<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ladanum</id>
	<title>Ladanum - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ladanum"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ladanum&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T23:22:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ladanum&amp;diff=292694&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Liebigkühler: Karl Hiller: Link  zum Lemma Karl Gottfried Hiller (Autor)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ladanum&amp;diff=292694&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-20T16:04:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Karl Hiller: Link  zum Lemma Karl Gottfried Hiller (Autor)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ladanum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Labdanum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch (im [[Spätmittelalter]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hieronymus Brunschwig]]: &amp;#039;&amp;#039;Dis ist das buch der Cirurgia. Hantwirckung der wundartzny.&amp;#039;&amp;#039; Johann Grüninger, Straßburg 1497, Blatt 239 („Laudanum: ein dick gedert safft einß krutz uber mere her“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [[Otto Beßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart.&amp;#039;&amp;#039; Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 196 („Laudanum – eyn gummi […] – ist eyn touw […] – ros quasdam herbas descendit ...“).&amp;lt;/ref&amp;gt; schon fälschlich) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Laudanum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist ein stark klebriges [[Harz (Pflanze)|Harz]], das im [[Mittelmeerraum]] aus verschiedenen [[Art (Biologie)|Arten]] (so &amp;#039;&amp;#039;[[Cistus ladanifer]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Cistus laurifolius]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Cistus creticus]]&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Karl Gottfried Hiller|Karl Hiller]], Matthias F. Melzig [[et al.]] |Titel=Die große Enzyklopädie der Arzneipflanzen und Drogen |Hrsg=Area Verlag |Sammelwerk=2 Bände in einem |Verlag=Area Verlag |Ort=Erftstadt |Datum=2007 |ISBN=9783899965087 |Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; von [[Zistrosen]] gewonnen wird. Im Sommer tritt unter Sonneneinwirkung das ölige Harz aus den Blättern und Zweigen, als würde die Pflanze schwitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Labdanum fest.jpg|mini|Ladanum-Harz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cistus creticus LC0069.jpg|mini|Kretische Zistrose (&amp;#039;&amp;#039;Cistus creticus&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Deutsches Apothekenmuseum - Ladanum.jpg|mini|Getrocknete Ladanumspiralen im [[Deutsches Apotheken-Museum|Deutschen Apotheken-Museum]], Heidelberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Geschichte des Alten Ägypten|Alten Ägypten]] war Ladanum beliebt und Bestandteil der bekannten Räuchermischung [[Kyphi]]. Das Harz wurde unter anderem als [[Räucherwerk]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seines [[Ambra|ambra-artigen]], balsamischen Aromas wurde es früher zur Verfälschung&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Beßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart.&amp;#039;&amp;#039; Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 127.&amp;lt;/ref&amp;gt; des teuren [[Ambra]] benutzt und heute noch als Rohstoff für die [[Parfum]]industrie verwendet. Gutes Labdanum hat einen lieblichen, dezent an Honig erinnernden Duft, den man aus vielen [[Chypre]]-Parfums leicht herausriechen kann. Labdanum ist wie die meisten in der Parfumerie eingesetzten Harze zugleich ein gutes [[Fixativ]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Ladanum&amp;#039;&amp;#039; oder fälschlich &amp;#039;&amp;#039;Labdanum&amp;#039;&amp;#039; (gelegentlich auch noch &amp;#039;&amp;#039;Laudanum&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Eucharius Rößlin: &amp;#039;&amp;#039;Der Swangern frawen und hebammen roßgarten.