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	<title>La Graufesenque - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T17:14:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=La_Graufesenque&amp;diff=1015214&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;RobertLechner: /* Literatur */ doi</title>
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		<updated>2025-08-21T19:57:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; doi&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Roemerhalle Kreuznach Sigillata.jpg|mini|Sigillata-Bilderschüssel aus La Graufesenque im [[Römerhalle (Bad Kreuznach)|Museum Römerhalle]] in Bad Kreuznach]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;La Graufesenque&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|Condatomagus}}) ist ein Weiler im östlichen Gemeindegebiet von [[Millau]] im [[Frankreich|französischen]] [[Département Aveyron]]. Der Ort liegt an der Mündung der [[Dourbie]] in den oberen [[Tarn]] und hat eine lange Geschichte aus [[Römisches Reich|römischer Zeit]] als Produktionsort einer römischen Keramikware ([[Südgallische Terra Sigillata]]). Der lateinische Ortsname ist aus der [[Tabula Peutingeriana]] überliefert. Die Keramikmanufaktur besaß eine überregionale Bedeutung im 1. Jahrhundert n. Chr., als ihre Erzeugnisse in weite Teile des westlichen römischen Reiches exportiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Terra Sigillata-Produktion ==&lt;br /&gt;
Während die vorwiegend in [[Arezzo]] hergestellte italische [[Terra Sigillata]] die Märkte bis in das frühe erste Jahrhundert n. Chr. dominierte, etablierten sich ab 15 v. Chr. Töpfereien zunächst in [[Lyon]] (Lugdunum) und [[Montans]] am Tarn bei [[Toulouse]]. Vorteile der gallischen Töpfereien waren große Rohstoffvorkommen und kürzere Transportwege zum Käufer. Daneben stellten sie einige spezifische Gefäßformen her, die in italischer Sigillata nicht vorkommen, mit denen sie wahrscheinlich den speziellen Kundengeschmack in der Provinz bedienten (unter anderem die Formen [[Hans Dragendorff|Dragendorff]] 29 und 30).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Produktion in La Graufesenque setzte im zweiten Viertel des 1. Jahrhunderts v. Chr. ein. Im Verlauf des 1. Jahrhunderts erlangte die Manufaktur eine marktbeherrschende Stellung in den Nordwestprovinzen und drängte die anderen Standorte, besonders die italischen Töpfereien, weitgehend zurück. Selbst in Italien wurde nun Ware aus Südgallien importiert. Nach Frédéric Hermet werden vier größere Produktionsabschnitte unterschieden:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;période primitive&amp;#039;&amp;#039;: Regierungszeit des Kaisers [[Tiberius]] (14–37 n. Chr.)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;période splendeur&amp;#039;&amp;#039;: Regierung der Kaiser [[Claudius]] und [[Nero]] (41–68 n. Chr.)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;période transition&amp;#039;&amp;#039;: [[vespasian]]ische Zeit (69–79 n. Chr.)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;période décadence&amp;#039;&amp;#039;: ([[Domitian]] bis [[Trajan]], 81–117 n. Chr.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der späteren Zeit führte die Massenproduktion zu einer schlechteren Ausformung der Verzierung. Die nun sicherlich günstigere Produktion konnte aber nicht gegen die großen mittelgallischen Töpferzentren mithalten. In trajanischer Zeit verschwanden die Produkte aus La Graufesenque im Fundmaterial der großen Absatzmärkte an den Truppenstandorten am Rhein. Die Töpferei sank zu lokaler Bedeutung herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauten und Funde ==&lt;br /&gt;
