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	<title>L-Ribonukleinsäureaptamer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T15:50:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=L-Ribonukleins%C3%A4ureaptamer&amp;diff=1880156&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ulanwp: 4 fehlende Sprachparameter eingefügt; 5 leere Parameter entfernt; 8 Datumsparameter konvertiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=L-Ribonukleins%C3%A4ureaptamer&amp;diff=1880156&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-05T05:36:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;4 fehlende Sprachparameter eingefügt; 5 leere Parameter entfernt; 8 Datumsparameter konvertiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:L-RNA3D.png|mini|3D-Strukturmodell eines &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Ribonukleinsäureaptamerfragments]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Ribonukleinsäureaptamere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-RNA-Aptamere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) sind der [[Ribonukleinsäure]] (RNA) ähnliche Moleküle, die aus unnatürlichen &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-[[Ribonukleotid]]en aufgebaut sind. Sie sind künstliche [[Oligonukleotid]]e und [[Stereochemie|stereochemische]] Spiegelbilder natürlicher Oligonukleotide. &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Ribonukleinsäureaptamere stellen eine spezielle Form der [[Aptamer]]e dar und können wie diese spezifische Moleküle, beispielsweise [[Protein]]e, über ihre dreidimensionale Struktur binden. Dank der Verwendung von &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Nukleotiden zeichnen sie sich durch eine hohe enzymatische Stabilität aus. &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Ribonukleinsäureaptamere werden derzeit unter dem [[Markenname]]n &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spiegelmer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{elS|&amp;#039;&amp;#039;meros&amp;#039;&amp;#039;|de=Gebiet}}) als potenzielle [[Arzneistoff]]e entwickelt und in [[Klinische Studie|klinischen Studien]] geprüft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
=== Chemische Eigenschaften ===&lt;br /&gt;
[[Datei:DL-Ribose.svg|mini|&amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;- und &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Ribose]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Ribonukleinsäureaptamere sind als die stereochemischen Spiegelbilder ([[Enantiomer]]e) natürlicher Oligonukleotide aus &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Nukleotiden aufgebaut. Nukleotide, aus denen Amptamere einschließlich &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Ribonukleinsäureaptamere aufgebaut sind, also [[Adenosinmonophosphat]] (AMP), [[Guanosinmonophosphat]] (GMP), [[Cytidinmonophosphat]] (CMT) und [[Uridinmonophosphat]] (UMP), bestehen aus einem [[Phosphat]]rest, einer [[Nukleobase]] und einer [[Ribose]]gruppe als Träger der [[Chiralitätszentrum|Chiralitätszentren]]. Durch Austausch der natürlichen &amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-Ribose gegen sein Enantiomer, die künstliche &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Ribose, entstehen &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Nukleotide, die Bausteine der &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Ribonukleinsäureaptamere.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid25236655&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal |author=Vater A, Klussmann S |date=2015-01 |title=Turning mirror-image oligonucleotides into drugs: the evolution of Spiegelmer therapeutics |journal=Drug Discovery Today |volume=20 |issue=1 |pages=147–155 |doi=10.1016/j.drudis.2014.09.004 |pmid=25236655 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biologische Eigenschaften ===&lt;br /&gt;
Wie andere Aptamere sind &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Ribonukleinsäureaptamere in der Lage, Moleküle, wie [[Peptide]], Proteine und niedermolekulare Stoffe, zu binden. Die Affinität von &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Ribonukleinsäureaptameren zu ihren Zielmolekülen liegt oft im pico- bis nanomolaren Bereich und ist somit der von [[Antikörper]]n vergleichbar. &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Ribonukleinsäureaptamere selbst besitzen eine geringe Antigenität.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid12070349&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal |author=Wlotzka B, Leva S, Eschgfäller B, &amp;#039;&amp;#039;et al.