<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kynosarges</id>
	<title>Kynosarges - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kynosarges"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kynosarges&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T19:50:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kynosarges&amp;diff=1137801&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Der gut zu tanzen weiß am 14. Januar 2026 um 19:31 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kynosarges&amp;diff=1137801&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-14T19:31:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Votive relief NAMA3952.jpg|mini|[[Votivgabe|Votivstele]]: Ein Jüngling bringt einen Stier als Opfer für Herakles. Vermutlich aus dem Heiligtum des Herakles Kynosarges. 4. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kynosarges&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Κυνόσαργες|de=Wo der Hund liegen blieb}}) war ein erstmals zum Jahr 490 v. Chr. erwähntes Heiligtum des [[Herakles]]. Später befand sich an diesem Ort eines der drei [[Gymnasion|Gymnasien]] des antiken [[Athen]]. Heiligtum und Gymnasium lagen im Demos [[Diomeia (Demos)|Diomeia]]. Der Athener Stadtteil [[Kynosargous]] wurde nach dem Ort benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heiligtum des Herakles Kynosarges ==&lt;br /&gt;
Seinen Namen verdankt es dem ursprünglich an dieser Stelle befindlichen, von [[Diomos (Sohn des Kolyttos)|Diomos]] errichteten Heiligtum des &amp;#039;&amp;#039;Herakles Kynosarges&amp;#039;&amp;#039;. Nach der Überlieferung soll Diomos Herakles am väterlichen Herd ein Opfer dargebracht haben. Ein Hund schnappte sich ein Opferstück, rannte davon und ließ sich schließlich an einem Ort nieder. Diomos folgte ihm und gründete an dieser Stelle das Heiligtum des [[Herakles]] Kynosarges, da er das Geschehene als göttliches Zeichen deutete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Roscher|1,1|1027||Diomos|[[Heinrich Wilhelm Stoll]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Heiligtum lag wahrscheinlich auf dem Hügel, auf dem sich heute die Plateia Kynosargous befindet. [[Cecil Harcourt Smith]] vermutete, dass in dem kleinen Park an der Stelle der Kirchenruine der Tempel des Herakles Kynosarges lag.&amp;lt;ref&amp;gt;Cecil Harcourt Smith: &amp;#039;&amp;#039;Annual Meeting of Subscribers&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Annual Of The British School At Athens&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, London, S. 23 ([https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.56314/page/n31 online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Gymnasien Athens ==&lt;br /&gt;
Die [[Platonische Akademie|Akademie]], benannt nach dem vorzeitlichen Heros [[Akademos]], dessen Grab in der Nähe lag, befand sich im Nordwesten der Stadt, das [[Lykeion]] befand sich auf der Ostseite und das Kynosarges im Süden. Das Kynosarges-Gymnasion war dabei von der athenischen Stadtverwaltung den „unehelichen“ Kindern für ihre Übungen zugeteilt worden. [[Plutarch]] erklärte hierzu, dass ja Herakles, dessen Heiligtum namensgebend war, auch kein legitimer Gott war, da seine Mutter eine Sterbliche war. Durch hartes Training könne man den Unterschied zwischen Ausländern und Athenern überwinden.&amp;lt;ref&amp;gt;Plutarch: &amp;#039;&amp;#039;Themistokles&amp;#039;&amp;#039; 1,2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle drei Gymnasien sind durch philosophische Richtungen berühmt geworden, die die Räumlichkeiten nutzten, um darin ihren Unterricht anzubieten: die Akademie durch [[Platon]] und die Platoniker oder Akademiker, das Kynosarges-Gymnasion durch den Sokrates-Schüler [[Antisthenes]], den Begründer der [[Kynismus|kynischen]] Philosophie, dessen Mutter Thrakerin war, und das Lykeion durch [[Aristoteles]] und die [[Peripatos|Peripatetiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Das Kynosarges-Gymnasium lag südlich des [[Ilisos|Ilissos]] außerhalb der Stadtmauer vor dem Diomeischen Tor. Östlich der Kirche Agios Panteleimon an der Kallirois-Straße fand man ein Gebäude aus [[Antikes Griechenland#Klassische Zeit|klassischer Zeit]], das in römischer Zeit mit einem Bad überbaut worden war. 70&amp;amp;nbsp;m östlich fand man ebenfalls ein Gymnasium, das man mit dem von [[Pausanias]] erwähnten identifiziert. Es soll von [[Hadrian]] erbaut und hierfür sollen 100 Säulen aus Afrika importiert worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Pausanias: &amp;#039;&amp;#039;Reisen in Griechenland&amp;#039;&amp;#039; 1,18,9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Inschrift&amp;lt;ref&amp;gt;[[Inscriptiones Graecae|I.G.]] II² 2119, Zeile 128.&amp;lt;/ref&amp;gt; erwähnt einen Dromos, also ein [[Stadion]], in Richtung [[Agrai]] gelegen. Dieses Stadion war sicherlich Bestandteil des Kynosarges-Gymnasium. Da für ein Stadion eine große ebene Fläche benötigt wurde, kann es nur am südlichen Ufer des Ilissos zwischen [[Kallirrhoë (Quelle)|Kallirrhoë]] und der Kirche Agios Panteleimon gelegen haben. Laut einer weiteren Inschrift&amp;lt;ref&amp;gt;Epigraphisches Museum von Athen Nr. 12553.&amp;lt;/ref&amp;gt; war es den Gerbern verboten, am Ilissos oberhalb des Herakles-Heiligtums Häute zu gerben. Daraus geht hervor, dass auch das Heiligtum in diesem Bereich lag.&amp;lt;ref&amp;gt;John Travlos: &amp;#039;&amp;#039;Pictorial Dictionary of Ancient Athens.&amp;#039;&amp;#039; New York 1980, S. 340.