Die Funde der Ausgrabungen geben Einblick in den Arbeitsablauf [[antike]]r Großbetriebe. Hier sind besonders die Ritzinschriften auf [[Fehlbrand|Fehlbränden]] zu nennen. Sie zeigen, dass die Öfen genossenschaftlich von mehreren Unternehmern befüllt wurden und im Durchschnitt bis zu 30.000 Gefäße enthielten. Einer dieser Öfen erhielt den bezeichnenden Namen &amp;#039;&amp;#039;grand four&amp;#039;&amp;#039; und kann im Freigelände des örtlichen Museums besichtigt werden. Wie in den meisten Produktionsorten von Terra Sigillata, etwa [[Rheinzabern]] &amp;#039;&amp;#039;([[Tabernae (Rheinzabern)|Tabernae]])&amp;#039;&amp;#039; sind die Funde von Fehlbränden, Formschüsseln und Punzenstempeln sehr zahlreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Grabungen zwischen 1973 und 1981 konnten drei verschiedene Teile des [[vicus]] erfasst werden: Die Töpfereibetriebe, die Wohnquartiere und verschiedene Heiligtümer aus dem 1. bis 3. Jahrhundert n. Chr. Das Grabungsgelände kann zusammen mit einer kleinen Ausstellung besichtigt werden. Die größere Zahl der Funde wird im Museum von Millau an der &amp;#039;&amp;#039;place Foch&amp;#039;&amp;#039; ausgestellt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
   LaGraufesenqueGrandFourDePotiers.jpg|Ofengrundriss des &amp;#039;&amp;#039;grand four&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
   BordereaudecuissonGraufesenqueMuséeFenaille1.jpg|Abrechnung der Töpfer über die Füllung eines Ofens.&lt;br /&gt;
   Roman pottery South Gaulish samian ware.jpg|Zu „Würsten“ zusammengeklebte Fehlbrände im Museum von Millau&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Frédéric Hermet: &amp;#039;&amp;#039;La Graufesenque (Condatomago).&amp;#039;&amp;#039; Band I–II. Paris 1934.&lt;br /&gt;
* [[August Oxé]]: &amp;#039;&amp;#039;La Graufesenque.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Bonner Jahrbücher]].&amp;#039;&amp;#039; Band 140/141, 1936, S.&amp;amp;nbsp;325–394, [[doi:10.11588/bjb.1936.1.82785]].&lt;br /&gt;
* [[Barbara Pferdehirt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die römischen Terra-Sigillata-Töpfereien in Südgallien&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Kleine Schriften zur Kenntnis der römischen Besetzungsgeschichte Südwestdeutschlands&amp;#039;&amp;#039;, 18). Aalen 1978.&lt;br /&gt;
* Colette Bémont, Alain Vernhet, Françoise Beck: &amp;#039;&amp;#039;La Graufesenque. Village de potiers gallo-romains.&amp;#039;&amp;#039; Ministère de la Culture et de la Communication, Paris 1987.&lt;br /&gt;
* [[Robert Marichal]]: &amp;#039;&amp;#039;Les graffites de La Graufesenque.&amp;#039;&amp;#039; Éd. du Centre National de la Recherche Scientifique, Paris 1988, ISBN 2-222-03864-2.&lt;br /&gt;
* Daniel Schaad (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;La Graufesenque (Millau, Aveyron) 1: Condatomagos. Une agglomération de confluent en territoire rutène IIe s. a. C.–IIIe s. p. C.&amp;#039;&amp;#039; Éditions de la Fédération Aquitania, Pessac 2007, ISBN 2-910763-09-9.&lt;br /&gt;
* Martine Genin u. a.: &amp;#039;&amp;#039;La Graufesenque (Millau, Aveyron) 2: Sigillées lisses et autres productions .&amp;#039;&amp;#039; Éditions de la Fédération Aquitania, Pessac 2007, ISBN 2-910763-10-2.&lt;br /&gt;
* Martine Genin (Herausgeberin): &amp;#039;&amp;#039;Céramiques de la Graufesenque et autres productions d&amp;#039;époque romaine. Nouvelles recherches. Hommages à [[Bettina Hoffmann (Archäologin)|Bettina Hoffmann]]&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Archéologie et histoire romaine.&amp;#039;&amp;#039; Band 7). Mergoil, Montagnac 2002, ISBN 2-907303-65-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.lagraufesenque.com/ lagraufesenque.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=44.097171|EW=3.092093|type=landmark|region=FR-12}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4269302-0|VIAF=246200039}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Millau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Okzitanien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Terra Sigillata]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Töpferei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RobertLechner</name></author>
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