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	<title>Lüderitzland - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T23:20:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Derkoenig: t</title>
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		<updated>2025-09-07T03:39:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;t&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Deutsche kolonien 1885 ausschnitt lüderitzland.jpg|mini|Das Lüderitzland auf einer Karte der deutschen Kolonien von 1885 (Ausschnitt)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lüderitzland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Lüderitz-Land&amp;#039;&amp;#039;, selten &amp;#039;&amp;#039;Lüderitz-Territorium&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Guido Knopp]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Weltreich der Deutschen – Von kolonialen Träumen, Kriegen und Abenteuern&amp;#039;&amp;#039;. Überarbeitete Taschenbuchausgabe. Piper Verlag, München 2011, ISBN 978-3-492-26489-1, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war der Name eines Küstenstreifens im Südwesten Afrikas.&amp;lt;ref&amp;gt;Rochus Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Deutschlands Kolonien&amp;#039;&amp;#039;. Band 2. Verlag des Vereins der Bücherfreunde Schall &amp;amp; Grund, Berlin 1898, S. 262 (Reprint durch Weltbild Verlag, Augsburg 1998, ISBN 3-8289-0301-0)&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurde nach den Bremer Großkaufleuten [[Adolf Lüderitz]], der das Land unter fragwürdigen Umständen 1883 für seine Firma erwerben ließ, und seinem jüngeren Bruder [[August Lüderitz]], der vor Ort Gebiete aufkaufte und für das [[Deutsches Reich|Deutsche Reich]] Verhandlungen führte, benannt. Das 1884 unter deutschen Schutz gestellte Land wurde zu einer Keimzelle der Kolonie [[Deutsch-Südwestafrika]], dem heutigen [[Namibia]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=Lüderitz |Band=12 |Seite=771 |zenoID=20007021232}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Britannica |id=EBchecked/topic/230970 |titel=German South West Africa |abruf=2019-09-02 |autor=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Etwa 140 Kilometer östlich von Lüderitzbucht an der Eisenbahn nach Keetmanshoop Deutsch-Südwestafrika.jpg|mini|Im Inneren von Lüderitzland zur deutschen Kolonialzeit, vor 1910]]&lt;br /&gt;
Lüderitzland erstreckte sich im Norden bis zum 26. Grad südlicher Breite und im Süden bis zum [[Oranje (Fluss)|Oranje-Fluss]]. Vom [[Südatlantik]] reichte es 20 deutsche Meilen – etwa 150 Kilometer – in das Landesinnere von jedem Punkt der Küste. Die in Küstennähe gelegenen [[Penguin Islands|Pinguininseln]] zählten nicht zum Lüderitzland. In dieses Gebiet ragt der südliche Ausläufer der [[Namib (Wüste)|Namib]]-Wüste. Außerdem entstand hier das heutige [[Diamantensperrgebiet]]. Eine Ansiedlung von überregionaler Bedeutung ist der Ort [[Lüderitz]] an der gleichnamigen [[Lüderitzbucht]]. Heute umfasst der [[ǃNamiǂNûs (Wahlkreis)|Wahlkreis ǃNamiǂNûs]] große Teile des ehemaligen Lüderitzlandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Adolf Lüderitz war von der Idee fasziniert, eine private Kolonie unter deutschem Schutz zu gründen. Im Südwesten Afrikas, so erfuhr er, sei „herrenloses“ Land mit üppigen Bodenschätzen zu haben – afrikanische Einheimische wurden nicht als „Herren“ angesehen. Am 23. November 1882 schrieb Lüderitz an das [[Auswärtiges Amt|Auswärtige Amt]] in Berlin: „Das von mir ins Auge gefasste Land liegt zwischen dem großen und kleinen Fischfluss, also zwischen dem 26. Grad und dem 29. Grad südlicher Breite.“&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Petschull: &amp;#039;&amp;#039;Der Wahn vom Weltreich&amp;#039;&amp;#039;, Gruner + Jahr, Hamburg 1986, S. 54, ISBN 3-88199-315-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lüderitz entsandte noch im selben Jahr eine Expedition nach Südwestafrika, die von seinem Agenten [[Heinrich Vogelsang]] geleitet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der „Meilenschwindel“ ===&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
|align = right&lt;br /&gt;
|Richtung = horizontal&lt;br /&gt;
|Fußzeile = Der Vertrag des Landerwerbs&lt;br /&gt;
|Breite = 140&lt;br /&gt;
