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	<title>Lackschnitzerei - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-08-13T05:44:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lackschnitzerei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine ursprünglich aus [[Ostasien]] stammende kunsthandwerkliche Technik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== China ===&lt;br /&gt;
Entwickelt wurde die [[Chinesische Lackkunst#Schnitzlack|chinesische Lackschnitzerei]] im 2. Jahrtausend v. Chr. in [[China]], ihre Blüte erlebte sie aber erst in der [[Song-Dynastie|Song-]], [[Ming-Dynastie|Ming-]] und [[Qing-Dynastie]]. Bald wurde sie auch von den Nachbarstaaten, insbesondere Japan, übernommen. Teilweise übertrafen deren Erzeugnisse sogar die des Mutterlandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem bis zur [[Yuan-Dynastie]] auch schwarzer Lack insofern eine Rolle gespielt hatte, setzte sich in der [[Ming-Dynastie|Ming-Zeit]] das leuchtende Zinnober des klassischen Rotlacks durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MS-SchnitzlackvaseFloral15Jh.JPG|150px|links|mini|Schnitzlackkunst auf dem Höhepunkt: Vase aus der [[Yongle]]-Ära (1402–1424)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:MS-Lackpanneau18Jh-02.JPG|right|275px|mini|Schnitzlackpanel aus dem 18. Jh.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihren Höhepunkt erreichte die Schnitzlackkunst unter den Ming-Kaisern [[Yongle]] und [[Xuande]]. Die Stücke dieser Zeit zeichnen sich durch besonders seidigglänzende Oberfläche, durch weich gerundete Kanten, differenzierte Binnenstrukturen sowie eine ausgeprägte Plastizität und Tiefenwirkung aus. Das geografische Zentrum der Lackschnitzerei befand sich am [[Jangtsekiang|Yangzi]]-Delta sowie der südlichen anschließenden Provinz [[Zhejiang]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Werke der gut hundert Jahre später anzusiedelnden [[Jiajing]]-Ära zeigen in ihrer oft exzentrischen Formgebung und dem überladenen Dekor indes [[Manierismus|manieristische]] Züge: Charakteristisch sind etwa achteckige, kürbis- oder chrysanthemenförmigen Dosen, deren Oberfläche mit Ornamentbändern kleinteilig gegliedert und dann dichtgedrängt mit einer Vielzahl unterschiedlicher Muster und Motive befüllt wird. Eine Rückkehr zu den betont ruhigen und schlichten Formen der klassischen Schnitzlackperiode ist dann unter Jiajings Nachfolger [[Wanli]] zu beobachten. Der letzte Ming-Kaiser Tianqi betätigte sich sogar selbst als Lackschnitzer. Mit dem Sturz der Dynastie 1644 ging aber ein drastischer Verfall dieser Kunsthandwerkstechnik einher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680 wurde unter dem [[Qing-Dynastie|Qing-Kaiser]] [[Kangxi]] erneute eine Schnitzlackmanufaktur in der [[Verbotene Stadt|Verbotenen Stadt]] gegründet. Unter [[Qianlong]] erlebte die Technik schließlich eine letzte, stark eklektizistisch ausgerichtete Blütezeit: Technisch virtuos, stilistisch aber wenig originell wurden die Meisterwerke der Lackschnitzer von der Song-Zeit bis hin zu Wanli nachgeahmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Große Wertschätzung erfuhren die Produkte fernöstlicher Lackschnitzkunst im Europa des 17. und 18. Jahrhunderts. Neben [[Chinesisches Porzellan|Porzellan]] waren sie das Hauptexport-Produkt des Reichs der Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europa ===&lt;br /&gt;
