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	<title>Lüsterweibchen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T22:53:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=L%C3%BCsterweibchen&amp;diff=1060730&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2025-11-17T18:22:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; wf, -totlinks&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lüsterweibchen 19 Jh MHQ.jpg|mini|Lüsterweibchen, 19. Jahrhundert ([[Museum Humpis-Quartier]], [[Ravensburg]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lüsterweibchen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leuchterweibchen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Kronleuchter]], für den waagrecht angeordnete [[Geweih]]stangen verwendet werden, an deren Basen eine weibliche [[Halbfigur]] sitzt. Der Begriff bezeichnet im engeren Sinn bloß die Figur, die als [[pars pro toto]] dem ganzen [[Geweihmöbel]] den Namen gegeben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Typus &amp;#039;&amp;#039;Lüsterweibchen&amp;#039;&amp;#039; entsprechende Wandleuchter sind bereits seit dem Ende des 14. Jahrhunderts nachweisbar; neben dem Geweih des [[Hirsche]]s fanden auch das des [[Elch]]es und die Hörner des [[Steinbock]]s Verwendung. Im 16. Jahrhundert ([[Spätgotik]] und [[Renaissance]]) verbreiteten sich vor allem im deutschen Raum dann Deckenleuchter und fanden besonders in Süddeutschland großen Anklang. Lüsterweibchen kamen nochmals während des [[Historismus]] in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sehr in Mode, funktionierten dann aber zunehmend als Gas- oder elektrische Leuchten. In dieser Form, d. h. mit elektrischer Beleuchtung, werden sie auch heute noch im alten Stil hergestellt. Antike Lüsterweibchen sind im Kunsthandel begehrt und erzielen je nach Alter und Qualität hohe Preise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geweihe sind seit alters sehr beliebte Sammelgegenstände, denen neben ihrer [[Schmuck|dekorativen]] und [[Repräsentativität|repräsentativen]] Eignung oft auch [[Apotropäische Handlung|apotropäische]] Kräfte zugeschrieben werden. Den [[profan]]en, aber mit [[Mythologie|mythologischer]] und [[Allegorie|allegorischer]] Bedeutung aufgeladenen Lüsterweibchen, die oft Fabelgestalten wie [[Sirene (Mythologie)|Sirenen]] zeigen, gingen Leuchter voran, die mit einer [[Heiliger|Heiligenfigur]] oder einer [[Maria (Mutter Jesu)|Madonna]] geschmückt wurden, die &amp;#039;&amp;#039;Muttergottesleuchter&amp;#039;&amp;#039;. Andere aus Holz geschnitzte Lüsterweibchen sind reich oder in Tracht gekleidete Frauen, bisweilen eine [[Lukrezia]] darstellend. Seltener sind männliche Varianten, die sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Lüstermännchen&amp;#039;&amp;#039;, oder tierische Fabelwesen, die &amp;#039;&amp;#039;Drachenleuchter&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kerzen trägt entweder die Figur oder aber sie sitzen an den Sprossen und Schaufeln der Geweihe. Bei seit dem Ende des 19. Jahrhunderts hergestellten und für elektrische Beleuchtung bestimmten Lüsterweibchen hängen die Fassungen für Glühbirnen manchmal auch nach unten. Gelegentlich sind zusätzlich noch Halterungen für Kerzen angebracht, so dass die Art der Beleuchtung ausgewählt werden kann. Die Leuchtkraft muss insgesamt nicht sehr stark sein. Die Funktion ist dann eher die ursprüngliche der Repräsentation durch optischen Eindruck, nicht selten unterstützt durch das Anbringen von [[Wappenschild]]en des Besitzers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Lüsterweibchen ==&lt;br /&gt;
Das älteste bekannte Lüsterweibchen entstand vor 1400. Es handelt sich um die von einem unbekannten Meister aus [[Eichen]]holz gefertigte Büste einer Frau, die einen [[Haube|Kruseler]] trägt und somit als verheiratete Frau gekennzeichnet ist. Die Büste ist im Stile der Familie [[Parler (Familie)|Parler]] gefertigt. Sie schwebt frei im Raum. Das zwölfendige Geweih stammt von einem Rothirsch; fünf schmiedeeiserne Kerzenhalter sind daran angebracht. Der Leuchter wurde von Ghese Lambrachting aus [[Lemgo]] 1392 der dortigen [[St. Marien (Lemgo)|Marienkirche]] zusammen mit dem Marienaltar gestiftet. Mit der [[Reformation]] wurde der Leuchter aus der Kirche entfernt und kam über die Zwischenstation Rathaus 1926 ins Heimatmuseum im &amp;#039;&amp;#039;Hexenbürgermeisterhaus&amp;#039;&amp;#039;, wo es nach Restaurierung und kunsthistorischer Forschung präsentiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Iris Herpers, Götz J. Pfeiffer |Titel=„vyf waslecht up dat hartestwych“. Der figürliche Geweihleuchter aus der Pfarrkirche St. Marien |Hrsg=Jutta Prieur-Pohl, Jürgen Scheffler |Sammelwerk=700 Jahre St. Marien Lemgo |Ort=Bielefeld |Datum=2006 |Seiten=144-155}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Besondere dieses Stückes ist, dass es nicht wie die späteren Leuchterweibchen für profane Räume bestimmt war, sondern im Zusammenhang mit einer Stiftung an einen Altar in einem Sakralraum belegt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Albrecht Dürer Lüsterweibchen 