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	<title>L4 (Mikrokernel) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T08:23:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=L4_(Mikrokernel)&amp;diff=20022&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-21741-60: /* Weblinks */ Linkl L4hq.com removed /20260408. Reason: Obviously now an Banglkadeshian sports betting site &quot;Baj555&quot;</title>
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		<updated>2026-04-09T02:22:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Linkl L4hq.com removed /20260408. Reason: Obviously now an Banglkadeshian sports betting site &amp;quot;Baj555&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;L4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der Name einer Familie von [[Mikrokernel]]n, basierend auf Konzepten und ersten erfolgreichen Implementierungen von [[Jochen Liedtke]] (daher &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;4). L4 gilt als ein Mikrokernel der zweiten Generation, der das Problem des zu langsamen Interkommunikationsprozesses der ersten Mikrokernel-Generation nicht mehr aufweist (zur ersten Generation zählt u.&amp;amp;nbsp;a. [[Mach (Kernel)|Mach]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jason Wu, Dan Williams, Hakim Weatherspoon |url=https://www.cs.cornell.edu/courses/cs6410/2010fa/lectures/06-microkernels.pdf |titel=Microkernels: Mach and L4 |seiten=2 |format=PDF; 1,6&amp;amp;nbsp;MB |sprache=en |abruf=2018-08-12 |abruf-verborgen=0}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiterer Mikrokernel der zweiten Generation ist z.&amp;amp;nbsp;B. [[QNX]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;heiseonline_507011&amp;quot;&amp;gt;{{Heise online |ID=507011 |Titel=Gemeinsam einsam |Autor=Peter Wächtler |Datum=2009-04-30 |Abruf=2022-10-02 |Zitat=Microkernel als Unterbau … Ein bekannter quelloffener Vertreter ist der Microkernel L4. Er zeichnet sich durch ein effizientes synchrones Message Passing aus, ebenso wie der QNX-Microkernel. Beide gelten als Microkernel der zweiten Generation – obwohl QNX älter ist als etwa Mach, der bekannteste Vertreter der ersten Generation…}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit der Einführung eines capability-basierten Rechtemodell bei L4 Mikrokernen spricht man nun auch von der dritten Generation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Der erste L4-Kernel wurde von Liedtke am [[GMD-Forschungszentrum Informationstechnik]] (GMD) unter der Bezeichnung „Schnittstellenversion 2“ entwickelt. Während seines Aufenthalts am [[IBM]] [[Thomas J. Watson Research Center]] in [[Hawthorne (New York)|Hawthorne]] experimentierte er mit diversen Aspekten der Kernel-Schnittstelle (Version X). Dies führte nach seinem Umzug an die [[Karlsruher Institut für Technologie|Universität Karlsruhe]] zu mehreren vollständigen Neuimplementierungen. Parallel dazu erfolgten Implementierungen an der [[Technische Universität Dresden|TU Dresden]] und der [[University of New South Wales]] (UNSW). L4 bezeichnet somit heute eine Mikrokernel-Philosophie, eine Familie von Mikrokerneln mit gleichen Prinzipien aber spezifischen unterschiedlichen Schnittstellen und Implementierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklungslinie basiert auf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;L1&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, einem von Liedtke konzipierten Interpreter für eine Teilmenge von [[Algol 60]] auf einem 8-Bit-Rechner mit 4 KB Hauptspeicher. 1979 wurde &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[L2 (Betriebssystem)|L2]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;xtendable Multi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;u&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ser &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;icroprocessor [[ELAN (Programmiersprache)|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;EL&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;AN]]-System, kurz „Eumel“) freigegeben, eine zunächst auf 8 Bit, dann auf 16 Bit ausgelegte [[Assemblersprache|Assembler]]-[[Implementierung]] auf [[Intel]]-[[x86-Architektur|x86]]-Basis, die auch nach Japan transferiert wurde. 1988 entwickelte Liedtke an der [[GMD-Forschungszentrum Informationstechnik|GMD]] das 32-Bit-System &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[L3 (Betriebssystem)|L3]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, welches auf neueren Intel-Plattformen bis zum Jahr 2017 produktiv beim [[TÜV Süd]] im Einsatz war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versionen und Anwendungsgebiete ==&lt;br /&gt;
