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	<title>Lü GR - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=L%C3%BC_GR&amp;diff=398558&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Florean Fortescue am 3. April 2026 um 17:24 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-03T17:24:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Begriffsklärung Schweizer Kanton|GR|Lü}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in der Schweiz&lt;br /&gt;
|NAME_ORT = Lü&lt;br /&gt;
|BILDPFAD_KARTE = Karte Gemeinde Lü 2007.png&lt;br /&gt;
|BILDPFAD_WAPPEN = Lü wappen.svg&lt;br /&gt;
|REGION-ISO = CH-GR&lt;br /&gt;
|BEZIRK = Engiadina Bassa/Val Müstair&lt;br /&gt;
|GEMEINDE = Val Müstair GR&lt;br /&gt;
|BFS = 3842&lt;br /&gt;
|BILD = Dorf Lü.jpg&lt;br /&gt;
|PLZ = 7534&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD = 46.6233&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD = 10.36887&lt;br /&gt;
|HÖHE = 1920&lt;br /&gt;
|FLÄCHE = 6.87&lt;br /&gt;
|EINWOHNER = 63&lt;br /&gt;
|STAND_EINWOHNER = 31. Dezember 2008&lt;br /&gt;
|WEBSITE = www.cdvm.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lü&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{Audio|Roh-vallader-Lü.ogg|[ly]}}) ist eine [[Ortsteil|Fraktion]] der Gemeinde [[Val Müstair GR|Val Müstair]] im [[Kanton Graubünden]], [[Schweiz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Ende 2008 bildete sie eine eigenständige Gemeinde. Per 1. Januar 2009 fusionierte Lü mit den übrigen Schweizer Gemeinden der Talschaft ([[Fuldera]], [[Müstair]], [[Santa Maria Val Müstair]], [[Tschierv]] und [[Valchava]]) zur heutigen Gemeinde Val Müstair.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Lü liegt an einem Südwesthang, etwa 300 Meter oberhalb des Talbodens, links des [[Rambach (Etsch)|Rombaches]] und umfasst den Weiler Lüsai, nicht aber die Talsohle. Die ehemalige Gemeinde Lü liegt im Val Müstair.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot; /&amp;gt; Mit 1920 [[Meter über Meer|m&amp;amp;nbsp;ü.&amp;amp;nbsp;M.]] war Lü nach [[Avers GR|Avers]] (1960&amp;amp;nbsp;m) und [[Chandolin]] (1936&amp;amp;nbsp;m) die dritthöchstgelegene politische Gemeinde der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Ortsschild der Gemeinde stand früher sogar die Angabe &amp;#039;&amp;#039;il cumün politic sitüa il plü ot in Europa&amp;#039;&amp;#039; (rätoromanisch für „die höchstgelegene politische Gemeinde Europas“) – ein Superlativ, der in Reiseführern und -reportagen oft kolportiert wird, aber nur der Gemeinde [[Saint-Véran]] (2040 m) in den französischen Alpen zusteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[DaTei:ETH-BIB-Münstertal, Blick nach Nordwest, Ofenpass-LBS H1-018066.tif|mini|links|Münstertal mit Fuldera, Tschierv und Lü. Aufnahme von [[Werner Friedli (Fotograf)|Werner Friedli]], 1954]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lawinenwinter 1951 Lue Daint.jpg|mini|links|Zerstörte Gebäude in Lü Daint nach dem [[Lawinenwinter 1951]]]]&lt;br /&gt;
Im Zuge des vom [[Kloster Müstair]] ausgehenden Landesausbaus wurde Lü ab dem 12. Jahrhundert besiedelt. Am Weg über den [[Pass da Costainas]] nach [[S-charl]] und [[Scuol]], der durch Lü führte, befand sich wahrscheinlich eine [[Säumer]]station. Lü wurde 1466 als &amp;#039;&amp;#039;Lug&amp;#039;&amp;#039; urkundlich erwähnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem Ende des 15. Jahrhunderts gehörte Lü kirchlich zu St. Maria. Um 1530 wurde die [[Reformation und Gegenreformation in der Schweiz|Reformation]] eingeführt. Danach war Lü mit der Pfarrei Fuldera verbunden; in den 1820er Jahren hatte es einen eigenen Pfarrer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1854 bis 2008 war Lü eine selbstständige Gemeinde. Durch den Ausbau der [[Ofenpass]]strasse 1870 bis 1872 geriet es noch mehr ins Abseits. Zeitweise gab es in Lü Getreideanbau, doch vorherrschend war stets die Viehwirtschaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot; /&amp;gt; 1878 fusionierte die bis dahin selbstständige Gemeinde [[Lüsai]] mit Lü.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. Januar 1951 ging in Lü Daint nordwestlich des Dorfes vom Berg Muntet kurz nach Mitternacht eine Lawine nieder. Drei Menschen wurden verschüttet und konnten nur noch tot geborgen werden. Sieben Häuser, acht Ställe, das Schulhaus und eine Kirche wurden zerstört oder beschädigt. Ein Pferd, eine Kuh, ein Schwein und vier Ziegen kamen ums Leben, eine Hektare Wald war zerstört.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gra-nat.ch/lawinenwinter-1950-1951-graubnden/1244 gra-nat.ch]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2008 wurde eine Gemeindefusion von Lü mit fünf weiteren Gemeinden zur Gemeinde &amp;#039;&amp;#039;Val Müstair&amp;#039;&amp;#039; umgesetzt, ein Projekt, das vom Kanton Graubünden mit 8,6 Millionen Franken unterstützt wurde. Während sich am 18. April 2008 sämtliche anderen betroffenen Gemeinden mit insgesamt 527 zu 105 Stimmen für die Fusion aussprachen, stimmte die [[Gemeindeversammlung]] von Lü mit 18 Nein- gegen 17 Ja-Stimmen dagegen. Da eine Fusion die Zustimmung sämtlicher betroffenen Gemeinden erfordert, war das Projekt vorläufig gescheitert. Daraufhin stellte der Gemeindevorstand von Lü einen Wiedererwägungsantrag. Am 24. April 2008 in einer neuerlichen Gemeindeversammlung wurde mit 30 zu 0 Stimmen die Fusion gutgeheissen. Als Grund für den Stimmungswandel wurde genannt, die Gegner der Fusion hätten gehofft, andere Gemeinden würden ebenfalls Nein stimmen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:left;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche Lü.jpg|mini|Kirche Lü]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