&amp;#039;&amp;#039; |date=2002-06 |title=In vivo properties of an anti-GnRH Spiegelmer: an example of an oligonucleotide-based therapeutic substance class |journal=Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A. |volume=99 |issue=13 |pages=8898–902 |doi=10.1073/pnas.132067399 |pmid=12070349 |pmc=124395 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz zu anderen Aptameren, die [[Hydrolyse|hydrolytisch]] durch [[Enzym]]e gespalten werden können, besitzen &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Ribonukleinsäureaptamere eine hohe Stabilität im [[Blutserum]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid9631061&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal |author=Klussmann S, Nolte A, Bald R, Erdmann VA, Fürste JP |date=1996-09 |title=Mirror-image RNA that binds D-adenosine |journal=Nat. Biotechnol. |volume=14 |issue=9 |pages=1112–5 |doi=10.1038/nbt0996-1112 |pmid=9631061 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ungeachtet dessen werden sie auf Grund ihrer geringen [[Molare Masse|molaren Masse]], die unterhalb der [[Nierenschwelle]] liegt, innerhalb kurzer Zeit über die [[Niere]]n ausgeschieden. Modifizierte &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Ribonukleinsäureaptamere mit einer höheren molaren Masse, beispielsweise [[PEGylierung|pegylierte]] Spiegelmere, zeigen eine verlängerte [[Plasmahalbwertszeit]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid12070349&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Aptameren können &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Ribonukleinsäureaptamere nicht mit Hilfe der konventionellen, als [[SELEX|systematische Evolution von Liganden durch exponentielle Anreicherung]] (SELEX) bezeichneten Technik gewonnen werden, da &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Nukleinsäuren nicht mit Hilfe enzymatischer Verfahren, wie der der [[Polymerasekettenreaktion]], amplifiziert werden können. Daher erfolgt die Selektion über den Umweg konventioneller &amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-Nukleinsäuren unter Verwendung von gespiegelten Zielmolekülen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Spiegelung des Zielmoleküls ===&lt;br /&gt;
Im ersten Schritt wird künstlich ein Spiegelbild des Zielmoleküls erzeugt. Im Fall von Peptiden und kleineren Proteinen werden diese synthetisch unter Verwendung künstlicher &amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-Aminosäuren, den Enantiomeren der natürlichen Aminosäuren, mit Hilfe der [[Peptidsynthese]] hergestellt. Ist das Zielmolekül ein größeres Protein, so kann gegebenenfalls das Spiegelbild eines Epitops mit Hilfe der Peptidsynthese unter Verwendung von &amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-Aminosäuren hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. SELEX ===&lt;br /&gt;
Eine konventionelle aus bis zu 10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt; verschiedenen Oligonukleotiden bestehende Molekülbibliothek dient als Ausgangspunkt für das anschließende SELEX-Verfahren. In Zyklen aus Selektion unter Verwendung des Spiegelbilds des Zielmoleküls, Separation, Amplifikation und gegebenenfalls Mutation werden die Oligonukleotide isoliert, welche das Spiegelbild des Zielmoleküls am besten binden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3. Sequenzierung und Synthese ===&lt;br /&gt;
Mit Hilfe der [[DNA-Sequenzierung]] wird die Nukleinsäuresequenz der aus dem SELEX-Verfahren gewonnenen Oligonukleotide ermittelt. Diese Information wird zur künstlichen Synthese des Spiegelbilds des Oligonukleotids, des Spiegelmers, unter Verwendung von &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Nukleotiden verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Ribonukleinsäureaptamere, die beispielsweise gegen die [[Chemokin]]e [[CCL2]] und [[CXCL12]], die [[Komplementkomponente C5]]a und [[Ghrelin]] gerichtet sind, stellen potenzielle Arzneistoffe dar. Sie befinden sich derzeit in der präklinischen oder klinischen Entwicklung. Bis heute haben drei &amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Ribonukleinsäureaptamere klinische Phase IIa Studien durchlaufen. Dazu zählen das Anti-CCL2-&amp;lt;small&amp;gt;L&amp;lt;/small&amp;gt;-Ribonukleinsäureaptamer [[Emapticap]], das gegen CXCL12 gerichtete [[Olaptesed]] und das gegen das Eisen-Stoffwechselregulatorprotein [[Hepcidin]] gerichtete [[Lexaptepid]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid25236655&amp;quot;/&amp;gt; Auch eine Anwendung als [[Diagnostika]] ist möglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid9631061&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{cite journal |author=Vater A, Klussmann S |date=2003-03 |title=Toward third-generation aptamers: Spiegelmers and their therapeutic prospects |journal=Curr Opin Drug Discov Devel |volume=6 |issue=2 |pages=253–61 |pmid=12669461 |language=en}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nukleinsäure]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ulanwp</name></author>
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