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	<title>Kynokephale - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T00:15:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kynokephale&amp;diff=1226978&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Xqt: Bot-unterstützte Begriffsklärung: Lana - Link(s) ersetzt durch Lana (Südtirol); kosmetische Änderungen</title>
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		<updated>2025-03-13T08:25:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot-unterstützte Begriffsklärung: Lana - Link(s) ersetzt durch &lt;a href=&quot;/index.php/Lana_(S%C3%BCdtirol)&quot; title=&quot;Lana (Südtirol)&quot;&gt;Lana (Südtirol)&lt;/a&gt;; kosmetische Änderungen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Cinocefalo Weltchronik 12.jpg|mini|Kynokephale, Stich aus der [[Schedelsche Weltchronik|Schedelschen Weltchronik]] von 1493]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kynokephale&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|κυνοκέφαλοι|Kynoképhaloi}}), zusammengesetzt aus altgriechisch {{lang|grc|κύων|kýon|de=Hund}} und {{lang|grc|κεφαλή|kephalḗ|de=Kopf}}, bezeichnet hundsköpfige [[Fabelwesen]], die seit der Antike in Literatur und Kunst vorkommen und im Mittelalter auf großes Interesse stießen.&amp;lt;ref&amp;gt;Allein unter dem Eintrag cynocephal* finden sich 111 Einzelbelege in der [[Patrologia Latina]] Database – Zajadacz-Hastenrath (Sp. 766) nennt als weitere Bezeichnungen: cenocephales, cinomolgi, cynopenes, cynoprosopi, canicipites, equinocophali.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie gehören zu den [[Ungeheuer|monströsen]] Fabelvölkern, die man sich an den Rändern der [[Ökumene (Geographie)|Ökumene]] (der zivilisierten Welt) vorstellte, vor allem in Indien oder Afrika. Inwieweit ein Glaube an ihre reale Existenz bestand, ist schwer zu ermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee des hundsköpfigen Menschen scheint auf der ganzen Welt verbreitet zu sein. Einige Wissenschaftler vermuten ihren Ursprung bereits in frühen Mythen, in denen sie als [[Chthonismus|chthonische]] Dämonen auftauchen.&amp;lt;ref&amp;gt;So zum Beispiel Wittkower S. 91; Kretzenbacher S. 30&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dogheads.jpg|mini|Kynokephale im Kampf mit [[Alexander der Große|Alexander dem Großen]], Miniatur]]&lt;br /&gt;
In der Literatur sind die Kynokephalen zahlreich vertreten. Um 700 v. Chr. nennt [[Hesiod]] &amp;#039;&amp;#039;monstra&amp;#039;&amp;#039;, darunter &amp;#039;&amp;#039;Hemikynes&amp;#039;&amp;#039; (Halbhunde). Eine der ersten ausführlichen Schilderungen stammt von [[Ktesias von Knidos]], der aus persischen und indischen Quellen schöpfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Äußeres ===&lt;br /&gt;
Kynokephale haben eine menschliche Figur, können aber zusätzlich zu ihrem Hundekopf noch andere Merkmale der Hunde, wie Fell oder Klauen haben. In frühen Texten hüllen sie sich dagegen lediglich in Tierfelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Klauen und der Verhüllung in Tierfelle. [[Lucidarius]] (I.53)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kultur ===&lt;br /&gt;
In den antiken und mittelalterlichen Quellen werden Cynokephale, wie auch andere Völker&amp;lt;ref&amp;gt;Etwa [[Acephale (Volk)|Acephale]] oder [[Skiapoden]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, meist nur sehr knapp beschrieben. Konkrete Angaben über ihre Kultur sind daher selten. Des Öfteren beschrieben wird die Unfähigkeit zu sprechen, die sich aus dem nichtmenschlichen Kopf erklären lässt.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Beispiel [[Konrad von Megenberg]] [[Buch der Natur]] (VIII.3), [[Lucidarius]] (I.53)&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Ktesias]] beschreibt die Hundsköpfigen als ein friedliches Volk, das auch Handel mit anderen Völkern treibt. Eine Kommunikation mit den Hundsköpfigen müsste dementsprechend möglich sein. Mehrfach taucht auch die Schilderung der Religion dieser Fabelwesen auf, genauere Angaben werden allerdings nicht gemacht.&amp;lt;!