Auf der Grundlage ostasiatischer Importwaren bildete sich im Europa des 17. und 18. Jahrhunderts bald eine eigene Lackwaren-Produktion heraus. In Unkenntnis der Zusammensetzung der in China verwendeten Lacke blieben die Ergebnisse lange Zeit aber recht unvollkommen. Zentren der europäischen Lackkunst waren [[Amsterdam]], [[London]] und [[Paris]]. Bekannte deutsche Lackkünstler waren Martin Schnell in [[Dresden]] sowie die Familie [[Stobwasser (Manufaktur)|Stobwasser]] in [[Braunschweig]] (Lackmalerei).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Münster]] befindet sich das [[Museum für Lackkunst]] als Spezialmuseum mit der größten deutschen Querschnittssammlung zur Lackkunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik ==&lt;br /&gt;
=== Vorbereitung ===&lt;br /&gt;
Bei der Lackschnitzerei wird das [[Harz (Material)|Harz]] des [[Lackbaum]]s &amp;#039;&amp;#039;(Rhus vernificera)&amp;#039;&amp;#039; in bis zu zweihundert hauchdünnen Schichten auf eine Grundform aufgetragen. Vor dem Auftragen einer neuen Schicht muss die Form mindestens eine Woche ruhen; ein umfangreiches Stück kann in der Vorbereitung also bereits zwei Jahre Zeit in Anspruch nehmen, bevor der erste Schnitt getan werden kann. Die Lackschicht ist manchmal über einen Zentimeter dick. Für die letzte Schicht wird ein besonders feiner Lack benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bearbeitung ===&lt;br /&gt;
Ist die Vorbereitung abgeschlossen, wird das Werkstück eine Woche lang in einem staubfreien Raum mit der richtigen Temperatur und Feuchtigkeit gelagert. Die Schnitzarbeit muss dann ausgeführt werden, solange der Lack weich genug ist, um ihn mit einem scharfen Messer bearbeiten zu können. Dafür hat der Lackarbeiter eine Anzahl verschiedener Messer für die jeweiligen Muster zur Verfügung. Abgleiten kann wochenlange Korrekturen bedeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal werden verschiedenfarbige Lackschichten aufgetragen; dann wird ein Teil der obersten Lage abgetragen, um die Farbe der darunter liegenden sichtbar zu machen. Das Polieren geschieht zum Schluss mit feinkörnigem [[Schiefer]]pulver, das mit dem Handballen aufgetragen wird. Üblich sind bei Lackarbeiten außer der Lackschnitzerei noch Bemalung, [[Gravur|Gravierung]] und/oder [[Intarsie]]narbeit eines Werkstücks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gestaltung ===&lt;br /&gt;
Bisweilen erzielte man besondere Farbeffekte durch teilweise Freilegen der ockerfarbenen Oberfläche des Trägerkorpus. Als Dekor wurden gerne florale Motive gewählt. Dabei ist mitunter eine erstaunliche botanische Präzision zu verzeichnen, bis hin zur akribisch-detailgetreuen Wiedergabe etwa von Anordnung und Form der Staubgefäße der dargestellten [[Päonie]]n-, [[Lotosblumen|Lotus-]] oder [[Hibiskus]]blüten reicht. Daneben wurden häufig [[Long (Mythologie)|Drachen]] und [[Feng Huang|Phönixe]], figürliche Motive, historische oder mythologische Szenen sowie komplexe Landschaftsszenerien dargestellt. Die insbesondere in letzteren regelmäßig anzutreffenden „leeren“ Erd-, Wasser- oder Himmelsflächen füllte man im Interesse illusionistischer Plastizität etwa mit Rhomben, Sternchen oder dergleichen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
[[Lackbaum]], [[Chinesische Lackkunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*Alexandra Dern, Leidenschaft für feine Lacke, Münster 2001, ISBN 3-930090-10-4&lt;br /&gt;
*Monika Kopplin, Ostasiatische Lackkunst, Münster 1993, ISBN 3-930090-00-7&lt;br /&gt;
*Monika Kopplin, Europäische Lackkunst, Münster 1993, ISBN 3-930090-06-6&lt;br /&gt;
*Monika Kopplin, Japanische Lacke, Münster 2002, ISBN 3-7774-9250-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lackkunst| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildschnitzerei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ja:漆器]]&lt;br /&gt;
[[no:Lakkarbeider]]&lt;br /&gt;
[[zh:漆器]]&lt;/div&gt;</summary>
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