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	<title>Lactoris fernandeziana - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T08:30:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lactoris_fernandeziana&amp;diff=1700539&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-04-25T13:09:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Lactoris fernandeziana&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = Phil.&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Lactoris&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon2_Autor     = [[Rudolph Amandus Philippi|Phil.]]&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Lactoridaceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon3_Autor     = [[Heinrich Gustav Adolf Engler|Engl.]]&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Piperales&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Pfefferartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Magnoliids&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Bedecktsamer&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Magnoliopsida&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Bild             = Lactoris fernandeziana Engler 1888 A.png&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Illustration von &amp;#039;&amp;#039;Lactoris fernandeziana&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lactoris fernandeziana&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Pflanzen[[Art (Biologie)|art]], die [[Endemit|endemisch]] auf der vor [[Chile]] gelegenen Insel [[Robinson Crusoe (Insel)|Robinson Crusoe]] vorkommt. Sie ist die einzige Art der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lactoris&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und wird heute entweder in eine eigene [[Familie (Biologie)|Familie]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lactoridaceae&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder in die Familie der [[Osterluzeigewächse]] (Aristolochiaceae) eingeordnet. Fossile [[Pollen]]funde, die dem Pollen der Art stark ähneln, sind von nahezu allen Kontinenten bekannt. Dies lässt vermuten, dass das Verbreitungsgebiet der Familie einst deutlich größer war, sie dann aber überall außer auf Robinson Crusoe ausgestorben ist. Der Bestand der Art auf dieser Insel wird auf nur etwa 1000 Exemplare geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lactoris fernandeziana Engler 1888 B.png|mini|hochkant|links|Detailzeichnung der verwachsenen Nebenblätter]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Lactoris fernandeziana&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Strauch]], der Wuchshöhen von über 1,50&amp;amp;nbsp;m erreicht&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ricci01&amp;quot;&amp;gt;Marcia Ricci: &amp;#039;&amp;#039;Evaluation of conservation status of Lactoris fernandeziana Philippi (Lactoridaceae) in Chile&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Biodiversity and Conservation&amp;#039;&amp;#039;, Band 10, Nummer 12, Dezember 2001. S. 2129–2138. {{DOI|10.1023/A:1013189526734}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die kleinen und einfachen [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] stehen wechselständig. Die [[Blattspreite]]n sind umgekehrt eiförmig, ganzrandig und buchtig und wirken gepunktet durchscheinend. Die [[Nebenblatt|Nebenblätter]] sind miteinander und mit der achszugewandten (adaxialen) Seite der [[Blattstiel]]e verwachsen, so dass um den Zweig herum eine Art Scheide gebildet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zweige verzweigen sich [[Monopodium|monopodial]], sind leicht zickzack-artig und besitzen verdickte [[Knoten (Botanik)|Knoten]]. Diese Verdickung entsteht durch eine stärkere Ausprägung von [[Mark (Botanik)|Mark-]] und [[Rinde]]ngewebe im Vergleich zu den [[Internodium (Botanik)|Internodien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blütenstände und Blüten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lactoris fernandeziana Engler 1888 D.png|mini|hochkant|links|Zeichnung der Blüte, ein Kelchblatt entfernt.]]&lt;br /&gt;