&amp;#039;&amp;#039; Worms 1513; Neudruck Berlin o.&amp;amp;nbsp;J., O Iv („Laudanum: ein schwartz gumi wolriechend“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Theodor Husemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Ladanum und Laudanum.&amp;#039;&amp;#039; (Schluss) In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv der Pharmacie.&amp;#039;&amp;#039; Band 227, Heft 24, 1889, S. 1105–1132 ([https://www.samorini.it/doc1/alt_aut/ek/husemann-ladanum-und-laudanum.pdf PDF-Online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;) hat ihren Ursprung im [[Syrische Sprache|syrisch]]-[[Phönizisch-punische Sprache|phönizische]]n Sprachraum (vgl. [[Akkadische Sprache|assyrisch]] &amp;#039;&amp;#039;ladanu&amp;#039;&amp;#039;). Dort wurde die Pflanze als &amp;#039;&amp;#039;Ladan&amp;#039;&amp;#039; (klebriges Kraut) bezeichnet. Es wurde zur Schönheitspflege sowie als Heilmittel benutzt. Abgeleitet wurde der Name vom [[Semitische Sprachen|semitisch]]-[[Griechische Sprache|griechischen]] Wort &amp;#039;&amp;#039;ládanon&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;ledanon&amp;#039;&amp;#039; bzw. vom griechischen &amp;#039;&amp;#039;lēdon&amp;#039;&amp;#039; (entspricht [[Arabische Sprache|arabisch]] &amp;#039;&amp;#039;lādan&amp;#039;&amp;#039; und [[Persische Sprache|persisch]] &amp;#039;&amp;#039;laden&amp;#039;&amp;#039;) und bezeichnete schon in der Antike das Harz von &amp;#039;&amp;#039;Cistus&amp;#039;&amp;#039;-Arten wie &amp;#039;&amp;#039;Cistus creticus&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Cistus × cyprius]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Genaust: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen.&amp;#039;&amp;#039; Birkhäuser, Basel/Stuttgart 1976, ISBN 3-7643-0755-2, S. 215 und 219.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Antike wurde vor allem das Harz der [[Kretische Zistrose|Kretischen Zistrose]] (&amp;#039;&amp;#039;Cistus creticus&amp;#039;&amp;#039;) verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;K. Kuchta, K. Grötzinger, C. Birkemeyer, H. W. Rauwald: &amp;#039;&amp;#039;Labdanum from mediterranean Cistus species: GC-MS fingerprints and relative quantification of antispirochaetal manoyloxides.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Planta Med]].&amp;#039;&amp;#039; Band 78, 2012, PA10; {{DOI|10.1055/s-0032-1320325}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der griechische Gelehrte [[Pedanios Dioscurides|Dioskurides]] beschrieb, wie Hirten ihre Tiere in das dichte Buschwerk trieben und anschließend die Harzklümpchen aus dem Fell (insbesondere aus dem Ziegenbart)&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Dressendörfer: &amp;#039;&amp;#039;Spätmittelalterliche Arzneitaxen des Münchner Stadtarztes Sigmund Gotzkircher aus dem Grazer Codex 311. Ein Beitrag zur Frühgeschichte des süddeutschen Apothekenwesens.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen und Neumann, Würzburg 1978 (= &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 15), S. 233.&amp;lt;/ref&amp;gt; herauskämmten.&amp;lt;ref&amp;gt;Petrus Uffenbach (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Pedacii Dioscoridis Anazarbaei Kraeuterbuch ...&amp;#039;&amp;#039; (ins Deutsche übersetzt von Johannes Danzius), Frankfurt am Main (bei Johann Bringern) 1610, S. 59 („Ladanum: Es ist noch ein geschlecht des Cisti, von etlichen Laden genennt, ein Staeudtlin wachsend wie der Cistus [...]. Auß diesem wirdt gemacht das Ladanum, denn wenn die Geyssen unnd Geyßboeck die blaetter dieses Cisti abweyden, so bleibt ihnen an den Baerden und harechten Fuessen die zaehe feystigkeit augenscheinlich bekleben [...].“) und 472 (&amp;#039;&amp;#039;Laudanum&amp;#039;&amp;#039; im Register).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Gewinnungsmethode findet sich auch in [[Otto Warburg (Agrarwissenschaftler)|Otto Warburgs]] Buch &amp;#039;&amp;#039;Die Pflanzenwelt&amp;#039;&amp;#039;, in dem er beschreibt, wie man das angenehm duftende Harz „aus den Bart- und Schenkelhaaren der Ziegen, die in den Zistrosengebüschen weideten und ihr Fell mit den Drüsensekreten beschmierten“ auskämmte. „Auch zog man Stricke durch die Zistrosenbüsche, um das klebrige Harz daran aufzufangen, was man auch jetzt noch in [[Kreta]] tut, nur dass man sich anstatt der Stricke dünner Lederriemen bedient.