Mit L4 wird heute sowohl das [[Application Programming Interface|API]] als auch die Implementierung bezeichnet. Die erste stabile und veröffentlichte Version war V2, implementiert von Liedtke in [[Assemblersprache|Assembler]] auf [[Intel 80486|i486]] und [[Intel Pentium|Pentium]] (32-Bit-[[x86-Architektur|x86]] bzw. [[IA-32]]). Diese wurde später von der [[Technische Universität Dresden|TU Dresden]] unter dem Namen „Fiasco“ in [[C++]] auf Pentium umgesetzt und von der [[University of New South Wales]] (UNSW) unter dem Namen „C/Assembler Kerneln“ [[Portierung (Software)|portiert]] auf [[MIPS-Architektur|MIPS64]] und [[Alpha-Prozessor|Alpha]]. Bei IBM entwickelte Liedtke die Assembler-Implementierung als Version X weiter, gefolgt in Karlsruhe von einer C-Implementierung namens „Hazelnut (Version X.1)“, ursprünglich auf Pentium, später portiert auf [[Arm-Architektur|Arm]]. Nach Liedtkes Tod (2001) entstand daraus Anfang 2002 in Karlsruhe die Version X.2 (aus der später mit leichten Änderungen die Version&amp;amp;nbsp;4 wurde), implementiert in C++ unter dem Namen „Pistachio“. Pistachio wurde parallel auf [[x86-Architektur|x86]][[IA-32|-32]] und [[PowerPC]]-32 implementiert und leicht zeitverschoben auch auf [[Itanium-Architektur|Itanium]] portiert, jedoch nie vervollständigt. Pistachio wurde an der [[University of New South Wales|UNSW]] auf MIPS, Alpha und Arm portiert (eine [[SPARC-Architektur|SPARC]]-Version wurde nie abgeschlossen). In Dresden wurde API Version&amp;amp;nbsp;4 in Fiasco implementiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das australische IKT-Forschungszentrum [[NICTA]] entwickelte, basierend auf V4, eine speziell auf [[eingebettete Systeme]] zugeschnittene Version namens NICTA-embedded, implementiert als NICTA::Pistachio-embedded. Diese wurde schließlich von der NICTA-Ausgründung Open Kernel Labs als OKL4&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://okl4.org/ |wayback=20080820043831 |text=OKL4-Website |archiv-bot=2019-04-24 14:16:44 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; weiterentwickelt und vermarktet, speziell im Mobilfunkbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach der Jahrtausendwende gab es Bestrebungen in der L4 Gemeinschaft die L4-Schnittstelle mit Hinblick auf die Konstruktion sicherer Systeme weiter zu entwickeln. Insbesondere die Umstellung auf ein capability-basiertes Rechtemodell wurde als sinnvoll und wichtig erachtet. Daraus resulierten zwei Entwicklungen und Implementierungen: seL4 bei NICTA und die Weiterentwicklung von L4Env/Fiasco zu L4Re an der TU Dresden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2004 entwickelte NICTA eine Version unter dem Namen seL4&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://ertos.nicta.com.au/research/sel4 |wayback=20090814162812 |text=sel4-Website |archiv-bot=2019-04-24 14:16:44 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; (secure embedded L4), die speziell auf sicherheitskritische Anwendungen im eingebetteten Bereich zielt. In „seL4“ werden Objektreferenzen und Zugriffsrechte ausschließlich durch sogenannte Fähigkeiten (&amp;#039;&amp;#039;capabilities&amp;#039;&amp;#039;) repräsentiert, und Kernel-Ressourcen unterliegen denselben Zugriffsmechanismen wie Nutzerobjekte. Im Juli&amp;amp;nbsp;2014 veröffentlichten die Hersteller General Dynamics C4 Systems und NICTA den Quellcode von seL4 als [[Open Source]] unter [[GNU General Public License]] GPLv2-Lizenz. Bibliotheken sowie [[Ring (CPU)|Userland]]-Tools veröffentlichten die Hersteller unter der [[BSD-Lizenz]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.heise.de/newsticker/meldung/Microkernel-seL4-beweisbar-fehlerfrei-2277750.html |titel=Microkernel seL4: beweisbar fehlerfrei| datum=2014-07-29| zugriff=2014-08-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L4Re ist ein capability-basiertes Mikrokernsystem, das als Baukasten konzipiert ist: Das L4Re Operating System Framework. Der L4Re Microkernel, zusammen mit L4Re Komponenten, bildet die Basis für Systeme an die hohe Anforderungen in den Bereichen IT-Sicherheit und Safety gestellt werden. L4Re ist als Open Source verfügbar und wurde vom [[Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik]] sicherheitszertifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Grundkonzepte von L4 werden in der Luftfahrtindustrie eingesetzt. Bei Anwendungen im [[Airbus A400M]] sowie im [[Airbus A350]] wird, basierend auf dem [[PikeOS]]-Mikrokernel, die [[Serverpartitionierung|Partitionierung]] von sicherheitskritischen Anwendungen auf [[Eingebettetes System|eingebetteten Systemen]] sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besondere Merkmale ==&lt;br /&gt;
