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	<title>Lachsfarm - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T07:14:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lachsfarm&amp;diff=802868&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;NeptunT: /* Biologische Lachsfarme */ &quot;Biologische Lachsfarme&quot; → &quot;Biologische Lachsfarmen&quot;</title>
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		<updated>2026-02-27T13:31:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Biologische Lachsfarme: &lt;/span&gt; &amp;quot;Biologische Lachsfarme&amp;quot; → &amp;quot;Biologische Lachsfarmen&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lachsfarm Norwegen.jpg|mini|Lachsfarm zwischen [[Trondheim]] und [[Rørvik]] ([[Norwegen]])|alternativtext=]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lachsfarm1.jpg|mini|Eine Lachszucht in [[Finnland]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Færøsk havbrug.1.jpg|mini|Aquakultur zur Aufzucht von [[Lachse]]n vor [[Vestmanna]]/[[Färöer]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lachsfarmen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind eine spezielle Form der [[Aquakultur]] zur Erzeugung von [[Lachse]]n unter kontrollierten Bedingungen. Seit den 1970er Jahren wird Lachs kommerziell gezüchtet. Die ersten Lachsfarmen wurden in Norwegen eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://norwegenstube.de/lachsfarmen Lachsfarmen in Norwegen], auf norwegenstube.de, abgerufen am 27. Juli 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Viele Farmen befinden sich in den norwegischen [[Fjord]]en. Dort ist es weniger windig und das Wasser ist ruhiger (weniger [[Seegang|Wellengang]] und weniger [[Meeresströmung|Strömungen]]) als vor der Küste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 70 Prozent des weltweit gehandelten Lachses stammte 2021 aus Aquakulturen. Sechs Länder – Norwegen, Großbritannien, Kanada, Chile, Australien und Neuseeland – erzeugten 92 Prozent der Zuchtlachse.&amp;lt;ref&amp;gt;spektrum.de: [https://www.spektrum.de/news/ernaehrung-die-schattenseite-der-lachszucht/2210476 &amp;#039;&amp;#039;Die Schattenseite der Lachszucht&amp;#039;&amp;#039;] (9. März 2024)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
Lachsfarmen umfassen eine Bruterzeugung und Aufzucht der Setzlinge mit den gleichen Methoden wie in der [[teichwirtschaft]]lichen Gewinnung von Forellen und anderen [[Salmoniden]]. Die Eier reifen in großen Warmwasser-Becken. Nach dem Schlüpfen bleiben die Jungfische noch etwa 40 Tage in den Becken; danach werden sie in Tanks gehalten und gegen Fischkrankheiten geimpft. Erst wenn die Setzlinge knapp 100 Gramm wiegen, sind sie groß genug für die weitere Aufzucht zu Speisefischen. Dies erfordert beim Lachs eine Haltung in Meerwasser oder [[Brackwasser]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Simona Caminada |url=https://www.srf.ch/news/schweiz/schweizer-premiere-erste-lachse-aus-lostallo |titel=Schweizer Premiere: Erste Lachse aus Lostallo |werk=[[Schweizer Radio und Fernsehen|srf.ch]] |datum=2018-09-21 |abruf=2018-09-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Vom-Ei-zum-Filet-So-wird-Lachs-gezuechtet,lachs580.html | wayback=20221001204147 | text=Vom Ei zum Filet: So wird Lachs gezüchtet }}, auf ndr.de/ratgeber, abgerufen am 15. Juli 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fütterung ==&lt;br /&gt;
Die Ernährung der Lachse erfolgt mit Kunstfutter, dem Vitamine zugesetzt werden, in der Regel mit [[Pellet]]s auf der Grundlage von gepresstem [[Fischmehl]] und [[Soja]], dem Fischöl und Sojaöl zugesetzt werden. Farbstoff im Futter macht das Lachsfleisch rosa. Wie auch in anderen Aquakulturbereichen ergibt sich daraus eine Problematik der Umweltbelastung durch eine lokale [[Eutrophierung]] der Fjorde und Meeresregionen.&lt;br /&gt;
