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	<title>Löbauer Dialekt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T19:21:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=L%C3%B6bauer_Dialekt&amp;diff=2854879&amp;oldid=prev</id>
		<title>2003:F3:5F3C:5700:E5CE:C388:B673:EDBE: Links ergänzt</title>
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		<updated>2021-07-11T10:16:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Links ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Sprache&lt;br /&gt;
| Sprache = Löbauer Dialekt&lt;br /&gt;
| Länder = [[Deutschland]]: Oberlausitz&lt;br /&gt;
| Sprecher = 0&lt;br /&gt;
| Klassifikation=&lt;br /&gt;
* [[Indogermanische Sprachfamilie|Indogermanisch]]&lt;br /&gt;
** [[Slawische Sprachen|Slawisch]]&lt;br /&gt;
*** [[Westslawische Sprachen|Westslawisch]]&lt;br /&gt;
**** [[Sorbische Sprache|Sorbisch]]&lt;br /&gt;
***** [[Obersorbische Sprache|Obersorbisch]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Sorbische Dialekte.png|mini|Diese Dialektkarte des Sorbischen basiert auf einer Arbeit von [[Heinz Schuster-Šewc|Hinc Šewc]] aus dem Jahre 1968. Der Löbauer Dialekt ist hier bereits nicht mehr aufgeführt, weil er schon damals als ausgestorben angesehen wurde.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Löbauer Dialekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{hsbS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lubijska narěč&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}}) ist ein mittlerweile ausgestorbener südöstlicher Dialekt des [[Obersorbische Sprache|Obersorbischen]], der bis zur Mitte des [[20. Jahrhundert]]s in den sorbischen Dörfern rund um die Stadt [[Löbau]] in der [[Oberlausitz]] gesprochen wurde. Er zeichnete sich insbesondere durch eine Anzahl von phonetischen [[Archaismus|Archaismen]] aus, die ihn näher am Altslawischen stehen ließen als die weiter westlich gesprochenen sorbischen Dialekte. Es ist davon auszugehen, dass die letzten Sprecher des Löbauer Dialekts in den 1960er oder 1970er Jahren gestorben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Noch gegen Ende des [[19. Jahrhundert]]s waren einige Dörfer westlich und nordwestlich von Löbau mehrheitlich sorbischsprachig – z.&amp;amp;nbsp;B. [[Großdehsa]], [[Oelsa (Löbau)|Oelsa]] und [[Breitendorf]] – während die Löbauer Stadtbevölkerung schon seit jeher mehrheitlich deutschsprachig war. In den Orten weiter östlich, wie [[Kittlitz (Löbau)|Kittlitz]], [[Glossen (Löbau)|Glossen]] oder [[Bellwitz]], war das Sorbische damals bereits in einer Minderheitenposition, wurde aber noch gesprochen, vorwiegend von älteren Einwohnern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ernst Tschernik]] |Titel=Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung |Verlag=Akademie-Verlag |Ort=Berlin |Jahr=1954 |Seiten=103ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die sorbischen Einwohner dieser Region verfügten in aller Regel über keinerlei Ausbildung in ihrer Muttersprache und sprachen demzufolge nur den örtlichen Dialekt, der sich von den Dialekten um [[Bautzen]], auf denen die Standardsprache basierte, in einigen Punkten unterschied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterschiede zur sorbischen Standardsprache ==&lt;br /&gt;
=== Suffix -i ===&lt;br /&gt;
[[Jan Arnošt Smoler]] beschrieb im Anhang seines gemeinsam mit [[Joachim Leopold Haupt]] herausgegebenen Werkes &amp;#039;&amp;#039;Volkslieder der Wenden in Ober- und Niederlausitz&amp;#039;&amp;#039; einige markante Unterschiede. So wurde die [[Adverb]]ialendung nicht wie in der Standardsprache üblich mit dem [[Suffix]] &amp;#039;&amp;#039;-je&amp;#039;&amp;#039; realisiert, sondern mit &amp;#039;&amp;#039;-i&amp;#039;&amp;#039; (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;stajni&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;stajnje&amp;#039;&amp;#039; – „immer, ständig“). Die Endung auf &amp;#039;&amp;#039;-i&amp;#039;&amp;#039; trat jedoch auch bei verschiedenen Substantiven auf (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;dawani&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;dawanje&amp;#039;&amp;#039; – „das Geben“; &amp;#039;&amp;#039;mysli&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;mysle&amp;#039;&amp;#039; – „die Gedanken“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präfix wu- ===&lt;br /&gt;
