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	<title>LZ 7 - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T01:01:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=LZ_7&amp;diff=536000&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;YMS: Sprache</title>
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		<updated>2025-10-23T19:29:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sprache&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt das Zeppelin-Luftschiff &amp;#039;&amp;#039; LZ 7 „Deutschland“&amp;#039;&amp;#039;. Zum Nachfolge-Bau &amp;#039;&amp;#039; LZ 8 „Deutschland“&amp;#039;&amp;#039; siehe [[LZ 8]], zum Wölfert-Luftschiff &amp;#039;&amp;#039;Deutschland&amp;#039;&amp;#039; siehe [[Friedrich Hermann Wölfert]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Flugunfall&lt;br /&gt;
|Name              = Absturz des LZ 7&lt;br /&gt;
|Crash image       = LZ7 passenger zeppelin enhanced.jpg&lt;br /&gt;
|Image caption     = Bild des LZ 7&lt;br /&gt;
|Date              = [[28. Juni]] [[1910]]&lt;br /&gt;
|Type              = Absturz wegen Motorversagen nach Unwetter&lt;br /&gt;
|Site              = [[Teutoburger Wald]] bei [[Bad Iburg|Iburg]]&lt;br /&gt;
|Fatalities        = 0&lt;br /&gt;
|Injuries          = 1&lt;br /&gt;
|Aircraft Type     = Verkehrsluftschiff&lt;br /&gt;
|Origin            = [[Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
|Destination       = [[Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
|Operator          = [[DELAG]]&lt;br /&gt;
|Tail Number       = &lt;br /&gt;
|Passengers        = &lt;br /&gt;
|Crew              = 8&lt;br /&gt;
|Survivors         = alle&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der [[Zeppelin]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;LZ 7 „Deutschland“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war das siebte von der [[Luftschiffbau Zeppelin|Luftschiffbau Zeppelin GmbH]] in [[Friedrichshafen]] am Bodensee gebaute [[Verkehrsluftschiff]]. Er wurde von der [[DELAG|Deutschen Luftschiffahrts-Aktiengesellschaft]] betrieben, stürzte aber neun Tage nach der Jungfernfahrt am 28. Juni 1910 während eines Unwetters am [[Limberg (Teutoburger Wald)|Limberg]] bei [[Bad Iburg]] im [[Teutoburger Wald]] ab, nachdem einer der Motoren versagt hatte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Landung des für den Passagierverkehr bestimmten Luftschiffs &amp;quot;Deutschland&amp;quot; LZ VII auf der Golzheimer Heide bei Düsseldorf.jpg|mini|Landung des für den Passagierverkehr bestimmten Luftschiffs „Deutschland“ LZ&amp;amp;nbsp;7 am 22. Juni 1910 auf der [[Golzheimer Heide]] bei Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik und Ausstattung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LZ 7 „Deutschland“ war 148 Meter lang, hatte einen Durchmesser von 14 Metern und ein Traggasvolumen von 19.300&amp;amp;nbsp;Kubikmetern. Damit war der Zeppelin größer als seine Vorgängermodelle. Drei [[Daimler-Motoren-Gesellschaft|Daimler-Motoren]] leisteten insgesamt 275&amp;amp;nbsp;kW (375&amp;amp;nbsp;PS).&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Griehl: &amp;#039;&amp;#039;Typenkompass. Deutsche Luftschiffe seit 1871.&amp;#039;&amp;#039; Motorbuch Verlag, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-613-03226-2, S.&amp;amp;nbsp;62.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer war in der Führergondel untergebracht, die beiden anderen in der hinteren Gondel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals in der Geschichte des Luftschiffbaus wurde im LZ 7 [[Goldschlägerhaut]] für die Konstruktion der Traggaszellen verwendet. Eine siebenfache Schicht dieser Rinderblinddarmhaut wurde hierfür zusammengefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Luftschiffe. Die Geschichte der deutschen Zeppeline.