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	<title>Lüsterfarbe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T00:10:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=L%C3%BCsterfarbe&amp;diff=2436625&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SebastianHelm: /* Lüster in der Geschichte der Tafelmalerei, der Fassung von Skulpturen und von Bilderrahmen */ falsche Jahrhunderte raus per Diskussion</title>
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		<updated>2025-01-17T14:00:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Lüster in der Geschichte der Tafelmalerei, der Fassung von Skulpturen und von Bilderrahmen: &lt;/span&gt; falsche Jahrhunderte raus per Diskussion&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Deruta, coppa a lustro, xvi sec.JPG|mini|Gelüsterte Majolikaschale aus [[Deruta#Wirtschaft und Kultur|Deruta]]]]&lt;br /&gt;
Die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lüsterfarbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Lüster, Lüstermalerei, Lüsterung (von lat. &amp;#039;&amp;#039;lustrare&amp;#039;&amp;#039;, ‚beleuchten‘, ‚erhellen‘) bezeichnet den metallisch schimmernden Überzug von [[Fayence]]n, seltener von Porzellan oder Glas. Auch die mit Blattmetall hinterlegte transparent farbige [[Fassung (Bemalung)|Fassung]] von [[Skulptur]]en und die ebenfalls transparente Farbe zur Steigerung der Leuchtkraft bestimmter Partien auf [[Tafelbild (Malerei)|Tafelbildern]] werden so benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Keramik ==&lt;br /&gt;
=== Technik ===&lt;br /&gt;
Die Lüsterfarben auf frühen [[Islamische Keramik|islamischen]] und italienischen [[Majolika|Majoliken]] des 9. bis 16. Jahrhunderts sind Emulsionen von Metallsulfaten oder -oxiden, gemischt mit Ocker, die in saurer Lösung auf die beim ersten Brand entstandene Glasur aufgebracht und im Glattbrand [[Aufglasurfarben|(Aufglasurbrand)]] bei mäßiger Temperatur aufgeschmolzen wurden. Gelegentlich wurde auch Porzellan mit Lüsterfarben dekoriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der kunsthandwerklichen Keramiktechnologie der Gegenwart werden zur Erzeugung flächiger und verlaufender Lüstrierungen Metallnitrat und Metallchloridlösungen vor dem zweiten Brand aufgebracht. Auch mit anderen Techniken oder Glasurmaterialien erzeugte [[irisieren]]de Oberflächen werden hier – wie auch bei Kunstgläsern – häufig als „Lüster“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte der Lüsterfayence ===&lt;br /&gt;
Lüsterkeramik entstand im 9. und 10. Jahrhundert in Mesopotamien und Persien. Gelüsterte Wandfliesen zur Ausstattung von Gebetsnischen in Sakralräumen waren ornamental mit Schriftbändern geschmückt. Auch im [[Kalifat von Córdoba]] kannte man schon im 10. Jahrhundert die goldfarbene Lüsterkeramik aus Bagdad. Eine eigene Produktion im von den [[Mauren]] beherrschten Iberien ist erst im 13. Jahrhundert für [[Málaga]] und [[Granada]] erwiesen. Berühmt sind die [[Alhambra-Vase]]n, die von Ranken zarter, goldschimmernder [[Arabeske]]n überzogen sind. Bis ins 16. Jahrhundert wurde z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Valencia]] Goldlüsterware hergestellt und über [[Mallorca]] als nach der Insel sogenannte [[Majolika]] nach Italien ausgeführt. Dort war sie hochgeschätzt und bald ahmte man sie nach. Im Töpferort [[Deruta]] entstanden um 1500 die ersten italienischen Stücke. Deren goldgelbe Lüsterfarben in Kombination mit anderen [[Unterglasurfarben|Scharffeuerfarben]] blieben auch für die Folgezeit bestimmendes Merkmal der dortigen Fayencen. Im bald in Konkurrenz zu Deruta tretenden [[Gubbio]] hatte der Metallglanz eine eher kupferrote Färbung. Bei [[Fayence]] und [[Porzellan]] aus Nordeuropa kommen Lüsterfarben nur selten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Malerei ==&lt;br /&gt;
=== Technik ===&lt;br /&gt;
