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	<title>Lübecker Volksbote - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T16:34:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;JKowar: /* Geschichte */ Form ( Printmedien kursiv).</title>
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		<updated>2025-10-06T11:25:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; Form ( Printmedien kursiv).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:WP Lübecker Volksbote 1932.jpg|mini|hochkant=1.45|Kopf des &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Volksboten&amp;#039;&amp;#039;, 1932]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lübecker Volksbote&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine deutsche Tageszeitung, die in der Freien und Hansestadt [[Lübeck]] und deren Umgebung erschien. Bis 1933 war es eine [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|sozialdemokratische]], dann [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|nationalsozialistische]] Tageszeitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekanntester Chefredakteur war [[Julius Leber]]. Für die Zeitung schrieb der in Lübeck geborene spätere [[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzler]] und [[Friedensnobelpreis]]träger [[Willy Brandt]] unter seinem Geburtsnamen &amp;#039;&amp;#039;Herbert Frahm&amp;#039;&amp;#039; als Schüler vor seiner Emigration nach Norwegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Volksbote&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt; siehe auch [[Geschichte der Lübecker Tageszeitungen]] &amp;lt;/ref&amp;gt; wurde 1894 gegründet. Leitender Redakteur bis 1904 war [[Otto Friedrich (Politiker)|Otto Friedrich]]. Da dieser mehrmals wegen Pressevergehen verurteilt wurde, wurde er 1904 seines Amtes enthoben. Das Gründungskapital trugen Lübecker Arbeiter vier Jahre nach dem Ende des [[Sozialistengesetz]]es, dem &amp;#039;&amp;#039;Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie&amp;#039;&amp;#039;, zusammen. Die Arbeitervereine und -berufsgruppen wie die der Hafen- und Tabakarbeiter veranstalteten Sammlungen, um die Mittel für die Zeitungsgründung aufzubringen. Träger der Zeitung war die &amp;#039;&amp;#039;Offene Handelsgesellschaft Friedrich Meyer &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039; Friedrich Meyer fungierte als Treuhänder. Er gehörte der &amp;#039;&amp;#039;Presskommission&amp;#039;&amp;#039; an, die Gesellschafter war und sowohl den technischen als auch den redaktionellen Betrieb kontrollierte. 1904 wurde der Schriftsetzer und spätere Senator und erste sozialdemokratische BürgermeisterLübecks [[Paul Löwigt]] Schriftleiter. Die Zeitung, die sich im Wesentlichen durch Abonnements finanzierte, hatte bereits 1914 eine Auflage von 7.000 Exemplaren; sie wuchs bis 1932 auf 14.000. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1896 wurde der schulische Werdegang [[Erich Mühsam]]s durch dessen Zuarbeit zum &amp;#039;&amp;#039;Volksboten&amp;#039;&amp;#039; beeinflusst. Er wurde vom [[Katharineum zu Lübeck]] verwiesen, nachdem er die Redaktion über Vorgänge an der Schule informiert hatte. Von 1904 bis 1919 war [[Johannes Stelling]] Redakteur der Zeitung. Beiträge lieferte ab 1923 [[Karl Albrecht (Politiker, 1904)|Karl Albrecht]]. 1919 kehrte Otto Friedrich auf den Posten des Chefredakteurs zurück. Julius Leber wurde 1921 Chefredakteur der Zeitung. Er leitete die Redaktion bis März 1933. Im Jahr 1928 firmierte die OHG Buchdruckerei Friedrich Meyer &amp;amp; Co. zur &amp;#039;&amp;#039;Wullenwever Druckverlag GmbH&amp;#039;&amp;#039; um.