“&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Warburg: &amp;#039;&amp;#039;Die Pflanzenwelt.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Bibliographisches Institut, Leipzig, Leipzig/Wien 1921, S. 465–467.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als von der Antike bis in die Frühneuzeit, wird das Ladanum heute meist aus der [[Lack-Zistrose]] (&amp;#039;&amp;#039;Cistus ladanifer&amp;#039;&amp;#039;) gewonnen, weil sie bedeutend mehr Harz als andere Arten produziert. Sie kommt im westlichen Mittelmeergebiet (Südfrankreich, Spanien, Portugal, Marokko) vor. Die Ladanum-Produktion ist überwiegend in Spanien konzentriert.&amp;lt;ref&amp;gt;perflavory.com: [https://www.perflavory.com/docs/doc1064991.html Labdanum gum].&amp;lt;/ref&amp;gt; In Frankreich ist die &amp;#039;&amp;#039;C. ladanifer&amp;#039;&amp;#039; aber nur eine Kulturpflanze und damit nicht frei zugänglich in der Landschaft zu finden. Im [[Esterel (Gebirge)|Massif de l’Esterel]] gibt es in Privatgärten kleine Plantagen. Allerdings verströmt auch die wild wachsende [[Montpellier-Zistrose]] (&amp;#039;&amp;#039;Cistus monspeliensis&amp;#039;&amp;#039;) mit ihren kleinen Blüten – die Blätter dieser Art sind nur wenig klebrig – einen ganz ähnlichen Duft. Eine echte &amp;#039;&amp;#039;C. ladanifer&amp;#039;&amp;#039; erkennt man an den großen, weißen Blüten, die im Ansatz kleine, bräunlich-schwarze Flecken haben. Die klebrigen Blätter sind lanzettlich geformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der [[Bibel]] wird es erwähnt ({{B|Gen|37|25}}, {{B|Gen|43|11}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Harz wird durch [[Wasserdampfdestillation]] das Ladanumöl gewonnen, das auch in der Parfümerie und Seifenindustrie Verwendung findet.&amp;lt;ref&amp;gt;L. Roth, K. Kormann: &amp;#039;&amp;#039;Duftpflanzen Pflanzendüfte - Ätherische Öle und Riechstoffe.&amp;#039;&amp;#039; ecomed Verlagsgesellschaft, Landsberg 1997, ISBN 3-609-65140-7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Inhaltsstoffe wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Pinen]], [[Camphen]], [[Myrcen]], [[Phellandren]] u.&amp;amp;nbsp;a. wurden isoliert und analytisch charakterisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;K. Thefeld: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchung der etherischen Öle von Cistus ladaniferus L. (Labdanum-Öl), Tanacetum fruticulosum Ledeb. und Hedychium gardnerianum Sheppard.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, TU Berlin 1997, {{DNB|953221911}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hunnius Pharmazeutisches Wörterbuch]]. 6. Auflage. Walter de Gruyter Verlag, Berlin / New York 1986, S. 612 (&amp;#039;&amp;#039;Ladanum&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Otto Zekert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 145 (&amp;#039;&amp;#039;Ladanum:&amp;#039;&amp;#039; das aus den Blättern und Ästchen von Cistus creticus L. ausschwitzende Harz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Labdanum}}&lt;br /&gt;
* [https://www.heilkraeuter.de/lexikon/zistrose.htm Heilkräuter Lexikon]&lt;br /&gt;
* Cécilia Castel, Xavier Fernandez, Jean-Jacques Filippi, [[Jean-Pierre Brun (Archäologe)|Jean-Pierre Brun]]: &amp;#039;&amp;#039;Perfumes in Mediterranean antiquity.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Flavour and Fragrance Journal.&amp;#039;&amp;#039; Band 24, Nr. 6, 2009, {{ISSN|0882-5734}}, S. 326–334, {{DOI|10.1002/ffj.1944}}.&lt;br /&gt;
* {{WiBiLex |Referenz=24533|Autoren=Ulrich Fistill |Titel=Ladanum |Datum=2009-12 |Abruf=2024-11-02 |Abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Duftstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturharz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Räucherwerk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Liebigkühler</name></author>
	</entry>
</feed>