Um in der Malerei den reflektierenden Glanz zum Beispiel von Edelsteinen oder [[Brokatstoff]]en wiederzugeben, hatten schon die [[Fassmaler]] des Mittelalters mit Blattsilber belegte Flächen mit transparent farbiger Lasur überzogen. Sie bevorzugten rote und grüne Lüsterfarben. Textilartig strukturierte Oberflächen erzeugte man durch Eindrücken von [[Punze (Werkzeug)|Punzen]] oder [[Tremolierstich|Tremoliereisen]] in den Kreidegrund. Statt Silber oder Blattgold wird in mittelalterlichen Malereitraktaten (z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Theophilus Presbyter|Theophilus]] um 1110) auch [[Stanniol]] (Zinnfolie) als Untergrund für Lasurfarben empfohlen, die wenigen erhaltenen Beispiele weisen jedoch eine geringere Brillanz auf als die Edelmetallunterlagen. Wird Blattsilber nur mit warmtoniger Lasur überzogen, um einen goldenen Glanz zu erzielen, spricht man in der Malereitechnologie von „Goldlack“, obwohl technisch kein Unterschied zur vielfarbigen Lüsterung besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lüster in der Geschichte der Tafelmalerei, der Fassung von Skulpturen und von Bilderrahmen ===&lt;br /&gt;
In der [[Ikone]]nmalerei des Ostens ist die Lüsterung seit dem 12. Jahrhundert verbreitet. Als ältestes deutsches Beispiel gilt das [[St. Maria zur Höhe (Soest)#Das Soester Scheibenkreuz|Scheibenkreuz in St. Maria zur Höhe]] in Soest, entstanden um 1230. Um 1400 bis zum Ende des Mittelalters nahm die Anwendung der Technik zu. In der Renaissance war sie zwar nicht gänzlich verpönt, wurde aber sehr gezielt eingesetzt. So hinterlegte [[Albrecht Altdorfer]] in seiner &amp;#039;&amp;#039;[[Die Alexanderschlacht|Alexanderschlacht]]&amp;#039;&amp;#039; von 1529 die untergehende Sonne mit Blattgold. Auf dem Porträt Heinrichs VIII., das [[Hans Holbein der Jüngere]] um 1540 malte, brachte er eine rote Lasur auf Blattsilber an, um das gemalte Seidengewand leuchten zu lassen. Im Manierismus wurden Skulpturen und Ornamente gern kleinflächig mit Lüsterfassungen dekoriert, zum Beispiel von [[Ludwig Münstermann]]. In Spanien war die großzügige Lüsterung der Gewänder von Skulpturen bis ins 19. Jahrhundert weit verbreitet, was auch auf die Bemalungstechnik in den lateinamerikanischen Ländern ausstrahlte. Seit dem Klassizismus verschwanden die Lüsterfarben aus der Hochkunst. Sie leben aber in Dekorationstechniken bis heute fort. Bilderrahmen sogenannte Goldrahmen wurden, insbesondere im 19. Jahrhundert, mit Hilfe dieser Technik aus Kostengründen »vergoldet«, indem man den grundierten Rahmen erst versilberte und anschließend Goldlack auftrug&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Knut Nicolaus |Titel=DuMont&amp;#039;s Bildlexikon der Gemäldebestimmung |Verlag=DuMont Buchverlag |Ort=Köln |Datum=1982 |ISBN=3-7701-1243-1 |Seiten=132}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Brigitte Klesse: &amp;#039;&amp;#039;Majolika&amp;#039;&amp;#039;, (Kataloge des Kunstgewerbemuseums Köln) Köln 1966, S. 8–26.&lt;br /&gt;
* Gustav Weiß: Keramik-Lexikon, Bern 1998/2003, S. 193 (zu heutigen Technologien)&lt;br /&gt;
* Lexikon der Kunst, Leipzig 1975, Bd. 3, S. 73f. (Artikel Lüster, Lüsterfayence)&lt;br /&gt;
* Rolf E. Straub: &amp;#039;&amp;#039;Tafel- und Tüchleinmalerei&amp;#039;&amp;#039; und Manfred Koller: &amp;#039;&amp;#039;Maltechniken im 16. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Reclams Handbuch der künstlerischen Techniken&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1, Stuttgart 1984, S. 187–189, 235f., und 315-319.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lusterfarben}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramikstil]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramischer Werkstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wandkeramik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstlerische Technik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik der Malerei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SebastianHelm</name></author>
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