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	<title>La cabina - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=La_cabina&amp;diff=1134470&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jordi: /* Drehbuch, Autoren */ Form (minus Doppelklammer)</title>
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		<updated>2026-02-12T20:32:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Drehbuch, Autoren: &lt;/span&gt; Form (minus Doppelklammer)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Film&lt;br /&gt;
| Originaltitel    = La cabina&lt;br /&gt;
| Produktionsland  = Spanien&lt;br /&gt;
| Originalsprache  = Spanisch&lt;br /&gt;
| Erscheinungsjahr = 1972&lt;br /&gt;
| Länge            = 35&lt;br /&gt;
| Regie            = [[Antonio Mercero]]&lt;br /&gt;
| Drehbuch         = [[José Luis Garci]]&lt;br /&gt;
| Produzent        = [[José Salcedo]]&lt;br /&gt;
| Musik            = [[Carl Orff]]&lt;br /&gt;
| Kamera           = [[Federico G. Larraya]]&lt;br /&gt;
| Schnitt          = [[Javier Morán]]&lt;br /&gt;
| Besetzung        =&lt;br /&gt;
* [[José Luis López Vázquez]]: Mann in der Telefonzelle&lt;br /&gt;
* [[Felipe Martín Puertas]]: Arbeiter&amp;lt;br /&amp;gt;(als &amp;#039;&amp;#039;F.&amp;amp;nbsp;M. Puerta&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Carmen Martínez Sierra]]: Schaulustige&lt;br /&gt;
* [[Carmen Luján]]: Schaulustige&lt;br /&gt;
* [[Tito García]]: kräftiger Helfer&lt;br /&gt;
* [[Antonio Moreno (Nebenrollendarsteller)|Antonio Moreno]]: Handwerker&lt;br /&gt;
* [[Francisco Javier Martín]]: Polizist&amp;lt;br /&amp;gt;(als &amp;#039;&amp;#039;Blaki&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Goyo Lebrero]]: Feuerwehrhauptmann&lt;br /&gt;
* [[María Vico]]: Frau im Cabrio&lt;br /&gt;
* [[Agustín González (Schauspieler)|Agustín González]]: zweiter Mann in Telefonzelle&lt;br /&gt;
* [[José Miguel Aguado]]: Kind&lt;br /&gt;
* [[José Manuel Hoyos]]: Kind&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;La cabina&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein spanischer [[Kurzfilm]] aus dem Jahr 1972. Er wurde für das [[RTVE|spanische Fernsehen]] produziert, vielfach ausgezeichnet und ist der international erfolgreichste spanische [[Fernsehfilm]] aller Zeiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Invisible&amp;quot;&amp;gt;Juan Carlos Ortega: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.rtve.es/alacarta/videos/la-mitad-invisible/mitad-invisible-cabina-mercero/1218603 La cabina-Mercero]&amp;#039;&amp;#039; (RTVE-Reihe: &amp;#039;&amp;#039;La mitad invisible&amp;#039;&amp;#039;), gesendet am 8. Oktober 2011 (auch {{YouTube|id=8k-HIcWHNJE|title=‘La cabina’ de Mercero}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Film beschreibt ein [[Surrealismus|surreales]] Szenario im [[Franquismus|franquistischen]] Spanien, in dem sich aus einer scheinbar harmlosen Alltagspanne ein für den [[Protagonist]]en immer bedrohlicher wirkendes, letztlich auswegloses Schicksal entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
An einem Morgen im Hochsommer bringt ein offener Pritschen-Lkw eine [[Telefonzelle]] zu einem leeren Platz in einer Neubaugegend. Arbeiter stellen die Kabine in der Mitte des Platzes auf, verankern sie am Boden und fahren weg. Ein Mann kommt mit seinem etwa zehnjährigen Sohn vorbei und bringt ihn zum Schulbus. Auf dem Rückweg betritt er die Telefonzelle und stellt fest, dass das Telefon noch nicht funktioniert. Da sich die Tür nicht mehr öffnen lässt, kann er das Häuschen nicht verlassen. Passanten werden aufmerksam und versuchen ihm herauszuhelfen. Es bildet sich eine Menschenansammlung, die das Geschehen belustigt verfolgt. Doch keinem der Umstehenden gelingt es, die Tür der Telefonzelle zu öffnen oder aufzubrechen. Zwei Polizisten tauchen auf. Sie fordern den Mann barsch auf, die Telefonkabine zu verlassen, können ihm dabei aber auch nicht helfen und werden von der Menge ausgelacht. Schließlich trifft die Feuerwehr ein. Gerade will ein Feuerwehrmann das gläserne Dach der Kabine mit einem Vorschlaghammer zertrümmern, als der Lkw der Telefongesellschaft zurückkehrt. Die Arbeiter montieren die Telefonzelle wieder ab und laden sie mitsamt dem darin gefangenen Mann auf ihr Fahrzeug. Die anfängliche Erleichterung des Eingeschlossenen weicht, als der Wagen zu einer längeren Fahrt durch die Stadt aufbricht, in deren Verlauf dem gefangenen Mann immer mulmiger zumute wird. Er versucht, sich bemerkbar zu machen, wird jedoch nicht beachtet. An einer Ampel sieht er einen anderen Lkw, der ebenfalls eine besetzte Telefonzelle abtransportiert. Der Lastwagen fährt nun aus der Hauptstadt hinaus durch die Vororte und das Umland bis ins Zentralgebirge. Auf dem Weg über eine Passstraße beobachtet ein mysteriöser Hubschrauber den Transport. Schließlich fährt der Lkw in ein unterirdisches Tunnelsystem, in dem Telefonzellen gereinigt und gelagert werden. Hinter einem Tor in einer [[Kaverne]] hebt ein automatischer Magnetkran die Kabine mit dem verzweifelten Mann von der Ladefläche und setzt sie auf ein Förderband. Der Protagonist bricht entsetzt zusammen, als er in einer Halle voller Telefonzellen abgestellt wird, in denen sich Leichen in unterschiedlichen Stadien der Verwesung befinden. Am Schluss des Films sieht man, wie die Arbeiter auf dem Platz in der Stadt erneut ein Telefonhäuschen aufbauen und die Tür genau wie beim ersten Mal halb offen stehen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
