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	<title>La Quina - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T19:25:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=La_Quina&amp;diff=2320059&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thilo Parg: Katfix, Koordinaten etc.</title>
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		<updated>2025-02-11T21:54:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Katfix, Koordinaten etc.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:La Qhina 18 Rekonstruktion, Museum Neanderthal.jpg|mini|Rekonstruktion eines Neandertaler-Mädchens nach dem Schädelfund Nr. 18 aus La Quina, ausgestellt im [[Neanderthal-Museum]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;La Quina&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[altsteinzeit]]liche Fundstätte bei [[Gardes-le-Pontaroux]] im [[Frankreich|südwestfranzösischen]] [[Département Charente]]. Neben Werkzeugen aus dem [[Moustérien]], dem [[Châtelperronien]] und dem [[Aurignacien]] wurden auch Überreste von mehr als 20 [[Neandertaler]]n gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie und Geologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:La quina.JPG|miniatur|Die flussabwärtige Fundstelle im Winter]]&lt;br /&gt;
Die Fundstätte La&amp;amp;nbsp;Quina, benannt nach dem gleichnamigen bäuerlichen Anwesen (die genaue Bezeichnung lautet &amp;#039;&amp;#039;Les-Champs-de-la-Pierre-Ronde&amp;#039;&amp;#039;), liegt im Tal des [[Voultron]], eines rechten Nebenflusses der [[Lizonne]], zirka 2&amp;amp;nbsp;Kilometer südwestlich von &amp;#039;&amp;#039;Le Pontaroux&amp;#039;&amp;#039;. Der Fluss hat sich hier in die relativ resistenten [[Rudisten]]kalke der &amp;#039;&amp;#039;Angoulême-Formation&amp;#039;&amp;#039; ([[Angoumien|Unteres Angoumien]]) eingeschnitten. Auf der rechten Talseite wird er von einer Reihe von [[Abri]]s gesäumt, die linke Talseite wird über eine Distanz von mehr als 700&amp;amp;nbsp;Metern von Felsvorsprüngen begleitet, die teilweise herabgebrochen sind. Der Wandfuß wird zum Großteil von [[Hangschutt]] maskiert. Die eigentliche prähistorische Fundstätte befindet sich direkt neben der Kommunalstraße von Le Pontaroux nach [[Blanzaguet]] auf der linken Talseite und besteht aus zwei verschiedenen Teilbereichen, einem flussaufwärts gelegenen und einem etwas weiter flussabwärts gelegenen Bereich. Die Fundstätten sind eingezäunt und der Öffentlichkeit nicht zugänglich, sie befinden sich aber mittlerweile in einem bedauernswerten Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:La Quina Sites.jpg|miniatur|rechts|Die beiden eingezäunten Fundstätten liegen im Dickicht unmittelbar rechterhand der Straße von Blanzaguet nach Pontaroux]]&lt;br /&gt;
Die Fundstätte ist seit 1872 bekannt. 1891 wurde die Straße gebaut. Der Arzt [[Léon Henri-Martin]] erwarb 1905 das Grundstück und führte anschließend zwischen 1906 und 1936 Grabungen durch. Seine Arbeiten wurden von seiner Tochter Germaine zwischen 1953 und 1965 fortgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=C. Farizy |Jahr=1988 |Titel=La Quina, Les Gardes, Charente |Sammelwerk=Dictionnaire de la Préhistoire |Herausgeber=[[André Leroi-Gourhan]] |Verlag=PUF| ISBN=2-13-041459-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Grabungen neueren Datums wurden ab 1985 in La Quina von A. Jelinek, A. Debénath und [[Harold L. Dibble|H. Dibble]] unternommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Debénath, A. J. Jelinek |Jahr=1998 |Titel=Nouvelles fouilles à La Quina (Charente) : résultats préliminaires|Sammelwerk=Gallia Préhistoire|Band=40|Seiten=29–74}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstätte ist mittlerweile in Staatsbesitz und seit 1984 [[Monument historique]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flussaufwärtiger Bereich ==&lt;br /&gt;
[[Datei:RacloirLa Quina MHNT PRE.2009.0.206.1 (2).jpg|miniatur|Schaber aus dem Moustérien von La Quina - [[Museum von Toulouse|Muséum de Toulouse]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Os à Impression MHNT PRE 2009.0.206.3 fond.jpg|miniatur|Knochen (so genannte &amp;#039;&amp;#039;imprint bones&amp;#039;&amp;#039;) mit Abrasionsspuren von La Quina - Muséum de Toulouse]]&lt;br /&gt;
Dieser Fundstättenbereich hat im Wesentlichen Steinwerkzeuge des [[Moustérien]] geliefert. Er ist die [[Typlokalität]] für das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Moustérien des Quina-Typs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, welches sich durch ein Überwiegen von konvexen [[Schaber]]n auszeichnet. Sie zeigen die typische &amp;#039;&amp;#039;Quina-Retuschiertechnik&amp;#039;&amp;#039;, die auf kurzen und relativ dicken Abschlägen ausgeführt wurde. Kennzeichnend für diese Technik ist ein beim [[Retusche (Archäologie)|Retuschiervorgang]] entstehendes, treppenartig wirkendes Profil. Über dem Quina-Typus wurden zuoberst auch noch Werkzeuge des gezähnten Typus ([[Französische Sprache|franz.]] &amp;#039;&amp;#039;Moustérien à denticulés&amp;#039;&amp;#039;) gefunden. Letztere wurden mittels [[Thermolumineszenzdatierung|Thermoluminiszenz]] auf 43.000 ± 3.600 Jahre BP datiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Steinwerkzeugen wurden auch zahlreiche Knochenreste von Tieren entdeckt, darunter die Knochen von [[Rinder]]artigen ([[Bison]]s), [[Pferde]]n  (&amp;#039;&amp;#039;Equus caballus&amp;#039;&amp;#039;) und [[Ren]]tieren. Einige der Knochen lassen eindeutig die Spuren menschlicher Einwirkung erkennen. So fanden sich zerbrochene Knochen und Knochen mit Schnittspuren; einige waren offensichtlich auch als Werkzeug beim Retuschieren der Abschläge benutzt worden (&amp;#039;&amp;#039;imprint bones&amp;#039;&amp;#039;). Dies war auch schon L. Henri Martin aufgefallen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=L. Henri-Martin |Jahr=1910 |Titel=Recherches sur l&amp;#039;évolution du Moustérien dans le gisement de la Quina (Charente) - t. 1 : industrie osseuse|Ort=Paris|Verlag=Schleicher frères}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:La Quina 18. Homo neanderthalensis child.