<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kyschtym-Unfall</id>
	<title>Kyschtym-Unfall - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kyschtym-Unfall"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kyschtym-Unfall&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T11:54:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kyschtym-Unfall&amp;diff=2243708&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Amwenti: Typo</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kyschtym-Unfall&amp;diff=2243708&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-31T12:50:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kyschtym-Unfall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ereignete sich am 29. September 1957 in der [[Kerntechnische Anlage Majak|Kerntechnischen Anlage Majak]] ({{ruS|производственное объединение «Маяк»}}), einer Anlage zur industriellen Herstellung [[Kernspaltung|spaltbaren Materials]] in der [[Sowjetunion]]. Als einziger Atomunfall der Stufe&amp;amp;nbsp;6 auf der [[Internationale Bewertungsskala für nukleare Ereignisse|Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse]] ([[Internationale Bewertungsskala für nukleare Ereignisse|INES]]-6) gilt er als drittschwerster Unfall der Geschichte&amp;lt;ref name=&amp;quot;ines-skala&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stephan Dörner, dpa |url=http://www.handelsblatt.com/technologie/energie-umwelt/energie-technik/was-hinter-der-katastrophen-skala-steckt/4051284.html |titel=Was hinter der Katastrophen-Skala steckt |hrsg=Handelsblatt |datum=2011-04-12 |abruf=2011-04-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; nach den Katastrophen von [[Katastrophe von Tschernobyl|Tschernobyl]] (1986) und [[Nuklearkatastrophe von Fukushima|Fukushima]] (2011), die beide mit INES-7 kategorisiert sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christian Kocourek |url=http://www.zehn.de/kyschtym-sowjetunion-1957-5658606-2 |titel=Unter Ausschluss der Öffentlichkeit |hrsg=zehn.de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110410023238/http://www.zehn.de/kyschtym-sowjetunion-1957-5658606-2 |archiv-datum=2011-04-10 |abruf=2011-04-12 |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ines-skala&amp;quot; /&amp;gt; Bei dem Ereignis, das nach der nahegelegenen russischen Stadt [[Kyschtym]] benannt ist, wurden sehr große Mengen [[Radioaktivität|radioaktiver Substanzen]] freigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unfallgeschehen ==&lt;br /&gt;
Für den Bau sowjetischer Atombomben wurde spaltbares &amp;lt;sup&amp;gt;239&amp;lt;/sup&amp;gt;[[Plutonium|Pu]] (Plutonium) aus der Aufbereitung abgebrannter Uranbrennstäbe gewonnen. Dabei fielen hochradioaktive, flüssige Rückstände an. Diese wurden in großen Tanks gelagert, welche auf Grund der [[Nachzerfallswärme]], die durch den radioaktiven Zerfall der Stoffe entsteht, gekühlt werden müssen. Die zylindrischen Behälter aus Stahl mit einem Volumen von jeweils zirka 250 Kubikmetern lagerten unter der Erde in einer Fassung aus Stahlbeton und bedeckt von mehreren Tonnen schweren Deckeln. Darüber lag eine etwa eineinhalb Meter dicke Erdschicht. Die Behälter enthielten jeweils etwa 80 Tonnen hochradioaktiver Flüssigkeit in Form von Salzlösungen, vorwiegend Nitraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im Laufe des Jahres 1956 die Kühlleitungen eines dieser Tanks undicht geworden waren und die Kühlung ausgefallen war, begann der Inhalt des Tanks zu trocknen. Durch die Selbsterwärmung kam es am 29. September 1957 zu einer Explosion des ausgetrockneten Salzrestes. Dabei wurden große Mengen radioaktiver Stoffe freigesetzt. Darunter befanden sich vorwiegend langlebige [[Isotop]]e wie z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;lt;sup&amp;gt;90&amp;lt;/sup&amp;gt;[[Strontium#Isotope|Sr]] (Strontium) ([[Halbwertszeit]] 