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	<title>Laab im Walde - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-02-17T10:37:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Österreich&lt;br /&gt;
|Art                = Gemeinde&lt;br /&gt;
|lat_deg            = 48/09/00/N&lt;br /&gt;
|lon_deg            = 16/10/00/E&lt;br /&gt;
|Höhe               = 316&lt;br /&gt;
|PLZ                = 2381&lt;br /&gt;
|Vorwahl            = 02239&lt;br /&gt;
|Gemeindekennzahl   = 31714&lt;br /&gt;
|NUTS               = AT127&lt;br /&gt;
|Straße             = Schulgasse 2&lt;br /&gt;
|Website            = [https://laab.gv.at/ laab.gv.at]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister      = Peter Klar&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeinde Laab im Walde: [https://laab.gv.at/persoenlichkeit/peter-klar &amp;#039;&amp;#039;Bürgermeister&amp;#039;&amp;#039;] (abgerufen am 1. November 2019)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Partei             = MFL – Miteinander für Laab&lt;br /&gt;
|Wahljahr           = [[Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025|2025]]&lt;br /&gt;
|Gemeinderatanzahl  = 19&lt;br /&gt;
|Gemeinderat        = &lt;br /&gt;
{{Sitzverteilung&lt;br /&gt;
| Legende = ja&lt;br /&gt;
| Beschriftung = Sitze&lt;br /&gt;
| Land  = AT&lt;br /&gt;
| Breite = 0.8&lt;br /&gt;
|MFL|ÖVP|SPÖ&lt;br /&gt;
| ÖVP   = 4&lt;br /&gt;
| MFL   = 11&lt;br /&gt;
| MFL Farbe = a9a9a9&lt;br /&gt;
| SPÖ   = 4&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|Bild1              = Laab im Walde.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung1  = Laab im Walde von Süden&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Laab im Walde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Gemeinde (Österreich)|Gemeinde]] mit {{EWZ|AT|31714}} Einwohnern (Stand {{EWD|AT|31714}}) im [[Bezirk Mödling]] in [[Niederösterreich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aufnahmeblatt 4756-2c Breitenfurt, Laab.jpg|mini|250px|Laab „am“ Walde (Mitte rechts) und Umgebung um 1872 (Aufnahmeblatt der [[Franzisco-Josephinische Landesaufnahme|Landesaufnahme]])]]&lt;br /&gt;
Laab liegt in einem Seitental des [[Liesing (Schwechat)|Liesingbachtales]] am Laaber Bach, direkt an der Bezirksgrenze zum [[Bezirk St. Pölten]] und ist die nordwestlichste Gemeinde des Bezirks Mödling. Es liegt an der [[Laaber Straße]] B&amp;amp;nbsp;13, die von [[Wien]]-[[Kalksburg]] nach [[Tullnerbach]] am [[Wienerwaldsee]] führt. Zu Laab gehört der niederösterreichische Teil des [[Lainzer Tiergarten]]s, der unmittelbar nördlich des Ortes über das &amp;#039;&amp;#039;Laaber Tor&amp;#039;&amp;#039; zugänglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der höchste Berg des Gemeindegebiets ist der im Norden gelegene Grenzkamm zu [[Purkersdorf]], dessen höchste Erhebungen im Westen {{Höhe|533|AT}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;LA&amp;quot;&amp;gt;in der [[Josephinische Landesaufnahme|Josephinischen]] und [[Franziszeische Landesaufnahme|Franziszeischen Landesaufnahme]] nach einem abgekommenen Gehöft am Areal der heutigen [[Wolfsgraben#Gemeindegliederung|Siedlung Heimbautal]] &amp;#039;&amp;#039;Wurzenberg&amp;#039;&amp;#039; genannt&amp;lt;/ref&amp;gt; und im Osten {{Höhe|530|AT}} ([[Laabersteigberg]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;ök50&amp;quot;&amp;gt;[[Österreichische Karte]] 1:50.000 (ältere Ausgaben; Laabersteigberg auf AMAP nicht mehr namentlich erwähnt), [[Franzisco-Josephinische Landesaufnahme]]&amp;lt;/ref&amp;gt;) hoch sind. Der niedrigste Punkt liegt nahe der ehemaligen &amp;#039;&amp;#039;Tirolerhütte&amp;#039;&amp;#039;, wo der Laaber Bach in die Gemeinde [[Breitenfurt bei Wien|Breitenfurt]] übertritt, auf knapp {{Höhe|290|AT}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;ök50&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