-- hier such ich nochmal was raus, damit es ausführlicher wird --&amp;gt; So stellt [[Jean de Mandeville]] die Kynokephalen als besonders gottesfürchtiges Volk dar. Neben der Vorstellung der sprachfähigen, gottesfürchtigen und handeltreibenden Hundsköpfigen konnten sie aber auch als gefährliche Feinde verstanden werden. Dies zeigt eine Erwähnung blutrünstiger Kynokephalen in der [[Historia Langobardorum]] des [[Paulus Diaconus]]. Weitere frühe Belege finden sich bei [[Strabon]], [[Plutarch]] und [[Aelian]]. Strabon erwähnt &amp;#039;&amp;#039;Kynokephaloi&amp;#039;&amp;#039; als einen sagenhaften Stamm von Äthiopiern. Plutarch und Aelian berichten über einen Hundekönig, der über die Äthiopier herrscht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Plutarch]], &amp;#039;&amp;#039;De comunibus notitiis&amp;#039;&amp;#039; Kap. 16; [[Aelian]], &amp;#039;&amp;#039;De natura animalium&amp;#039;&amp;#039; VII, 40.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diesen König nennt auch [[Plinius der Ältere|Plinius]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Plinius der Ältere]], &amp;#039;&amp;#039;[[Naturalis historia]]&amp;#039;&amp;#039; 6,35,192.&amp;lt;/ref&amp;gt;, darüber hinaus kennt er neben den Kynokephalen auch &amp;#039;&amp;#039;Kynomolgi&amp;#039;&amp;#039; mit Hundsköpfen. Die Unterschiede zwischen beiden Völkern werden nicht klar herausgestellt. Auch in der Geschichte der Diözese Hamburg, die [[Adam von Bremen]] gegen 1075 verfasste, werden die Hundsköpfigen erwähnt. Sie werden hier als die Männer eines Volkes, das bei den [[Amazonen]] lebt, beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
Uneinigkeit herrscht in Bezug auf die [[Ernährung]] der Hundsköpfigen. Nach Aussage des [[Alexanderroman]]s ernähren sie sich nur von Fisch. Eine andere Variante zeigt eine Handschrift der Londoner [[British Library]]. Der dort abgebildete Hundsköpfige scheint von den Blättern eines Baumes zu fressen. In Zusammenhang mit der Ernährungsfrage wird in der Forschungsliteratur auch auf andere Fabelwesen, die &amp;#039;&amp;#039;Cynomolgi&amp;#039;&amp;#039;, hingewiesen. John Block Friedman und Michael Herkenhoff meinen, dass es sich hierbei zunächst um eine Variante der Kynokephalen handelte, die später, zumindest in einigen Quellen, als eine eigene Rasse erscheint, weil sie nicht mehr richtig verstanden wurde. Bei [[Plinius der Ältere|Plinius]] melken sie Hunde und trinken deren Milch, wohingegen sie in späteren Quellen als [[Anthropophagie|Anthropophagen]] gezeigt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Plinius, &amp;#039;&amp;#039;Naturalis historia&amp;#039;&amp;#039; 6,190 und 7,31. Vgl. dazu die Cynomolgi an der [[Kathedrale Notre-Dame (Lausanne)]] und bei [[Marco Polo]], Kap. CLXXIII.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kynokephale in der Kunst ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Vezelay Tympan Jesus.jpg|mini|hochkant|Kynokephale im Tympanon von [[Ste-Marie-Madeleine de Vézelay|Sainte Marie-Madeleine]] in [[Vézelay]], Relief 12. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
Eine Reihe von Beispielen für Kynokephale in der [[Buchmalerei]] gibt Zajadacz-Hastenrath an. Auch in der [[Ornament|Bauornamentik]], vor allem in [[Romanik]] und [[Gotik]], gibt es Hundsköpfige.&amp;lt;ref&amp;gt;So zum Beispiel an den Kirchen [[Notre Dame de Cunault]], der Kirche in [[Fleury-la-Montagne]], der [[St-Nicolas (Maillezais)|Pfarrkirche Saint-Nicolas de Maillezais]] und Ols Kirke in [[Olsker]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein wichtiges Beispiel bietet das [[Tympanon (Architektur)|Tympanon]] von [[Ste-Marie-Madeleine de Vézelay|Sainte Marie-Madeleine]] in [[Vézelay]]. Die Kynokephalen nehmen hier eine prominente Stelle neben dem Haupt Christi ein und sind daher nicht als [[Dämon]]en zu verstehen, sondern als Volk, dem von den ausgesendeten Aposteln der christliche Glaube gebracht werden soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Ähnlich in einem Fenster der Kathedrale Saint-Etienne in [[Auxerre]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch in der [[Rosette (Architektur)|Fensterrosette]] der [[Kathedrale Notre-Dame (Lausanne)|Kathedrale Notre-Dame]] in [[Lausanne]] ist neben anderen [[Wundervölker]]n ein Hundsköpfiger abgebildet. Er ist mit der Beschriftung &amp;#039;&amp;#039;cinomolgi&amp;#039;&amp;#039; versehen, verzehrt aber gerade ein menschliches Bein. Die Erdrandbewohner dieses Fensters sind neben den [[Garten Eden|Paradiesflüssen]] dargestellt und stehen so stellvertretend für exotische Gegenden.&lt;br /&gt;