=== Drehbuch, Autoren ===&lt;br /&gt;
Das Drehbuch entstand Anfang der 1970er Jahre im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen [[Antonio Mercero]] (1936–2018), [[José Luis Garci]] und [[Horacio Valcárcel]] (1932–2018), die unter dem Arbeitstitel &amp;#039;&amp;#039;Trece pasos por lo insólito&amp;#039;&amp;#039; eine 13-teilige Reihe von [[Mittellangfilm]]en mit [[Phantastik|phantastischen]] Inhalten planten, die aber nicht realisiert wurde. Die Idee zu &amp;#039;&amp;#039;La cabina&amp;#039;&amp;#039; basierte auf einer [[Kurzgeschichte]] des [[Asturien|asturischen]] Schriftstellers [[Juan José Plans]] (1943–2014), der als Radio- und Fernsehautor für seine [[Horrorliteratur|Gruselgeschichten]] bekannt war.&amp;lt;ref&amp;gt;Isabel Ibáñez: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.elcorreo.com/bizkaia/sociedad/201503/19/hombre-aterrizo-mancha-20150319001814.html El hombre que aterrorizó con una mancha.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[El Correo]]&amp;#039;&amp;#039;, 19. März 2015 (spanisch), abgerufen am 5. August 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Toni&amp;quot;&amp;gt;Toni de la Torre: &amp;#039;&amp;#039;Historia de las series.&amp;#039;&amp;#039; Roca Editorial, Barcelona 2016, ISBN 978-8-4164-9851-2 (Kap.&amp;amp;nbsp;6&amp;lt;!-- Seitenangabe wegen fehlender Paginierung im E-Book zzt. nicht greifbar, ggf. bitte nachtragen --&amp;gt;).&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Drehbuch dazu sollen Garci und Mercero binnen 15 Tagen geschrieben haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach dem erfolgreichen Ausstrahlungsbeginn seiner Heimatserie &amp;#039;&amp;#039;Crónicas de un pueblo&amp;#039;&amp;#039; (1971–1974), die Episoden aus dem Alltagsleben eines fiktiven [[Kastilien|kastilischen]] Dorfes schildert und vom Regime als propagandistisch wertvoll erkannt wurde, konnte Mercero die Verantwortlichen des spanischen Rundfunks, an dessen Spitze damals [[Adolfo Suárez]] stand, überzeugen, das Projekt zu verwirklichen. Nach dem Erfolg von &amp;#039;&amp;#039;La cabina&amp;#039;&amp;#039; wurden aus derselben Reihe auch &amp;#039;&amp;#039;Los pajaritos&amp;#039;&amp;#039; („Die Vögelchen“, ausgestrahlt im Januar 1974), &amp;#039;&amp;#039;Don Juan&amp;#039;&amp;#039; (Juli 1974) und &amp;#039;&amp;#039;[[Das verlorene Lächeln|La Gioconda está triste]]&amp;#039;&amp;#039; (1977)&amp;lt;ref&amp;gt;{{IMDb|tt0255192|La Gioconda está triste (1977)}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wörtlich „Mona Lisa ist traurig“. Deutsche Erstausstrahlung am 30. Mai 1979 im [[Bayerischer Rundfunk|BR]] unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Das verlorene Lächeln&amp;#039;&amp;#039; – {{Webarchiv|url=http://dienste.dra.de/fernsehspiele/vollinfo.php?pk=181228 |wayback=20190116050214 |text=Vollinformation }} aus der Datenbank &amp;#039;&amp;#039;[[Fernsehspiel]]e 1952–1995&amp;#039;&amp;#039; des [[Deutsches Rundfunkarchiv|DRA]].&amp;lt;/ref&amp;gt; von Mercero für das Fernsehen umgesetzt. Später folgten Merceros bekannte [[Fernsehserie|TV-Serien]] &amp;#039;&amp;#039;Verano azul&amp;#039;&amp;#039; (1981), &amp;#039;&amp;#039;Turno de oficio&amp;#039;&amp;#039; (1986) und &amp;#039;&amp;#039;Farmacia de guardia&amp;#039;&amp;#039; (1991–1995).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Toni&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Darsteller ===&lt;br /&gt;
Eine schwierige Aufgabe bestand in der Auswahl des Hauptdarstellers. Da in dem Film kaum gesprochen wird und der Protagonist fast ununterbrochen im Fokus steht, wurde ein Darsteller mit hohem [[Gestik|gestischen]] und [[Mimik|mimischen]] Vermögen gesucht, der überdies den [[Tragikomödie|tragikomödiantischen]] Anforderungen der Handlung gerecht werden konnte. Die Wahl fiel während einer New-York-Reise von Garci und Mercero im April 1972 auf den spanischen Schauspieler [[José Luis López Vázquez]], der bis dahin vor allem komische Rollen verkörpert hatte und von dem Projekt sofort begeistert war. Nach Ansicht vieler Mitwirkender und Kritiker basiert die Größe des Films entscheidend auf der ausdrucksstarken dramatischen Interpretation der Rolle durch López Vázquez. Die Mitwirkung an &amp;#039;&amp;#039;La cabina&amp;#039;&amp;#039; markierte seinen Einstieg in das ernsthafte [[Charakterrolle|Charakterfach]]. Auch einige Nebendarsteller des Films waren sehr bekannte und renommierte spanische Schauspieler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Produktion ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Calle de Alcalá a Gran Vía felől a Plaza de Cibeles felé nézve. Fortepan 100574.jpg|mini|Madrid in den 1970er Jahren]]&lt;br /&gt;