&amp;#039;&amp;#039; Wehr&amp;amp;Wissen, Koblenz/Bonn 1980, ISBN 3-8033-0302-8, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besatzung bestand aus einem Führer, einem Fahringenieur, zwei Steuerleuten und vier bis fünf Maschinisten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn85042242/1910-06-29/ed-1/seq-1/#date1=1836&amp;amp;index=9&amp;amp;rows=20&amp;amp;words=Kannenberg&amp;amp;searchType=basic&amp;amp;sequence=0&amp;amp;state=&amp;amp;date2=1922&amp;amp;proxtext=Kannenberg&amp;amp;y=0&amp;amp;x=0&amp;amp;dateFilterType=yearRange&amp;amp;page=2 chroniclingamerica.loc.gov]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem gab man dem Luftschiff mit „Deutschland“ erstmals einen offiziellen Beinamen. Diese Tradition sollte sich bei Passagier-Zeppelinen bis zu [[LZ 130]] fortsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Mitte des Luftschiffes angebrachte Passagierkabine bot 24&amp;amp;nbsp;Reisenden Platz. Sie war luxuriös mit [[Mahagonigewächse|Mahagoni]]-Holz ausgekleidet, Deckenbalken und Säulen waren mit [[Perlmutt]]-Einlegearbeiten geschmückt, der Fußboden mit einem Teppich belegt. Das Mobiliar bestand aus eleganten Korbstühlen und kleinen Tischen. Die Insassen hatten einen freien Blick durch große Schiebefenster. Während der Fahrt wurden ihnen Speisen und Getränke serviert. Die Tageskarte wies Gänseleber-Pastete, [[Malossol]]-Kaviar, Hummer, kaltes französisches Masthuhn, Pralinés, französische Früchte sowie an Getränken [[Deinhard]] Cabinet, Rhein- und Moselwein, Cognac und [[Grand Marnier]] cordon rouge auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Der Bau von LZ 7 fiel in eine Zeit großer Begeisterung für die Luftschifffahrt im ersten Jahrzehnt des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. Daran hatte auch die Havarie von [[LZ&amp;amp;nbsp;4]] nichts geändert. Das Luftschiff war nach einer Notlandung bei [[Leinfelden-Echterdingen|Echterdingen]] am 5.&amp;amp;nbsp;August 1908 im Sturm aus seiner Verankerung gerissen worden und ging in Flammen auf. Das Unglück führte vielmehr zur „[[Zeppelinspende des deutschen Volkes]]“, einer Spendensammlung in der Bevölkerung. Sie brachte mehr als sechs Millionen [[Goldmark|Mark]] ein, die in die [[Zeppelin-Stiftung]] einflossen und die Gründung der [[Luftschiffbau Zeppelin|Luftschiffbau Zeppelin GmbH]] ermöglichte. Im November 1908 wurde die Deutsche Luftschiffahrts-Aktiengesellschaft (DELAG) gegründet, die sich der [[Passagierluftfahrt]] widmete. [[LZ 6|LZ&amp;amp;nbsp;6]] war im Jahr 1909 der erste für die kommerzielle Passagierluftfahrt gebaute Zeppelin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bau und Inbetriebnahme ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberbürgermeister Marx Düsseldorf begrüßt den Grafen Zeppelin nach dessen Landung mit dem Luftschiff &amp;quot;Deutschland&amp;quot; in Düsseldorf.jpg|mini|[[Wilhelm Marx (Politiker, 1851)|Oberbürgermeister Marx]] begrüßt den Grafen Zeppelin nach dessen Landung in Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
LZ&amp;amp;nbsp;7 wurde im folgenden Jahr in [[Friedrichshafen]] gebaut und auf den Namen „Deutschland“ getauft. Der Bau kostete 550.000&amp;amp;nbsp;Mark. Die Jungfernfahrt unternahm LZ&amp;amp;nbsp;7 unter dem Kommando von Graf [[Ferdinand von Zeppelin]] am 19.&amp;amp;nbsp;Juni 1910.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.earlyaeroplanes.com/archive/JPL1/1910_LZ7_at_BadenOos_jpl.jpg |wayback=20160819103717 |text=earlyaeroplanes.com: Foto mit Bildunterschrift von LZ&amp;amp;nbsp;7 in Baden-Oos 1910 }} abgerufen am 5. Februar 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 22.&amp;amp;nbsp;Juni traf LZ&amp;amp;nbsp;7 in Düsseldorf ein. Die erste Rundreise von dort fand am 24.&amp;amp;nbsp;Juni statt. Sie löste unter den 20&amp;amp;nbsp;Passagieren, unter ihnen fünf Frauen und drei Briten, Staunen über die ruhige Fahrt und die Aussicht auf die Landschaft aus 200 bis 300&amp;amp;nbsp;Metern Höhe aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unglücksfahrt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bretter, die die Welt bedeuten. Spielend durch 2000 Jahre Köln -0768.jpg|mini|Telegramm eines Passagiers nach Hause, aufgegeben in Wellendorf (heute zu [[Hilter am Teutoburger Wald]]): „luftschiff teutoburger wald baeume geraten . mir nichts passiert gruesse – franz“]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bretter, die die Welt bedeuten. Spielend durch 2000 Jahre Köln -0769.jpg|mini|Devotionalien vom Absturz des Zeppelins: Zweige und