Zudem wird Fischmehl in der Regel mit [[Ethoxyquin]] haltbar gemacht, das sich im Fleisch der Lachse [[Bioakkumulation|anreichern]] kann. Im Gegensatz zu Fleisch wurden für Fische bisher noch keine Grenzwerte für Ethoxyquin festgelegt. Oft werden die für Fleisch gültigen Grenzwerte von 50 µg/kg um ein Vielfaches überschritten. Wegen der unzureichenden Datenlage bezüglich der Toxizität von Ethoxyquin, wurde die Zulassung von Ethoxyquin als Futtermittelzusatz ausgesetzt (Übergangsfrist bis 31. März 2020).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.br.de/nachrichten/wissen/fischzucht-probleme-durch-antibiotika-und-pestizide,R9T6vj4 |titel=Fischzucht: Probleme durch Antibiotika und Pestizide |werk=[[Bayerischer Rundfunk|br.de]] |datum=2019-02-22 |abruf=2019-03-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Problematiken ==&lt;br /&gt;
Eine weitere typische Problematik ergibt sich aus der [[Massentierhaltung]], die in der Regel mit der Notwendigkeit zur Behandlung mit Arzneimitteln gegen Parasiten wie die [[Lachslaus]] (Lepeophtheirus salmonis) und bakterielle Infektionen einhergeht. Der wenige Millimeter kleine Krebs sorgte dafür, dass sich der Großhandelspreis für Lachs 2016 um bis zu 50 Prozent erhöhte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.theguardian.com/business/2017/jan/13/price-of-salmon-leaps-50-as-sea-lice-epidemic-worsens |titel=Steigende Großhandelspreise wegen Lachslaus |autor= | werk= |datum=2017-01-15 |sprache=en |abruf=2017-01-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegen Parasiten werden auch Lumpfische ([[Seehase (Fisch)|Seehasen]]) und Bäder in mit [[Wasserstoffperoxid]] angereichertem Wasser eingesetzt. Der früher intensive Einsatz von Antibiotika gegen Infektionskrankheiten ist seit der Einführung von maschinell durchgeführten Impfungen seltener geworden, betrug gemäß Angaben von [[Greenpeace]] im Jahr 2018 jedoch in Chile das 700-fache der in Zuchtkäfigen eingesetzten Menge in Norwegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nzz.ch/international/massenflucht-von-zuchtlachsen-ld.1411201?reduced=true Massenflucht von Zuchtlachsen in Chile], NZZ, 15. August 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem kann es zu einer [[Faunenverfälschung]] kommen, wenn sich aus Netzgehegen entwichene Lachse einer anderen Herkunft mit den lokal anzutreffenden Lachsen vermischen. In vielen norwegischen Lachsflüssen gilt deshalb eine verlängerte Angelsaison, in der ausschließlich auf Farmfische geangelt werden darf, um deren Vermehrung einzudämmen. In Chile, das auf der Südhalbkugel liegt, wo Lachse überhaupt nicht heimisch sind, verlieren sie ihren Orientierungssinn und finden nicht ins Süßwasser zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Luther: &amp;#039;&amp;#039;Die Wanderwege der Fische.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Heini Hediger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Straßen der Tiere&amp;#039;&amp;#039; (Die Wissenschaft. Sammlung von Einzeldarstellungen aus allen Gebieten der Naturwissenschaft, Band 125). [[Springer Science+Business Media|Springer Wissenschaftsverlag]], Wiesbaden 1967, ISBN 978-3-663-00331-1, S. 169–184 (hier: S. 183).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verpestung des Meeres ===&lt;br /&gt;
Zunehmend wird der Lachs in der Öffentlichkeit angesichts der Haltungs- und Fütterungsmethoden in den Lachsfarmen als „Schwein der Meere“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/spiegel/spiegelwissen/d-67337632.html |titel=Die Schweine der Meere - Der Spiegel 3/2009 |abruf=2020-10-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert Lücke |Titel=Zurück im Revier |Sammelwerk=Die Welt |Datum=2006-11-01 |Online=https://www.welt.de/print-welt/article90333/Zurueck-im-Revier.html |Abruf=2020-10-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Lachse werden in den Farmen in Käfigen gehalten und teils unkontrolliert mit [[Antibiotikum|Antibiotika]] versorgt. Die [[Fäkalien]] der Lachse und das überschüssige Futter sinken auf den Meeresboden und verschmutzen das Meerwasser.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutschlandfunkkultur.de/aquafarming-in-chile-die-dunkle-seite-der-lachszucht.2165.de.html?dram:article_id=454389 |titel=Aquafarming in Chile - Die dunkle Seite der Lachszucht |abruf=2020-10-19 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2016 sorgte in [[Chile]] um die Küsten der Insel [[Chiloé]] eine sogenannte „[[Algenblüte|rote Flut]]“, welche durch überschüssiges Futter, Fäkalien und Kadaver der Lachse, welche dem Meer überlassen wurden, entstand, für eine [[Algenblüte]], welche die Existenz lokaler Fischer und Muscheltaucher gefährdete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Massensterben ===&lt;br /&gt;