Die kleinen, dreizähligen [[Blüte]]n stehen einzeln in den Achseln oder an zwei- bis vierblütigen, [[traube]]nähnlichen Kurztrieben, die keine [[Blütenstand|Blütenstände]] im eigentlichen Sinne darstellen. Die Blüten können zweigeschlechtlich oder rein weiblich sein, wobei im letzteren Fall die Staubblätter nur als [[Staminodium|Staminodien]] ausgeprägt sind. Die weiblichen Blüten sind im Schnitt 2,7&amp;amp;nbsp;mm lang, die zweigeschlechtlichen Blüten im Schnitt 3,5&amp;amp;nbsp;mm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bernardello99&amp;quot; /&amp;gt; Viele Autoren geben auch an, dass rein männliche Blüten mit verkümmerten [[Stempel (Botanik)|Stempeln]] gebildet werden, dies konnte jedoch bei Untersuchungen am Standort der Pflanzen nicht bestätigt werden. Beide Formen der Blüten treten gemeinsam an einer Pflanze auf, so dass die Art als [[Monözie|gynomonözisch]] gilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bernardello99&amp;quot; /&amp;gt; An der Basis der [[Blütenstiel]]e steht ein achszugewandtes [[Tragblatt]]. Die drei [[Kelchblatt|Kelchblätter]] überlappen sich dachziegelartig und sind im Schnitt etwa 2,4&amp;amp;nbsp;mm&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bernardello99&amp;quot; /&amp;gt; lang. [[Kronblatt|Kronblätter]] werden nicht gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Staubblatt|Staubblätter]] stehen in zwei Kreisen aus je drei Stück. Sie sind kurz, besitzen abgeflachte [[Staubfaden|Staubfäden]] und nach außen gewendete, sich durch Schlitze öffnende [[Staubbeutel]]. Der [[Pollen]] wird in beständigen [[Pollen#Ausbreitungseinheiten|Tetraden]] abgegeben. Der innere Kreis der Staubblätter, manchmal auch beide Kreise, sind zu Staminodien umgewandelt. Die drei [[Fruchtblatt|Fruchtblätter]] stehen in einem einzigen Kreis und sind an der Basis miteinander verwachsen, stehen aber ansonsten frei. Der [[Fruchtknoten]] verjüngt sich in einen kurzen [[Griffel (Botanik)|Griffel]] mit einer herablaufenden [[Narbe (Botanik)|Narbe]]. In jedem Fruchtknoten befinden sich vier bis acht [[Samenanlage]]n, die anatrop angeordnet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Früchte und Samen ===&lt;br /&gt;
Die Früchte sind [[balgfrucht]]artig aufgebaut und geschnäbelt. Sie enthalten kleine [[Same (Pflanze)|Samen]] mit reichlich öligem [[Endosperm]] und einem sehr kleinen, zwei [[Keimblatt|Keimblätter]] tragenden [[Embryo]]. Die [[Samenschale]] besteht nur aus einer etwas verdickten Innenwand, die übrige Zellstruktur ist zurückgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die [[Chromosom]]enzahl ist 2n = 40, es wird vermutet, dass der Chromosomensatz [[tetraploid]] ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Crawford94&amp;quot; /&amp;gt; [[Phytochemie|Phytochemische]] Merkmale sind kaum bekannt, einzig geringe Mengen an [[Kaempferol]] wurden nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen und Standorte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Map-Lactoris.png|mini|Lage der Juan-Fernández-Inseln, Verbreitungsgebiet der Art]]&lt;br /&gt;
Die Art kommt endemisch auf der zu den [[Juan-Fernández-Inseln]] gehörenden Insel [[Robinson Crusoe (Insel)|Robinson Crusoe]] vor. Sie wächst dort in Wäldern des Bergvorlandes in Höhenlagen zwischen 400 und 600&amp;amp;nbsp;m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist ist sie an relativ feuchten Standorten als unauffälliger Vertreter der [[Strauchschicht]] zu finden, selten trifft man sie an sonnigen Waldlichtungen. Zum Teil galt die Art bereits als ausgestorben oder nur durch weniger als 10 Exemplare überlebend, jedoch wurde der Bestand nach Expeditionen Anfang der 1990er Jahre auf etwa 1000 Exemplare geschätzt. An den meisten Standorten waren weniger als 10 Pflanzen zu finden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Crawford94&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Bisher wurden an den Blüten von &amp;#039;&amp;#039;Lactoris fernandeziana&amp;#039;&amp;#039; keine Besucher, die als Bestäuber dienen könnten, beobachtet. Dies und das Fehlen von offensichtlichen Belohnungen für Befruchter, wie beispielsweise [[Nektar (Botanik)|Nektar]], lassen vermuten, dass die Bestäubung durch Wind oder Regen erfolgt. Einige frühe Autoren vermuteten, dass kleine [[Käfer]] oder [[Fliegen]] die Bestäuber sein könnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bernardello99&amp;quot;&amp;gt;Gabriel Bernardello et al.: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.amjbot.org/cgi/content/full/86/6/829 Reproductive Biology of Lactoris fernandeziana (Lactoridaceae)]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;American Journal of Botany&amp;#039;&amp;#039;, Band 86, Nummer 6, 1999. S. 829–840.