29&amp;amp;nbsp;Jahre), &amp;lt;sup&amp;gt;137&amp;lt;/sup&amp;gt;[[Cäsium|Cs]] (Cäsium) (30&amp;amp;nbsp;Jahre) und &amp;lt;sup&amp;gt;239&amp;lt;/sup&amp;gt;[[Plutonium|Pu]] (Plutonium) (24.110&amp;amp;nbsp;Jahre). Es handelte sich um eine chemische Explosion der eingetrockneten [[Nitrat]]e, da sie nicht durch eine nukleare Kettenreaktion ausgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Ostural-Spur infolge des Kyschtym-Unfalls.jpg|mini|hochkant=2|Ostural-Spur in Russland]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ostural-Spur.png|mini|Durch den Kyschtym-Unfall kontaminiertes Gebiet (Ostural-Spur)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ecodefense Mayak Exhibition 26 Reserve.jpg|mini|Warnung vor radioaktiver Belastung in dem 1966 eingerichteten Schutzgebiet]]&lt;br /&gt;
Die radioaktiven Partikel wurden bis zu 1000 Meter hoch in die Luft geschleudert. Insgesamt wurde durch den Unfall nach Angaben der Produktionsfirma Majak und der Behörden Materie mit einer Radioaktivität von 400&amp;amp;nbsp;PBq (4&amp;amp;nbsp;·&amp;amp;nbsp;10&amp;lt;sup&amp;gt;17&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;amp;nbsp;Bq) über eine Fläche von etwa 20.000&amp;amp;nbsp;km² verteilt. Der Unfall ist damit hinsichtlich der Radioaktivität des freigesetzten Materials vergleichbar mit der [[Katastrophe von Tschernobyl]]. Andere Quellen sprechen von deutlich höheren Dosen Radioaktivität. Etwa 90 % des radioaktiven Materials verblieben auf dem Betriebsgelände, 10 % wurden durch den Wind bis zu 400&amp;amp;nbsp;km in nordöstlicher Richtung verteilt ([[Radioaktiver Niederschlag|Fallout]]) und bildete die sogenannte Ostural-Spur (siehe Abbildungen).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Richard Stone |Titel=Retracing Mayak’s Radioactive Cloud |Sammelwerk=Science |Band=283 |Nummer=5399 |Datum=1999 |Seiten=164 |DOI=10.1126/science.283.5399.164}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://idw-online.de/pages/de/news226599 Hintergrundinformation: 50 Jahre Strahlenunfall von Kysthym.] Helmholtz Zentrum München, Presseinformation vom 20. September 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im betroffenen Gebiet von 20.000&amp;amp;nbsp;km² lebten damals etwa 270.000 Einwohner. Ein etwa 1000&amp;amp;nbsp;km² großes Gebiet, das mit mehr als 74&amp;amp;nbsp;kBq pro Quadratmeter mit &amp;lt;sup&amp;gt;90&amp;lt;/sup&amp;gt;Sr kontaminiert war, wurde sieben bis zehn Tage später evakuiert. Verschiedene Quellen sprechen von 600 bis 1200 Betroffenen. Augenzeugen zufolge füllten sich die Krankenhäuser der Region (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Kopeisk]]) mit Menschen, die „an einer unbekannten Krankheit litten“&amp;lt;ref&amp;gt;Jakob Ewert: &amp;#039;&amp;#039;Auf Nimmer-Wiedersehen.&amp;#039;&amp;#039; Wienhausen 2021, S. 181.&amp;lt;/ref&amp;gt; (→ [[Strahlenkrankheit]]). Die durchschnittliche [[Äquivalentdosis]] auf das [[Knochenmark]] der 1054 Bewohner der drei am nächsten gelegenen Dörfer betrug etwa 570&amp;amp;nbsp;[[Sievert (Einheit)|mSv]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=William J. Standring, Mark Dowdall, Per Strand |Titel=Overview of Dose Assessment Developments and the Health of Riverside Residents Close to the “Mayak” PA Facilities, Russia |Sammelwerk=International Journal of Environmental Research and Public Health |Band=6 |Nummer=1 |Datum=2009 |Seiten=174–199 |DOI=10.3390/ijerph6010174}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Acht Monate später wurden weitere 6500 Personen aufgrund der [[Kontamination (Radioaktivität)|Kontamination]] ihrer Nahrung in Sicherheit gebracht. Insgesamt wurden etwa 10.700 Personen umgesiedelt. Ein Großteil dieser Menschen wurde nicht gezielt medizinisch überwacht, so dass keine