&amp;lt;ref&amp;gt;Das Unternehmen besteht bis heute als &amp;#039;&amp;#039;Dräger + Wullenwever print + media Lübeck GmbH &amp;amp; Co. KG&amp;#039;&amp;#039;. Noch 1995 war es als &amp;#039;&amp;#039;Wullenweber Druck GmbH&amp;#039;&amp;#039; eine Tochter des &amp;#039;&amp;#039;Druckhauses Deutz GmbH&amp;#039;&amp;#039; in Bonn und übernahm am 1. Oktober 1995 die unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Print + Media Lübeck GmbH&amp;#039;&amp;#039; zum 1. Januar 1995 ausgegliederte [[Akzidenzdruck]]erei der Lübecker Nachrichten GmbH. &amp;lt;/ref&amp;gt; Max Blunck wurde Geschäftsführer der GmbH. Die Zeitung kam damit in den Besitz der SPD. Das Stammkapital, das bis dahin 20.000 Reichsmark betrug, wurde auf 220.000 erhöht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verhältnis zu den anderen drei zu der Zeit auch täglich erscheinenden lübeckischen Zeitungen berichtete der &amp;#039;&amp;#039;Volksbote&amp;#039;&amp;#039; nur in einer Ausgabe über den im Juni 1911 in der Hansestadt stattfindenden [[Albin Möbusz#Volapük und Esperanto|VI. Deutschen Esperanto-Kongress]]. Der Schreiber beanstandete als Einziger, dass ein Telegramm an den Kaiser gesandt wurde. Er führte dazu aus, dass die Sinnhaftigkeit, da der Kaiser sich noch nie mit Vorliebe für [[Esperanto-Bewegung|Esperanto]] interessiert hätte, fragwürdig sei.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der 6. Deutsche Esperanto-Kongreß in Lübeck.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Volksbote&amp;#039;&amp;#039;, 18. Jahrgang, Nr.&amp;amp;nbsp;130, Ausgabe vom 7. Juni 1911.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] bildete sich auch in Lübeck ein Soldatenrat und ein Arbeiterrat. An der Spitze des Arbeiterrates stand mit Johannes Stelling ein Redakteur des Blattes. Alle im Rat gefassten Beschlüsse wurden, worauf die anderen Zeitungen wie die &amp;#039;&amp;#039;[[Lübeckische Anzeigen|Lübeckischen Anzeigen]]&amp;#039;&amp;#039; ihre Leser wissen ließen, hier abgedruckt. Am Abend des 5. November 1918 um 19 Uhr fand unter dem Vorsitz von Hans Zeitz und seinem Stellvertreter W. Rethfeldt im Gewerkschaftshaus eine Versammlung des Soldatenrates statt. An deren Anschluss verließen geschlossene [[Zug (Militär)|Züge]] aus [[Soldat]]en und [[Matrose]]n um die Post, den [[Lübeck Hauptbahnhof|Bahnhof]] und die Kasernen zu besetzen, die [[Offizier]]e zu entwaffnen und die höher [[Chargenabzeichen (Militär)|Chargierten]] im „Hotel International“, Am Bahnhof 17, zu [[Internierung|internieren]].&amp;lt;ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Umwälzung in Lübeck.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Volksbote&amp;#039;&amp;#039;; Nr. 261, Ausgabe vom 6. November 1918 &amp;lt;/ref&amp;gt; Das sich im Laufe des nächsten Tages die Lage wieder entspannte, wurde dadurch sichtbar, dass der auf Grund der Bahnhofsbestzung eingestellte [[Bahnverkehr]] wieder aufgenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Redaktion gehörte ab 1930 [[Paul Bromme]]. Politik-Redakteur war [[Fritz Solmitz]], der ein Studienfreund Lebers war und 1924 nach Lübeck kam. Solmitz nahm den jungen Herbert Frahm (bekannter als [[Willy Brandt]]) unter seine journalistische Obhut. Der Gymnasiast schrieb bereits als 13-Jähriger seinen ersten Aufsatz für die Zeitung, schrieb später politische Beiträge und redigierte politische Nachrichten unter Solmitz’ Anleitung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leber und Solmitz attackierten mit spitzer Feder den konservativen [[Hanseatischer Volksbund|Hanseatischen Volksbund]] und den &amp;#039;&amp;#039;[[Lübecker Nachrichten|Lübecker General-Anzeiger]]&amp;#039;&amp;#039;, der diesem nahestand. Ab 1932 lieferten sich Leber und Solmitz mit dem [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP-Organ]] &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Beobachter&amp;#039;&amp;#039; publizistische Gefechte. Der &amp;#039;&amp;#039;Beobachter&amp;#039;&amp;#039; drohte ihnen dabei mehrfach offen Gewalt an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reichsinnenminister [[Wilhelm Frick]] verlangte im Februar 1933 auf Drängen örtlicher NSDAP-Mitglieder vom Lübecker Senat, der Landesregierung der Freien und Hansestadt, ein Verbot der Volkszeitung, was der Senat am 14. Februar 1933 ablehnte. Die [[Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat|Reichstagsbrandverordnung]] vom 28. Februar 1933 bot den Vorwand für ein zweiwöchiges Verbot. Die nächste Ausgabe des &amp;#039;&amp;#039;Volksboten&amp;#039;&amp;#039; kam am 20. März 1933 heraus. Neben der Lübecker erschienen am 1. April 1933 nur noch fünf sozialdemokratische Zeitungen in Deutschland. Leber, Solmitz und der Redakteur Hermann Bauer befanden sich zu diesem Zeitpunkt bereits in [[Schutzhaft (Nationalsozialismus)|nationalsozialistischer Schutzhaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nationalsozialistischer „Volksbeauftragter“ des &amp;#039;&amp;#039;Volksboten&amp;#039;&amp;#039; wurde August Glasmeier; die Zeitung wurde im Mai 1933 gleichgeschaltet. Im Juli 1933 hatte sie noch 7.000 Abonnenten. Das Gebäude des Volksboten in der [[Dr.-Julius-Leber-Straße]], die damals Johannisstraße hieß, wurde in der Nacht zum 29. März 1942 beim [[Luftangriff auf Lübeck am 29. März 1942|Luftangriff auf Lübeck]] zerstört. Im Oktober 1942 wurde der Volksbote mit dem &amp;#039;&amp;#039;[[Lübecker Nachrichten|Lübecker General-Anzeiger]]&amp;#039;&amp;#039;, an dem die NSDAP im Jahr 1936 zunächst 30 Prozent übernommen und sich 1942 weitere 21 Prozent angeeignet hatte, zur &amp;#039;&amp;#039;[[Lübecker Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; zwangsfusioniert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.luebecker-nachrichten.de/index/unternehmen/historie/lga.html |wayback=20070904130549 |text=Zur Fusion von Volkszeitung und General-Anzeiger 1942 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Namen &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Volksbote&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Lübecker General-Anzeiger&amp;#039;&amp;#039; führte die Zeitung im Untertitel. Die letzte Ausgabe der &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Zeitung&amp;#039;&amp;#039; erschien am 2. Mai 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lübecker Freie Presse ==&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde in Lübeck als SPD-nahe Zeitung die &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Freie Presse&amp;#039;&amp;#039; gegründet, die bis zur [[Währungsreformen in Deutschland|Währungsreform 1948]] eine Auflage von 83.000 Zeitungen erreichte. Zur Redaktion gehörte ab 1949 [[Erwin Riegel]], seit den 1950er Jahren [[Ingeborg Sommer]]; als Kritiker war der Künstler [[Curt Stoermer]] für die Zeitung tätig. In der Druckerei machte [[Björn Engholm]], der spätere Ministerpräsident Schleswig-Holsteins, von 1959 bis 1962 seine Lehre als [[Schriftsetzer]]. Die Lübecker Freie Presse erschien später unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Morgen&amp;#039;&amp;#039;, Mitarbeiter war ab 1965 [[Hans-Jürgen Wolter]]. Letzter Chefredakteur war Wilhelm Geusendamm. Die letzte Ausgabe erschien am 31. März 1969.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Markus Oddey: &amp;#039;&amp;#039;Ein Stück sozialdemokratische Lebenskultur: Der „Lübecker Volksbote“ zwischen Weimarer Republik und „Drittem Reich“ &amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Demokratische Geschichte – Jahrbuch für Schleswig-Holstein&amp;#039;&amp;#039; Band 16, Schleswig-Holsteinischer Geschichtsverlag/Gesellschaft für Politik und Bildung e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.), Malente 2004, S. 109–120, ISBN 3-933862-36-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/volksbote-luebeck.htm Digitalisate] aller Jahrgänge bis 1933 bei der [[Friedrich-Ebert-Stiftung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lubecker Volksbote}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung (Lübeck, Erscheinen eingestellt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutschsprachige Tageszeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Lübeck)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lübeck im 20. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der SPD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstand gegen den Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erscheinen eingestellt 1942]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JKowar</name></author>
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