Der Film wurde mit dem für einen 34-minütigen Fernsehfilm außergewöhnlich hohen Budget von vier Millionen [[Peseta|Peseten]] produziert (damals etwa 200.000 [[Deutsche Mark|DM]];&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd Sprenger: &amp;#039;&amp;#039;50 Jahre Währungsreform. 1948 und die wirtschaftspolitischen Folgen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historisch-Politische Mitteilungen]]&amp;#039;&amp;#039; 5 (1998), Heft&amp;amp;nbsp;1, S. 201–218 ([[doi:10.7788/hpm.1998.5.1.201]]), Wechselkurstabelle S. 216 [https://www.kas.de/c/document_library/get_file?uuid=4c39a55f-d4d9-fc63-5b58-2fb74ce78837&amp;amp;groupId=252038 (online)].&amp;lt;/ref&amp;gt; kaufkraftbereinigt in heutiger Währung: rund {{Inflation|DE|200000|1972|r=-3}}&amp;amp;nbsp;Euro). Gedreht wurde er im Kinoformat mit [[Filmkamera]]s. Die Dreharbeiten begannen am 17.&amp;amp;nbsp;Juli 1972 auf der &amp;#039;&amp;#039;Plaza de Arapiles&amp;#039;&amp;#039;, einem erst wenige Jahre alten, recht versteckt im Zentrum von [[Madrid]] liegenden privaten Zentralplatz einer Hochhaussiedlung im Stadtteil Chamberí, wo das Team sieben Tage lang arbeitete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Borja&amp;quot;&amp;gt;Borja Alonso Terán: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.lainformacion.com/opinion/borja-teran/la-escondida-y-olvidada-plaza-en-el-centro-de-madrid-donde-antonio-mercero-rodo-la-cabina/6348131/ La escondida y olvidada plaza en el centro de Madrid donde Antonio Mercero rodó &amp;#039;La Cabina&amp;#039;.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;La Información&amp;#039;&amp;#039;, 14. Mai 2018 (spanisch), abgerufen am 28. August 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Platz ist heute eine private Grünanlage. Die unerträgliche Sommerhitze setzte besonders López Vázquez in seiner Kabine zu. Die lange Autofahrt durch Madrid führte an viele bekannte Orte des Stadtzentrums, darunter die erst kürzlich fertiggestellte, nach dem zeitgenössischen Leitbild der „[[Autogerechte Stadt|autofreundlichen Stadt]]“ geplante Stadtautobahnkreuzung am [[Bahnhof Madrid Atocha|Bahnhof Atocha]] mit ihren eindrucksvollen Straßenbrücken, Rampen und Unterführungen, die heute nicht mehr existieren. Die Szenen im Gebirge wurden an der portugiesischen Grenze nahe der [[Talsperre]] von [[Aldeadávila de la Ribera|Aldeadávila]] gedreht, unter anderem in den kilometerlangen Tunneln des modernen [[Wasserkraftwerk]]s &amp;#039;&amp;#039;Aldeadávila I&amp;#039;&amp;#039;, einem Vorzeigeprojekt Franco-Spaniens. Der Magnetkran in der unterirdischen Anlage, der im Drehbuch nicht vorgesehen war, wurde spontan in die Handlung eingebaut. Die über 10 Meter hohe Kranfahrt bedeutete für López Vázquez eine wirkliche Nervenprobe. Die Schlusssequenz des Films, in der die Telefonzelle mit dem Protagonisten von einem mechanischen Fördersystem zu ihrem Abstellort bugsiert wird, entstand im Frachtterminal des Madrider [[Flughafen Madrid-Barajas|Flughafens Barajas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rote Farbe der Telefonzelle sollte furchteinflößend wirken. Wiewohl für den Film mehrere [[Dutzend]] gleichartige Telefonzellen gebaut wurden, befand sich López Vázquez immer in derselben Zelle. Sie wurde 1976 in dem von [[William S. Paley]] gegründeten &amp;#039;&amp;#039;[[Paley Center for Media|Museum of Broadcasting]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Manhattan]] ausgestellt, wo sie bis heute verwahrt ist. Die Scheiben bestanden aus [[Plexiglas|Acrylglas]] und ließen sich teilweise öffnen, um dem Insassen in den Drehpausen Frischluft zu verschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Die Filmmusik ist wegen der fehlenden Dialoge von großer Bedeutung und prägt das Zuschauererleben sehr stark. Mercero wählte vor allem klassische Stücke dramatischer Instrumentalmusik aus, um die Stimmung des Protagonisten auf den verschiedenen Abschnitten seiner Reise ins Ungewisse widerzuspiegeln. Die ungefragte Benutzung von [[Carl Orff]]s [[Kantate]] &amp;#039;&amp;#039;[[Trionfo di Afrodite]]&amp;#039;&amp;#039; (1953), die die Schlusssequenz des Films untermalt, führte zu einem Rechtsstreit, weil Orff hohe Schadenersatzforderungen stellte. Letztlich gefiel ihm der Film jedoch so gut, dass der Rechtsstreit glimpflich beendet werden konnte, weil Orff einem außergerichtlichen Vergleich zustimmte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zensur ===&lt;br /&gt;
Der Film entstand in einer Phase, in der die [[Filmzensur]] des spanischen Regimes im Vergleich zu früheren Phasen von größerer [[Laxismus|Permissivität]] geprägt war, nachdem gewichtige spanische Regisseure wie [[Luis Buñuel]] oder [[Carlos Saura]] im Ausland sehr erfolgreiche [[Avantgardefilm|avantgardistische Werke]] vorgelegt hatten und auch innerhalb Spaniens die Filme von [[Luis García Berlanga]] und anderen Regisseuren trotz gewisser regimekritischer Akzente bei Publikum und Kritik gut ankamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Angst vor einer Involvierung des spanischen Staatsapparats verlangte die Zensur die Entfernung einer Szene, „in der ein Ministerium zu sehen ist“. In Wirklichkeit ist im ganzen Film kein Ministerium zu sehen, allerdings fährt der Lkw an einer Stelle an dem bekannten Madrider [[Bahnhof Madrid Nuevos Ministerios|Untergrundbahnhof &amp;#039;&amp;#039;Nuevos Ministerios&amp;#039;&amp;#039;]] vorbei. Trotz seines gegenüber dem Sender geäußerten Unverständnisses musste Mercero diese Szene herausschneiden. Keinen Anstoß nahm die Zensur hingegen an den tatsächlich autoritätskritischen Stellen des Films, die beispielsweise die Inkompetenz der Behörden vorführen und Polizei und Feuerwehr der Lächerlichkeit preisgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