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Lactoris fernandeziana&amp;#039;&amp;#039; wurde schon frühzeitig anhand morphologischer Merkmale in die Ordnung der [[Pfefferartige]]n eingeordnet. [[Molekularbiologie|Molekularbiologische]] Untersuchungen platzieren die Art innerhalb der Ordnung nahe der Familie der [[Osterluzeigewächse]] (Aristolochiaceae). Ob die Art jedoch innerhalb dieser Familie zu platzieren ist, oder sich eigenständig entwickelt hat, konnte bisher nicht genau geklärt werden. Die [[Angiosperm Phylogeny Group]] erkennt daher in der [[Systematik der Bedecktsamer nach APG II]] von 2003 die Familie Lactoridaceae vorübergehend an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;APGII&amp;quot;&amp;gt;[[Angiosperm Phylogeny Group]]: &amp;#039;&amp;#039;An update of the Angiosperm Phylogeny Group classification for the orders and families of flowering plants: APG II&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Botanical Journal of the Linnean Society&amp;#039;&amp;#039;, Band 141, 2003. S. 399–436.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem widersprechend führt [[Peter Stevens]] auf seiner – auf dem System nach APG II aufbauenden – Webseite die Art als Teil der Osterluzeigewächse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;APWeb&amp;quot;&amp;gt;Peter Stevens: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.mobot.org/MOBOT/research/APWeb/orders/piperalesweb2.htm#Aristolochiaceae Aristolochiaceae]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Angiosperm Phylogeny Website&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 5. Juli 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die 2008 erschienene 36. Auflage des [[Lehrbuch der Botanik für Hochschulen|Strasburgers]] führt die Art jedoch wieder als eigenständige Familie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Strasburger&amp;quot;&amp;gt;Andreas Bresinsky, Christian Körner, Joachim W. Kadereit, Gunther Neuhaus, Uwe Sonnewald: &amp;#039;&amp;#039;Strasburger – Lehrbuch der Botanik.&amp;#039;&amp;#039; Begründet von E. Strasburger. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 2008 (36. Aufl.) ISBN 978-3-8274-1455-7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine molekularbiologische Untersuchung, die 105 [[Taxon|Taxa]] aus der Ordnung der [[Pfefferartige]]n (Piperales) umfasste, stellte &amp;#039;&amp;#039;Lactoris fernandeziana&amp;#039;&amp;#039; als Schwesterklade der Unterfamilie Aristolochioideae gegenüber. Die Beziehungen zur zweiten Unterfamilie der Osterluzeigewächse – den Asaroideae – konnten jedoch nicht geklärt werden. Je nach verwendeter Methode wurde eine andere Hypothese über die [[Kladistik|kladistischen]] Zusammenhänge aufgestellt:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wanke07&amp;quot;&amp;gt;Stefan Wanke et al.: &amp;#039;&amp;#039;Evolution of Piperales—matK gene and trnK intron sequence data reveal lineage specific resolution contrast&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Molecular Phylogenetics and Evolution&amp;#039;&amp;#039;, Band 42, 2007. S. 477–497. {{DOI|10.1016/j.ympev.2006.07.007}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste, auf der Methode der [[Parsimonie]] beruhende Hypothese gliedert &amp;#039;&amp;#039;Lactoris fernandeziana&amp;#039;&amp;#039; in die Osterluzeigewächse ein, die [[Eidechsenschwanzgewächse]] (Saururaceae) und die [[Pfeffergewächse]] (Piperaceae) bilden wiederum eine Schwesterklade dazu:&lt;br /&gt;
{{Klade&lt;br /&gt;
|1={{Klade&lt;br /&gt;
   |1={{Klade&lt;br /&gt;
      |1=Saururaceae&lt;br /&gt;
      |2=Piperaceae&lt;br /&gt;
      }}&lt;br /&gt;
   |2={{Klade&lt;br /&gt;
      |1= Asaroideae&lt;br /&gt;
      |2={{Klade&lt;br /&gt;
         |1=Aristolochioideae&lt;br /&gt;
         |2={{Klade&lt;br /&gt;
            |1=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lactoris fernandeziana&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
            }}&lt;br /&gt;
         }}&lt;br /&gt;
      }}&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kladogramm nach &amp;lt;ref name=&amp;quot;Wanke07&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersuchungen nach der [[Bayesscher Wahrscheinlichkeitsbegriff|Bayesschen]] und der [[Maximum-Likelihood-Methode]] stellen jedoch die Asaroideae den Saururaceae und den Piperaceae gegenüber, wodurch die Osterluzeigewächse auch ohne Eingliederung von &amp;#039;&amp;#039;Lactoris fernandeziana&amp;#039;&amp;#039; [[paraphyletisch]] werden würden:&lt;br /&gt;
{{Klade&lt;br /&gt;
