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	<title>Lügenmuseum - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=L%C3%BCgenmuseum&amp;diff=642393&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Zollernalb: /* Geschichte */</title>
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		<updated>2026-01-14T09:12:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Museum&lt;br /&gt;
|Name             = Lügenmuseum Radebeul&lt;br /&gt;
|Bild             = [[Datei:Serkowitz, Lügenmuseum.JPG|rahmenlos]]&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = Gebäude des Museums&lt;br /&gt;
|Ort              = [[Radebeul]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
|Breitengrad      = 51.095556&lt;br /&gt;
|Längengrad       = 13.659167&lt;br /&gt;
|ISO-Region       = DE-SN&lt;br /&gt;
|Art              = [[Kunstmuseum]]&lt;br /&gt;
|Architekt        = &lt;br /&gt;
|Eröffnung        = 2012&lt;br /&gt;
|Schließung       = &lt;br /&gt;
|Besucheranzahl   = &lt;br /&gt;
|Betreiber        = Dorota und Reinhard Zabka&lt;br /&gt;
|Leitung          = Dorota und Reinhard Zabka&lt;br /&gt;
|ISIL             = &lt;br /&gt;
|Website          = [https://lügenmuseum.de/ lügenmuseum.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lügenmuseum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;Lüseum&amp;#039;&amp;#039;) ist ein privates [[Gesamtkunstwerk]] und Museum für [[zeitgenössische Kunst]] in [[Radebeul]] bei Dresden. Es wurde am 1. April 1990 vom [[Objektkünstler]] [[Reinhard Zabka]] in der [[Ostprignitz]] gegründet und ist heute im ehemaligen [[Gasthof Serkowitz]] untergebracht. Das Museum verbindet Elemente von zeitgenössischer Kunst, [[Romantische Ironie|romantischer Ironie]], historischer Sammlungen (z.&amp;amp;nbsp;B. Raritätenkabinett, [[Wunderkammer]]) und [[Kunsthandwerk]] mit [[Museum|musealen]] Formen und politischer Bildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Lügenmuseum wurde 1990 in einer [[Kate (Hütte)|Bauernkate]] in der [[Prignitz|Ostprignitz]] gegründet. 1997 zog es in das Gutshaus [[Gantikow]] in Brandenburg. Seit 2012 ist es im Gasthof Serkowitz in Radebeul ansässig, einem über 700 Jahre alten, denkmalgeschützten Gebäude, das von der Stadt zur Verfügung gestellt und mit öffentlichen Mitteln saniert wurde. In den vergangenen Jahrzehnten haben über 250 Künstlerinnen und Künstler im Museum gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konzept ==&lt;br /&gt;
Das Museum versteht sich als [[fiktion]]ales Museum. Es bildet ein [[Radikaler Konstruktivismus|radikales]] Gesamtkunstwerk, indem es Elemente eines Kunstmuseums, eines Heimatmuseums, eines Künstlerhauses, [[Offene Ateliers|offener Ateliers]] und [[Soziales System|soziokultureller]] Räume miteinander kombiniert. In 16 thematisch gestalteten Räumen werden Lichtinstallationen, [[Kinetische Kunst|kinetische]] Objekte, Fundstücke, Klangräume und inszenierte Alltagsobjekte präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die künstlerische Praxis ist beeinflusst von [[Dadaismus|Dada]], [[Fluxus]] und der Idee des erweiterten Kunstbegriffs. Die Bezeichnung „Lügenmuseum“ verweist auf bewusst fiktionalisierte Darstellungen, die zur Reflexion über Wahrheit, Erinnerung und gesellschaftliche Konstruktionen anregen sollen. Fiktive Figuren wie „Emma von Hohenbüssow“ und „Richard von Gigantikow“ –&amp;amp;nbsp;[[Alter Ego]]s des Künstlers&amp;amp;nbsp;– treten in den Ausstellungen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trägerschaft und Ausrichtung ==&lt;br /&gt;
