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	<title>Laborierung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Laborierung&amp;diff=430711&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Michileo am 9. Juni 2023 um 23:14 Uhr</title>
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		<updated>2023-06-09T23:14:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Laborierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|laborare|de=(hier) mit Mühe verfertigen, bearbeiten}})&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Delaborierungswagen |titel=Delaborierungswagen |werk=[[Duden]] |zugriff=2020-08-06 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Karl Ernst Georges]] |Titel=Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch |Auflage=8., verbesserte und vermehrte Auflage |Verlag=Hahnsche Buchhandlung |Ort=Hannover |Datum=1918 |Online=http://www.zeno.org/Georges-1913/A/laboro |Abruf=2020-08-06 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; wird das Zusammenstellen eines [[Sprengkörper]]s in den gebrauchsfähigen Zustand verstanden. Dabei werden die normalerweise getrennt gelagerten und transportierten Bestandteile im gewünschten Verhältnis zusammengestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Militärtechnik ==&lt;br /&gt;
Bei Granaten wird durch das Laborieren die Granathülle aus Metall mit Sprengstoff gefüllt. Bei kleineren Kalibern wird die Sprengstofffüllung mit einer [[Übertragungsladung]] versehen und der [[Zünder]] aufgeschraubt, die Granate selbst ist damit schussfertig. Sie wird danach mit der Patronenhülse, in der sich die [[Treibladung]] und der Treibladungsanzünder befinden, zu einer verschießbaren Patrone verbunden. Bei Granaten größerer Kaliber wird die Granate erst unmittelbar vor dem Schuss mit dem Zünder versehen. Diese Munition wird getrennt geladen (erst die Granate, dann, auf die erforderliche Schussweite abgestimmt, die Treibladung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analog werden beim Laborieren die Hüllen von Bomben, Minen etc. mit Sprengstoff gefüllt, für Raketentriebwerke werden die Treibsätze in die Raketenmotoren eingebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Munition für Handfeuerwaffen ==&lt;br /&gt;
Bei Munition für Handfeuerwaffen wird mit der Laborierung die Menge und die Art des Pulvers (meist Nitrozellulosepulver) bezeichnet, das z.&amp;amp;nbsp;B. beim [[Wiederladen]] in die Hülse gefüllt wird. Hierfür gibt es meist vom Hersteller des Pulvers genaue [[Ladedaten]], wie die Laborierung für eine bestimmte Art von Munition (z.&amp;amp;nbsp;B. [[9 × 19 mm]]) sein muss, um einerseits keinen Schaden an der Waffe herbeizuführen und andererseits eine optimale Schussleistung erzielen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Angabe des Geschossgewichtes und -typs gehört zu den zweckdienlichen Angaben, die der Käufer oder Verwender der Patronen erwartet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Delaborierung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Portable x-ray device.jpg|mini|Einsatz eines tragbaren Röntgengeräts zum Durchleuchten von verdächtigen Objekten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Übung Northern Coast.jpg|thumb|left|Untersuchung einer verdächtigten Weste auf Sprengstoff bei einer Übung; der Soldat trägt einen speziellen Bombenschutzanzug]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Delaborierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Bombenentschärfung&amp;#039;&amp;#039;) versteht man den Rückbau einer gefährlichen, &amp;#039;&amp;#039;scharfen&amp;#039;&amp;#039; Einheit (Geschoss, Granate, Bombe usw.) in Einzelteile, die für sich genommen wieder ungefährlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwendung des Wortes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Delaborierung&amp;#039;&amp;#039; wird uneinheitlich verwendet. Bei der Polizei sind &amp;#039;&amp;#039;Delaborierer&amp;#039;&amp;#039; Fachkräfte, die ausschließlich für [[Unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung|unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen (USBV)]] zuständig sind. Wenn es um Militär-Themen geht, bezieht sich &amp;#039;&amp;#039;Delaborierung&amp;#039;&amp;#039; dagegen zumeist auf das Auseinandernehmen von industriell gefertigten Sprengkörpern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unbekannter Aufbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Problem taucht auf, wenn eine Einheit delaboriert werden soll, deren Aufbau nicht bekannt ist. Dieses kommt beispielsweise bei Bomben vor, die von anderen (meistens feindlichen) Personen und Gruppierungen gelegt wurden, sowie bei der Bombenentschärfung von [[Fliegerbombe]]n des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] (siehe auch: [[Blindgänger]]). Das bevorzugte Vorgehen sieht dann so aus: Mit einer Röntgenaufnahme wird der technische Aufbau der Granate ermittelt. Wenn der Aufbau bestimmt wurde, kann festgelegt werden, welches Verfahren zum Öffnen der Granate angewandt werden soll – Auffräsen, Anbohren oder Aufsägen. Nach dem Öffnen der Granate werden der [[Sprengstoff]] und/oder der Kampfstoff sowie der [[Zünder]] entnommen und anschließend separat gelagert (bzw. separat vernichtet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bombenentschärfungsroboter (Israel).JPG|mini|Bombenentschärfungsroboter der [[Israel|israelischen]] [[Polizei (Israel)|Polizei]] bei einem Einsatz vor einem Supermarkt in [[Afula]], September 2006]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alter und Zustand ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Probleme bei der Delaborierung von Weltkriegsmunition sind das Alter und der Zustand der Munition: Zwar ist der Aufbau der Munition prinzipiell bekannt, allerdings sind Zünder und Bombenkörper durch den Aufschlag und/oder die jahrzehntelangen Liegezeiten oft schwer beschädigt oder ihr Zustand ist nicht mehr erkennbar. In diesen Fällen ist eine Delaborierung nicht möglich, die Munition muss an Ort und Stelle vernichtet werden. Dazu werden Sprengladungen verwendet, die die Munition zwar zur Detonation bringen, aber nur mit geringer Intensität („Low order“). Bei größeren Bomben besteht außerdem die Möglichkeit, den Bombenkörper mit [[Hohlladung]]en so zu öffnen, dass der enthaltene Sprengstoff nur [[Deflagration|deflagriert]] („verbrennt“) statt detoniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fliegerbomben ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Falle einer Fliegerbombenentschärfung arbeiten in Deutschland [[Kampfmittelräumdienst]], [[Feuerwehr]], [[Technisches Hilfswerk|THW]] und [[Katastrophenschutz]] mit der [[Polizei]] zusammen, um einen möglichst reibungslosen Ablauf bei der [[Evakuierung]] des Gefahrenbereiches, dem [[Brandschutz]] und der [[Entsorgung]] der Bombe zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland war die Beseitigung von Sprengmitteln im Zusammenhang mit der [[Flugzeugkollision über der Dippoldiswalder Heide]] im Jahre 1945 einer der größten Nachkriegsbombenfunde bis dato. Elf 250-kg-Bomben dieses Vorfalls wurden im November 2013 entschärft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Museale Präsentation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Objekten, die nach der Delaborierung ausgestellt werden sollen (etwa aufgrund ihres historischen Wertes oder zu Ausbildungszwecken), wird meist bei einer [[Restaurierung]] versucht, das ursprüngliche Aussehen wiederherzustellen. Hierbei müssen selbstverständlich alle potentiell gefährlichen, sichtbaren Einzelteile durch Attrappen ersetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Wiederladen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.geka-munster.de/Seiten/kampfmittel/delobor-index.html | wayback=20110305155808 | text=Trennen des Sprengstoffs vom Kampfstoff (bei GEKA)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waffentechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Delaborierung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Michileo</name></author>
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