|1={{Klade&lt;br /&gt;
   |1={{Klade &lt;br /&gt;
      |1=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lactoris fernandeziana&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
      |2=Aristolochioideae&lt;br /&gt;
      }}&lt;br /&gt;
   |2={{Klade&lt;br /&gt;
      |1=Asaroideae&lt;br /&gt;
      |2={{Klade&lt;br /&gt;
         |1=Piperaceae&lt;br /&gt;
         |2={{Klade&lt;br /&gt;
            |1=Saururaceae&lt;br /&gt;
            }}&lt;br /&gt;
         }}&lt;br /&gt;
      }}&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Kladogramm nach &amp;lt;ref name=&amp;quot;Wanke07&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Fossile Pollenkörner, die den Lactoridaceae zugeordnet werden können, sind aus [[Südafrika]], [[Kanada]], den [[USA]], [[Australien]], [[Indien]], der [[Antarktis]], sowie aus [[Argentinien]] bekannt. Dabei stammen die ältesten aus der [[Kreide (Geologie)|Kreidezeit]] Südafrikas und werden auf ein Alter von 93 bis 76 Millionen Jahren datiert. Die jüngsten Funde stammen aus dem frühen [[Miozän]] Argentiniens und sind damit auch die dem heutigen Verbreitungsgebiet nächsten Funde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gamerro08&amp;quot;&amp;gt;Juan Carlos Gamerro und Viviana Barreda: &amp;#039;&amp;#039;New fossil record of Lactoridaceae in southern South America: a palaeobiogeographical approach&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Botanical Journal of the Linnean Society&amp;#039;&amp;#039;, Band 158, Nummer 1, 2008. S. 41–50. {{DOI|10.1111/j.1095-8339.2008.00860.x}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Juan-Fernández-Inseln vulkanischen Ursprungs und nur etwa 4 Millionen Jahre alt sind und auch nie mit anderen Landmassen verbunden waren, geht man davon aus, dass die Art ein Überrest einer alten Abstammungslinie ist, die in den letzten 4 Millionen Jahren auf die Insel gekommen, jedoch danach auf der restlichen Welt ausgestorben ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Crawford94&amp;quot;&amp;gt;Daniel J. Crawford et al.: &amp;#039;&amp;#039;Lactoris fernandeziana (Lactoridaceae) on the Juan Fernandez Islands: Allozyme Uniformity and Field Observations&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Conservation Biology&amp;#039;&amp;#039;, Band 8, Nummer 1, März 1994, S. 277–280. {{DOI|10.1046/j.1523-1739.1994.08010277.x}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird angenommen, dass sich die Lactoridaceae in Südafrika entwickelt haben und sich noch während der Kreidezeit von dort aus nach Amerika, Indien, die Antarktis und Südamerika verbreitet haben. Zum genauen Verbreitungsweg bis nach Südamerika gibt es mehrere Theorien, möglicherweise gab es auch mehrere Wege zu unterschiedlichen Zeiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gamerro08&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Lactoris&amp;#039;&amp;#039; wurde 1865 von [[Rudolph Amandus Philippi]] mit der einzigen Art &amp;#039;&amp;#039;Lactoris fernandeziana&amp;#039;&amp;#039; [[Erstbeschreibung|erstbeschrieben]]. Philippi selbst fand ein einziges Exemplar bei einer nur vier Tage dauernden Expedition auf die Juan-Fernández-Inseln im November 1864. Der Name der Gattung leitet sich von einem alten lateinischen Namen einer Pflanze ab, deren genaue Identität nicht bekannt ist. Das Art[[epitheton]] leitet sich vom Namen der Inselgruppe ab, auf denen die Pflanze gefunden wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Philippi1865&amp;quot;&amp;gt;Rudolph Amandus Philippi: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/VZBG_15_0517-0524.pdf Ueber zwei neue Pflanzen-Gattungen. Ein Schreiben an Hrn. Prof. u. Director Dr. Eduard Fenzl.]&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 1,5&amp;amp;nbsp;MB) In: &amp;#039;&amp;#039;Verhandlungen der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Wien&amp;#039;&amp;#039;, 1865. S. 517–524.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als entsprechend den Regeln des [[ICBN]] gültige Erstpublikation wurde lange Zeit die Veröffentlichung Philippis in den Heften zu den „Verhandlungen der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Wien“ angesehen. Eine spanischsprachige Beschreibung in den „Anales de la Universidad de Chile“ wurde jedoch wahrscheinlich schon Anfang Juni 1865 veröffentlicht, die deutschsprachige jedoch kann nicht vor August desselben Jahres erschienen sein. Somit gilt die spanischsprachige Veröffentlichung als gültige Erstbeschreibung der Art.