Die als Dorf qualifizierte Gemeinde ist [[Kongruenz (Geometrie)|kongruent]] mit der [[Katastralgemeinde]] Laab im Walde, die neben der Stammgemeinde den östlichen Teil des Dorfs [[Roppersberg (Gemeinde Wolfsgraben)|Roppersberg]] als Ortschaft aufweist.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;4. Teil: Gemeinden Niederösterreich – 260. Laab im Walde&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Österreichischer Amtskalender online&amp;#039;&amp;#039;. Jusline (Verlag Österreich), Wien 2002–, {{ZDB|2126440-5}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
| NORDWEST =&lt;br /&gt;
| NORD = Purkersdorf&lt;br /&gt;
| NORDOST =&lt;br /&gt;
| WEST = [[Wolfsgraben]]&lt;br /&gt;
| OST = [[Wien]]&lt;br /&gt;
| SUED =Breitenfurt&lt;br /&gt;
| SUEDOST =&lt;br /&gt;
| SUEDWEST = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In einigen Publikationen wird vermutet, dass die ehemalige [[Römische Wasserleitung (Vindobona)|römische Wasserleitung]] zum Legionslager [[Vindobona]] u. a. aus einer Quelle in Laab im Walde gespeist worden sein könnte. Konkrete Funde oder andere Belege gibt es dafür jedoch nicht, der in manchen Quellen als römische Wasserleitung bezeichnete Fund wird in anderen Quellen als gut erhaltene römische Brunnenfassung bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich Gerstbach|Heinz Gerstbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Römische Wasserleitung durch Hietzing nach Vindobona. Siedlungen zur Römerzeit im Bezirk Hietzing und römische Straßen in seiner Umgebung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Fenster in die Vergangenheit.&amp;#039;&amp;#039; Lokalgeschichtliche Schriftenreihe des 13. Wiener Gemeindebezirkes – Hietzing. Ausgabe 10. Hrsg. Bezirksmuseum Hietzing, Wien 2022. {{ISSN|1560-7461}} (falsche ISSN), {{ZDB|2285373-X}}. S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet von Laab war im Vergleich zu den umliegenden Orten relativ zeitig besiedelt. Es war ein bevorzugtes [[Jagd]]gebiet zuerst der [[Babenberger]], später der [[Habsburger]] durch die günstige Nähe zu Wien. Durch den steigenden Brennholzbedarf siedelten sich hier Holzarbeiter und [[Köhler]] an, die in sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Duckhäusern&amp;#039;&amp;#039;, wie man sie auch in den Nachbarorten findet, wohnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name Laab kommt vom [[mittelhochdeutsch]]en Loupe, was so viel wie Laubwald bedeutet. Urkundlich erstmals erwähnt wird er im Jahr 1200 in einer Besitzbestätigungsurkunde Herzog [[Leopold VI. (Österreich)|Leopolds VI.]] für das [[Wien]]er [[Schottenstift]], das die in Laab befindliche Kapelle im Verlauf der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts – möglicherweise bereits zur Gründung 1155 – von den Babenbergern erhalten hatte (&amp;#039;&amp;#039;capellam beati Colomanni in Loupe&amp;#039;&amp;#039;). Der Name änderte sich im Laufe der Zeit von &amp;#039;&amp;#039;Laeb&amp;#039;&amp;#039; (1352), &amp;#039;&amp;#039;Laab in silva&amp;#039;&amp;#039; (1429) oder &amp;#039;&amp;#039;Lääb&amp;#039;&amp;#039; (1601) zum heutigen &amp;#039;&amp;#039;Laab im Walde&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein von Markgraf [[Heinrich I. (Österreich)|Heinrich I. von Österreich]] († 1018) erbautes Jagdschloss begründete 1897 die 900-Jahr-Feier des Ortes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|rpt|13|03|1897|04|AUTOR=|Tagesbericht. (…) Das 900jährige Jubiläum (…)|ZUSATZ=Nr. 59/1897 (IV. Jahrgang)|ALTSEITE=4, Mitte oben.