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	<title>Lützerath - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=L%C3%BCtzerath&amp;diff=1243930&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Windharp: Abschnittlink korrigiert</title>
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		<updated>2026-03-13T07:20:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Ort Lützerath. Ähnliche Artikel ohne Umlaut siehe [[Lutzerath (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Lützerath&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Erkelenz&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = &lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51.059&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 6.427&lt;br /&gt;
| Bundesland             = Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
| Höhe-Präfix            = ca.&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 95 &amp;lt;!--www.tim-online.nrw.de--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 0.36&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 0&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  =&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       =&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = &lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 41812&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 02164&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = Karte Tagebau Garzweiler deutsch 2023.png&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = Lützerath im Abbaubereich Tagebau Garzweiler&lt;br /&gt;
| Bild                   = Lützerath erkelenz.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Lützerath von Südwesten vor dem Abrissbeginn (2019)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Lützerath ortseingang.jpg|mini|Östlicher Ortseingang aus Richtung [[Landesstraßen in Nordrhein-Westfalen|Landesstraße 277]] im Januar 2018]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lützerath Hof.jpg|mini|Lützerath im Juli 2022; am Hof hängt ein Banner mit der Aufschrift „1,5°C heißt: Lützerath bleibt!“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lützerath&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein [[Weiler]] der Stadt [[Erkelenz]] in [[Nordrhein-Westfalen]]. Die Besiedlung ging mindestens bis in [[Römisches Reich|römische Zeit]] zurück, seit dem [[Hochmittelalter]] bestanden dort kontinuierlich Höfe, die einen Weiler bildeten. Von 2006 bis 2022 wurden die Bewohner des Ortes umgesiedelt, um eine vom Energieunternehmen [[RWE]] geplante Erweiterung des [[Tagebau Garzweiler|Tagebaus Garzweiler II]] zu ermöglichen. Lützerath wurde trotz größerer Protestaktionen [[#Umsiedlung, Besetzung und Räumung|im Januar 2023 vollständig abgerissen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Im Norden grenzten [[Keyenberg]] und [[Borschemich|Alt-Borschemich]] an Lützerath, im Osten [[Alt-Spenrath]], im Süden [[Immerath (Erkelenz)|Alt-Immerath]] und im Südwesten [[Holzweiler (Erkelenz)|Holzweiler]]. Der Weiler lag zwischen Düsseldorf und Aachen und war von beiden Städten aus in rund 40 Minuten mit dem Pkw zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ortsname ===&lt;br /&gt;
Die Ortschaft wurde erstmals 1168 in einer Urkunde als &amp;#039;&amp;#039;Lutzelenrode&amp;#039;&amp;#039; erwähnt. Aus dem Jahr 1651 ist der heutige Name überliefert. Die Form, wie sie in der urkundlichen Ersterwähnung angegeben ist, lässt sich als fossilisierte Dativform deuten, die im Althochdeutschen etwa als &amp;#039;&amp;#039;bi demo luzzilen rode&amp;#039;&amp;#039;, d. h. „bei der kleinen Rodung“, zu rekonstruieren ist. Althochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;luzzil&amp;#039;&amp;#039; entspricht etymologisch dem nicht mehr gebräuchlichen neuhochdeutschen Wort &amp;#039;&amp;#039;lützel&amp;#039;&amp;#039;, d. h. klein (vgl. englisch &amp;#039;&amp;#039;little&amp;#039;&amp;#039; oder [[Niederdeutsche Sprache|plattdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;lütt&amp;#039;&amp;#039;). Der Umlaut ist als [[i-Umlaut]], also durch regressive Assimilation des &amp;#039;&amp;#039;u&amp;#039;&amp;#039; an das ehemalige &amp;#039;&amp;#039;i&amp;#039;&amp;#039; in der Nebensilbe entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.koeblergerhard.de/germanistischewoerterbuecher/althochdeutscheswoerterbuch/nhd-ahd.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Elmar Seebold]] (bearb.): [[Friedrich Kluge|KLUGE]], [[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]]. 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. De Gruyter, Berlin/Boston 2011 (hier insbes. die Lemmata „lützel“ und „roden“)&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine andere Deutung ist, in dem Ortsnamen sei der althochdeutsche Personenname Lutzelin enthalten, abgeleitet von Luzo (Ludwig), wonach der Name „Rodung des Luzelin“ bedeute. Lützerath zählt zur Gruppe der Ortsnamen mit dem Suffix [[-rath]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römerzeit ===&lt;br /&gt;
