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	<title>Labor - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Labor&amp;diff=22792&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Etymologie */</title>
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		<updated>2026-02-10T17:34:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Etymologie&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zu weiteren Bedeutungen von &amp;#039;&amp;#039;Labor&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Laboratorium&amp;#039;&amp;#039; siehe [[Labor (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lab bench.jpg|mini|Labor im Institut für Biochemie der Universität Köln, 2004]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Chemielabor des 18. Jahrhunderts, Naturhistorisches Museum Wien.jpg|mini|Rekonstruktion eines Chemielabors des 18. Jahrhunderts im Stil der Zeitgenossen Lavoisiers, Naturhistorisches Museum Wien]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Labor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Laboratorium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Mehrzahl meist &amp;#039;&amp;#039;Labore&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;Labors&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Laboratorien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, vom lateinischen &amp;#039;&amp;#039;laborare&amp;#039;&amp;#039; ‚arbeiten, sich abmühen; leiden‘) bezeichnet einen Arbeitsplatz vor allem im Bereich der [[Naturwissenschaft]]en. Im Labor werden die verschiedenen [[Experiment]]e, [[Prozess]]kontrollen, [[Qualitätskontrolle]]n, [[Prüfen|Prüfungen]] und [[Messung]]en (insbesondere auch [[Kalibrierung]]en) durchgeführt und/oder es werden chemische Materialien bearbeitet sowie chemische Produkte hergestellt (Beispiel [[Chemielabor]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der Begriff geht auf das bis ins 15. Jahrhundert gebräuchliche lateinische Verb &amp;#039;&amp;#039;laborare&amp;#039;&amp;#039; (für ‚an etwas arbeiten‘, ‚sich mit etwas abmühen‘, aber auch ‚an etwas leiden‘) zurück. Das Verb ist von &amp;#039;&amp;#039;labor&amp;#039;&amp;#039; (‚Mühe‘, ‚Anstrengung‘, ‚Arbeit‘) abgeleitet, welches jedoch eigentlich das Wanken unter einer Last beschreibt. Es ist mit diesem auf &amp;#039;&amp;#039;labare&amp;#039;&amp;#039; (‚wanken‘, ‚schwanken‘) zurückzuführen. Mit dem Aufkommen der [[Geschichte der Naturwissenschaften#Die naturwissenschaftliche Revolution in der frühen Neuzeit Europas|wissenschaftlichen Revolution]] wird ’’laborieren’’ mehr und mehr fachsprachlich verwendet; in der Medizin bedeutet es ‚an einer Krankheit leiden bzw. daran arbeiten, um sie zu überwinden‘; in der Alchimie zunächst ‚als Alchimist arbeiten‘. Im 16. Jahrhundert bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Laboratorium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; dann die ersten Arbeitsstätten von Alchemisten, Apothekern und Metallurgen. Hieraus entwickelt sich auch die Bezeichnung [[Laborant]]. Einstweilen noch vor allem bekannt als Destillierstube, wird das Laboratorium die „anerkannte Arbeitsstätte für naturwissenschaftliche Untersuchungen und Experimente“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Henning Schmidgen]]: [urn:nbn:de:0159-20101025256 ’’Labor’’] In: Institut für Europäische Geschichte (Hrsg.), [[Europäische Geschichte Online|Europäische Geschichte Online (EGO)’’]], 1. März 2011, Ziffer 4, abgerufen am 26. Juni 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Laufe des 20. Jahrhunderts verkürzt sich der Begriff auf das weitgehend gleichbedeutende Labor.