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;La Quina 18&amp;#039;&amp;#039;, jetzt im [[National Museum of Natural History]], [[Washington, D.C.]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:La_Quina_H5.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;La Quina 5&amp;#039;&amp;#039;, 1912]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert für diesen Fundplatz sind die zahlreichen Knochenreste des &amp;#039;&amp;#039;[[Homo neanderthalensis]]&amp;#039;&amp;#039;. Es wurden insgesamt 27 Knochenfunde gemacht, die zu mindestens 20 Individuen gehören. Der Fund &amp;#039;&amp;#039;La Quina 5&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1911 ist wahrscheinlich eine erwachsene weibliche Person, die in einem einfachen Grab beigesetzt worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=B. Vandermeersch |Jahr=1976 |Titel=Les Néandertaliens en Charente |Sammelwerk=La Préhistoire française |Herausgeber=H. de Lumley| Band=1 |Seiten=584–586}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;La Quina 18&amp;#039;&amp;#039; (Schädelfund) repräsentiert ein achtjähriges Neandertaler-Kind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=L. Henri-Martin |Jahr=1923 |Titel=Recherches sur l&amp;#039;évolution du Moustérien dans le gisement de la Quina (Charente) - t. 4 : l&amp;#039;enfant fossile de La Quina |Ort=Angoulême |Sammelwerk=Mémoires de la Société Archéologique et Historique de la Charente 14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Die Fundumstände sind nicht immer eindeutig oder der Erhaltungszustand der Knochen schlecht, sodass bei den Schädeln und Unterkiefern aus den französischen Höhlen La Quina, Le Petit-Puy-Moyen, La Chaise Gourdan, Marlanaud, Estelas, Aubert, Isturitz und Salleles-Carbardes eine Deponierung rituellen Charakters nur vage vermutet werden kann. M. M. Rind: Menschenopfer 1998 S. 101&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flussabwärtiger Bereich ==&lt;br /&gt;
Im flussabwärtigen Bereich wurden Werkzeuge aus dem [[Châtelperronien]] gefunden, welche Affinitäten zum Moustérien à denticulés vorweisen. Auch [[Aurignacien]] wurde angetroffen, erkennbar an [[Aurignac-Spitze|Speer]]spitzen mit gespaltenem Schaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datierung ==&lt;br /&gt;
Das Moustérien à denticulés der flussaufwärtigen Fundstätte hat ein Alter von rund 43 000 Jahren [[Before Present|BP]]. Der obere Teil der Abfolge dürfte somit dem Stadial des [[Würm-Kaltzeit|Würm II]] angehören. Neuere Datierungen haben aber mittlerweile ein weitaus jüngere Altersspanne für das Moustérien erbracht − 35.250 bis 34.100 Jahre BP.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dujardin&amp;quot;&amp;gt;[http://www.vdujardin.com/14C.html Website von Véronique Dujardin mit kompilierten Datierungen von La Quina und anderen Fundstätten der Charente]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neandertalerfunde sind älter und stammen eventuell aus dem Interstadial Würm I/II.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht kalibrierte Radiokarbondatierungen an Knochen im flussabwärtigen Bereich lieferten ein Alter von 35.950 Jahren BP für das Châtelperronien und eine Zeitspanne von 32.650 bis 30.760 Jahren BP für das Aurignacien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dujardin&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;quot;Moustérien des Typs Quina&amp;quot; (auch Charentien genannt) wurde in den 1950er Jahren von [[François Bordes]] auf der Grundlage der La-Quina-Industrie definiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=M. Vigneaux |Jahr=1975 |Titel=Aquitaine Occidentale|Sammelwerk=Guides géologique régionaux |Seiten=56–57 |Verlag=Masson |Ort=Paris |ISBN=2-225-41118-2}}&lt;br /&gt;
* C. Verna und F. d’Errico: &amp;#039;&amp;#039;The earliest evidence for the use of human bone as a tool.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Human Evolution.&amp;#039;&amp;#039; Band 60, Nr. 2, 2011, S. 145–157, [[doi:10.1016/j.jhevol.2010.07.027]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=45/30/25.9/N|EW=0/17/34.1/E|type=landmark|elevation=110|region=FR}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altsteinzeitlicher Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Nouvelle-Aquitaine]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundstätte homininer Fossilien in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz (Neandertaler)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Aquitanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Magnac-lès-Gardes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Moustérien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aurignacien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Châtelperronien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thilo Parg</name></author>
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