Das standardsprachliche [[Präfix]] &amp;#039;&amp;#039;wu-&amp;#039;&amp;#039; („aus-“ bzw. „heraus-“) wurde im Löbauer Dialekt für gewöhnlich als &amp;#039;&amp;#039;wy-&amp;#039;&amp;#039; realisiert (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;wydać&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;wudać&amp;#039;&amp;#039; – „herausgeben“; &amp;#039;&amp;#039;wymjo&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;wumjo&amp;#039;&amp;#039; – „das [[Euter]]“). Smoler weist darauf hin, dass die Realisierung als &amp;#039;&amp;#039;wy-&amp;#039;&amp;#039; „ursprünglicher“ sei als das in der Standardsprache angewandte &amp;#039;&amp;#039;wu-&amp;#039;&amp;#039;. Später wurden auch in der Standardsprache einige Wörter wieder der etymologischen Schreibweise angepasst, die im Löbauer Dialekt schon immer gebraucht wurde (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;wusoki&amp;#039;&amp;#039; → &amp;#039;&amp;#039;wysoki&amp;#039;&amp;#039; – „hoch“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aussprache von ć ===&lt;br /&gt;
Im Unterschied etwa zum [[Serbokroatische Sprache|Serbokroatischen]] gibt es in der modernen obersorbischen Sprache keinen Ausspracheunterschied mehr zwischen &amp;#039;&amp;#039;č&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;ć&amp;#039;&amp;#039;. Letzterer Laut entwickelte sich aus dem [[Altkirchenslawische Sprache|altslawischen]] „-ть“ (in etwa &amp;#039;&amp;#039;-tj&amp;#039;&amp;#039;) und taucht vor allem als Verbendung im [[Infinitiv]] auf. Im [[Russische Sprache|Russischen]] wird diese altslawische Form der Verbendung bis heute meist als „-ть“ weiterverwendet; in anderen slawischen Sprachen weicht sie davon ab. Während die reguläre Infinitivendung im modernen Obersorbischen wie auch im benachbarten [[Polnische Sprache|Polnischen]] auf &amp;#039;&amp;#039;-ć&amp;#039;&amp;#039; lautet, hatte sich im Löbauer Dialekt die Aussprache von &amp;#039;&amp;#039;ć&amp;#039;&amp;#039; als &amp;#039;&amp;#039;tj&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;cj&amp;#039;&amp;#039; erhalten, also der aus dem Altslawischen herrührende Ausspracheunterschied zwischen &amp;#039;&amp;#039;č&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;ć&amp;#039;&amp;#039; (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;pytacj&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;pytać&amp;#039;&amp;#039; – „suchen“; &amp;#039;&amp;#039;z miłostje&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;z miłosće&amp;#039;&amp;#039; – „aus Gnade“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dativendung bei Maskulina ===&lt;br /&gt;
Die in der obersorbischen Standardsprache und den meisten Dialekten übliche Dativendung &amp;#039;&amp;#039;-ej&amp;#039;&amp;#039; bei belebten Maskulina im Singular wurde im Löbauer Dialekt häufig als &amp;#039;&amp;#039;-owi&amp;#039;&amp;#039; realisiert, so wie es im [[Tschechische Sprache|Tschechischen]] bis heute gemacht wird (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;synowi&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;synej&amp;#039;&amp;#039; – „dem Sohn“; &amp;#039;&amp;#039;kralowi&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;kralej&amp;#039;&amp;#039; – „dem König“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Der Löbauer Dialekt wurde kaum geschrieben. Eine bemerkenswerte – weil sehr frühe – Ausnahme bildet die Übersetzung von Luthers [[Katechismus]] durch [[Wenzeslaus Warich|Wenceslaus Warichius]] aus dem Jahr 1595, die – entsprechend der Herkunft des Übersetzers – im Löbauer Dialekt niedergeschrieben wurde. Auch die Übersetzung der sieben [[Bußpsalm]]en durch [[Gregorius Martini]] geschah in diesem Dialekt. Diese frühen Schriften gehören zu den ersten gedruckten sorbischen Werken überhaupt und entstanden demzufolge in einer Zeit, in der die sorbische Sprache noch nicht standardisiert worden war. Nachfolgende Autoren und Sprachplaner orientierten sich zu großen Teilen am vorhandenen Schriftwerk, so dass der Löbauer Dialekt trotz seiner Randlage neben dem [[Bautzener Dialekt]] zu einer Grundlage für die entstehende obersorbische Standardsprache wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Joachim Leopold Haupt]], [[Jan Arnošt Smoler|Johann Ernst Schmaler]] |Titel=Volkslieder der Wenden in der Ober- und Nieder-Lausitz |Verlag=J. M. Gebhardt | Jahr=1841|Online={{Google Buch |BuchID=vc8GAAAAQAAJ |Seite=277 }} |Seiten=277f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sorbischer Dialekt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löbau]]&lt;/div&gt;</summary>
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