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lammers92&amp;quot;&amp;gt;Thomas G. Lammers und Tod F. Stuessy: &amp;#039;&amp;#039;Lectotypification of Lactoris fernandeziana Philippi (Lactoridaceae).&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stellung der Art in Bezug auf andere Familien wurde von unterschiedlichen Autoren oftmals anders interpretiert: Philippi selbst ordnete die Art in die [[Magnoliengewächse]] (Magnoliaceae) ein, erwähnt aber, dass sie möglicherweise eine eigene Familie darstellt. Anhand der von Philippi verfassten Beschreibung in den „Verhandlungen der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Wien“ platziert [[Eduard Fenzl]] in einer Anmerkung zu dieser Veröffentlichung die Art jedoch näher zu den [[Rosenapfelgewächse]]n (Dilleniaceae)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Philippi1865&amp;quot; /&amp;gt;; in den „Genera plantarum“ von [[George Bentham]] und [[Joseph Dalton Hooker]] wird sie in die Tribus Saurureae (entspricht der heutigen Familie der [[Eidechsenschwanzgewächse]] (Saururaceae)) der [[Pfeffergewächse]] (Piperaceae) eingeordnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bentham1883&amp;quot;&amp;gt;George Bentham und Joseph Dalton Hooker: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.biodiversitylibrary.org/page/655648 Piperacae]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Genera plantarum&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, Reeve, London, 1883. S. 127&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Vorschlag Philippis, die Art in eine monotypische Familie zu platzieren, folgt erst 1887 [[Adolf Engler]] durch die Beschreibung der Familie der Lactoridaceae; auch er sieht wie Philippi die Familie nahe den Magnoliengewächsen (Magnoliaceae).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Engler1887&amp;quot;&amp;gt;Adolf Engler: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.biodiversitylibrary.org/page/197169 Über die Familie der Lactoridaceae]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Botanische Jahrbücher für Systematik, Pflanzengeschichte und Pflanzengeographie&amp;#039;&amp;#039;, Band 8, Leipzig, 1887. S. 53–56.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Systematiker führten Ende des 20. Jahrhunderts die Art auch mit dem Status einer monotypischen Ordnung Lactoridales (Systematik nach [[Rolf Martin Theodor Dahlgren|Rolf]] und [[Gertrud Dahlgren]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reveal92&amp;quot;&amp;gt;James L. Reveal: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.biodiversitylibrary.org/page/637031 Validation of Ordinal Names of Extant Vascular Plants]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Novon&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, 1992. S. 238–240&amp;lt;/ref&amp;gt; oder sogar einer Überordnung Lactoridanae (Systematik nach [[Armen Tachtadschjan]]),&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reveal99&amp;quot;&amp;gt;James L. Reveal und Alexander B. Doweld: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.biodiversitylibrary.org/page/641281 Validation of Some Suprageneric Names in Magnoliophyta]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Novon&amp;#039;&amp;#039;, Band 9, 1999. S. 549–553.&amp;lt;/ref&amp;gt; jedoch scheint die Eingliederung in die Ordnung der [[Pfefferartige]]n (Piperales) als gesichert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;APGII&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
Die Informationen dieses Artikels entstammen zum größten Teil den unter Literatur angegebenen Quellen, darüber hinaus werden folgende Quellen zitiert:&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Klaus Kubitzki et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Families and genera of vascular plants&amp;#039;&amp;#039;, Band II: &amp;#039;&amp;#039;Flowering Plants, Dicotyledons. Magnoliid, Hamamelid and Caryophyllid Families&amp;#039;&amp;#039;, Springer Verlag, 1990, ISBN 978-3-540-55509-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Aristolochiaceae|&amp;#039;&amp;#039;Lactoris fernandeziana&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|14. Juli 2009|62181309}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfefferartige]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Piperales]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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