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache]]: [https://www.dwds.de/wb/Laboratorium Laboratorium], dwds.de, abgerufen am 26. Juni 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Laboratorien findet man zum Beispiel in [[Chemie]], [[Physik]], [[Biologie]], [[Pharmazie]], [[Medizin]], [[Ingenieurwesen]], [[Fototechnik|Foto-Technik]], IT-Sicherheit, experimenteller [[Psychologie]] und [[Experimentelle Ökonomik|Ökonomik]]. Ein bekanntes Beispiel außerhalb der klassischen Naturwissenschaften ist das „[[Schlaflabor]]“. Laboratorien können nicht nur stationär eingerichtet werden, sondern auch für den mobilen Einsatz in Fahrzeugen oder zur temporären Nutzung in Containern (Laborcontainer).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.ibmt.fraunhofer.de/de/presse-uebersicht/presse-arablab-2015.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Fraunhofer IBMT präsentiert zusammen mit THIEMT mobile Labortechnologien auf der ArabLab 2015.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20151223151921}} Pressemitteilung des Fraunhofer-Instituts für Biomedizinische Technik, 20. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Für ihre Ausstattung gelten dieselben Anforderungen wie für stationäre Labore.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbreitet befinden sich auch Laboratorien (Betriebslabore) in Industriebetrieben, wo sie z.&amp;amp;nbsp;B. der Qualitätsprüfung eingehender Materialien, sowie der Überprüfung der Eigenschaften hergestellter Produkte und auch der Produktentwicklung dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im übertragenen Sinn findet der Begriff auch Verwendung im künstlerischen Bereich, so spricht man im [[Zeitgenössischer Tanz|Tanz]] oder in der Musik von einem &amp;#039;&amp;#039;Labor&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Lab&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Laboratory&amp;#039;&amp;#039;, wenn in freier Form in Grenzbereichen des [[Genre]]s geforscht wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://danceresearch.ca/ danceresearch.ca]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstattung ==&lt;br /&gt;
Die Laborausstattung hängt stark von der Art der Einrichtung ab und trägt den besonderen Anforderungen hinsichtlich Sicherheit, Sauberkeit, Verfügbarkeit von Materialien, Werkzeugen und Geräten Rechnung.&lt;br /&gt;
[[Datei:Justus von Liebigs Labor, 1840.jpg|mini|Labor von [[Justus von Liebig]] in Gießen, 1840er Jahre]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Chemisches Labor.jpg|mini|Praktikumslabor für Organische Chemie an der [[Fachhochschule Aachen]], Campus Jülich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In chemischen und [[Biochemie|biochemischen]] Laboratorien werden viele verschiedene Glasgeräte ([[Rundkolben]], [[Destillierbrücke|Destillationsbrücken]], Kühler, [[Becherglas|Bechergläser]] etc.) benötigt, mit denen [[Analyse]]n und [[Synthese (Chemie)|Synthesen]] durchgeführt werden.&lt;br /&gt;
Zudem wird beim Arbeiten mit Chemikalien standardmäßig innerhalb von [[Abzug (Gas)|Abzügen]] gearbeitet, in denen beim offenen Hantieren (z.&amp;amp;nbsp;B. beim Einwiegen/Dosieren) freigesetzte Chemikalien, entstehende Gase oder [[Aerosol]]e während der Reaktion aus der Luft abgesaugt werden, und welche den Arbeitenden bei einem Unfall vor Splittern oder spritzenden Flüssigkeiten schützen. Speziell gilt letzteres beim Arbeiten mit [[Vakuum|evakuierten]] Gerätschaften ([[Exsikkator (Chemie)|Exsikkatoren]], [[Vakuumdestillation]]).&lt;br /&gt;