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Unter den Fundamenten des Gebäudes, das man als das Kynosarges identifizierte, fand man Gräber aus dem 10. bis 7. Jahrhundert v. Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;[[John Percival Droop]]: &amp;#039;&amp;#039;Dipylon Vases from the Kynosarges Site&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Annual Of The British School At Athens&amp;#039;&amp;#039;, Band 12, London, S. 80–92 ([https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.56325/page/n93 online])&amp;lt;/ref&amp;gt; Über diesen wurde vermutlich im 6. Jahrhundert v. Chr. das Kynosarges errichtet. Bei der Brandschatzung Athens durch die [[Perserreich|Perser]] im Jahre 480 v. Chr. wurde es zerstört und kurz danach von [[Themistokles]] wieder errichtet. Aus dieser Zeit fand man ein [[Ionische Ordnung|Ionisches]] [[Kapitell]].&amp;lt;ref&amp;gt;Pieter Rodeck: &amp;#039;&amp;#039;The Ionic Capital of the Gymnasium of Kynosarges&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Annual Of The British School At Athens&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, London, S. 89–105 ([https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.56315/page/n99 online])&amp;lt;/ref&amp;gt; 200 v. Chr. wurde es von [[Philipp V. (Makedonien)|Philipp V.]] zerstört.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Titus Livius]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte Roms&amp;#039;&amp;#039;, 31, 24, 17&amp;lt;/ref&amp;gt; In römischer Zeit wurde an dieser Stelle ein Gebäude errichtet, dass in [[Byzantinisches Reich|Byzantinischer Zeit]] in eine Kirche umgewandelt worden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Cecil Harcourt Smith: &amp;#039;&amp;#039;Annual Meeting of Subscribers&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Annual Of The British School At Athens&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, London, S. 24&amp;lt;/ref&amp;gt; Östlich davon errichtete [[Hadrian (Kaiser)|Hadrian]] im Jahre 131/2 ein neues Gymnasion.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Theofil Sauciuc-Săveanu]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein Hadriansbrief und das Hadriansgymnasium in Athen&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Kaiserlich Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung&amp;#039;&amp;#039;, Band 37, Band 1, Athen 1912, S. 183 ([https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/am1912/0197/image online])&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischen dem alten und dem neuen Gymnasium verlief die Straße nach [[Kap Sounion|Sounion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Gymnasien wurden 1896 und 1897 von der [[British School at Athens]] ausgegraben. Zu dieser Zeit war dieser Bereich noch unbebaut – heute liegt er mitten in Athen. Leider sind die Grabungsergebnisse nie komplett veröffentlicht worden, und die erstellten Pläne gingen verloren. 1969 entdeckte die Archäologin [[Olga Tzachou-Alexandri|Olga Alexandri]] zwischen Wohnhäusern Mauern, die sie als die von Cecil Harcourt Smith beschriebenen Mauern des Hadriansgymnasiums identifizieren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Marie-Françoise Billot: &amp;#039;&amp;#039;Le Cynosarges. Histoire, mythes et archéologie.&amp;#039;&amp;#039; In: Richard Goulet (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dictionnaire des philosophes antiques.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, CNRS Éditions, Paris 1994, ISBN 2-271-05195-9, S. 917–966.&lt;br /&gt;
* Theodoros Eliopoulos: &amp;#039;&amp;#039;Athens: News from the Kynosarges Site.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Heide Frielinghaus]], [[Jutta Stroszeck]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Neue Forschungen zu griechischen Städten und Heiligtümern. Festschrift für Burkhardt Wesenberg zum 65. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Archäologie Griechenlands.&amp;#039;&amp;#039; Band 1). Bibliopolis, Möhnesee 2010, ISBN 978-3-933925-91-6, S. 85–91.&lt;br /&gt;
* [[Ioannis Travlos|John Travlos]]: &amp;#039;&amp;#039;Pictorial Dictionary of Ancient Athens.&amp;#039;&amp;#039; New York 1980, ISBN 0-87817-267-X, S. 291, 340–341.&lt;br /&gt;
* Campbell Cowan Edgar: &amp;#039;&amp;#039;Two Stelae from Kynosarges&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Journal of Hellenic studies.&amp;#039;&amp;#039; Band 17, London 1897, S. 174–175 ([https://archive.org/details/in.gov.ignca.25963/page/n253 online]).&lt;br /&gt;
* Ioannis Travlos: &amp;#039;&amp;#039;Το γυμνάσιον του Κυνοσάργους (The Gymnasium of Kynosarges).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Αρχαιολογικά Ανάλεκτα εξ Αθηνών.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, Teil 1, Athen 1970, S. 6–14.&lt;br /&gt;
* Olga Alexandri: &amp;#039;&amp;#039;Θεοφιλοπούλου και Κοκκίνη.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Αρχαιολογικον Δελτιον.&amp;#039;&amp;#039; Band 24, Teil B1, Athen 1970, S. 49–50.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Cynosarges|Kynosarges}}&lt;br /&gt;
* {{IEP|https://iep.utm.edu/cynosarg/||William Morison}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|region=GR|type=landmark|NS=37/57/57.4/N|EW=23/43/55.3/E|dim=1000}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Athen in der Antike]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Der gut zu tanzen weiß</name></author>
	</entry>
</feed>