Das Museum wird vom gemeinnützigen Verein &amp;#039;&amp;#039;Kunst der Lüge e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.luegenmuseum.de/kunst-der-luege |titel=Kunst der Lüge e.&amp;amp;nbsp;V. |hrsg=Lügenmuseum Radebeul |sprache=de |abruf=2025-05-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.vorschau-rueckblick.de/2021/08/kunst-der-luege-e-v/ |titel=Vorschau und Rückblick – Kunst der Lüge e.&amp;amp;nbsp;V. |werk=vorschau-rueckblick.de |sprache=de |abruf=2025-05-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; getragen und durch einen Freundeskreis unterstützt. Es versteht sich als Ort kultureller [[Selbstermächtigung]] ([[Empowerment]]), [[Partizipative Entscheidungsfindung|partizipativer]] Vermittlungsarbeit und politischer Bildung. Neben den Ausstellungen finden Workshops, [[Performance (Kunst)|Performances]] und Veranstaltungen statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vermittlung und Nachhaltigkeit ===&lt;br /&gt;
Das Museum verfolgt einen experimentellen und [[Inklusive Pädagogik|inklusiven]] Vermittlungsansatz. Besuchende werden ermutigt, die Installationen interaktiv zu erleben und eigene Deutungen einzubringen. [[Nachhaltigkeitsmanagement|Nachhaltigkeit]] spielt eine zentrale Rolle, etwa durch ressourcenschonende Praxis und die Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren und Akteurinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Debatte um den Standort ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 2024 kündigte die Stadt Radebeul dem Museum das Nutzungsverhältnis im Gasthof Serkowitz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Silvio Kuhnert |url=https://www.saechsische.de/lokales/meissen-lk/radebeul/darum-setzt-die-stadt-radebeul-zabka-mit-seinem-luegenmuseum-vor-die-tuer-IGVFRJJSOGNJRZDMKJ6SMWLAWQ.html |titel=Darum setzt die Stadt Radebeul Zabka mit seinem Lügenmuseum vor die Tür |datum=2024-05-24 |sprache=de |abruf=2025-05-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies löste eine Debatte über die Rolle unabhängiger Kulturorte aus. Der [[Museologie|Museologe]] [[Oliver Rump]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.museumsbund.de/oliver-rump/ |titel=Oliver Rump |hrsg=Deutscher Museumsbund e.&amp;amp;nbsp;V. |sprache=de |abruf=2025-05-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnete das Museum als eine moderne Form der [[Wunderkammer]] und betonte dessen kulturpolitische Relevanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitat ==&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Sobald man aber das Schloss betreten hat, wird die Unterscheidung zwischen Schein und Sein durchaus schwierig, denn die ausgestellten Objekte und Installationen sind nicht, was sie sind. Es sind Reliquien einer traumatisch eingestürzten Inneneinrichtung namens DDR. Es sind Kompositionen aus heiligen Resten, aus Alltagskram, der hier in einer Weise zweckentfremdet oder aus seiner dienenden Rolle erlöst und zum Selbstzweck wird, dass der kunstvoll neue Zusammenhang die Dinge als ihre eigene Karikatur oder Verherrlichung erscheinen lässt. Hier ward das ‚Wahnsinns‘ -Wort der Wende wahr: Altäre mit Wimpeln und Orden und Walter-Ulbricht-Fotos, das Mausoleum mit einer darin aufgebahrten verdienten Maus des Volkes. Das meiste aber ist gar nicht irgendwie gemeint, will an gar nichts mehr erinnern, hat die Erinnerung an sich selbst fast aufgegeben und kreist als nutzloses Spielwerk lächelnd um sich selbst: ‚Maschinen, die ins Leere laufen‘&lt;br /&gt;
 |Autor=Martin Ahrends&lt;br /&gt;
 |Quelle=Museumsführer des Landes Brandenburg&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Ahrends |Hrsg=Museumsverband d. Landes Brandenburg |Titel=Museen in Brandenburg |Verlag=Henschel Verlag |Datum=2001 |ISBN=3-89487-376-0 |Seiten=84–85}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Martin Ahrends, Martin Stefke: &amp;#039;&amp;#039;Museen in Brandenburg.&amp;#039;&amp;#039; Koehler &amp;amp; Amelang / Museumsverband des Landes Brandenburg e.&amp;amp;nbsp;V., Potsdam 2009, ISBN 978-3-7338-0369-8.&lt;br /&gt;