| Wappenbild = Lü wappen.svg&lt;br /&gt;
| Größe = 70&lt;br /&gt;
| Blasonierung = In Blau drei silberne [[Sense (Werkzeug)|Sensenblätter]] querrechts gestellt&lt;br /&gt;
| Zusatz = [[Blasonierung|Beschreibung:]] Die Sensenblätter symbolisieren die prächtigen Wiesen der Gemeinde, die Dreizahl steht für die Teilorte Lü, Lüsai und Lüdaint.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Bevölkerungsentwicklung&lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;#FFEC9B&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=left | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 1835|| 1850|| 1900|| 1950|| 1980|| 2000|| 2007&lt;br /&gt;
|- align=center&lt;br /&gt;
| align=left | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 74|| 95|| 59|| 56|| 56|| 62|| 65&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
Im Tal spricht man [[Jauer (Sprache)|Jauer]], eine [[bündnerromanisch]]e Mundart. Schriftsprache ist [[Vallader]]. Bis 1990 war die Gemeinde fast einsprachig Romanisch. 1910 gaben 90 %, 1941 96 % und 1970 94 % diese Sprache als Muttersprache an. 1990 hatten 98 % und im Jahr 2000 87 % der Einwohner Romanischkenntnisse. Die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte zeigt folgende Tabelle:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Sprachen in Lü&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Sprachen || colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Volkszählung 1980 || colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Volkszählung 1990 || colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Volkszählung 2000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Anzahl || Anteil || Anzahl || Anteil || Anzahl || Anteil&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Deutsche Sprache|Deutsch]] || align=right | 4 || align=right | 7,14 % || align=right | 5 || align=right | 9,09 % || align=right | 11 || align=right | 17,74 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Rätoromanische Sprachen|Rätoromanisch]] || align=right | 51 || align=right | 91,07 % || align=right | 50 || align=right | 90,91 % || align=right | 51 || align=right | 82,26 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || align=right | 56 || align=right | 100 % || align=right | 55 || align=right | 100 % || align=right | 62 || align=right | 100 %&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Nationalität ===&lt;br /&gt;
Von den Ende 2005 63 Bewohnern waren 62 (98 %) Schweizer Staatsangehörige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Alpine Astrovillage Lü.png|mini|Alpine Astrovillage]]&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturgüter in Val Müstair}}&lt;br /&gt;
* Unter Denkmalschutz steht die [[Reformierte Kirche Lü GR|reformierte Dorfkirche]].&lt;br /&gt;
* Wohnhaus mit sgraffitoähnlicher Dekoration, datiert 1587.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.baukultur.gr.ch/de_DE/address/wohnhaus.31445 |text=Kantonsbibliothek Graubünden. Wohnhaus (Foto) |wayback=20220818111324}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im Dezember 2009 wurde ein Zentrum für öffentliche Himmelsbeobachtung und Amateur-Astrofotografie [[Alpine Astrovillage Lü-Stailas]] eröffnet, das im Dezember 2019 wieder geschlossen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.alpineastrovillage.net Website Astrovillage]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Im Sommer 2001 wurde [[Christoph Blocher]] (* 1940, alt Bundesrat und ehemaliger Verwaltungsratspräsident der Ems-Chemie AG) Ehrenbürger von Lü – der Grund war: &amp;quot;Blocher hatte der Gemeinde Lü im Jahr 1992 nach der Ablehnung des EWR-Beitritts einen Beitrag zur Renovation der Kirche gespendet.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.news.ch/Christoph+Blocher+wird+Ehrenbuerger+von+Lue/56648/detail.htm News.ch]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|1566|Lü|Autor=Paul Eugen Grimm}}&lt;br /&gt;
* [[Erwin Poeschel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden III. Die Talschaften Räzünser Boden, Domleschg, Heinzenberg, Oberhalbstein, Ober- und Unterengadin&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kunstdenkmäler der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Band 11). Hrsg. von der [[Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte]] GSK. Bern 1940.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lü}}&lt;br /&gt;
* [https://www.graubuenden.ch/de/ausflugsziele/lue-0 Lü] auf graubuenden.ch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLS&amp;quot;&amp;gt;{{HLS|1566|Lü|Autor=Paul Eugen Grimm}}{{HLS-Hinweis|Abschnitte}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Region Engiadina Bassa/Val Müstair}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lu}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Val Müstair]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige politische Gemeinde in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1466]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2008]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Florean Fortescue</name></author>
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