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Jagdschloss war während der [[Erste Türkenbelagerung|ersten Türkenbelagerung]] abgebrannt und wurde nicht wieder aufgebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronik2&amp;quot;&amp;gt;Gemeinde Laab im Walde: [https://laab.gv.at/leben/geschichte Geschichte – 2. Geschichtlicher Werdegang], abgerufen am 1. Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der 1418 erstmals urkundlich erwähnte &amp;#039;&amp;#039;Thurnhof&amp;#039;&amp;#039; an Stelle der heutigen Pfarrkirche wurde in der ersten Türkenbelagerung zerstört und erst nach 1669 als &amp;#039;&amp;#039;Schloss Wintersbach&amp;#039;&amp;#039; wieder aufgebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronik2&amp;quot; /&amp;gt; Um 1700 gab es auch eine [[Einsiedelei]]. Die Besitzung Laab kam 1769 in den Besitz des [[Deutscher Orden|Deutschen Ordens]], der seine Patronanz über den Ort bis 1980 behielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronik2&amp;quot; /&amp;gt; 1865 wurde Laab im Walde von einem Großbrand heimgesucht, der auch das Schloss Wintersbach samt der neuen Pfarrkirche zerstörte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|kfz|26|07|1865|4|Brandunglück}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wieder aufgebaut wurde nur mehr der Straßentrakt mit der Pfarrkirche. Vom vorigen Aussehen des Schlosses existiert eine Zeichnung in einem alten Pfarrbuch von [[Perchtoldsdorf]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronik2&amp;quot; /&amp;gt; die wohl der Darstellung in der Perspektivkarte von [[Franz Xaver Schweickhardt]] nachempfunden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://mapire.eu/de/map/lower-austria-1840/embed/?bbox=1797023.7719073414%2C6131222.460380973%2C1806119.7782732772%2C6134088.848941667&amp;amp;map-list=1&amp;amp;layers=33|titel=Schweickhardt ca. 1840: Breitenfurt {{!}} Mapire - Historical Maps of the Habsburg Empire|werk=mapire.eu|zugriff=2020-12-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Gemeinderatswahlen fanden am 22. Juni 1919 statt. Mit Georg Högn von der „Christlich-Sozialen Partei“ wurde damals ein Bürgermeister bestätigt, der sein Amt aus der alten Monarchie in die neue Republik übertrug.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronik7&amp;quot;&amp;gt;Gemeinde Laab im Walde: [https://laab.gv.at/leben/geschichte Geschichte – 7. Der Erste Weltkrieg], abgerufen am 1. Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Högn verstarb 1930.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1930 brach nach Angaben der Ortschronik in Laab eine [[Typhus]]-Epidemie aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronik8&amp;quot; /&amp;gt; Dies bedeutete großen finanziellen Schaden, da die Milch nicht mehr nach Wien gebracht werden durfte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=kvz&amp;amp;datum=19301017&amp;amp;seite=1 |titel=ANNO, Kleine Volks-Zeitung, 1930-10-17, Seite 1 |abruf=2020-12-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Obmann der Bezirksbauernkammer Purkersdorf widersprach am 1. November 1930 dieser Darstellung. Die Infektion sei auf ein einziges Haus beschränkt gewesen und die Milchabsatzkrise sei auf die Berichterstattung über die angebliche Epidemie zurückzuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wwb&amp;amp;datum=19301101&amp;amp;seite=3 |titel=ANNO, Wienerwald-Bote, 1930-11-01, Seite 3 |abruf=2020-12-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 15. November 1931 wurde die neue Wasserleitung