=== Resonanz ===&lt;br /&gt;
Der Film wurde am 13. Dezember 1972 im spanischen Fernsehen ausgestrahlt und hatte ein ungeheures Echo. Zu dieser Zeit gab es in Spanien etwa 7,5&amp;amp;nbsp;Millionen [[Fernsehgerät]]e,&amp;lt;ref&amp;gt;Luis Lorente: &amp;#039;&amp;#039;¿Para qué te cuento?&amp;#039;&amp;#039; Madrid 2010, S. 172. Spanien hatte 1970 rund 34 Millionen Einwohner.&amp;lt;/ref&amp;gt; die oft gemeinsam mit Nachbarn und Freunden genutzt wurden oder öffentlich in Bars und Kneipen standen. Ganz Spanien sprach über den Film, die Zuschauer waren perplex und erschreckt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Toni&amp;quot; /&amp;gt; Wie Garci und andere Zeitzeugen berichten, wurden in den Tagen nach der Ausstrahlung immer wieder Menschen beobachtet, die aus Sorge, eingeschlossen zu werden, die Türe beim Telefonieren an öffentlichen Apparaten offen stehen ließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fernsehfilm wurde in zahlreichen Ländern ausgestrahlt und weltweit beachtet. Da er fast ohne Worte auskommt, ist er auch ohne Spanischkenntnisse sofort zu verstehen. Er wurde auch auf Kanälen der [[British Broadcasting Corporation|BBC]] gesendet, damals das unangefochtene Leitbild des [[Öffentlich-rechtlicher Rundfunk|öffentlich-rechtlichen Fernsehens]] in Europa, was für eine fiktionale spanische Fernsehproduktion aus den 1970er Jahren die absolute Ausnahme darstellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Toni&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knapp ein Jahr nach der Erstausstrahlung im [[La 1|ersten Programm]] wurde der Kurzfilm am 24. November 1973 im [[La 2|zweiten Programm des spanischen Fernsehens]] erneut gezeigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;30dias&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://chamberi30dias.es/2018/09/15/mercero-tendra-su-cabina-roja-en-chamberi/ Mercero tendrá su cabina roja en Chamberí.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Chamberí 30 días&amp;#039;&amp;#039;, 15. September 2018 (spanisch), abgerufen am 10. November 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im deutschsprachigen Raum war &amp;#039;&amp;#039;La cabina&amp;#039;&amp;#039; am 7. Oktober 1974 im [[Schweizer Fernsehen|Schweizer Fernsehen DRS]] zu sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deutsches Rundfunkarchiv]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Fernsehspiele 1973–1977. Zusammengestellt und bearbeitet von Achim Klünder&amp;#039;&amp;#039; (= Bild- und Tonträger-Verzeichnisse des Deutschen Rundfunkarchivs, Band 15). Frankfurt am Main 1984, S.&amp;amp;nbsp;52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Antonio Mercero (2007).jpg|mini|hochkant|Antonio Mercero beim [[Festival Internacional de Cine de San Sebastián|Filmfestival San Sebastián]] (2007)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Politische Botschaft, Science-Fiction-Thema oder psychologische Metapher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Zuschauern wurde der Film unterschiedlich interpretiert: Einige verstanden ihn als intelligente Kritik am [[Francisco Franco|Franco]]-System, andere brachten den Plot mit einer Invasion [[Außerirdisches Leben|Außerirdischer]] in Verbindung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mercero selbst wollte einen psychologischen [[Horrorfilm]] drehen und beabsichtigte keine versteckte Regimekritik, schon um seine Karriere nicht zu gefährden. In der Rückschau beschrieb er seine Absicht, ein Horror- oder [[Science-Fiction]]-Szenario mit offener Struktur zu schaffen, die jedem Zuschauer je nach seiner persönlichen Befindlichkeit eigene Interpretationen ermöglichte. Die Zeitstimmung tendierte allerdings schnell zu politischen Deutungen. Teile der Kritik sahen in der mysteriösen Arbeiterbrigade, die die Telefonzelle mit dem Protagonisten abtransportiert, die anonymen Vertreter eines unberechenbaren Unterdrückungssystems.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Toni&amp;quot; /&amp;gt; Das Motiv eines in grotesker Weise eingesperrten Mannes, dem die Ausweglosigkeit seiner Situation im Handlungsverlauf immer klarer bewusst wird, wurde auch als treffendes Bild für die lähmende Perspektivlosigkeit und Stagnation der spanischen inneren Verhältnisse in der Zeit des späten Franquismus aufgefasst. In [[Frankreich]] interpretierte man den Film als antifranquistisches Fanal; die kommunistische französische Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[L’Humanité]]&amp;#039;&amp;#039; sprach von der „schwersten Kritik am Franco-Regime aus dem Inland“, die das Regime jemals geduldet habe. Spätere Deutungen entfernten sich von der politischen Ebene und brachten als Deutungskontext die Problematik der Vereinsamung des Individuums in der [[Großstadt]] ins Spiel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Toni&amp;quot; /&amp;gt; Mit der Zeit setzte sich eine psychologische Deutung durch, die die [[kafkaesk]]e Filmhandlung als [[Metapher]] für das Gefangensein in Lebenszwängen auffasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auszeichnungen ===&lt;br /&gt;