belastbaren Aussagen über gesundheitliche Folgen für die Personen aus den evakuierten Gebieten gemacht werden können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;radioactive_contamination_at_chelyabinsk-65&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas B. Cochran, Robert Standish Norris, Kristen L. Suokko |Titel=Radioactive Contamination at Chelyabinsk-65, Russia |Sammelwerk=[[Annual Review of Energy and the Environment]] |Nummer=18 |Datum=1993 |Seiten=507–528 |DOI=10.1146/annurev.eg.18.110193.002451}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Tatiana Sazykina, Ivan I. Kryshev |Titel=Radiation effects in wild terrestrial vertebrates e the EPIC collection |Sammelwerk=Journal of Environmental Radioactivity |Nummer=88 |Datum=2006 |Seiten=11–48 |DOI=10.1016/j.jenvrad.2005.12.009}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;nrdc&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [[Internationale Bewertungsskala für nukleare Ereignisse|INES]]-Skala stellt der Unfall ein Ereignis der Kategorie 6 dar; das ist die zweithöchste Kategorie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Internationale Atomenergie-Organisation]] |url=http://www.iaea.org/Publications/Factsheets/English/ines.pdf |titel=INES – The international nuclear and radiological event scale |titelerg=Information Series / Division of Public Information 08-26941 / E |abruf=2011-03-13 |format=PDF; 193&amp;amp;nbsp;kB |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- Quelle? --Saibo --&amp;gt; Nach Angaben des [[Helmholtz Zentrum München|Helmholtz-Zentrums München]] wurden die Auswirkungen des Unfalls lange Zeit unterschätzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gsfinterview&amp;quot;&amp;gt;[[Helmholtz Zentrum München|Helmholtz-Zentrum-München]], Interview mit Peter Jacob, 25. September 2007 (mit MP3-podcast und PDF)&amp;lt;/ref&amp;gt; Neueren Schätzungen zufolge müsste der Unfall mit INES&amp;amp;nbsp;7 bewertet werden, dementsprechend würde er auf derselben Stufe wie die Katastrophe von Tschernobyl 1986 und die Nuklearkatastrophe von Fukushima 2011 stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Katastrophe von Tschernobyl wurde das Material lokal bis regional verteilt. Der heftige Graphitbrand in Tschernobyl beförderte einen Großteil der Radionuklide hoch hinauf in die Atmosphäre, während bei Majak aufgrund geringerer Thermik eine bodennahe Wolke entstand. Die hohe Konzentration der Radioaktivität, mangelnde Aufklärung der Bevölkerung, die nicht flächendeckende Evakuierung der Gegend und unzureichende Dekontamination führten zu hohen Schäden in der betroffenen Region. Eine genaue Opferzahl kann nicht angegeben werden, da keine belastbaren Studien und Untersuchungen vorliegen. Eine Vergleichsrechnung auf Basis der von den Behörden angegebenen radioaktiven Belastung kommt auf etwa 1000 zusätzliche Krebsfälle durch den Unfall.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nrdc&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Thomas B. Cochran, Robert S. Norris, Oleg A. Bukharin |url=http://docs.nrdc.org/nuclear/files/nuc_01019501a_138.pdf |titel=Making the Russian Bomb – From Stalin to Yeltsin |hrsg=Natural Resources Defence Council |datum=1995 |seiten=65–109 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20101214091141/http://docs.nrdc.org/nuclear/files/nuc_01019501a_138.pdf |archiv-datum=2010-12-14 |abruf=2010-11-14 |format=PDF; 2,2&amp;amp;nbsp;MB |sprache=en |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das sind etwa 10 Prozent der damals in der dünn besiedelten näheren Region lebenden Bevölkerung.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Cooke: &amp;#039;&amp;#039;Atom – die Geschichte des nuklearen Zeitalters&amp;#039;&amp;#039;. 2010, S. 177&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Wahrnehmung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ecodefense Mayak Exhibition 17 Kyshtym Memorial.jpg|mini|Denkmal für die Rettungskräfte des Kyschtym-Unfalls]]&lt;br /&gt;
