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	<title>Lúcio Costa - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T04:16:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=L%C3%BAcio_Costa&amp;diff=343358&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tfjt: /* Leben und Wirken */</title>
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		<updated>2025-10-19T18:07:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Wirken&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lúcio Marçal Ferreira Ribeiro Lima Costa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Februar]] [[1902]] in [[Toulon]]; † [[13. Juni]] [[1998]] in [[Rio de Janeiro]]) war ein [[Brasilien|brasilianischer]] [[Architekt]] und [[Stadtplaner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Nach einer Kindheit und Jugend in Europa zog Costa nach Brasilien, wo er 1924 in Rio de Janeiro an der [[Escola Nacional de Belas Artes|Hochschule für Schöne Künste]] – deren Leiter er 1930 selbst wurde – einen Abschluss als Architekt erwarb. In seiner Nachbarschaft im Stadtteil [[Leme (Rio de Janeiro)|Leme]] wohnte sein Jugendfreund [[Roberto Burle Marx]], ein Maler und Gartenarchitekt, mit dem er später beruflich erfolgreich zusammenarbeitete.&amp;lt;ref&amp;gt;Lauro Cavalcanti, Farès El-Dahdah, Francis Rambert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Roberto Burle Marx. The Modernity of Landscape.&amp;#039;&amp;#039; ACTAR Publishers, 2011, ISBN 978-8-4928-6167-5, S. 32 ([https://books.google.de/books?id=cCcA7W1TVogC&amp;amp;pg=PA32&amp;amp;dq=Lucio+Costa+Leme&amp;amp;hl=de&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwiem9LO6rCQAxX60QIHHbiNCO0QuwV6BAgGEAk#v=onepage&amp;amp;q=Lucio%20Costa%20Leme&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Google Books&amp;#039;&amp;#039;])&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:Brasilia - Plan.JPG|thumb|Plan zum Bau [[Brasília]]s von Lúcio Costa]]&lt;br /&gt;
Costa war ein Anhänger des modernen Stils von [[Le Corbusier]], den er mit traditionellen Elementen der brasilianischen Architektur verbinden wollte. Seine führende Rolle in der brasilianischen Architektur-Moderne verdeutlichte er u. a. durch den Brasilien-Pavillon der [[New York City|New Yorker]] [[1939 New York World’s Fair|Weltausstellung von 1939]] (gemeinsam mit [[Oscar Niemeyer]]), dem Wohnviertel Parque Guinle in Rio 1948 und dem Hotel do Park São Clemente in [[Nova Friburgo]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am bekanntesten wurde er aber durch den Plan zum Bau der neuen brasilianischen Hauptstadt [[Brasília]], für den er 1957 berufen wurde. Er taufte ihn [[Plano Piloto de Brasilia|Plano Piloto]] ({{deS|[[Masterplan (Stadtplanung)|Masterplan]]}}). Die Detailplanung der Gebäude übernahm wieder Oscar Niemeyer, doch behielt sich auch Costa die Planung zahlreicher Details vor, bis hin zur Farbe der Uniformen der Busfahrer (dunkelgrau). Differenzen zwischen den beiden Chefplanern blieben nicht aus, doch gelang in erstaunlich kurzer Zeit die Realisierung dieser [[Planhauptstadt]], die bereits 1960 „schlüsselfertig“ übergeben und von Staatspräsident [[Juscelino Kubitschek]] eingeweiht werden konnte. 1962 kamen Universität und Kathedrale hinzu, 1967 der [[Fernsehturm Brasília]], 1978 der Stadtpark und 1981 die Zentralbank. Seit 1987 gehört das Stadtzentrum zum [[Weltkulturerbe]] der [[UNESCO]] und seit 2001 verfügt Brasilia, das heute im Großraum nahezu 3 Millionen Einwohner hat, über eine [[Metrô Brasília|U-Bahn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt gilt als Symbol für den Fortschritt und verfügt über ein beeindruckendes Ensemble öffentlicher Bauten, insbesondere im Regierungsviertel an der „Pilotenkanzel“, zugleich wird aber oft auch die Geschichtslosigkeit und Kälte dieser [[Reißbrettstadt]] kritisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontroverse ==&lt;br /&gt;
Während seiner langen Amtszeit als regionaler und später nationaler Leiter des [[Institut für Nationales Historisches und Künstlerisches Erbe|Instituts für Nationales Historisches und Künstlerisches Erbe]] (&amp;#039;&amp;#039;Instituto do Patrimônio Histórico e Artístico Nacional&amp;#039;&amp;#039; – &amp;#039;&amp;#039;IPHAN&amp;#039;&amp;#039;), drängte Costa auf eine systematische Dokumentation des bestehenden architektonischen und städtebaulichen Erbes. Seine Kritiker werfen ihm jedoch vor, dass er seine persönlichen Vorlieben und politischen Meinungen in die Grundlagen seiner Entscheidungen einfließen ließ.