Bruchstücke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Fahrt unternahm LZ 7 am 28. Juni 1910 unter dem Kapitän Kannenberg. Mit an Bord waren [[Hugo Eckener]] und [[Alfred Colsman]], der Direktor der Luftschiffbau Zeppelin GmbH. Um für die Personenbeförderung in Luftschiffen zu werben, hatte die DELAG 19&amp;amp;nbsp;Journalisten, darunter zwei Reporter großer britischer Tageszeitungen, zu der als Vergnügungsfahrt gedachten Rundreise eingeladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Start in Düsseldorf nahm das Luftschiff zunächst Kurs auf Solingen. Um 8:35&amp;amp;nbsp;Uhr wurde den Gästen ein Sektfrühstück mit [[Kaviar]] gereicht. Um 8:45&amp;amp;nbsp;Uhr versagte der hintere [[Backbord]]-Motor. Eine Stunde später erreichte das Luftschiff [[Remscheid]]. Wegen zunehmenden Winds scheiterte der Versuch, über [[Elberfeld]] wieder in Richtung Düsseldorf zu gelangen. Also versuchte man es nach Nordnordost in Richtung [[Dortmund]], um dort zu landen. Um 11 Uhr setzte heftiger Regen ein, der Zeppelin wurde nach Nordnordwest abgetrieben. Als nächsten Landeort entschied sich die Besatzung für [[Münster]]. Als das Luftschiff um 12:15&amp;amp;nbsp;Uhr über [[Lüdinghausen]] stand, kam Sturm auf. Nun wollte man den Teutoburger Wald überqueren, um nördlich des Gebirgszuges in [[Osnabrück]] zu landen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 13:30 Uhr gelang es über [[Kattenvenne]], den dritten Motor wieder in Gang zu setzen. Nun entschied sich die Besatzung erneut für Münster. Über [[Ostbevern]] stand die „Deutschland“ bis 16:30&amp;amp;nbsp;Uhr im Unwetter.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Puzicha: &amp;#039;&amp;#039;Wenn Menschenzungen schweigen, werden Steine reden.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Trotzdem vorwärts – Erinnerung an die Strandung des Luftschiffes LZ&amp;amp;nbsp;VII Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Dokumentation der Stadt Bad Iburg, Bad Iburg 1980, S.&amp;amp;nbsp;19.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Treibstoff reichte nur noch zwei bis drei Stunden. Osnabrück blieb als letzter Ausweg. Ein Augenzeuge berichtete: „Über dem Teutoburger Wald stand eine schwefelgelbe Wolkenwand. Als das Schiff in die Wolken eintauchte, wurde es von 300&amp;amp;nbsp;m Höhe auf 1050&amp;amp;nbsp;m gerissen. Schneeflocken umwirbelten die ‚Deutschland‘. Die Passagiere waren die ganze Zeit ruhig und sich auch keiner Gefahr bewusst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Puzicha: &amp;#039;&amp;#039;Wenn Menschenzungen schweigen, werden Steine reden.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Trotzdem vorwärts – Erinnerung an die Strandung des Luftschiffes LZ VII Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Dokumentation der Stadt Bad Iburg, Bad Iburg 1980, S.&amp;amp;nbsp;20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kurz nach 17&amp;amp;nbsp;Uhr tauchte der Zeppelin unter die Wolken. Dann setzte der vordere Motor aus. Die „Deutschland“ stürzte am nahe der Stadt [[Bad Iburg]] gelegenen Limberg in den [[Nadelwald]]. Acht Meter über dem Waldboden stak das Luftschiff im Geäst der Bäume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besatzungsmitglieder ließen eine Strickleiter hinunter und Passagiere und Besatzung verließen das Wrack. Das Unglück forderte keine Menschenleben; ein Besatzungsmitglied erlitt beim Verlassen des Luftschiffs leichte Verletzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Folgende Ereignisse ===&lt;br /&gt;
Graf Zeppelin traf am nächsten Morgen mit einem Schnellzug in Osnabrück ein. Eine Menschenmenge versammelte sich an dem Hotel, in dem er abgestiegen war, um ihm zuzujubeln. Zeppelin zeigte sich mehrfach am Fenster und dankte. An die schwer zugängliche Unglücksstelle am Limberg in gut 15&amp;amp;nbsp;Kilometer Entfernung fuhr er nicht mehr, denn die Aufräumarbeiten waren weitgehend beendet. Beteiligt hatten sich daran zunächst 50&amp;amp;nbsp;Arbeiter eines Iburger Drahtseilwerks, herbeigeholte Monteure und Soldaten aus Osnabrück und Münster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unglück fand zwar weithin Beachtung, beeinträchtigte die Weiterentwicklung der Zeppeline jedoch nicht. Die Motoren von LZ&amp;amp;nbsp;7 wurden später bei [[LZ 8]] eingebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Pohlmann: &amp;#039;&amp;#039;Nach dem Absturz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Trotzdem vorwärts.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mediale Berichterstattung ==&lt;br /&gt;