In [[Mikrobiologie|mikrobiologischen]] Laboren werden außerdem [[Sicherheitswerkbank|Sicherheitswerkbänke]] verwendet, die durch geeignete Pumpen und Filteranlagen [[Sterilisation|steril]] gehalten werden, um den Arbeitenden und seine Experimente vor dem Einfluss von [[Mikroorganismus|Mikroorganismen]] zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch den Umgang mit gesundheitsschädlichen und brennbaren [[Stoff (Chemie)|Stoffen]] oder die [[Kontamination (Medizin)|Kontaminationsgefahr]] durch biologische Arbeitsstoffe darf in chemischen Laboratorien weder gegessen, getrunken oder geraucht werden, zudem ist in der Regel das Tragen geeigneter [[Schutzkleidung]] ([[Laborkittel]], geeignete sonstige Kleidung, [[Schutzbrille]], [[Schutzhandschuh]]e, [[Sicherheitsschuh|festes Schuhwerk]]) verpflichtend. Brennbare oder anderweitig gefährliche Substanzen werden in [[Sicherheitsschrank|Sicherheitsschränken]] aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laboratorien in der Physik verfügen meist über Anschlüsse für [[Dreiphasenwechselstrom|Drehstrom]], [[Druckluft]], sowie vom normalen [[Trinkwasser]]netz getrennte [[Kühlwasser]]leitungen. Zur Ausstattung gehören darüber hinaus verschiedene meist elektronische [[Messgerät]]e, häufig auch [[Vakuum#Erzeugung|Vakuumapparaturen]] sowie je nach speziellem Arbeitsgebiet weitere Geräte. Eine wichtige Art von Labor insbesondere in der [[Festkörperphysik]] ist der [[Reinraum]], in dem durch eine spezielle Belüftungsanlage&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: [[Laborlüftung]].&amp;lt;/ref&amp;gt;, das Tragen von Schutzkleidung und Vermeidung bestimmter Tätigkeiten eine besonders saubere, insbesondere staubfreie Arbeitsumgebung herrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Ingenieurwissenschaften werden als Labor nicht nur entsprechend ausgestattete und genutzte Räume bezeichnet, sondern auch eine Klasse von [[Lehrveranstaltung]]en an [[Universität]]en und [[Fachhochschule]]n, in denen praktische Fähigkeiten und der Umgang mit bestimmten Geräten, [[Software]] o.&amp;amp;nbsp;Ä. anhand von beispielhaften Aufgabenstellungen geschult werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuerdings finden sogenannte [[Westentaschenlabor]]e (&amp;#039;&amp;#039;lab-on-a-chip system&amp;#039;&amp;#039;) vermehrt Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schutzstufenkonzept ==&lt;br /&gt;
{{Staatslastig|DE}}&lt;br /&gt;
Für Laboratorien, in welchen mit [[Gefahrstoff]]en, mit [[Biologischer Arbeitsstoff|biologischen Arbeitsstoffen]] oder mit [[Gentechnisch veränderter Organismus|gentechnisch veränderten Organismen]] gearbeitet wird, ist in Deutschland durch unterschiedliche Rechtsvorschriften die Einstufung in vier Schutzstufen ([[Gefahrstoffverordnung]]) bzw. [[biologische Schutzstufe]]n ([[Biostoffverordnung]]) bzw. [[biologische Sicherheitsstufe]]n ([[Gentechnikgesetz (Deutschland)|Gentechnikgesetz]] und [[Gentechnik-Sicherheitsverordnung]]) vorgeschrieben, welche bauliche und technische, organisatorische und Maßnahmen bezüglich der [[Persönliche Schutzausrüstung|persönlichen Schutzausrüstung]] nach sich zieht. In Österreich und der Schweiz gelten ähnliche Regelungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schutzstufen nach der Gefahrstoffverordnung (Deutschland) ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Gefahrstoffverordnung]] sind die im Labor verwendeten Gefahrstoffe auf ihre Gefährdung zu prüfen. Dabei sind neben der Einstufung mit den Gefährlichkeitsmerkmalen (also giftig, leicht entzündlich usw.) auch die Häufigkeit der Verwendung, die Einsatzmengen und verschiedene physikalische Eigenschaften, wie die Konzentration in der Luft, die Verteilung usw., und die Arbeitsbedingungen zu berücksichtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieser Daten erfolgt dann die Einstufung:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:5%;&amp;quot;| Schutzstufe&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:40%;&amp;quot;|  Gefahrstoffe mit den Eigenschaften&lt;br /&gt;