Die Explosion soll laut Zeugenberichten als leuchtender Schein noch hunderte Kilometer entfernt sichtbar gewesen und in damaligen sowjetischen Zeitungen als [[Blitz#Wetterleuchten|Wetterleuchten]] sowie [[Polarlicht]] erklärt worden sein. In späteren Veröffentlichungen beschrieb [[Schores Alexandrowitsch Medwedew|Schores Medwedew]] den Vorgang als „vulkanartige Explosion“.&amp;lt;ref&amp;gt;Zhores Medwedew: &amp;#039;&amp;#039;Bericht und Analyse der bisher geheimgehaltenen Atomkatastrophe in der UdSSR.&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann und Campe, Hamburg, 1979, zitiert nach {{Der Spiegel |ID=40350482 |Titel=Zehntausende wurden verseucht – Reaktor-Sicherheit und Reaktor-Unfälle im Ostblock |Jahr=1979 |Nr=15 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Auswirkungen auf Westeuropa und der damit verbundenen umfangreichen Medienberichterstattung über den Reaktorbrand in Tschernobyl wird die Tschernobyl-Katastrophe von 1986 von vielen als gravierendster Nuklearunfall angesehen, da der Majak-Unfall nicht an die Öffentlichkeit gelangte. Der Unfall konnte bis in die 1970er Jahre vertuscht werden, da die Kontamination sich regional auf den [[Ural]] beschränkte und keine messbaren Effekte durch [[Radioaktiver Niederschlag|radioaktiven Niederschlag]] in Westeuropa feststellbar waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Informationen gelangten durch einen Artikel des sowjetischen Wissenschaftlers und Dissidenten Schores Medwedew in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|[[New Scientist]]}}&amp;#039;&amp;#039; 1976 an die westliche Öffentlichkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;menetekel&amp;quot;&amp;gt;Henning Sietz: [https://www.zeit.de/2007/34/A-Atomkatastrophe &amp;#039;&amp;#039;Das Menetekel von Majak&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 34/2007, Nr. 34, S. 70&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;faz&amp;quot;&amp;gt;Heinz-Jörg Haury: [https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/umwelt/erster-schwerer-atomunfall-die-spur-von-majak-1463279.html &amp;#039;&amp;#039;Erster schwerer Atomunfall. Die Spur von Majak&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]]&amp;#039;&amp;#039;, 29. September 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; 1979 publizierte Medwedew seine Berichte und Analysen in dem Buch &amp;#039;&amp;#039;Bericht und Analyse der bisher geheimgehaltenen Atomkatastrophe in der UdSSR&amp;#039;&amp;#039;, ging jedoch irrtümlich von einer atomaren Explosion aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Manfred Quiring |url=https://www.welt.de/kultur/history/article1213772/Der-bestverschwiegene-GAU-der-Geschichte.html |titel=Der bestverschwiegene GAU der Geschichte |werk=[[Die Welt|Welt Online]] |datum=2007-09-26 |abruf=2011-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Enthüllungen von Medwedew wurden damals von westlichen Wissenschaftlern bezweifelt. Medwedew selbst vermutete dahinter das Interesse, Atomkraft als ungefährlich erscheinen zu lassen, da zu dieser Zeit in vielen westlichen Ländern Kernkraftwerke gebaut wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Schores Medwedew im Interview in dem Film &amp;#039;&amp;#039;[[Albtraum Atommüll]]&amp;#039;&amp;#039; von Eric Guéret, gesendet am 13. Oktober 2009 auf [[arte]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die sowjetische Führung gestand erst 1989 die Geschehnisse offiziell ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;menetekel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontamination heute ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kerntechnische Anlage Majak}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unfall setzte große Mengen an radioaktivem Material frei. Auch bei einem weiteren Zwischenfall, bei dem 1967 radioaktiv kontaminierte Sedimentstäube aus dem [[Karatschai-See]] durch Winde ins Umland getragen wurden, ging ein Teil des Materials erneut in den bereits durch den Kyschtym-Unfall betroffenen Gebieten nieder. Eine wissenschaftliche Untersuchung der russischen und der norwegischen Regierung von 1997 kommt zu dem Ergebnis, dass seit 1948 von Majak &amp;lt;sup&amp;gt;90&amp;lt;/sup&amp;gt;[[Strontium|Sr]] und &amp;lt;sup&amp;gt;137&amp;lt;/sup&amp;gt;[[Caesium|Cs]] mit einer Aktivität von insgesamt 8,9&amp;amp;nbsp;Exa-Becquerel (EBq, 8,9&amp;amp;nbsp;·&amp;amp;nbsp;10&amp;lt;sup&amp;gt;18&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;amp;nbsp;Bq) in die Umwelt abgegeben wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rob Edwards |Titel=Russia’s Toxic Shocker |Sammelwerk=[[New Scientist]] |Datum=1997-12-06 |Seiten=15 |Online=[https://www.newscientist.com/article/mg15621112.400-russias-toxic-shocker--bomb-factories-created-the-most-radioactive-place-on-earth.html kostenpflichtig]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinzu kommen Emissionen weiterer radioaktiver Elemente wie &amp;lt;sup&amp;gt;239&amp;lt;/sup&amp;gt;Pu. Umweltorganisationen schätzen, dass dadurch etwa 500.000 Personen erhöhten Strahlendosen ausgesetzt waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bellona&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Igor Kudrik, Aleksandr Nikitin, Charles Digges, Nils Bøhmer, Vladislav Larin, Vladimir Kuznetsov |url=http://www.bellona.org/filearchive/fil_Bellona_2004_RedReport.pdf |titel=The Russian Nuclear Industry – The Need for Reform. Bellona Report Volume 4:2004 |hrsg=Bellona Foundation |datum=2004-11-01 |seiten=47–69 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20100215090105/http://www.bellona.org/filearchive/fil_Bellona_2004_RedReport.pdf |archiv-datum=2010-02-15 |abruf=2010-04-24 |format=PDF; 3,0&amp;amp;nbsp;MB |sprache=en |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der radioaktiven Belastung der Arbeiter und der Bevölkerung durch den Betrieb der Anlage werden dort in den letzten Jahren verstärkt Untersuchungen zu den Auswirkungen solcher radioaktiver Belastungen auf Menschen durchgeführt, auch weil in Majak im Vergleich zu ähnlichen Anlagen überdurchschnittlich viele Frauen arbeiten beziehungsweise arbeiteten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mayak-intro&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=L. Anspaugh, M. Degteva, E. Vasilenko |url=https://link.springer.com/article/10.1007/s00411-002-0148-5 |titel=Mayak Production Association: Introduction |werk=Radiation and Environmental Biophysics, Ausgabe 41, Nummer 1 |datum=2002-03-01 |seiten=19-22 |abruf=2010-11-10 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die radioaktive Belastung der Region ist seit dem 1.&amp;amp;nbsp;August 2005 Untersuchungsgegenstand des internationalen Forschungsprojekts &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Southern Urals Radiation Risk Research}} (SOUL)&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.helmholtz-muenchen.de/soul/index_new.htm |titel=Southern Urals Radiation Risk Research |werk=helmholtz-muenchen.de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20100911210000/http://www.helmholtz-muenchen.de/soul/index_new.htm |archiv-datum=2010-09-11 |abruf=2010-08-10 |sprache=en |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Koordination obliegt dem [[Helmholtz-Zentrum München]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.helmholtz-muenchen.de/soul/new%20templates/new_contractors.htm |text=Southern Urals Radiation Risk Research – Contractors t |wayback=20131017200054}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von Kernkraftanlagen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Igor Kudrik, Aleksandr Nikitin, Charles Digges, Nils Bøhmer, Vladislav Larin, Vladimir Kuznetsov |url=http://www.bellona.org/filearchive/fil_Bellona_2004_RedReport.pdf |titel=The Russian Nuclear Industry – The Need for Reform. Bellona Report Volume 4:2004 |hrsg=Bellona Foundation |datum=2004-11-01 |seiten=47–69 |abruf=2010-04-24 |format=PDF; 3,0&amp;amp;nbsp;MB |sprache=en}}&lt;br /&gt;