Der Kurzfilm gewann 1973 einen [[International Emmy Award]] in der Kategorie Fiktion. Er wurde im gleichen Jahr mit dem internationalen Kritikerpreis beim [[Festival de Télévision de Monte-Carlo|Festival von Monte-Carlo]] sowie dem Marconi-Preis der [[Mailand|Mailänder]] Filmmesse [[Mercato Internazionale del Film|MIFED]] ausgezeichnet. In Spanien erhielt er unter anderem 1972 ein [[Fotogramas de Plata|Fotograma de Plata]] für den besten Darsteller und 1973 den spanischen Kritikerpreis &amp;#039;&amp;#039;Quijote de Oro&amp;#039;&amp;#039; für die beste Regie und den besten Darsteller.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Antonio Mercero, Goya de Honor de 2010.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=https://www.academiadecine.com/descargas/publicaciones/revista_academia_cine_163.pdf |wayback=20180802011534 |text=Academia. Revista del Cine Español }}&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 4,9&amp;amp;nbsp;MB). Nr. 163 (Januar 2010). S. 8/9 (Filmografie, S.&amp;amp;nbsp;9).&amp;lt;/ref&amp;gt; Er gewann außerdem den Rundfunkpreis &amp;#039;&amp;#039;Ondas&amp;#039;&amp;#039; der [[Cadena SER]] und den nationalen spanischen Fernsehpreis des Jahres 1973.&amp;lt;ref&amp;gt;Sonia Morales: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.rtve.es/rtve/20180131/antonio-mercero-triunfa-cabina/1670803.shtml Antonio Mercero triunfa con &amp;quot;La cabina&amp;quot;.]&amp;#039;&amp;#039; In: RTVE, 31. Januar 2018 (spanisch), abgerufen am 5. August 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;La cabina&amp;#039;&amp;#039; war bis 2018 die einzige jemals mit einem &amp;#039;&amp;#039;Emmy&amp;#039;&amp;#039; ausgezeichnete spanische Fernsehproduktion.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Borja&amp;quot; /&amp;gt; In den 2000er Jahren wurden zwar spanische Fernsehsendungen für den Preis nominiert –&amp;amp;nbsp;2003 und 2005 die Historienserie &amp;#039;&amp;#039;[[Cuéntame cómo pasó]]&amp;#039;&amp;#039;; 2007 die [[Reality-TV|Reality-Show]] &amp;#039;&amp;#039;El coro de la cárcel&amp;#039;&amp;#039; („Der Gefängnischor“); 2011 die [[Talkshow]] &amp;#039;&amp;#039;[[El Hormiguero]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Pablo Motos]] sowie die spanisch-[[Kolumbien|kolumbianische]] [[Miniserie]] &amp;#039;&amp;#039;[[Operación Jaque (Miniserie)|Operación Jaque]]&amp;#039;&amp;#039; über das Schicksal von [[Ingrid Betancourt]]&amp;amp;nbsp;–, waren aber nicht unter den Gewinnern.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://vertele.eldiario.es/verteletv/actualidad/Hormiguero-Operacion-Jaque-nominados-Emmy_0_1287771233.html ‘El Hormiguero’ y ‘Operación Jaque’, nominados a los Emmy.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;eldiario.es&amp;#039;&amp;#039;, 3. Oktober 2011 (spanisch), abgerufen am 9. August 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst bei der 46. Auflage des Wettbewerbs im Herbst 2018 gewann die spanische Serie &amp;#039;&amp;#039;[[Haus des Geldes]]&amp;#039;&amp;#039; einen &amp;#039;&amp;#039;Emmy&amp;#039;&amp;#039; als beste [[Drama (Filmgenre)|Dramaserie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Nicky Wong: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.tvspielfilm.de/news/serien/haus-des-geldes-sieg-in-wichtigster-emmy-kategorie,9612854,ApplicationArticle.html Haus des Geldes: Sieg in wichtigster Emmy-Kategorie.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[TV Spielfilm]]&amp;#039;&amp;#039;, 20. November 2018, abgerufen am 19. Januar 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik, Einordnung, Langzeitwirkung ===&lt;br /&gt;
Von der [[Filmkritik]] wurde die Produktion überaus positiv aufgenommen. Trotzdem und obwohl der Kurzfilm eine nachhaltige und langfristige Wirkung in der [[Medienkultur]] entfaltete und im In- und Ausland als ein populäres Emblem der zeitgenössischen spanischen Gegenwartskultur angesehen wurde, fehlte noch 2015 eine eingehendere [[filmwissenschaft]]liche Behandlung. Aktuelle Autoren betrachten den Film als Ausdruck der damals maßgebenden Strömung des [[Existenzialismus]] und erkennen in ihm die Merkmale des [[Absurdes Theater|absurden Theaters]] wieder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abstract&amp;quot;&amp;gt;Juan Martín u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;La cabina&amp;quot; o el horror del absurdo.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Hispania&amp;#039;&amp;#039; 98 (2015), S.&amp;amp;nbsp;701.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antonio Mercero nannte den Film schon unmittelbar nach der Produktion „das Wichtigste, was ich gemacht habe“.&amp;lt;ref&amp;gt;Luis Lorente: &amp;#039;&amp;#039;¿Para qué te cuento?&amp;#039;&amp;#039; Madrid 2010, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch im Dezember 2002 nannte er &amp;#039;&amp;#039;La cabina&amp;#039;&amp;#039; als das Werk, dass seine berufliche Karriere am stärksten geprägt habe, mehr als seine späteren Fernsehserien.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.elmundo.es/encuentros/invitados/2002/12/567/ Encuentros digitales: Antonio Mercero.