Optisch aus der Reihe fallen die Kynokephalen in den Kirchen [[St. Jakob in Kastelaz]], [[St. Margareth (Lana)|St. Margareth]] in [[Lana (Südtirol)|Lana]] und [[Kirche St. Martin Zillis|St. Martin in Zillis]]. Die beiden Ersteren haben Flossen an Stelle von Füßen bzw. Klauen, der Letztere verfügt sogar über einen doppelschwänzigen Fischleib, wie ihn sonst nur [[Sirene (Mythologie)|Sirenen]] aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kynokephale in der südosteuropäischen Tradition ==&lt;br /&gt;
In den Volkssagen vor allem der Slowenen und Kroaten, auch bis nach Kärnten,&amp;lt;ref&amp;gt;Unter anderem in St. Jakob im Rosental lokalisiert. Sie stehen mit Türkenangriffen des 15. Jahrhunderts in Verbindung, scheinen aber insgesamt schon älter zu sein. Interessant wäre hier ein Vergleich des Sagengutes mit den Fresken unter anderem in Tirol.&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich die Hundsköpfigen (&amp;#039;&amp;#039;Pesoglavci&amp;#039;&amp;#039;) bis heute.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe hierzu Kretzenbacher.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Konsens dieser Geschichten zeigt das Bild eines grausamen Menschenfressers, der es besonders auf Christen oder aber auf Frauen abgesehen hat. Die Hundsköpfe sind mehr oder weniger intelligent; häufig treten sie in der Rolle des überlisteten Räubers auf. Optisch unterscheiden sich die Hundsköpfigen östlicher Prägung manchmal etwas von ihren westeuropäischen Verwandten. Häufige Merkmale sind Bocks- oder Pferdebeine, Einäugig- und Einbeinigkeit. Auffällig ist darüber hinaus, dass die &amp;#039;&amp;#039;Pesoglavci&amp;#039;&amp;#039; in nahegelegenen Wäldern hausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kynokephale in Australien ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Dingo#Kulturelle Bedeutung|titel1=Kulturelle Bedeutung des Dingos}}&lt;br /&gt;
In Geschichten aus der Traumzeit der australischen Ureinwohner kommen ebenfalls hundeköpfige Menschen vor, welche je nach Geschichte entweder die Menschen erschaffen haben, für ihre Erschaffung verantwortlich sind oder die Vorfahren der heute lebenden australischen Ureinwohner sind. Die Vorstellung eines hundeköpfigen Menschen als Ahnen der heutigen Menschen wurde auch auf Hunde im Allgemeinen übertragen. In solchen Vorstellungen stammen dann die australischen Ureinwohner von [[Dingo]]s ab und Menschen anderer Herkunft von den entsprechenden Hunden ihrer Gebiete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rose&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Deborah Bird Rose|Titel=Dingo makes us Human, life and land in an Aboriginal Australian culture|Verlag=Cambridge University Press|Ort=New York, Oakleigh|Jahr=1992|ISBN=0-521-39269-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Russian icon of Saint Christopher.jpg|mini|hochkant|[[Christophorus]] cynocephalus, russisch-orthodoxe Ikone, 16. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
Die Assoziationen zu den Hundsköpfigen sind eng mit denen zu Hunden im Allgemeinen verbunden. Die antiken und mittelalterlichen Assoziationen zum Hund sind sehr unterschiedlich, eine Tendenz zum Negativen hin ist aber unverkennbar. Kynokephale können als Vorboten der Hölle und Heerscharen des Antichristen auftreten.&amp;lt;ref&amp;gt;So im Tympanon der Kirche [[Abteikirche St-Pierre de Beaulieu-sur-Dordogne|Saint-Pierre]] in [[Beaulieu-sur-Dordogne]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kievskaya psaltir kinocefal.jpg|mini|links|hochkant|Kynokephale werden bekehrt, Buchillustration aus dem Kiewer Psalter von 1397]]&lt;br /&gt;
Im Mittelalter wurden die Kynokephalen als dämonische Höllenwesen aufgefasst, aber auch als Sinnbild der Möglichkeit zur Bekehrung sogar eines extrem unzivilisierten Volkes. Dass sie als Beispiel für die Bekehrung der Erdrandbewohner stehen können, zeigen neben den Darstellungen in [[Ste-Marie-Madeleine de Vézelay|Vézelay]] und [[Kathedrale von Auxerre|Saint-Étienne]] in [[Auxerre]] auch die Pfingstbilder aus der osteuropäischen Tradition, in denen sie als Personen erscheinen, die von den Aposteln missioniert werden sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;Abb. bei Friedman S. 66.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eindeutig wird die Mission auch im Theodor-Psalter aus dem 11. Jahrhundert dargestellt, wo Christus selbst Hundsköpfige belehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;London, British Library, Ms. Gr. Add. 19352, fol. 23r (11. Jahrhundert).