* Zhores Medwedjew: &amp;#039;&amp;#039;Bericht und Analyse der bisher geheimgehaltenen Atomkatastrophe in der UdSSR&amp;#039;&amp;#039; (deutsch von Anne Herbst-Oltmanns. Mit einem Vorwort von Robert Jungk). Hoffmann und Campe, Hamburg 1979, ISBN 3-455-08888-0.&lt;br /&gt;
* Carola Paulsen: &amp;#039;&amp;#039;Morbidität bei 80 akzidentell seit 1949 chronisch strahlenexponierten Anwohnern des Techa-River (Südural)&amp;#039;&amp;#039;. Universität Ulm, 2001, (Dissertation Universität Ulm, 6. Dezember 2001), [http://vts.uni-ulm.de/docs/2001/900/vts_900.pdf vts.uni-ulm.de] (PDF; 1,9 MB; 253 Seiten).&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Thomas B. Cochran, Robert S. Norris, Oleg A. Bukharin |url=https://fas.org/pubs/_docs/making_the_russian_bomb.pdf |titel=Making the Russian Bomb – From Stalin to Yeltsin |hrsg=Natural Resources Defence Council |datum=1995 |abruf=2018-08-08 |format=PDF; 2,2&amp;amp;nbsp;MB |sprache=en}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Nils Boehmer, Thomas Nilsen |url=http://www.bellona.no/e/russia/sibir/sibir1.htm |titel=Reprocessing plants in Siberia |werk=Bellona Working Paper 4:1995 |datum=1995 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20011222190449/http://www.bellona.no/e/russia/sibir/sibir1.htm |archiv-datum=2001-12-22 |abruf=2010-11-14 |sprache=en |offline=1}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Serhii Plokhy]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Atoms and Ashes. From Bikini Atoll to Fukushima&lt;br /&gt;
   |Verlag=Allen Lane&lt;br /&gt;
   |Ort=London&lt;br /&gt;
   |Datum=2022&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-0-241-51677-5&lt;br /&gt;
   |Kapitel=Kap. 2: “Northern Lights: Kyshtym”&lt;br /&gt;
   |Sprache=en&lt;br /&gt;
   |Online={{Google Buch |BuchID=5eA7EAAAQBAJ |SeitenID=PT41}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Mayak|Kerntechnische Anlage Majak}}&lt;br /&gt;
* [http://www.po-mayak.ru/ Homepage der PO Majak: Производственное объединение «Маяк» сегодня] (russisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.helmholtz-muenchen.de/soul/ SOUL: Southern Urals Radiation Risk Research], Multilaterales Forschungsprojekt unter Koordination des [[Helmholtz Zentrum München]]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://archive.greenpeace.org/mayak/index.html |text=Dokumentation von Greenpeace (englisch, 2002) |wayback=20121026205520}}&lt;br /&gt;
* Greenworld Russia: [http://vimeo.com/17432730 &amp;#039;&amp;#039;Verseuchtes Land – Die Atomfabrik Majak&amp;#039;&amp;#039;.] Dokumentarfilm, Russland 2009, 31 Min., russisch mit deutschen Untertiteln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=55/41/37.1/N |EW=60/48/15.6/E |type=landmark |region=RU}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Nuklearunfälle}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nuklearunfall]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umweltkatastrophe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nuklearwaffenprogramm der Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oblast Tscheljabinsk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katastrophe 1957]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Amwenti</name></author>
	</entry>
</feed>