Bereits kurz nach dem Absturz am 28. Juni 1910 erschienen die ersten Presseberichte über das Unglück. Weil auch Berichterstatter überregionaler Zeitungen mitgefahren waren, erschienen zahlreiche Augenzeugenberichte. Die Bevölkerung in der nahen Stadt Osnabrück wurde durch Extrablätter über das Ereignis informiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Köhne: &amp;#039;&amp;#039;Das Zeppelin-Unglück in Pressemeldungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Trotzdem vorwärts – Erinnerung an die Strandung des Luftschiffes LZ&amp;amp;nbsp;VII Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Dokumentation der Stadt Bad Iburg, Bad Iburg 1980, S.&amp;amp;nbsp;27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Osnabrücker Zeitung&amp;#039;&amp;#039; berichtete am 29. Juni 1910 vom Unglücksort: „Nur noch ein paar Schritte durch den Wald, und man stand vor dem Vorderteil des gigantischen anderthalbhundert Meter in der Länge messenden und doch so fast durchsichtig leichten Luftschiffkörpers. […] Klaffende Risse zeigten sich überall, die Hülle war von den Bäumen aufgeschlitzt. […] Die vordere Gabel war noch einigermaßen unversehrt, auch die Kabine hatte keinen nennenswerten Schaden erlitten. Aber dann mit einem Male ein Bruch von oben bis unten durch! Das Gestänge war zersplittert, die Hülle hier vollständig zerrissen, die Stücke lagen überall am Boden herum. Das Innere des Luftschiffes lag offen da. Dicke Tannen ragten im Inneren empor und hatten die Bolconets zerstört.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Köhne: &amp;#039;&amp;#039;Das Zeppelin-Unglück in Pressemeldungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Trotzdem vorwärts – Erinnerung an die Strandung des Luftschiffes LZ&amp;amp;nbsp;VII Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Dokumentation der Stadt Bad Iburg, Bad Iburg 1980, S.&amp;amp;nbsp;30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Absturz hatte schon am Tag des Unglücks Neugierige in Massen an den Berg gelockt. Die &amp;#039;&amp;#039;Osnabrücker Zeitung&amp;#039;&amp;#039; berichtete: „Was das Unglück des ‚Zeppelin‘ für die Bevölkerung bedeutet, soll man auch hier bald daran erkennen, wie von allen Seiten, mit der Bahn, auf Gespannen, mit Automobilen, Fahrrädern und zu Fuß die Leute aus Bielefeld, Münster, Osnabrück usw. herbeikamen. Da wurde es auf den schmalsten Waldgängen des sonst so einsam daliegenden Berges lebendig.“&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Köhne: &amp;#039;&amp;#039;Das Zeppelin-Unglück in Pressemeldungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Trotzdem vorwärts – Erinnerung an die Strandung des Luftschiffes LZ&amp;amp;nbsp;VII Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Dokumentation der Stadt Bad Iburg, Bad Iburg 1980, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeppelinstein Limberg.jpg|mini|Der Gedenkstein am Limberg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Trotzdem vorwärts groß.jpg|mini|Detail des Gedenksteins; Relieftafel von Heinrich Wulfertange]]&lt;br /&gt;
Im kollektiven Gedächtnis der Bevölkerung von Bad Iburg und Umgebung ist die Erinnerung an das Unglück bis heute wach. Auf Osnabrücker Platt beschrieb der Iburger Heinrich Künne, was ihm sein Vater von dem Unglück erzählte:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
| Text = Ick weet et noch wie van Daage, siär use Pappe, os ik de mächtige Zigarren ganz schraut über den Friär för de düsteren Wolken in die Luft staun seug. Up eenmol sackede he nau unnen weg und man konn de nix miähr van sehn – Et duerde garnich lange do keimen de Lüe met Fahrriäer, met Piärd und Wagen un auk to Foote, und se röpen: ‚De Zeppelin is unnergaun, do buorben up’n [[Limberg (Teutoburger Wald)|Limbiärge]] mot he liggen.&lt;br /&gt;
| Autor = Heinrich Künne&lt;br /&gt;