in Laab im Walde der Benützung übergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=wwb&amp;amp;datum=19311121&amp;amp;seite=5 |titel=ANNO, Wienerwald-Bote, 1931-11-21, Seite 5 |abruf=2020-12-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Österreichischer Bürgerkrieg|Februarrevolte 1934]] wirkte sich in Laab insofern aus, als die drei sozialdemokratischen Gemeinderäte aus dem Gemeinderat ausscheiden mussten. Als Bundeskanzler [[Engelbert Dollfuß|Dollfuß]] am l. Mai dieses Jahres die neue Verfassung verkündete, hörte man das in Laab aus Lautsprechern – laut Pfarrchronik mit „Ergriffenheit und Begeisterung“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronik8&amp;quot;&amp;gt;Gemeinde Laab im Walde: [https://laab.gv.at/leben/geschichte Geschichte – 8. Die Zwischenkriegszeit], abgerufen am 1. Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordung Dollfuß’ wurde eine [[Heimwehr]]-Gruppe und eine Gruppe junger Burschen, „Jungvaterland“, gegründet. Die Mädchen, die „Sonnenkinder“, bildeten sich aus der katholischen Mädchenkongregation. Auch eine Ortsgruppe, „Vaterländische Front“, wurde gegründet, deren Leiter der damalige Pfarrer Wernhart war. Sie umfasste über 200 Mitglieder. Das hatte zur Folge, dass der Gemeinderat nach dem [[Anschluss Österreichs]] für kurze Zeit verhaftet wurde – Pfarrer Wernhart entging knapp der Verhaftung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronik8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kloster der Barmherzigen Schwestern wurde von den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] nach Waffen durchsucht. Als das deutsche Militär einmarschierte, gab es auch in Laab Einquartierungen. Es ist überliefert, dass in Laab damals für die Soldaten „60 Meter Apfelstrudel“ gebacken wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronik9&amp;quot;&amp;gt;Gemeinde Laab im Walde: [https://laab.gv.at/leben/geschichte Geschichte – 9. Der Zweite Weltkrieg], abgerufen am 1. Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 15. November 1938 wurde Laab im Walde aufgrund des [[Groß-Wien|Gebietsveränderungsgesetzes]] an Wien angeschlossen. Es war nun Teil des neu geschaffenen 25. Wiener Gemeindebezirkes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Laab hatte es keinen organisierten Widerstand gegeben. Es ist nur bekannt, dass der damalige Laaber Peter Linsenholz 1938/39 wegen seiner vormals „antinationalistischen Tätigkeit als Funktionär einer vaterländischen Organisation“ in Schutzhaft war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronik9&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkrieges schien es für die Bevölkerung unwahrscheinlich, dass genau Laab bombardiert werden sollte. Doch am 21. Jänner 1945 schlugen Fliegerbomben ein. Die Alliierten hatten versucht, die [[II. Wiener Hochquellenwasserleitung]] zu treffen, um damit Wien von der Wasserversorgung abzuschneiden. Zwar finden sich bis heute zwischen fünfzig und sechzig Bombentrichter entlang der Wasserleitung, doch die Leitung selbst wurde nicht getroffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronik9&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volksschule (das heutige Gemeindeamt) war damals ein Kriegsgericht untergebracht. Im April 1945 wurde ein [[Deserteur]] von diesem Gericht zum Tode verurteilt und außerhalb des Ortes erschossen. Seine Leiche lag zwei Tage lang am Straßenrand. Über dem Toten wurde eine Tafel angebracht, auf der zu lesen stand: „Aus Feigheit wegen Fahnenflucht erschossen!“. Die Gemeinde Laab beerdigte ihn am Ortsfriedhof am 4. April.