! Maßnahmen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;|reizend, gesundheitsschädlich, ätzend (geringe Mengen und geringe Einwirkzeit)&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* Minimierung der Gefahren durch geeignete bauliche (z.&amp;amp;nbsp;B. Abzug) und organisatorische (z.&amp;amp;nbsp;B. besondere Arbeitsplatzhygiene) Maßnahmen&lt;br /&gt;
* alle Stoffe kennzeichnen&lt;br /&gt;
* es dürfen keine Lebensmittelbehälter für Gefahrstoffe verwendet werden&lt;br /&gt;
* sichere Lagerung der Gefahrstoffe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;|reizend, gesundheitsschädlich, ätzend&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* Maßnahmen der Stufe 1&lt;br /&gt;
* Ersatz von Gefahrstoffen prüfen&lt;br /&gt;
* Essen, Trinken und Rauchen verbieten&lt;br /&gt;
* Arbeits- und Privatkleidung trennen&lt;br /&gt;
* Alleinarbeit nur bei geeigneten Schutzmaßnahmen erlauben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;|giftig, sehr giftig und mutagene, karzinogene und fruchtschädigende Gefahrstoffe, wenn der Arbeitsplatzgrenzwert nicht überschritten wird&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* Maßnahmen der Stufe 2&lt;br /&gt;
* geschlossene Systeme verwenden, falls möglich&lt;br /&gt;
* Zugang auf im Labor Beschäftigte beschränken&lt;br /&gt;
* Gefahrstoffe unter Verschluss aufbewahren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;|mutagene, karzinogene und fruchtschädigende Gefahrstoffe, wenn der Arbeitsplatzgrenzwert überschritten wird&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* Maßnahmen der Stufe 3&lt;br /&gt;
* Arbeitsbereich deutlich kennzeichnen&lt;br /&gt;
* Maßnahmen zur Erkennung von Stofffreisetzung treffen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schutzstufen nach der Biostoffverordnung (Deutschland) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Biohazard.svg|mini|Das Symbol für [[Biogefährdung]] nach Anhang I der BioStoffV kenn&amp;amp;shy;zeichnet Labore der Schutz&amp;amp;shy;stufen 2 bis&amp;amp;nbsp;4.]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Biologische Schutzstufe|titel1=Risikogruppen und Schutzstufen nach der Biostoffverordnung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Biostoffverordnung]] (BioStoffV) regelt zum Schutz der Beschäftigten (unter anderem im Labor) den Umgang mit [[Biologischer Arbeitsstoff|biologischen Arbeitsstoffen]]. Zu den biologischen Arbeitsstoffen –&amp;amp;nbsp;sie werden auch als Biostoffe bezeichnet&amp;amp;nbsp;– gehören u.&amp;amp;nbsp;a. [[Prokaryoten]] ([[Bakterien]] und [[Archaeen]]), [[Viren]], [[Pilze]], [[Parasitismus|Parasiten]] und [[Zellkultur]]en. Durch §&amp;amp;nbsp;3 BioStoffV werden für sie vier [[Biologische Schutzstufe#Risikogruppe|Risikogruppen]] definiert. Die Einstufung erfolgt nach dem [[Infektion]]srisiko, vereinfacht bedeutet dies, je gefährlicher ein Biostoff ist, desto höher ist die Risikogruppe. Bei den sogenannten &amp;#039;&amp;#039;gezielten Tätigkeiten&amp;#039;&amp;#039; (vergleiche [[Biostoffverordnung#Begriffsbestimmungen – § 2 BioStoffV|Begriffsbestimmungen – §&amp;amp;nbsp;2 BioStoffV]]) muss die Arbeit mit einem biologischen Arbeitsstoff der Risikogruppe 1 nach den Regeln der Schutzstufe 1 erfolgen, das gleiche Prinzip gilt für die Schutzstufen 2 bis 4. Die Vorschriften werden als Stufen bezeichnet, da die Regelungen der niedrigeren Schutzstufen auch für die höheren Stufen gelten. Für die Arbeit im Labor entsprechen die Regeln der Schutzstufen nach der Biostoffverordnung weitgehend denen der Sicherheitsstufen nach dem