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Opartisano&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://opartisano.org/2021/10/28/lucio-costa-fora-de-casa-patrimonio-patrimonialismo/|titel=Lúcio Costa fora de casa: patrimônio, patrimonialismo|hrsg=Opartisano.org|datum=2021-10-28|abruf=2025-05-09|sprache=pt}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Costa bevorzugte die [[portugiesische Kolonialarchitektur]] Brasiliens während der [[Brasilien#Portugiesische Kolonialzeit (1500–1807)|portugiesischen Kolonialzeit]] gegenüber der Architektur jeder anderen Zeit oder ethnischen Gruppe (mit Ausnahme des [[Moderne (Architektur)|brasilianischen Modernismus]]). Aufgrund dieser Haltung, die dank Costas Einfluss an den Architekturschulen auch jüngeren Denkmalschützern vermittelt wurde, ging ein Großteil der Architektur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, darunter auch die Architektur deutscher, japanischer und italienischer Einwanderer, in den 1960er und 1970er Jahren durch die [[Stadterneuerung]] verloren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Opartisano&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1936 der Wettbewerb für den Entwurf des neuen Ministeriums für Bildung und Gesundheit ausgeschrieben wurde, gewann ein eklektischer Entwurf des Architekten Arquimedes Memória. Costa nutzte seine politischen Verbindungen innerhalb der Regierung, um das Wettbewerbsergebnis zu verwerfen und stattdessen ein neues Designteam unter der Leitung von ihm selbst, den Gebrüdern Roberto und dem jungen Architekten [[Oscar Niemeyer]] zu bilden, der zuvor Costas Praktikant gewesen war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://vitruvius.com.br/revistas/read/resenhasonline/19.217/7597|titel=Concurso de arquitetura como produção de conhecimento|hrsg=Vitruvius.com.br|datum=2020-01-19|abruf=2025-05-09|sprache=pt}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1975 löste Costa, der damals Leiter des &amp;#039;&amp;#039;IPHAN&amp;#039;&amp;#039; war, eine öffentliche Kontroverse aus, als er sich weigerte, die Denkmalschutzurkunde für den [[Palácio Monroe]] zu unterzeichnen. Das Gebäude sollte wegen des Baus der [[U-Bahn von Rio de Janeiro]] abgerissen werden, doch angesichts des öffentlichen und medialen Aufruhrs verlegte das Bauunternehmen die Trasse, um das Gebäude zu erhalten. Diese Bemühungen waren jedoch vergeblich, denn am 11. Oktober 1975 genehmigte der [[Präsident Brasiliens]] [[Ernesto Geisel]] den Abriss des Gebäudes, und ein Bauunternehmer ließ es im März 1976 dem Erdboden gleichmachen. Diese Entscheidung widersprach dem Beschluss des [[Rio de Janeiro (Bundesstaat)|Bundesstaates Rio de Janeiro]], das Gebäude 1974 zum offiziellen Wahrzeichen zu erklären.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Senado&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www12.senado.leg.br/noticias/materias/2015/05/04/que-fim-levou-o-palacio-monroe|titel=Que fim levou o Palácio Monroe?|hrsg=[[Bundessenat (Brasilien)|Senado Federal]]|datum=2015-05-04|abruf=2025-05-09|sprache=pt}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BBC&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.bbc.com/portuguese/articles/cdd4djpgl3eo|titel=Quem demoliu o Monroe? A história do mais polêmico prédio público brasileiro|hrsg=[[BBC News|BBC News Brasil]]|datum=2024-10-22|abruf=2025-05-09|sprache=pt}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1979 wurde die U-Bahn-Station &amp;#039;&amp;#039;Cinelândia&amp;#039;&amp;#039; als eine der ersten fünf Stationen des damals neuen U-Bahn-Netzes am Standort des abgerissenen Palastes eröffnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Senado&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BBC&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=http://www.metrorio.com.br/Estacoes?p_ponto=18|titel=Cinelândia – Sobre a Estação|hrsg=[[Metrô Rio de Janeiro]]|abruf=2025-05-09|sprache=pt}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119406683}}&lt;br /&gt;
* [http://www.casadeluciocosta.org/ Webpräsenz zu Lúcio Costa] (portugiesisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119406683|LCCN=n/87/920210|VIAF=24785160}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Costa, Lucio}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Brasilien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtplaner (Brasilien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brasilianer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1998]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Costa, Lúcio&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Costa, Lúcio Marçal Ferreira Ribeiro Lima (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=brasilianischer Architekt und Stadtplaner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Februar 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Toulon]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Juni 1998&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rio de Janeiro]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tfjt</name></author>
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