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronik9&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. April erreichten die Russen Laab, nisteten sich im Pfarrhof ein, nahmen sich Nahrungsmittel nach Gutdünken und vergewaltigten Frauen und Mädchen. Noch den ganzen April über war die Lage in Laab sehr gespannt. Zwei Mitglieder der Gemeinde hatten die Ortsleitung übernommen; Karl Madl als provisorischer Bürgermeister und Lambert Krammer Junior als Polizeileiter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronik9&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. September 1954 wurden 80 der 97 Randgemeinden, die 1938 an [[Groß-Wien]] angeschlossen worden waren, wieder in die Selbständigkeit entlassen. Laab ist seitdem eine selbständige Gemeinde im [[Bezirk Mödling]]. Noch am selben Tag trat der elfköpfige Gemeinderat zusammen und wählte Josef Weissenberger [[ÖVP]] zum neuen Bürgermeister. In der Sitzung am 16. September 1954 stellte die [[SPÖ]]-Fraktion den Antrag auf „Rückgliederung der Gemeinde Laab im Walde zu Wien“. Dem Antrag wurde mit 6:5 Stimmen zugestimmt, eine Rückgliederung erfolgte jedoch nicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronik10&amp;quot;&amp;gt;Gemeinde Laab im Walde: [https://laab.gv.at/leben/geschichte Geschichte – 10. Zurück in die Selbständigkeit], abgerufen am 1. Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1957 übernahm Anton Stagl (ÖVP) das Amt des Bürgermeisters. Zwischen 1990 und 2015 war Peter Wimmer (ÖVP) Bürgermeister von Laab im Walde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chronik10&amp;quot; /&amp;gt; In Laab im Walde gibt es heute zwei Ortsgruppen der Landesparteien: die [[ÖVP]] und die [[SPÖ]]. Die Grünen waren zwischen 2010 und 2015 im Gemeinderat vertreten und bildeten eine Ortsgruppe, während die SPÖ aufgrund eines Formalfehlers bei der Gemeinderatswahl 2010 nicht zur Wahl zugelassen wurde.{{Gemeinderatswahl NÖ Ref|Jahr=2010|zugriff=2025-03-26}} 2020 trat die SPÖ ebenfalls nicht zur Wahl an.{{Gemeinderatswahl NÖ Ref|Jahr=2020|zugriff=2025-03-26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gemeinderatswahl 2015 trat die Liste „Miteinander für Laab“ (MfL) als Wahlbündnis von Anhängern der ÖVP, der SPÖ und der Grünen erstmals an und erreichte die absolute Mehrheit. Bürgermeister wurde Peter Klar (MfL).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.diepresse.com/4647890/laab-im-walde-aus-dem-stand-zur-absoluten Laab im Walde: Aus dem Stand zur Absoluten.] In: &amp;#039;&amp;#039;diepresse.com&amp;#039;&amp;#039;, 26. Jänner 2015, abgerufen am 1. Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;{{Gemeinderatswahl NÖ Ref|Jahr=2015|zugriff=2025-03-26}} 2020 erreichte die Liste &amp;quot;Miteinander für Laab&amp;quot; mit 73,47 % der Stimmen erneut die absolute Mehrheit.{{Gemeinderatswahl NÖ Ref|Jahr=2020|zugriff=2025-03-26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
{{Einwohner_B_Diagramm|width=450|float=none|Name=Laab im Walde|maxEinwohner=1200&lt;br /&gt;
|werte=(1869,388)(1880,373)(1890,411)(1900,454)(1910,522)(1923,457)(1934,539)(1939,615)(1951,568)(1961,534)(1971,624)(1981,615)(1991,910)(2001,1144)(2011,1141)(2021,1107)(2025,1093)&lt;br /&gt;
|quelle=[[Statistik Austria]], Gebietsstand 1.1.2021&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
{{weitereBDA}}&lt;br /&gt;
* Katholische [[Pfarrkirche Laab im Walde]] hl. Koloman, ehemaliges Schloss Wintersbach&lt;br /&gt;