Gentechnikgesetz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schutzstufe&amp;amp;nbsp;1 sind die &amp;#039;&amp;#039;allgemeinen [[Hygiene]]maßnahmen&amp;#039;&amp;#039;, bei der Arbeit im Labor zusätzlich noch die &amp;#039;&amp;#039;speziellen Hygienemaßnahmen&amp;#039;&amp;#039;, einzuhalten. Sie werden durch die &amp;#039;&amp;#039;[[Technische Regeln|Technischen Regeln]] für Biologische Arbeitsstoffe&amp;#039;&amp;#039; (TRBA) näher ausgeführt. Hieraus ergibt sich beispielsweise, dass die Mitarbeiter im Labor einen Laborkittel als Schutzkleidung tragen und sich nach Beendigung der Tätigkeit die Hände waschen und [[Händedesinfektion|desinfizieren]]. Bei den höheren Schutzstufen steigen die Anforderungen an die Ausstattung und die Organisation im Labor an, außerdem muss das Labor mit dem Symbol für [[Biogefährdung]] gekennzeichnet werden. So ist es z.&amp;amp;nbsp;B. in der Schutzstufe&amp;amp;nbsp;2 üblich, an einer [[Sicherheitswerkbank]] zu arbeiten, falls bei den Arbeiten [[Bioaerosol]]e entstehen können und einen [[Autoklav]]en zur [[Sterilisation]] der Abfälle, die Biostoffe enthalten können, zu verwenden. In der Schutzstufe&amp;amp;nbsp;3 ist u.&amp;amp;nbsp;a. eine Zugangskontrolle zum Labor sowie eine [[Allgemeine Ersatzstromversorgung|Notstromversorgung]] vorgeschrieben, die [[Abluft]] muss [[Schwebstofffilter|gefiltert]] werden. Auch die persönliche Schutzausrüstung der Mitarbeiter muss den möglichen Gefahren angepasst werden, beispielsweise durch Tragen einer [[Atemschutzmaske]]. In der Schutzstufe&amp;amp;nbsp;4 ist es z.&amp;amp;nbsp;B. erforderlich, dass das Labor baulich abgetrennt und für eine mögliche [[Begasung]] abdichtbar ist. Es kann nur über eine [[Luftschleuse|Schleuse]] betreten werden, die Mitarbeiter tragen fremdbelüftete [[Chemikalienschutzanzug|Vollschutzanzüge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sicherheitsstufen nach dem Gentechnikgesetz (Deutschland) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Biohazard zone S2 door.jpg|mini|Kennzeichnung eines Gentechnik-Arbeits&amp;amp;shy;bereiches der Sicherheits&amp;amp;shy;stufe&amp;amp;nbsp;2, zusätzlich ist auch das Symbol für Biogefährdung vorge&amp;amp;shy;schrieben.]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Biologische Sicherheitsstufe|titel1=Sicherheitsstufe nach dem Gentechnikgesetz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gentechnik|Gentechnische]] Arbeiten mit [[Gentechnisch veränderter Organismus|gentechnisch veränderten Organismen]] (GVO) erfolgen unter vier [[Biologische Sicherheitsstufe|biologischen Sicherheitsstufen]]. Diese werden in Deutschland durch das [[Gentechnikgesetz (Deutschland)|Gentechnikgesetz]] (GenTG) festgelegt und durch die [[Gentechnik-Sicherheitsverordnung]] (GenTSV) näher ausgeführt. Die Zuordnung der gentechnischen Arbeiten zu den vier Sicherheitsstufen ergibt sich unter anderem anhand des Risikos der verwendeten GVO. Im [[Laborjargon]] werden solche Laboratorien als S1-Labor bis S4-Labor bezeichnet. Die genaue Regelung wird durch §§&amp;amp;nbsp;4–7 GenTSV vorgegeben. Neben den Sicherheitsstufen für Laboratorien gibt es entsprechende Regelungen u.&amp;amp;nbsp;a. für den Produktionsbereich. Die Vorschriften werden als Stufen bezeichnet, da die Regelungen der niedrigeren Sicherheitsstufe auch für die höheren Stufen gelten. Für die Arbeit im Labor entsprechen die Regeln der Sicherheitsstufen nach dem Gentechnikgesetz zum Teil denen der Schutzstufen nach der Biostoffverordnung, es gibt jedoch auch weitergehende Sicherheitsmaßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehört unter anderem die Kennzeichnung als Gentechnik-Arbeitsbereich und die Einsetzung eines [[Projektleiter]]s. Die technische Ausstattung, je nach Sicherheitsstufe z.&amp;amp;nbsp;B. mit Sicherheitswerkbank, Autoklav oder Zugang über eine Schleuse, entspricht dem Labor, in dem mit Biostoffen gearbeitet wird. Unterschiede ergeben sich im Detail, ab welcher Sicherheitsstufe welche Maßnahmen zu beachten sind.&lt;br /&gt;