Seit 2012 hat die Zahl der Massensterbeereignisse in Lachsfarmen signifikant zugenommen. Betroffen waren vor allem Farmen in Norwegen, Kanada und Großbritannien. In Norwegen starben pro Ereignis 900.000 bis fünf Millionen Lachse. Eine Ursache waren Seuchen bzw. Infektionskrankheiten oder Parasiten wie [[Fischläuse]], eine andere waren gestiegene Wassertemperaturen durch die [[globale Erwärmung]]. Letztere verschärfen Sauerstoffmangel in den Zuchtbecken, weil in wärmerem Wasser weniger Sauerstoff gelöst werden kann und Wärme das Wachstum von kleinen Lebewesen fördert, die zusätzlich Sauerstoff aufbrauchen. Gegenmaßnahmen sind ein weniger dichter Besatz und mehr räumlicher Abstand zwischen den Farmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://phys.org/news/2024-03-frequency-scale-mass-mortality-events.pdf &amp;#039;&amp;#039;Study finds increasing frequency and scale of mass mortality events among farmed salmon since 2012&amp;#039;&amp;#039;] (englisch; PDF, März 2024)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 verendeten laut einer Studie der Verbraucherschutzorganisation [[Foodwatch]] allein in Norwegen rund 100 Millionen Tiere noch vor der Schlachtung, was laut der Studie etwa einem Sechstel des Zuchtbestands entsprach. Die Hauptursache waren hierbei Infektionskrankheiten. In Norwegen halbierte sich auch die Höhe an Wildlachsbeständen. Dies führt Foodwatch auch auf die Zucht zurück, da jährlich in Norwegen rund 200.000 Zuchtlachse in die Wildnis entkommen. Ende 2024 forderte Foodwatch, um das Leid der Tiere und die Schäden für Umwelt und Wildfischbestände zu minimieren, einen Verkaufsstopp für Lachs aus Norwegen für Deutschland, das einer der größten Importeure von Zuchtlachs ist. Jeder zweite Lachs in deutschen Supermarktregalen stammt aus Norwegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.foodwatch.org/fileadmin/-DE/Themen/Tierhaltung/Dokumente/2024-12-04_Faule_Fische_Report.pdf Faule Fische] (PDF; 8,4 MB), auf foodwatch.org&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.foodwatch.org/de/mediathek/report-faule-fische-millionen-tote-lachse |titel=foodwatch-Report „Faule Fische“: Millionen tote Lachse und katastrophale Zustände in der Industrie |werk=foodwatch.org |datum=2024-12-04 |sprache=de |abruf=2024-12-04 | format=PDF }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/wirtschaft/foodwatch-fordert-verkaufsstopp-fuer-lachs-aus-norwegen-a-7a9b7fd6-1476-4c70-b25d-cb9cd2b49732 |titel=Foodwatch fordert Verkaufsstopp für Lachs aus Norwegen |werk=spiegel.de |datum=2024-12-04 |abruf=2024-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Lisa Bender |url=https://www.ruhr24.de/service/lachs-kaufen-edeka-rewe-aquakultur-siegel-filet-frisch-guenstig-skandal-foodwatch-supermarkt-kritik-93452880.html |titel=Skandal-Lachs bei Edeka, Rewe und Aldi: Warnung vor „unmittelbarer Gefahr“ |werk=ruhr24.de |datum=2024-12-05 |abruf=2024-12-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://businessportal-norwegen.com/2024/12/05/norwegian-seafood-council-stellt-berichte-in-deutschen-medien-ueber-lachszucht-in-norwegen-richtig/ |titel=Norwegian Seafood Council stellt Berichte in deutschen Medien über Lachszucht in Norwegen richtig |werk=businessportal-norwegen.com |datum=2024-12-05 |abruf=2024-12-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fischmagazin.de/willkommen-seriennummer-111740.htm |titel=Norweger korrigieren Foodwatch-Darstellung zum Lachs |werk=fischmagazin.de |datum=2024-12-05 |abruf=2024-12-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2025 veröffentlichte die norwegische Lebensmittelbehörde [[Mattilsynet]], dass sie in Lachsfarmen des Unternehmens [[Mowi|MOWI]] zahlreiche schwere Verstöße erkannte. So wurden sowohl kranke Fische als auch Fische, die bereits längere Zeit tot im Wasser trieben, zu Lebensmitteln für den Verzehr durch Menschen weiter verarbeitet. Laut MOWI war dies ein Fehler, der durch die Besatzung des zur Schlachtung beauftragte Schiffes verursacht wurde. Allerdings wurden derartige Arbeitsweisen schon häufig aufgedeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Håkon Vatnar Olsen |url=https://www.nrk.no/vestland/mattilsynet_-her-blir-sjolvdaud-laks-sortert-som-menneskemat-1.17580484 |titel=Mattilsynet: Her blir sjølvdaud laks sortert som menneskemat |datum=2025-09-25 |sprache=nn-NO |abruf=2025-09-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zuchttechnik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konventionelle Zucht ===&lt;br /&gt;