| Quelle = &lt;br /&gt;
| Übersetzung = Ich weiß noch wie heute, sagte unser Vater, als ich die mächtige Zigarre ganz schräg über dem Freeden vor den dunklen Wolken in der Luft stehen sah. Mit einem Mal sackte sie ab und man konnte nichts mehr sehen. – Es dauerte gar nicht lange, dann kamen die Leute mit Fahrrädern, mit Pferd und Wagen und zu Fuß, und sie riefen: ‚Der Zeppelin ist abgestürzt, dort oben auf dem Limberg muss er liegen.&lt;br /&gt;
| ref = &amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Künne: &amp;#039;&amp;#039;Worüm ligg de graute Steen up’n Limbiärge?&amp;#039;&amp;#039; (Warum liegt der große Stein auf dem Limberg?) In: &amp;#039;&amp;#039;Trotzdem vorwärts – Erinnerung an die Strandung des Luftschiffes LZ&amp;amp;nbsp;VII Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Dokumentation der Stadt Bad Iburg, Bad Iburg 1980, S.&amp;amp;nbsp;50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Der Limberg liegt nördlich des [[Freeden (Berg)|Großen Freedens]] und ist von dort auf ausgeschilderten Wegen zu Fuß erreichbar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1911 errichtete der [[Teutoburger-Wald-Verein|Teutoburger-Wald-Gebirgsverein]] an der Unglücksstelle einen [[Zeppelinstein|Gedenkstein]]. Die Bronzetafel trägt die Inschrift „Hier strandete schneebedeckt im Sturm am 28.&amp;amp;nbsp;6.&amp;amp;nbsp;1910 das erste Verkehrs-Luftschiff Z&amp;amp;nbsp;7 &amp;#039;Deutschland&amp;#039; – Trotzdem vorwärts –“. Die Relieftafel schuf der Osnabrücker Holzschnitzer, Modelleur und Bildhauer Heinrich Wulfertange (1854–1924), Vater von [[Rudolf Wulfertange]].&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Drewes: &amp;#039;&amp;#039;Schrappenpüster und Don Quichote. Rudolf Wulfertange (1884–1974), ein Schriftsteller aus Osnabrück.&amp;#039;&amp;#039; In: Heimatbund Osnabrücker Land und Kreisheimatbund Bersenbrück (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Heimatjahrbuch Osnabrücker Land 2004.&amp;#039;&amp;#039; Georgsmarienhütte 2003, {{ISSN|1618-5757}}, S.&amp;amp;nbsp;232. (hier in der Einleitung über Rudolf Wulfertanges Vater Heinrich Wulfertange)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellung (2010) ==&lt;br /&gt;
Im heimatkundlichen Museum [[Averbecks Speicher]] im Bad Iburger Stadtteil [[Glane (Bad Iburg)|Glane]] wurde 2010 aus Anlass des 100. Jahrestages des Zeppelinunglücks die Sonderausstellung „Zeppelin und Luftschifffahrt“ gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heimatverein-glane.de/speicher3.htm Ausstellungen in Averbecks Speicher]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinz Köhne (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Trotzdem vorwärts – Erinnerung an die Strandung des Luftschiffes LZ&amp;amp;nbsp;VII Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Dokumentation der Stadt Bad Iburg, Bad Iburg 1980.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* Verschiedene [https://westfalen.museum-digital.de/index.php?t=listen&amp;amp;instnr=43&amp;amp;gesusa=529 Objekte zu LZ 7 - DEUTSCHLAND] in der [[Sammlung Luftfahrt.Industrie.Westfalen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Zeppeline}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=52/10/00/N |EW=8/6/11/E |type=landmark |dim=1 |region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:LZ #:7}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Individuelles Luftschiff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeppelin-Luftfahrzeug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Starrluftschiff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flugunfall im Deutschen Reich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bad Iburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flugunfall 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Luftverkehr (Niedersachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erstflug 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Landkreis Osnabrück)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrsgeschichte (Niedersachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Landkreis Osnabrück)]]&lt;/div&gt;</summary>
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