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[El Mundo]]&amp;#039;&amp;#039;, 4. Dezember 2002 (spanisch, Frage&amp;amp;nbsp;5), abgerufen am 4. Februar 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2011 bezeichnete er sich als „sehr zufrieden, sogar stolz“, mit &amp;#039;&amp;#039;La cabina&amp;#039;&amp;#039; ein zeitlos modernes Filmwerk geschaffen zu haben, das authentisch und nicht altbacken wirkt und Menschen auch heute noch faszinieren und zu eigenen Interpretationen anregen kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Invisible&amp;quot; /&amp;gt; Als [[Klassiker]] gehört der Film zum Lehrrepertoire der [[Filmhochschule]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;Marya González: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.huffingtonpost.es/2018/05/13/antonio-mercero-inspiro-al-creador-de-black-mirror_a_23433559/ Antonio Mercero inspiró al creador de ‘Black Mirror’.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Huffington Post]]&amp;#039;&amp;#039;, 13. Mai 2018 (spanisch), abgerufen am 6. August 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der englische Humorist und [[Netflix]]-Serienautor [[Charlie Brooker]] (* 1971) bekannte 2013, &amp;#039;&amp;#039;La cabina&amp;#039;&amp;#039; sei seine „Lieblingsproduktion aller Zeiten“ und habe das Ende von &amp;#039;&amp;#039;White Bear&amp;#039;&amp;#039; (2013), der zweiten Folge der zweiten Staffel seiner Serie &amp;#039;&amp;#039;[[Black Mirror (Fernsehserie)|Black Mirror]]&amp;#039;&amp;#039;, inspiriert.&amp;lt;ref&amp;gt;Luis Martínez: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.elmundo.es/elmundo/2013/03/18/television/1363611580.html Charlie Brooker: ‘La tecnología, como toda droga, deja secuelas’.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;El Mundo&amp;#039;&amp;#039;, 18. März 2013 (spanisch), abgerufen am 6. August 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Cabina mercero 1.jpg|mini|hochkant|Als Hommage an den Film und seinen Regisseur Antonio Mercero wurde im Dezember 2021 an der &amp;#039;&amp;#039;Plaza del Conde del Valle de Súchil&amp;#039;&amp;#039; in der Nähe des Drehortes in Madrid eine Nachbildung der roten Telefonzelle aufgestellt {{Coordinate|NS=40.43265915262081 |EW=-3.7070984482232068 |type=building |region=ES-MD |text=ICON2|name=Lage des Denkmalstandorts}}]]&lt;br /&gt;
=== Trivia ===&lt;br /&gt;
* Während einer Drehpause auf der &amp;#039;&amp;#039;Plaza de Arapiles&amp;#039;&amp;#039; betrat einer der etwa 100 anwesenden [[Statist]]en arglos die Telefonzelle und versuchte, Geld einzuwerfen und einen Anruf zu tätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Luis Lorente: &amp;#039;&amp;#039;¿Para qué te cuento?&amp;#039;&amp;#039; Madrid 2010, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2007 wirkte José Luis López Vázquez als einer der Hauptdarsteller an Merceros Kinofilm &amp;#039;&amp;#039;¿Y tú quién eres?&amp;#039;&amp;#039; („Wer bist denn du?“) mit, der sich mit der [[Alzheimer-Krankheit]] beschäftigt. Antonio Mercero selbst erkrankte 2009 an Alzheimer und soll bereits bei den Dreharbeiten zu &amp;#039;&amp;#039;¿Y tú quién eres?&amp;#039;&amp;#039; von mitwirkenden Ärzten erkannte Frühsymptome gezeigt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Luis Lorente: &amp;#039;&amp;#039;¿Para qué te cuento?&amp;#039;&amp;#039; Madrid 2010, S. 176.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es war für beide die letzte Filmproduktion ihrer Karriere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;#039;&amp;#039;La cabina&amp;#039;&amp;#039; in der Fernsehwerbung ===&lt;br /&gt;
José Luis López Vázquez machte im Zusammenhang mit dem Filmprojekt mehrfach Werbung für die spanische Telefongesellschaft &amp;#039;&amp;#039;[[Telefónica]]&amp;#039;&amp;#039;. Schon im Jahr der Dreharbeiten trat er in einem [[Fernsehwerbung|Fernsehspot]] auf, der private [[Telefonanschluss|Telefonanschlüsse]] bewarb, sodass sein Gesicht von den Fernsehzuschauern bereits vor Ausstrahlung des Films mit dem Telefon in Verbindung gebracht wurde. In späteren Werbespots sah man ihn angeregt telefonierend in einer Telefonzelle stehen, die er nach dem Telefonat ungehindert verlässt. In einem berühmt gewordenen Fernsehspot des &amp;#039;&amp;#039;Telefónica&amp;#039;&amp;#039;-Konkurrenten &amp;#039;&amp;#039;[[Cellnex Telecom|Retevisión]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1998, der die [[Liberalisierung]] des spanischen [[Telekommunikationsmarkt]]es symbolisieren sollte, sieht man den gealterten Mimen eingesperrt und noch immer schockiert in einer Telefonzelle inmitten einer Wüstenlandschaft stehen, als die Tür plötzlich aufspringt und den Gefangenen in die Freiheit entlässt.&amp;lt;ref&amp;gt;María Casado: &amp;#039;&amp;#039;Historias de la tele.&amp;#039;&amp;#039; Aguilar, Madrid 2017, S. 160.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=QuC2KpDciMo Fernsehspot mit José Luis López Vázquez aus 1998] auf [[Youtube]], eingestellt am 2. November 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Spot führte zu Rechtsstreitigkeiten mit der Werbeagentur, die ihn ohne Absprache mit Mercero hergestellt hatte. Dieser fühlte sich bei der Produktion übergangen und fasste die Idee als [[Plagiat]] seines Films auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Teresa Cendros, Rosa Rivas: &amp;#039;&amp;#039;[https://elpais.com/diario/1998/01/14/sociedad/884732411_850215.html El autor de ‘La cabina’ cree un plagio el anuncio sobre el fin del monopolio telefónico.