Im September 2021 wurde an der Abbaukante des Tagebaus eine [[Römisches Reich|römische]] [[Aschenkiste]] aus der 1. Hälfte des 3. Jahrhunderts entdeckt. Sie befand sich im Gebiet einer 2020/2021 entdeckten [[Villa rustica]]. Die vom [[Schaufelradbagger]] teils zerstörte Steinkiste maß ursprünglich etwa 145 × 90 cm, bei einer Höhe von 75 cm. Geborgen wurde der [[Leichenbrand]] einer etwa 42-jährigen Frau nebst einem [[Unguentarium|Balsamarium]], dazu Reste einer Griffschale und eines hölzernen Kästchens mit Metallbeschlägen.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Schuler: &amp;#039;&amp;#039;Zufallsfund in der Abbaukante&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Archäologie in Deutschland]] 04 | 2022, S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Der Neuwerker oder Paulshof gehörte 1135 zur [[Abtei]] der [[Benediktinerinnen]] in [[Kloster Neuwerk (Mönchengladbach)|Neuwerk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wachtmeisterhof war von 1265 bis 1802 im Besitz des [[Kloster]]s der [[Zisterzienserinnen]] in [[Duissern]] bei Duisburg. Seit einigen Generationen gehört er einer Anwohnerfamilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Lea de Gregorio: Der letzte Kämpfer, in: taz, 24./25. Oktober 2020, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junkershof gehörte zunächst den Edelherren von [[Stadt Wevelinghoven|Wevelinghoven]], diese starben aber Ende des 14. Jahrhunderts aus und deren Herrschaft gelangte an die [[Bentheim-Tecklenburg|Grafen von Bentheim-Tecklenburg]]. Bis 1797 war der Hof in gräflichem Besitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. und frühes 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Am 27. Februar 1945 nahmen US-Soldaten des 116. Regiments der 29. US-Infanteriedivision Lützerath während der [[Operation Grenade]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lützerath gehörte jahrhundertelang zur Gemeinde und Pfarre Immerath. Seine [[Postleitzahl (Deutschland)|Postleitzahl]] war bis 1993 die 5141, anschließend 41812.&amp;lt;ref&amp;gt;{{GOV|objekt=Lützerath |val=LUTRAT_W5141 |abruf=2025-10-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größte Einwohnerzahl erreichte Lützerath 1970 mit 105 Menschen. 2010 lebten lediglich noch 50, Anfang 2021 11 Einwohner im Ort.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://rp-online.de/nrw/panorama/raeumung-luetzerath-einwohnerzahlen-und-entschaedigungen_aid-82779027 Wie viele in Lützerath noch lebten und wie sie entschädigt wurden.]&amp;#039;&amp;#039; Website der [[Rheinische Post|Rheinischen Post]] vom 11. Januar 2023, abgerufen am 11. Januar 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsiedlung, Besetzung und Räumung ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Besetzung und Räumung von Lützerath}}&lt;br /&gt;
Im Zuge der Erweiterung des [[Tagebau Garzweiler#Geschichte|Tagebaus Garzweiler II]] durch [[RWE]] wurden von 2006 bis 2022 die Bewohner des Dorfes Lützerath umgesiedelt, nachdem ihre Grundstücke von RWE angekauft bzw. im Weigerungsfall gegen Entschädigung enteignet worden waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/weitere-enteignungen-wegen-garzweiler-baunkohle-drohen-100.amp &amp;#039;&amp;#039;Garzweiler II: Neue Enteignungen könnten nötig werden&amp;#039;&amp;#039;]; wdr.de 13. Januar 2023, abgerufen am 27. September 2025&amp;lt;/ref&amp;gt; Umsiedlungszielort war, wie für das benachbarte Dorf [[Immerath (Erkelenz)|Immerath]], das weiter westlich gelegene neue Dorf [[Immerath (neu)]]. Gegen den Abriss des Dorfes und die Ausdehnung der [[Braunkohle]]förderung gab es seit 2020 einen Zusammenschluss mehrerer Umweltschutz- und [[Klimaschutz]]organisationen. Seit der [[Bundestagswahl 2021]] (Regierungswechsel und erste [[Kabinett Scholz|Ampelkoalition auf Bundesebene]]) wurde in der Bundespolitik und der Landespolitik NRW ([[Kabinett Wüst|Kabinette Wüst I und II]]) vermehrt über den Erhalt des Weilers diskutiert. &lt;br /&gt;
Im Februar 2022 begannen russische Truppen auf Befehl des [[Putinismus|russischen Machthabers Putin]] einen völkerrechtswidrigen [[Russischer Überfall auf die Ukraine seit 2022|Überfall auf die Ukraine]]. Die Energiepreise stiegen stark an. &lt;br /&gt;
Anfang Oktober 2022 entschieden das [[Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz]] (Minister war [[Robert Habeck]]) und das [[Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen|Landeswirtschaftsministerium]] ([[Mona Neubaur]]), dass RWE Power die Braunkohle unter Lützerath abbauen darf. &lt;br /&gt;
Es gab dagegen Protestaktionen und Demonstrationen. Aktivisten besetzten die verbliebenen Häuser, um gegen deren Abriss und den Abbau der darunterliegenden Kohle zu protestieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 2023 wurde das Dorf durch einen Polizeieinsatz geräumt, wobei es zu Blockaden und teilweise gewaltsamen Ausschreitungen kam, und abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baudenkmäler ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Baudenkmäler in Lützerath}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Erkelenz-Lützerath Denkmal-Nr. 171, Lützerath 14 (3786).jpg|Wachtmeisterhof&lt;br /&gt;
 Erkelenz-Lützerath Denkmal-Nr. 242, Lützerath - L 277 (3867).jpg|Wegekreuz von 1867&lt;br /&gt;
 Erkelenz-Lützerath Denkmal-Nr. 243, Lützerath (3868).jpg|Ehemaliges Grabkreuz (1790)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ausstieg aus der Kohleverstromung in Deutschland#Kohleausstiegsgesetz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://garzweiler.com/luetzerath/ Lützerath in der Dokumentation Tagebau Garzweiler]&lt;br /&gt;
* [https://www.virtuelles-museum.com/ort/luetzerath/ Lützerath] im „Virtuellen Musem“ der Stadt Erkelenz&lt;br /&gt;
* [https://luetzipedia.org/ Lützipedia 4D Atlas] – Projekt zur Dokumentation Lützeraths in 3D / [[Virtuelle Realität|Virtual Reality]]&lt;br /&gt;
* [http://www.limburg-bernd.de/DenkErk/Denkmalblatt.htm Denkmale in der Stadt Erkelenz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile von Erkelenz}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1071504843|VIAF=315964052}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lutzerath}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weiler in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Erkelenz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgebaggerter Ort im Rheinischen Braunkohlerevier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1168]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Windharp</name></author>
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