|Bild1 = Contract Frederiks-Vogelsang 1883 p1.jpg&lt;br /&gt;
|Bild2 = Contract Frederiks-Vogelsang 1883 p2.jpg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gründung des Lüderitzlandes am 25. August 1883 kam Lüderitz und Vogelsang der Umstand gelegen, dass dem ansässigen [[Nama (Volk)|Nama]]-Kaptein [[Josef Frederiks II|Joseph David Fredericks von Bethanien]] nur die &amp;#039;&amp;#039;[[Mile (Einheit)|englische Meile]]&amp;#039;&amp;#039; (rund 1,6 [[Kilometer]]), nicht aber die &amp;#039;&amp;#039;[[Meile|deutsche geographische Meile]]&amp;#039;&amp;#039; (rund 7,4 Kilometer) geläufig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Gisela Graichen, [[Horst Gründer]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kolonien – Traum und Trauma&amp;#039;&amp;#039;. Ullstein, Berlin 2005, S. 72ff., ISBN 3-550-07637-1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lüderitz reiste im September 1883 in seine von Vogelsang durchgeführten Neuerwerbungen. Der Kapitän des Kanonenboots &amp;#039;&amp;#039;[[Nautilus (Schiff, 1873)|Nautilus]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Richard Aschenborn]], der ihn dort im Januar 1884 besuchte, stellte fest, dass Lüderitz’ Besitz in deutschen Meilen gerechnet gut viermal so groß war wie in englischen Maßen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Petschull: &amp;#039;&amp;#039;Der Wahn vom Weltreich&amp;#039;&amp;#039;, Gruner + Jahr, Hamburg 1986, S. 59, ISBN 3-88199-315-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Unkenntnis dieses Unterschieds hatte Fredericks ein wesentlich größeres Territorium abgetreten, als er bei der Vertragsunterzeichnung annahm. In einem Brief schrieb Lüderitz seinem Agenten Vogelsang: „Lassen Sie Joseph Fredericks aber vorläufig in dem Glauben, daß es 20 englische Meilen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Wilfried Westphal: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschen Kolonien&amp;#039;&amp;#039;. Gondrom, Bindlach 1991, ISBN 3-8112-0905-1, S. 21.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese [[Täuschung|Irreführung]] ging als sogenannter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Meilenschwindel“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in die Geschichte ein. Als Gegenleistung hatte Fredericks von Vogelsang 500 [[Pfund Sterling]] und 60 englische Gewehre erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Dezember 1883 gab Fredericks eine schriftliche Erklärung ab, in der er die historischen Hintergründe seines angestammten Besitzrechts darlegte. Die Familie Fredericks sei demnach der rechtmäßige und alleinige Besitzer des Gebiets zwischen den Flüssen [[Tsondab]], [[Useb]], Oranje, [[Gawagam]], [[Fischfluss]] und dem Meer. Diese Protestnote ist in den Akten des ehemaligen [[Reichskolonialamt]]s erhalten geblieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilfried Westphal: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschen Kolonien&amp;#039;&amp;#039;. Gondrom, Bindlach 1991, ISBN 3-8112-0905-1, S. 20 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der zeitgenössischen, deutschen Presse wurde hingegen die „Rechtlichkeit und strengste Redlichkeit“, die bei der Gründung dieser Kolonie von Seiten Deutschlands gewaltet habe, gerühmt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/amtspresse/ansicht/issue/11614109/302/3/ Über „Deutschlands erste Kolonie“…] In: &amp;#039;&amp;#039;Neueste Mittheilungen&amp;#039;&amp;#039;, II. Jahrgang, No. 89. Berlin, 29. August 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgangspunkt Deutsch-Südwestafrikas ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüderitz Territory (formerly Angra Pequena), today Lüderitz, Namibia German Medal 1884, obverse.jpg|mini|links|[[Lüderitzbucht|Angra Pequena]] gesehen von der Nautilusspitze, [[Medaille]] 1884, Vorderseite]]&lt;br /&gt;
[[Datei:095 deutsch-sudwestafrika (1905) detail.png|mini|Lüderitzort, Lüderitzbucht und Lüderitzland auf einer deutschen Kolonialkarte von 1905 (Ausschnitt)]]&lt;br /&gt;