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[El País]]&amp;#039;&amp;#039;, 14. Januar 1998 (spanisch), abgerufen am 29. September 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem wurde das [[Tongestaltung|Geräusch]], mit dem die Tür in dem Werbespot aufspringt, unmittelbar aus dem Film übernommen, in dem es als Schließgeräusch der Kabinentür verwendet worden war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Invisible&amp;quot; /&amp;gt; Letztlich gelang den Parteien eine außergerichtliche Beilegung des Streits, nachdem die Macher eingeräumt hatten, dass der Spot tatsächlich auf Merceros Film basierte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.elmundo.es/encuentros/invitados/2002/12/567/ Encuentros digitales: Antonio Mercero.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;El Mundo&amp;#039;&amp;#039;, 4. Dezember 2002 (spanisch, Frage&amp;amp;nbsp;7), abgerufen am 4. Februar 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Festival La Cabina ===&lt;br /&gt;
Das seit 2008 jährlich in [[Valencia]] ausgerichtete &amp;#039;&amp;#039;Festival Internacional de Mediometrajes de Valencia&amp;#039;&amp;#039; ist ein ausschließlich für [[Mittellangfilm]]e zwischen 30 und 60&amp;amp;nbsp;Minuten Länge reserviertes internationales [[Filmfestival]], das zu Ehren des Films von Mercero den Namen &amp;#039;&amp;#039;[[Festival La Cabina]]&amp;#039;&amp;#039; trägt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lacabina.es/ Homepage des Festivals] (spanisch), Abruf am 6. August 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Denkmal in Chamberí ===&lt;br /&gt;
Nach Antonio Merceros Tod im Mai 2018 entstand in den [[Soziale Medien|Sozialen Medien]] eine Kampagne für die Aufstellung einer in Form und Farbe der Kabine seines berühmten Films entsprechenden Telefonzelle in der Nähe des historischen Drehorts in Madrid, um dem nachhaltigen Effekt des Werkes im spanischen [[Kollektives Gedächtnis|kollektiven Gedächtnis]] ein [[Denkmal]] zu setzen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.cope.es/audios/tarde/antonio-mercero-poner-cabina-una-forma-percibir-carino-que-tenia-gente_524635 Antonio Mercero: &amp;quot;Poner la cabina, es una forma de percibir el cariño que le tenía la gente&amp;quot;.]&amp;#039;&amp;#039; In: [[Cadena de Ondas Populares Españolas|COPE]], 18. Juli 2018 (spanisch), abgerufen am 6. August 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Vorschlag wurde am 24. Juli 2018 vom Plenum der Stadtverordnetenversammlung von Madrid gebilligt und sollte im Laufe des Jahres umgesetzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;30dias&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://cinemania.elmundo.es/noticias/la-cabina-de-antonio-mercero-se-instalara-en-chamberi-madrid/ ‘La cabina’ de Antonio Mercero se instalará en Chamberí (Madrid).]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;El Mundo&amp;#039;&amp;#039;, 24. Juli 2018 (spanisch), abgerufen am 6. August 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im März 2019 bestätigte die Bezirksverwaltung von Chamberí, man sei mit allen Beteiligten im Gespräch und arbeite an der Realisierung des Projekts.&amp;lt;ref&amp;gt;Diego Casado: &amp;#039;&amp;#039;[http://somoschamberi.elperiodico.com/cabina-de-mercero-monumento-gestiones/ El monumento-cabina de homenaje a Mercero, a la espera de la propuesta técnica.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;somos chamberí&amp;#039;&amp;#039;, 7. März 2019 (spanisch), abgerufen am 23. April 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Virginia Gómez: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.elmundo.es/madrid/2019/03/08/5c81062bfdddff05738b461a.html Y la cabina pa&amp;#039; cuando...]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;El Mundo&amp;#039;&amp;#039;, 8. März 2019 (spanisch), abgerufen am 23. November 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Standort des Denkmals einigten sich die Akteure auf die &amp;#039;&amp;#039;Plaza del Conde del Valle de Súchil&amp;#039;&amp;#039;, die weniger als 200 Meter vom Drehort (dem privaten Hof unmittelbar östlich auf der anderen Seite des Hochhauses in der &amp;#039;&amp;#039;Calle Rodríguez San Pedro&amp;#039;&amp;#039; Nr. 8) entfernt liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.elconfidencial.com/cultura/2019-03-18/antonio-mercero-la-cabina-homenaje-chamberi-madrid_1888026/ La cabina que homenajeará a Antonio Mercero se instalará en Chamberí.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;El Confidencial&amp;#039;&amp;#039;, 18. März 2019 (spanisch), abgerufen am 12. August 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast drei Jahre nach Merceros Tod wurde im April 2021 am vorgesehenen Standort ein Betonsockel für das geplante Denkmal errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Michel Cáceres Del Cerro: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.vidademadrid.com/es/32240/cabina-roja-antonio-mercero-chamberi-pedestal-homenaje/ La cabina roja de Antonio Mercero ya tiene su pedestal en Chamberí.