Eine Anlage, in der gentechnische Arbeiten der Sicherheitsstufe 3 oder 4 durchgeführt werden sollen, muss nach §§&amp;amp;nbsp;8 und 10 GenTG genehmigt werden. In Deutschland gibt es vier gentechnische Anlagen der Sicherheitsstufe&amp;amp;nbsp;4 (Stand Dezember 2012). Von den vier Anlagen ist eine in Betrieb, bei einer Anlage ist der Betrieb genehmigt, bei zwei Anlagen wurde deren Errichtung genehmigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;genehmigt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Roger L. Bertholf&lt;br /&gt;
   |url=https://doi.org/10.1007/978-1-4899-7794-6_1&lt;br /&gt;
   |titel=Laboratory Structure and Function&lt;br /&gt;
   |werk=springer.com&lt;br /&gt;
   |hrsg=Ross Molinaro et al.&lt;br /&gt;
   |datum=2016-12-27&lt;br /&gt;
   |sprache=en&lt;br /&gt;
   |abruf=2023-06-28&lt;br /&gt;
  }}&lt;br /&gt;
* [[Bruno Latour]]: &amp;#039;&amp;#039;Laboratory Life: The Construction of Scientific Facts&amp;#039;&amp;#039;, Princeton University Press, Princeton (N.J.) 1986, ISBN 978-0-691-09418-2.&lt;br /&gt;
* [[Henning Schmidgen]]: &amp;#039;&amp;#039;Labor&amp;#039;&amp;#039;. [[Europäische Geschichte Online]], hrsg. vom [[Institut für Europäische Geschichte (Mainz)]], 2011, {{URN|nbn:de:0159-20101025256}}.&lt;br /&gt;
* Michael Wächter: &amp;#039;&amp;#039;Chemielabor&amp;#039;&amp;#039;. Einführung in die Laborpraxis. 1. Aufl. Wiley-VCH, Weinheim 2011, ISBN 978-3-527-32996-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rechtsquellen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Gefahrstoffverordnung]] ({{§§|gefstoffv_2010|juris|text=Text der Gefahrstoffverordnung – GefStoffV (2010)}} bei juris. Abgerufen am 21. Mai 2014.)&lt;br /&gt;
* [[Biostoffverordnung]] ({{§§|biostoffv_2013|juris|text=Text der Biostoffverordnung – BioStoffV (2013)}} bei juris. Abgerufen am 13. Mai 2014.)&lt;br /&gt;
* [[Gentechnikgesetz (Deutschland)]] ({{§§|gentg|juris|text=Text des Gentechnikgesetzes – GenTG}} bei juris. Abgerufen am 17. Mai 2014.)&lt;br /&gt;
* [[Gentechnik-Sicherheitsverordnung]] ({{§§|gentsv|juris|text=Text der Gentechnik-Sicherheitsverordnung – GenTSV}} bei juris. Abgerufen am 17. Mai 2014.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commons|Laboratory|Labor}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Gefahrstoffe/Gefahrstoffe.html |titel=Gefahrstoffe |werk=[[Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin]] (BAuA) |abruf=2024-01-21}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Biologische-Arbeitsstoffe/Biologische-Arbeitsstoffe.html |titel=Biologische Arbeitsstoffe |werk=[[Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin]] (BAuA) |abruf=2024-01-21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;genehmigt&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=http://www.bvl.bund.de/DE/06_Gentechnik/02_Verbraucher/03_Genehmigungen/03_GentArbeitenAnlagen/gentechnik_GenehmigungGentArbeitenAnlagen_node.html&lt;br /&gt;
 |titel=Genehmigung von gentechnischen Arbeiten und Anlagen&lt;br /&gt;
 |hrsg=Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)&lt;br /&gt;
 |abruf=2014-05-20}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4033927-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Labortechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Laboratorium|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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