<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Labmagen</id>
	<title>Labmagen - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Labmagen"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Labmagen&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-25T13:35:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Labmagen&amp;diff=177789&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;KnightMove: +Käsemagen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Labmagen&amp;diff=177789&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-04-23T15:17:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Käsemagen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Labmagen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Käsemagen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Abomasum&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Verdauungsorgan bei [[Wiederkäuer]]n (Ruminantia). Er wird häufig als der „vierte Magen“ der Wiederkäuer bezeichnet. Tatsächlich entspricht der Labmagen (Drüsenmagen) dem eigentlichen Magen (Gaster) der [[Monogastrier]] (Tieren mit einhöhligem Magen), während die anderen Mägen, also [[Pansen]] (Rumen), [[Netzmagen]] (Reticulum) und [[Blättermagen]] (Psalter) als sogenannte Vormägen keine Drüsenschleimhaut besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anatomie und Topographie ==&lt;br /&gt;
Der Labmagen liegt in der Gegend des [[Brustbein]]-Schwertfortsatzes der unteren Bauchwand auf und verläuft schräg von links-vorne nach rechts-hinten. Er stellt ein langgezogenes birnenförmiges Gebilde dar, dessen Inhalt beim Rind 10–20 l beträgt. Bei Neugeborenen macht der Labmagen im Vergleich zu den Vormagenabteilungen etwa 50 % aus. Nach Ausbildung der Vormagenabteilungen liegt sein Anteil in der 38. Lebenswoche nur noch bei 10–20 % des gesamten Vormagen-Labmagen-Systems. Man unterscheidet eine kleine und eine große Krümmung (&amp;#039;&amp;#039;Curvatura major&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;minor&amp;#039;&amp;#039;). Der Labmagen ist mit einer Drüsenschleimhaut ausgekleidet und durch das Vorkommen von Spiralfalten gekennzeichnet. Zwei kleinere Falten im Bereich der kleinen Krümmung begrenzen die Labmagenrinne, &amp;#039;&amp;#039;Sulcus abomasi&amp;#039;&amp;#039;. Sie ist die Fortsetzung der von &amp;#039;&amp;#039;Sulcus reticuli&amp;#039;&amp;#039; des [[Netzmagen]]s und &amp;#039;&amp;#039;Sulcus omasi&amp;#039;&amp;#039; des [[Blättermagen]]s gebildeten Magenrinne (&amp;#039;&amp;#039;Sulcus ventriculi&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verdauungsphysiologie ==&lt;br /&gt;
Nachdem der Nahrungsbrei im Pansen von [[Mikroorganismus|Mikroorganismen]] vorverdaut, nochmals gekaut und im [[Blättermagen]] entwässert wurde, erfolgt im Labmagen die Absenkung des pH-Wertes (durch [[Salzsäure]]) und der Beginn der Verdauung durch körpereigene Enzyme.&lt;br /&gt;
Eine zusätzliche wichtige Funktion des Labmagens ist die Nahrungsspeicherung. Bei erwachsenen Wiederkäuern entspricht die Labmagenverdauung im Prinzip der des einhöhligen Magens. Neben der typischen Magenmotorik in Form einer vom Mageneingang zum Pförtnerteil sich steigernden Muskelbewegung treten im Labmagen charakteristische Anspannungsschwankungen der glatten Wandmuskulatur auf, die weitgehend unabhängig von den Vormagenbewegungen verlaufen. Die ständige Passage von Vormageninhalt hält die Labmagenbewegung kontinuierlich aufrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milchverdauung bei saugenden Jungtieren ===&lt;br /&gt;
Bei Jungtieren, die noch [[Milch]] saugen, wird im Labmagen das [[Lab]]ferment (Enzymmischung aus Pepsin und Chymosin) erzeugt. Mit diesem Lab, kombiniert mit dem niedrigen pH-Wert, wird das [[Kasein]] in der Milch gespalten, die [[Denaturierung (Biochemie)|geronnene]] Milch kann dann weiterverdaut werden.&lt;br /&gt;
Die Milch wird dabei direkt in den Labmagen weitergeleitet, sie darf nicht in den Pansen gelangen. Das wird anfangs durch den [[Schlundrinnenreflex]] gesteuert, der die Öffnung zum Pansen verschließt. Später verschwindet dieser Reflex durch die Umstellung auf Grobfutter. In der Übergangszeit von Milch auf Grünfutter und Wasser schaffen es die Tiere aber trotzdem, getrunkene Milch in den Labmagen, getrunkenes Wasser in den Pansen zu leiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erkrankungen ==&lt;br /&gt;
Die [[Labmagenverlagerung]] (Dislocatio abomasi) ist eine vor allem bei Milchkühen kurz nach dem Abkalben häufig auftretende Krankheit. Die [[Labmagenentzündung]] (Abomasitis) tritt meist im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen und nur selten isoliert auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerrit Dirksen: &amp;#039;&amp;#039;Innere Medizin und Chirurgie des Rindes&amp;#039;&amp;#039;. Georg Thieme Verlag, 2006, ISBN 978-3-83044169-4, S. 498.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verarbeitung zum menschlichen Verzehr ==&lt;br /&gt;
Aus Labmägen von [[Kalb|Kälbern]] wird [[Lab]] für die [[Käse]]herstellung gewonnen.&lt;br /&gt;
Labmägen werden auch zu [[Kutteln|Kuttelspezialitäten]] wie dem italienischen [[Lampredotto]], dem türkischen [[Schirden]] &amp;#039;&amp;#039;(Širden)&amp;#039;&amp;#039; oder dem koreanischen [[Makchang]] verarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Franz-Viktor Salomon: &amp;#039;&amp;#039;Magen, Ventriculus (Gaster).&amp;#039;&amp;#039; In: Salomon u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anatomie für die Tiermedizin&amp;#039;&amp;#039;. 2. erw. Auflage. Enke-Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8304-1075-1, S. 272–293.&lt;br /&gt;
* Richard Nickel: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Anatomie der Haustiere: Eingeweide&amp;#039;&amp;#039;. Band 2 von &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Anatomie der Haustiere&amp;#039;&amp;#039;. Thieme, Stuttgart 2004, ISBN 978-3-8304-4152-6, S. 117–118.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4166329-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anatomie der Paarhufer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Magen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verdauungsapparat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Därme, Blasen und Mägen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KnightMove</name></author>
	</entry>
</feed>