Ungeachtet der zweifelhaften Vertragsgrundlage gab die deutsche Reichsregierung dem Ansinnen Lüderitz’ am 24. April 1884 statt, seine Erwerbung vor britischen Ansprüchen zu schützen. Deutsche und britische Kriegsschiffe suchten nun häufig die Bucht von &amp;#039;&amp;#039;Angra Pequena&amp;#039;&amp;#039; – die spätere Lüderitzbucht – zur gegenseitigen Machtdemonstration auf. Die deutsche Parteinahme zugunsten Lüderitz’ drückte sich in einem Telegramm aus, das Reichskanzler [[Otto von Bismarck|Bismarck]] an die deutsche Botschaft in London schickte: „Zufolge Berichts des Kommandanten S.M. Kbt ‚Nautilus‘ und weiterer Nachrichten aus [[Kapstadt]] bezweifeln die dortigen Behörden, daß die Landerwerbungen u[nd] Geschäfte des Herrn Lüderitz nördlich vom Orange Fluß auf den Schutz des Reiches Anspruch haben. Ich habe deshalb den Kais[erlichen] Konsul in Kapstadt angewiesen, amtlich keine Zweifel darüber zu lassen, daß dies der Fall ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Koloniale Reichsarbeitsgemeinschaft |Titel=40 Jahre deutsche Kolonialarbeit |TitelErg=Gedenkschrift zum 24. April 1924 |Verlag=Verlag der Agencia Duems |Ort=Berlin |Datum=1924 |Kommentar=Seite I: Faksimile von Bismarcks Schreiben an den deutschen Botschafter in London |Online=https://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/files/17369/S_140.pdf |Format=PDF |KBytes=48236}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jürgen Petschull]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Wahn vom Weltreich&amp;#039;&amp;#039;. Gruner + Jahr, Hamburg 1986, S. 59, ISBN 3-88199-315-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 7. August 1884 wurden auf Weisung August Lüderitz’ auf den deutschen in der Lüderitzbucht liegenden Korvetten die deutsche Flagge gehisst und das Lüderitzland offiziell unter den Schutz des [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Reiches]] gestellt. Am 24. Oktober 1884 traf der neu ernannte Reichskommissar für [[Deutsche Kolonien in Westafrika|Deutsch-Westafrika]], [[Gustav Nachtigal]], in [[Bethanien (Namibia)|Bethanien]] ein und besiegelte im Beisein Fredericks die deutsche Besitzergreifung durch einen „Schutz- und Freundschaftsvertrag“. Vor dem [[Josef-Fredericks-Haus|Haus Fredericks’]] wurde eine deutsche Flagge aufgezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rochus Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutschlands Kolonien&amp;#039;&amp;#039;. Band 2. Verlag des Vereins der Bücherfreunde Schall &amp;amp; Grund, Berlin 1898, S. 262 f. (Reprint durch Weltbild Verlag, Augsburg 1998, ISBN 3-8289-0301-0)&amp;lt;/ref&amp;gt; Geldnot zwang Adolf Lüderitz April 1885 zum Verkauf seiner Erwerbungen für 500.000 [[Goldmark|Mark]] an die gerade gegründete [[Deutsche Kolonialgesellschaft für Südwestafrika]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lüderitzland bestand als geographische Bezeichnung auch in späteren Jahren fort und ist in zahlreichen Karten aus der [[Deutsche Kolonien und Schutzgebiete|deutschen Kolonialzeit]] verzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery heights=&amp;quot;250&amp;quot; mode=&amp;quot;packed&amp;quot; caption=&amp;quot;Die Begründer des Lüderitzlandes&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Adolf-Lüderitz-2.jpg|Adolf Lüderitz&amp;lt;br /&amp;gt; (1834–1886)&lt;br /&gt;
 Bad Schwartau Damals – Lüderitz.jpg|August Lüderitz&amp;lt;br /&amp;gt;(1838–1922)&lt;br /&gt;
 Heinrich Vogelsang.jpg|Heinrich Vogelsang&amp;lt;br /&amp;gt;(1862–1914)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Lüderitz-Denkmal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Gartenlaube |Wikisource=Kamerun und Lüderitz-Land |Autor= |Jahr=1884 |Heft=40 |Seite=665, 667–668}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ub.bildarchiv-dkg.uni-frankfurt.de/Bildprojekt/Lexikon/php/suche_db.php?suchname=L%FCderitzland Lüderitzland.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Kolonial-Lexikon]]&amp;#039;&amp;#039;, Band II, Leipzig 1920, S. 466.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=27/00/00.00/S |EW=16/00/00.00/E |type=adm1st |region=NA-KA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Luderitzland}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-Südwestafrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Lüderitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adolf Lüderitz als Namensgeber]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Derkoenig</name></author>
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