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vida de Madrid&amp;#039;&amp;#039;, 18. April 2021 (spanisch), abgerufen am 28. September 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Termin für die Einweihung war zunächst noch der dritte Todestag des Regisseurs am 13.&amp;amp;nbsp;Mai 2021 im Gespräch.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.larazon.es/cultura/20210417/r55diqfg7jg7pc7zy52nllfrqi.html La cabina en homenaje a Antonio Mercero ya ha comenzado a instalarse en Chamberí.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[La Razón]]&amp;#039;&amp;#039;, 17. April 2021 (spanisch), abgerufen am 28. September 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schließlich wurde die Telefonkabine erst am 15.&amp;amp;nbsp;Dezember 2021 auf den Sockel montiert und das Denkmal eingeweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;Manu: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.secretosdemadrid.es/la-cabina-de-antonio-mercero-ya-tiene-su-replica-y-homenaje-en-madrid/ ‘La Cabina’ de Antonio Mercero ya tiene su réplica y homenaje en Madrid.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Secretos de Madrid.&amp;#039;&amp;#039; 16. Dezember 2021 (spanisch), abgerufen am 28. Oktober 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archivöffnung ===&lt;br /&gt;
Nachdem das spanische Rundfunkarchiv bereits mehrere Episoden beliebter spanischer Serienklassiker wie &amp;#039;&amp;#039;[[Sumpffieber (Roman)#Rezeption|Cañas y Barro]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Rafael Romero Marchent]], 1978), &amp;#039;&amp;#039;Verano Azul&amp;#039;&amp;#039; (Antonio Mercero, 1981) oder &amp;#039;&amp;#039;Los gozos y las sombras&amp;#039;&amp;#039; (Rafael Moreno Alba, 1982) im Internet dauerhaft verfügbar gestellt hatte, entschied &amp;#039;&amp;#039;RTVE Archivo&amp;#039;&amp;#039;, der Archivkanal des spanischen Rundfunks, am 31. Juli 2019, den Film &amp;#039;&amp;#039;La cabina&amp;#039;&amp;#039; von Antonio Mercero mit José Luis López Vázquez dauerhaft kostenfrei und in voller Länge auf [[YouTube]] online zu veröffentlichen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.elespanol.com/corazon/bluper/20190802/rtve-sube-youtube-cabina-antonio-mercero/418459450_0.html RTVE sube a YouTube ‘La Cabina’ de Antonio Mercero.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bluper&amp;#039;&amp;#039;, 2. August 2019, abgerufen am 12. Februar 2026 (mit Link zum Angebot).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Juan Carlos Ibáñez Fernández ([[Universität Carlos III]]): &amp;#039;&amp;#039;La cabina. TVE1 (1972). Obra única.&amp;#039;&amp;#039; In: Manuel Palacio (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Las cosas que hemos visto, 50 años y más de TVE.&amp;#039;&amp;#039; Instituto RTVE, Madrid 2006&amp;lt;!-- Seitenangabe fehlt noch --&amp;gt; (spanisch).&lt;br /&gt;
* Luis Lorente: &amp;#039;&amp;#039;¿Para qué te cuento? Biografía autorizada de José Luis López Vázquez.&amp;#039;&amp;#039; Ediciones Akal, Madrid 2010, ISBN 978-84-96797-52-9, S. 171–179 (spanisch).&lt;br /&gt;
* Juan Martín, Eric Garn, Kristine Rohrer: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;La cabina&amp;quot; o el horror del absurdo.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Hispania&amp;#039;&amp;#039; Bd. 98 (2015), Nr. 4 (Dezember 2015), S.&amp;amp;nbsp;701–713 (spanisch); [https://www.jstor.org/stable/24572240 Zsfg. online].&lt;br /&gt;
* [[María Casado]]: &amp;#039;&amp;#039;Historias de la tele.&amp;#039;&amp;#039; Aguilar, Madrid 2017, {{Google Buch|BuchID=s4A0DwAAQBAJ|Seite=159|Linktext = S. 159–161}} (spanisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{IMDb|tt0065513}}&lt;br /&gt;
* {{YouTube|id=1H1_p6B4Ugo|title=La cabina}}, eingefügt am 1. August 2019 (offizielle Veröffentlichung von [[RTVE]] Archivo)&lt;br /&gt;
* Filmplakat: [https://static1.squarespace.com/static/53717f50e4b0ccfe9434f11b/t/5a487c910852291b766f367f/1514699921470/cabina.jpg &amp;#039;&amp;#039;la cabina&amp;#039;&amp;#039; de Antonio Mercero] (1972)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
Hinweis: Alle nicht einzeln belegten Angaben und Zitate in den Abschnitten &amp;#039;&amp;#039;Hintergrund&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Rezeption&amp;#039;&amp;#039; sind der im ersten Einzelnachweis angegebenen Sendung von Ortega sowie dem unter &amp;#039;&amp;#039;Literatur&amp;#039;&amp;#039; genannten Buchausschnitt von Casado entnommen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:cabina #La}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmtitel 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurzfilm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spanischer Film]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Horrorfilm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fernsehfilm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fernsehsendung (Spanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fernsehsendung der 1970er Jahre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jordi</name></author>
	</entry>
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