* [[Kloster Laab im Walde]] der Barmherzigen Schwester vom Hl. Vinzenz von Paul&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Nach den Ergebnissen der Probezählung 2006 waren 92 Betriebe in Laab im Walde ansässig, 33 davon sind der Land- und Forstwirtschaft zugeordnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;statistik&amp;quot;&amp;gt;[[Statistik Austria]]: [http://www.statistik.at/blickgem/pz8/g31714.pdf Probezählung 2006: Arbeitsstätten Laab im Walde. PDF 7 KB]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bekannt ist der Ort bei Wienern vor allem wegen des [[Rehabilitation]]szentrums der [[Pensionsversicherungsanstalt]] mit einer Kapazität von 135 Betten. In Laab gibt es zwei Gastbetriebe: den „Laaberhof“ (eine [[Gaststätte]] mit Übernachtungsmöglichkeit, 2019 von der Gemeinde gekauft&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeinde Laab im Walde: [https://laab.gv.at/sitzung/2019/08/gemeinderatssitzung-vom-30-08-2019 Gemeinderatssitzung vom 30. August 2019], abgerufen am 1. Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;) und „Unser Nahversorger“ – einen [[Greißler]] mit angeschlossenem Kaffeehaus.&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeinde Laab im Walde: [https://laab.gv.at/unternehmen/unser-nahversorger Unser Nahversorger], abgerufen am 1. Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2011 waren von 550 Erwerbstätigen&amp;lt;ref&amp;gt;[[Amt der NÖ Landesregierung]]: [https://www.noe.gv.at/noe/Zahlen-Fakten/Registerzaehlung_NOE_2011.pdf Registerzählung NÖ 2011 (PDF 0,6 MB)], S. 37, abgerufen am 1. Dezember 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; 401 Auspendler, hauptsächlich in das nahe [[Wien]]. Dem gegenüber standen 195 Einpendler.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Amt der NÖ Landesregierung]]: [https://www.noe.gv.at/noe/Zahlen-Fakten/Registerzaehlung_NOE_2011.pdf Registerzählung NÖ 2011 (PDF 0,6 MB)], S. 61, abgerufen am 1. Dezember 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Einrichtungen ===&lt;br /&gt;
In Laab befindet sich ein [[Kindergarten]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.noe.gv.at/noe/Kindergaerten-Schulen/Kindergaerten_in_NOE.html |titel=Kindergärten in NÖ |hrsg= NÖ Landesregierung |abruf=2020-10-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am örtlichen Sportplatz sind zwei Beachvolleyballplätze, ein Fußballplatz, ein Basketballplatz und ein Skaterplatz zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Direkt durch Laab führt die 2002 [[Verländerung|verländerte]] B 13 ([[Laaber Straße]]), eine wichtige Verbindungsroute von der [[West Autobahn]] über Wien – insbesondere [[Liesing (Wiener Bezirksteil)|Liesing]] mit seinem weitläufigen Industriegebiet – nach [[Brunn am Gebirge]], von wo man über die [[Brunner Straße|B 12]] die Bezirkshauptstadt [[Mödling]] erreichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln mit der Autobuslinie 253 von [[Liesing (Wien)|Liesing]] und [[Pressbaum]] erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was eine Erschließung Laabs durch die Schiene anlangt, plante 1897 das Unternehmen [[Leo Arnoldi]] eine [[meterspur]]ige elektrische Kleinbahn von Liesing nach Breitenfurt mit einer Abzweigung nach Laab im Walde. Die behördliche Trassenrevision war für den 24. September 1897 anberaumt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|wrz|01|09|1897|16|NAME=Wiener Abendpost. Beilage zur Wiener Zeitung|Kleine Chronik. (…) Elektrische Bahn Liesing–Breitenfurt|ZUSATZ=Nr. 200/1897|ALTSEITE=2, unten rechts.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr des Jahres 1899 bewilligte das [[k.k. Eisenbahnministerium]] dem Wiener Bauunternehmer L(eopld) Jarath technische Vorarbeiten &amp;#039;&amp;#039;für eine Linie von Liesing über Kalksburg und Laab bis nach Tullnerbach—Preßbaum mit einer Abzweigung von Rothenstadl nach Breitenfurth&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|bzt|05|04|1899|03|Correspondenzen. Mödling. (…) Eisenbahn-Vorconcession|ZUSATZ=Nr. 27/1899 (XIX. Jahrgang)|ALTSEITE=3, oben rechts.