbH &amp;amp; Co., Handelsklauseln, Bank- und Börsenrecht, Transportrecht (ohne Seerecht).&amp;#039;&amp;#039; 42. Aufl., Verlag C.H Beck, München 2023, ISBN 978-3-406-79289-2&lt;br /&gt;
* [[Ingo Koller]]: &amp;#039;&amp;#039;Transportrecht. Kommentar.&amp;#039;&amp;#039; 11. Aufl., München 2023, Verlag C.H. Beck, ISBN 978-3-406-77233-7 (Kommentierung u.&amp;amp;nbsp;a. der §§ 443 ff. HGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.gesetze-im-internet.de/ Texte der o.&amp;amp;nbsp;g. Gesetze im Internet-Portal „Gesetze im Internet“] des [[Bundesministerium der Justiz|BMJ]] und [[Juris]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7567959-0}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Binnenschifffahrtsrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wertpapier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transportrecht (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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