* Karin Baum (Gerhardt): &amp;#039;&amp;#039;Lautes Schweigen in Radebeul. Oder: Sprachlosigkeit, die sprachlos macht.&amp;#039;&amp;#039; VORSCHAU&amp;amp;RÜCKBLICK. Radebeul, Radebeuler Monatsheft e.&amp;amp;nbsp;V., Juli 2022.&lt;br /&gt;
* Karin Baum (Gerhardt): &amp;#039;&amp;#039;Lügenmuseum bald obdachlos? Keine Kulturkonzeption für Radebeul in Sicht.&amp;#039;&amp;#039; VORSCHAU&amp;amp;RÜCKBLICK. Radebeul, Radebeuler Monatsheft e.&amp;amp;nbsp;V., Juni 202&lt;br /&gt;
* Ursula Maria Berzborn: &amp;#039;&amp;#039;Wie konntest du als Künstler die DDR-Bedingungen unterwandern?&amp;#039;&amp;#039; KuLe Kunst &amp;amp; Leben. Ein Haus in Berlin-Mitte. Berzborn &amp;amp; Weismann und Revolver Publishing, Berlin 2016.&lt;br /&gt;
* Jens-Fietje Dwars: &amp;#039;&amp;#039;Kein Museum, keine Kunst?&amp;#039;&amp;#039; Palmbaum. Literarisches Journal aus Thüringen. Quartus-Verlag, Jena 2/2022.&lt;br /&gt;
* Evelyn Finger: &amp;#039;&amp;#039;Der letzte Dadaist des wilden Ostens.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 39/2008, S. 76.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Thomas Gerlach&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Radebeuler Monatshefte e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
   |Titel=Das Lügenmuseum – ein neuer Pilgerort im historischen Gasthof Serkowitz&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Vorschau &amp;amp; Rückblick; Monatsheft für Radebeul und Umgebung&lt;br /&gt;
   |Datum=2013-09&lt;br /&gt;
   |Seiten=12–15}}&lt;br /&gt;
* Jana Duran: &amp;#039;&amp;#039;Lügenmuseum. Wirklich unwirklich.&amp;#039;&amp;#039; Schräge Museen. Eine Reise zu den skurrilsten Sammlungen der Welt. DuMont Reiseverlag, Köln 2019, ISBN 978-3-7701-8474-3.&lt;br /&gt;
* Lothar Lang: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Montmartre. Künstler vom Prenzlauer Berg.&amp;#039;&amp;#039; Rütten &amp;amp; Loening, Berlin 1991.&lt;br /&gt;
* Thomas Schubert: &amp;#039;&amp;#039;Reinhard Zabka. Ein Museumsmann, aber kein Mann fürs Museum. Zwischen Ausstieg und Aktion.&amp;#039;&amp;#039; Kerber Verlag, Bielefeld / Berlin 2014.&lt;br /&gt;
* Briana J. Smith: &amp;#039;&amp;#039;Reinhard Zabka: Playing with the Public&amp;#039;&amp;#039;. FREE BERLIN: art, urban politics, and everyday life. Cambridge MA 2022.&lt;br /&gt;
* Christiane Todt-Höhndorf: &amp;#039;&amp;#039;Lügenmuseum.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Museum Kuriosum. Ungewöhnliche Museen in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. [[Books on Demand]], Norderstedt 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.luegenmuseum.de/ Homepage des Lügenmuseums]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lugenmuseum}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Radebeul)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstmuseum in Brandenburg|Kyritz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dadaismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Expressionismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Kyritz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Radebeul)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museum im Landkreis Ostprignitz-Ruppin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museumsgründung 1990]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zollernalb</name></author>
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