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; — Eine solche ([[normalspur]]ige) Verbindung von Süd- und Westbahn hätte für die 1860 errichtete [[Bahnstrecke Wien Penzing–Wien Meidling|Verbindungsbahn]] empfindliche Konkurrenz bedeutet. Das Vorhaben wurde nicht umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:20180422 Laab im Walde 8531.jpg|mini|Die ehemalige Volksschule, heute das Gemeindeamt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat hatte 15 Mitglieder und 19 Mitglieder ab dem Jahr 2005.&lt;br /&gt;
* Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 ÖVP, 4 SPÖ und 2 ZKLIW.&lt;br /&gt;
* Nach den [[Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995]] hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP, 3 SPÖ und 2 ZKLIW.{{Gemeinderatswahl NÖ Ref|Jahr=1995|zugriff=2025-03-26}}&lt;br /&gt;
* Nach den [[Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000]] hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP, 3 SPÖ und 2 ZKLIW.{{Gemeinderatswahl NÖ Ref|Jahr=2000|zugriff=2025-03-26}}&lt;br /&gt;
* Nach den [[Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005]] hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP und 6 SPÖ.{{Gemeinderatswahl NÖ Ref|Jahr=2005|zugriff=2025-03-26}}&lt;br /&gt;
* Nach den [[Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010]] hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP und 5 SPÖ.{{Gemeinderatswahl NÖ Ref|Jahr=2010|zugriff=2025-03-26}}&lt;br /&gt;
* Nach den [[Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015]] hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 MFL, 7 ÖVP und 2 SPÖ.{{Gemeinderatswahl NÖ Ref|Jahr=2015|zugriff=2025-03-26}}&lt;br /&gt;
* Nach den [[Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020]] hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 MFL und 5 ÖVP.{{Gemeinderatswahl NÖ Ref|Jahr=2020|zugriff=2025-03-26}}&lt;br /&gt;
* Nach den [[Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025]] hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 MFL, 4 ÖVP und 4 SPÖ.{{Gemeinderatswahl NÖ Ref|Jahr=2025|zugriff=2025-03-26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Jahr–Jahr Vorname Nachname (Partei) chronologisch ergänzen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1954–1957 Josef Weissenberger (ÖVP)&lt;br /&gt;
* 1957–1990 Anton Stagl (ÖVP)&lt;br /&gt;
* 1990–2015 Peter Wimmer (ÖVP)&lt;br /&gt;
* seit 2015 Peter Klar (MfL)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Austria Topographie Schweickhardt Niederösterreich |viertel=I |band=3 |seite=48 |text=Laab}}&lt;br /&gt;
* Katharina Hanak-Hammerl: &amp;#039;&amp;#039;Laab im Walde. Heimatchronik einer Wienerwaldgemeinde&amp;#039;&amp;#039;. Diplomarbeit. Universität Wien, Wien 2001, [https://permalink.obvsg.at/AC03274693 OBV].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{StatistikAustria|31714}}&lt;br /&gt;
* {{Nömuseum|o|1658}}&lt;br /&gt;
* [https://www.laab-heimatmuseum.at/ www.laab-heimatmuseum.at] Virtuelles Heimatmuseum von Franz Pyringer&lt;br /&gt;
* [https://www.ska-laabimwalde.at/ Rehabilitationszentrum der Pensionsversicherungsanstalt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Bezirk Mödling}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4436766-1|VIAF=236990345}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Wienerwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1200]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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