1.jpg|mini|Albrecht Dürer: &amp;#039;&amp;#039;Das Lüsterweibchen&amp;#039;&amp;#039;, Tuschzeichnung, 1513]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luesterweibchen albrecht duerer.JPG|mini|&amp;#039;&amp;#039;Lüsterweibchen nach Albrecht Dürer ca. 1900&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Albrecht Dürer]] entwarf für seinen Freund [[Willibald Pirckheimer]] ein Lüsterweibchen, deren [[nixe]]nähnliche barbusige Büste mit dem Geweih verwachsen scheint. Der Roman &amp;#039;&amp;#039;Das Leuchterweibchen. Eine Dürernovelle&amp;#039;&amp;#039; von [[Friedrich Alfred Schmid Noerr]] aus dem Jahr 1928 bezog seinen Titel darauf. Die Existenz des gemalten Leuchters ist nicht gesichert. Tatsächlich ließ Dürer mehrere Lüsterweibchenleuchter nach eigenen Zeichnungen fertigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellungen ==&lt;br /&gt;
* 2011: &amp;#039;&amp;#039;Artefakt und Naturwunder – Das Leuchterweibchen der Sammlung Ludwig, Ausstellung in der [[Ludwig Galerie Schloss Oberhausen|Ludwig Galerie]]&amp;#039;&amp;#039; Schloss Oberhausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Juliane von Fircks]]: &amp;#039;&amp;#039;„Lieben diener v[nd] dinerinne, pfleget mit steter trewen minne.“ Das Wiesbadener Leuchterweibchen als Minneallegorie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nicht die Bibliothek, sondern das Auge. Westeuropäische Skulptur und Malerei an der Wende zur Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von der Skulpturensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin. Petersberg 2008, S. 98–110.&lt;br /&gt;
* Iris Herpers, Götz J. Pfeiffer: &amp;#039;&amp;#039;„vyf waslecht up dat hartestwych“. Der figürliche Geweihleuchter aus der Pfarrkirche St. Marien.&amp;#039;&amp;#039; In: Jutta Prieur-Pohl, Jürgen Scheffler (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;700 Jahre St. Marien Lemgo.&amp;#039;&amp;#039; Bielefeld 2006, S. 144–155.&lt;br /&gt;
* Dietmer Heubach: &amp;#039;&amp;#039;Das Leuchterweibchen von Kiedrich im Wiesbadener Museum.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nassauische Heimatblätter,&amp;#039;&amp;#039; 17, 1913, S. 14–15.&lt;br /&gt;
* [[Dagmar Preising]], [[Michael Rief]], [[Christine Vogt]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Artefakt und Naturwunder – Das Leuchterweibchen der Sammlung Ludwig.&amp;#039;&amp;#039; Katalog zur Ausstellung in der [[Ludwig Galerie Schloss Oberhausen|Ludwig Galerie]], Oberhausen 2011, ISBN 978-3-86678-512-0.&lt;br /&gt;
* Dagmar Preising: &amp;#039;&amp;#039;Geweih und Schnitzwerk. Ein Leuchtertypus und sein Bedeutungswandel vom Mittelalter zum Historismus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Aachener Kunstblätter,&amp;#039;&amp;#039; 65 (2011-2013), 2014, ISBN 978-3-930594-41-2, S. 98–115.&lt;br /&gt;
* Dagmar Preising, Michael Rief: &amp;#039;&amp;#039;Neue Funde und Ergänzungen zu Geweihleuchtern.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Aachener Kunstblätter,&amp;#039;&amp;#039; 65 (2011-2013), 2014, ISBN 978-3-930594-41-2. S. 116–137. (Umfangreiches Literaturverzeichnis.)&lt;br /&gt;
* Dagmar Preising: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.rdklabor.de/w/?oldid=95495 Geweihleuchter.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Labor (2015).&lt;br /&gt;
* Christiane Schillig&amp;lt;!--Titel??--&amp;gt; in: &amp;#039;&amp;#039;[[Monumente]]. Magazin für Denkmalkultur in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Heft 9/10 2007, S. 16–18, {{ISSN|0941-7125}}&lt;br /&gt;
* Axel Treptau: &amp;#039;&amp;#039;Drei Geweihleuchter aus dem Bayrischen Nationalmuseum – eine kunsttechnologische Beschreibung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Aachener Kunstblätter,&amp;#039;&amp;#039; 65 (2011-2013), 2014, ISBN 978-3-930594-41-2, S. 138–161.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.deutschefotothek.de/obj32005528.html Abbildung eines Leuchterweibchen des Historismus, um 1880] [[Deutsche Fotothek]]&lt;br /&gt;
* [http://www.larsdatter.com/leuchterweibchen.htm &amp;#039;&amp;#039;Leuchterweibchen and Lüsterweibchen: Anthropomorphic Chandeliers of the 15th-17th Centuries.&amp;#039;&amp;#039;] (Umfangreiche Linkliste.)&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20141221083036/http://wwwg.uni-klu.ac.at:80/kultdoku/kataloge/17/html/1388.htm Lüsterweibchen] aus dem Katalog der Niederösterreichischen Landesausstellung 1979 im Schloß Marchegg &lt;br /&gt;
* Stephanie Weltmann: [https://www.waz.de/staedte/oberhausen/ludwig-galerie-im-schloss-oberhausen-zeigt-luesterweibchen-in-neuer-ausstellung-id4229851.html &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Galerie im Schloss Oberhausen zeigt Lüsterweibchen in neuer Ausstellung.&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;WAZ,&amp;#039;&amp;#039; 1. Februar 2011.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lusterweibchen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leuchte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Martin Sg.</name></author>
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