Konventionell werden die Fische in [[Netzgehege]]anlagen, wie sie in den norwegischen [[Fjord]]en und vor der [[chile]]nischen Küste oft anzutreffen sind, gehalten. Um ihre Größe zu kontrollieren, werden sie durch große Schläuche in eine Mess-Station gepumpt. Moderne Anlagen haben bis zu einer Million Fische gleichzeitig auf mehrere Netze verteilt, die am Meeresboden verankert sind. Die Lage der Farmen spielt eine große Rolle. Um eine lokale Verunreinigung des Wassers mit Abfallstoffen zu vermeiden, müssen sie an Orten mit einer stetigen Durchströmung und ausreichender Tiefe platziert werden. Eine gleichbleibende Wassertemperatur, die nicht zu hoch sein darf, ist vorteilhaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biologische Lachsfarmen ===&lt;br /&gt;
Es gibt in Europa zahlreiche Bio-Lachsfarmen, zum Beispiel in [[Schottland]] und [[Irland]]. In Schottland wird auf den [[Äußere Hebriden|Äußeren Hebriden]], den [[Orkney]]s und den [[Shetland]]inseln Bio-Lachs nach den Richtlinien der britischen [[Soil Association]] gezüchtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die aus der konventionellen Zucht bekannten Probleme abzumildern, gibt es klare Richtlinien für die Aufzucht von Bio-Lachs:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* geregelte Besatzdichte (10 kg/m³ Wasser),&lt;br /&gt;
* das im Futter verwendete Fischmehl soll aus Fängen stammen, die für den menschlichen Verzehr gefangen wurden. Einige Fischmehlhersteller verwenden für das Biofutter inzwischen Fische aus nachhaltig zertifizierter Fischerei, wie z. B. MSC ([[Marine Stewardship Council]]),&lt;br /&gt;
* die vegetarischen Zutaten im Futter stammen aus ökologisch zertifizierter Landwirtschaft,&lt;br /&gt;
* der Einsatz von [[Fouling (Schiffbau)|Antifoulingmitteln]] auf den Netzen der Gehege ist verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kann allerdings nicht davon ausgegangen werden, dass die ökologische Problematik der Lachszucht durch diese Zertifizierungen bereits ausreichend abgedeckt oder gar behoben ist. Für die europäische, kanadische und südamerikanische Lachszucht sind umfangreiche Probleme mit viralen Infektionen bekannt, die zu einem massiven Rückgang der Wildlachse geführt haben. Das [[Piscine Orthoreovirus|Piscine]] [[Orthoreovirus]] (siehe [[Reovirales]]) wurde 1999 in norwegischen Lachsfarmen entdeckt. Es kann in den Tieren Herz- und Muskelentzündungen auslösen.&amp;lt;ref&amp;gt;Science, 14. Januar 2011: Bd. 331, Nr. 6014, S. 214-217: &amp;#039;&amp;#039;Genomic Signatures Predict Migration and Spawning Failure in Wild Canadian Salmon&amp;#039;&amp;#039; (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kreislaufanlage ===&lt;br /&gt;
In jüngster Zeit werden Lachse auch in [[Aquakultur#Geschlossene Kreislaufsysteme|geschlossenen Kreislaufsystemen]] aufgezogen. Hierbei werden die Fische in Becken gehalten, welche nicht hauptsächlich durch frisches Meer- oder Süßwasser durchströmt werden. Der Großteil des Wassers in den Becken wird durch verschiedene Methoden gereinigt, mit Sauerstoff angereichert, und zurück in die Becken geführt. Diese Zuchtmethode kann besonders nachhaltig sein und an diversen Orten umgesetzt werden, da sie keinen besonders großen Wasserbedarf erfordert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Aquaculture}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bund.net/meere/fischerei/aquakultur Aquakultur: Fischfarmen sind nicht nachhaltig], [[BUND]]&lt;br /&gt;
* [https://youtube.com/watch?v=g4FovhkD6f0 Die Gier nach Lachs.] Dokumentarfilm von Albert Knechtel (D 2020, 91 Min) auf YouTube.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aquakultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lachs als Thema]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;NeptunT</name></author>
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