Kernel, die auf dem L4-[[Application Programming Interface|API]] basieren, bieten eine synchrone [[Interprozesskommunikation|IPC (Interprozesskommunikation)]], einfaches [[Interrupt]]- und Threadmanagement sowie eine einfache, externe [[Speicherverwaltung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf L4 können, dem modularen Prinzip des Mikrokernels folgend, graphische Nutzeroberflächen (wie [[DOpE]]), der [[Linux (Kernel)|Linux-Kernel]] im Nutzermodus ([[L4Linux]], Wombat) und ganzheitlich echtzeitfähige [[Betriebssystem]]e parallel laufen. Ein Beispiel dafür ist das Mobiltelefon „Motorola Evoke“. Hier ist auf OKL4 ein [[Linux]]-System (das die Benutzeroberfläche zur Verfügung stellt) und gleichzeitig als Echtzeitanwendung für die Modem-Funktionalität das BREW-Betriebssystem von Qualcomm aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== L4 unter Linux ==&lt;br /&gt;
Die L4-Implementierung &amp;#039;&amp;#039;Fiasco-UX&amp;#039;&amp;#039; erlaubt, dass der Mikrokernel selbst wiederum als Anwendung unter [[Linux]] betrieben werden kann, was die Entwicklung deutlich vereinfacht, ähnlich dem Prinzip von [[User Mode Linux]]. Die L4-Implementierung wurde unter der [[GNU General Public License|GNU GPL]] als [[freie Software]] lizenziert.&amp;lt;ref&amp;gt;Homepage des Gruppe L4Linux: [https://l4linux.org/ FAQ]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibliotheken ==&lt;br /&gt;
Für Entwickler von Anwendungen auf Basis des Mikrokernels stehen die Bibliotheken L4Env (Fiasco), Iguana und Kenge (Pistachio-embedded) sowie libokl4 (OKL4) zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== seL4: Beweisbar sichere Systeme ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 2009 wurde am Forschungsinstitut NICTA in Zusammenarbeit mit der UNSW mit seL4 erstmals ein für allgemeine Anwendungen tauglicher Kernel formal verifiziert, d.&amp;amp;nbsp;h., es wurde mathematisch bewiesen, dass die Implementierung die Spezifikation des Kernels erfüllt und somit funktional korrekt ist. Dies bedeutet unter anderem, dass der Kernel nachweislich keinen der bisher verbreiteten Entwurfsfehler (Speicherüberläufe ([[Buffer Overflow]]), Zeigerfehler und Speicherlecks) enthält.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://ertos.nicta.com.au/research/l4.verified |wayback=20090822042016 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2019-04-24 14:16:44 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://pressetext.de/news/090817022/sicherheits-beweis-fuer-betriebssystem-kernel/ |wayback=20090830052254 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2022-03-13 04:19:17 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei NICTA verifizierte man dafür 7500 Zeilen C-Quellcode und mehr als 10.000 Theoreme. Zur Beweisführung verwendete man den Theorembeweiser [[Isabelle (Theorembeweiser)|Isabelle/HOL]], der gesamte Beweis bestand aus etwa 200.000 Zeilen Isabelle-Code.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel „Merkelphone&amp;quot; SiMKo3“ ==&lt;br /&gt;
Seit 2013 erhält das Thema L4 unter dem Schlagwort „Merkelphone“ (dem SiMKo3) neue Aufmerksamkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Detlef Borchers: [https://www.heise.de/newsticker/meldung/it-sa-Telekom-zeigt-abhoersicheres-SiMKo-3-Tablet-1974527.html it-sa: Telekom zeigt abhörsicheres SiMKo-3-Tablet], Heise online, 8. Oktober 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Siehe dazu auch die Artikel [[Sichere mobile Kommunikation]] (SiMKo) und [[Multiple Independent Levels of Security]] (MILS).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://os.inf.tu-dresden.de/L4/ L4] auf der Website der TU Dresden&lt;br /&gt;
* [http://edageek.com/2007/04/17/open-kernel-labs-okl4-microkernel Open Kernel Labs Announces OKL4 ] (Commercial L4 Microkernel) – 17. April 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://ertos.nicta.com.au/ NICTA] – Versionen für eingebettete Systeme, Beweis funktionaler Korrektheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebssystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-21741-60</name></author>
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