&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Rolle der Kynokephalen ergibt sich aus mehreren Quellen, namentlich der [[Christophorus]]- bzw. [[Christianus]]legende und der Geschichte über die Apostel [[Bartholomäus (Apostel)|Bartholomäus]] und [[Thomas (Apostel)|Thomas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedman beschreibt auch die Legende des heiligen [[Mercurius (Heiliger)|Mercurius]], der Kynokephale missioniert habe, die ihm dann als Helfer zur Seite stehen. Diese Legende ist aber im Westen nicht sehr verbreitet und taucht in der Sakralkunst nur in Ägypten auf. Zu der positiven Deutung, die die Geschichte des bekehrten Kynokephalen im christlichen Abendland verbreitet hatte, kommt die Interpretation der [[Gesta Romanorum]], die die Kynokephalen mit Predigern vergleicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu steht die Interpretation des [[Thomas von Cantimpré]], der die Kynokephalen wegen ihres unartikulierten Gebells als Symbol der üblen Nachrede versteht.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Ellen Beer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Rose der Kathedrale von Lausanne und der kosmologische Bilderkreis des Mittelalters&amp;#039;&amp;#039;. Zweiter Teil. (Dissertation Bern 1950) Bern 1952. S. 25 (Mit Abdruck einer Handschrift aus dem 14. Jh.) und Wittkower S. 112.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei anderen Tier-Mensch-Mischwesen ist oft versucht worden, den Ausgangspunkt der Legendenbildung in Berichten über exotische Tierarten zu finden. Ursula Düriegel vermutet, dass Kynokephale mit [[Pavian]]en gleichzusetzen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Ursula Düriegel: &amp;#039;&amp;#039;Die Fabelwesen von St. Jakob in Kastelaz bei Tramin. Romanische Bilderwelt antiken und vorantiken Ursprungs.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien u. a. 2003, ISBN 3-205-77039-0, S. 63; so auch Friedman S. 24f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon mittelalterliche Autoren brachten Kynokephale mit [[Menschenaffe]]n in Verbindung.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Beispiel [[Solinus]] &amp;#039;&amp;#039;Collectanea rerum mirabilum&amp;#039;&amp;#039; (27,58), [[Albertus Magnus]], &amp;#039;&amp;#039;De animalibus&amp;#039;&amp;#039; 26, 2,1,4, Isidor von Sevilla, &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologiae]]&amp;#039;&amp;#039; 12,2,32, auch in den Texten der [[Ebstorfer Weltkarte]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob der Mythos des Kynokephalen tatsächlich auf Affen zurückzuführen ist oder ob die Affen lediglich als Kynokephale (miss)verstanden wurden und so vielleicht noch nachträglich das Bild dieses Wesens verändert haben, ist ungewiss. Kretzenbacher legt auch die Verteufelung eines Wesens aus paganer Mythologie nahe. Möglicherweise besteht ein Zusammenhang mit den hunde- bzw. schakalköpfigen Gottheiten Ägyptens ([[Upuaut]], [[Anubis]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe hierzu die Arbeiten von [[Carl Albrecht Bernoulli]] und Zofia Ameisenowa.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kynokephalen sind im Mittelalter ein beliebtes Beispiel in [[Anthropologie|anthropologischen]] Diskussionen um die Definition des Menschen und seine Abgrenzung vom Tier. [[Isidor von Sevilla]] meint, man müsse die Kynokephalen aufgrund ihres Gebells eher als Tiere einstufen.&amp;lt;ref&amp;gt;Isidor von Sevilla, &amp;#039;&amp;#039;Etymologiae&amp;#039;&amp;#039; 11,3,15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Anubis]]&lt;br /&gt;
* [[Fabelwesen]]&lt;br /&gt;
* [[Löwenmensch]]&lt;br /&gt;
* [[Mischwesen]]&lt;br /&gt;
* [[Priesterkönig Johannes]]&lt;br /&gt;
* [[Werwolf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* John Block Friedman: &amp;#039;&amp;#039;The Monstrous Races in Medieval Art and Thought.&amp;#039;&amp;#039; Harvard University Press, Cambridge MA u. a. 1981, ISBN 0-674-58652-2.&lt;br /&gt;
* [[Leopold Kretzenbacher]]: &amp;#039;&amp;#039;Kynokephale Dämonen südosteuropäischer Volksdichtung. Vergleichende Studien zu Mythen, Sagen, Maskenbräuchen um Kynokephaloi, Werwölfe und südslawische Pesoglavci&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Kenntnis Südosteuropas und des Nahen Orients.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 5, {{ZDB|1072151-4}}). Trofenik, München 1968.&lt;br /&gt;
* Walter Loeschke: &amp;#039;&amp;#039;Sanctus Christophorus canineus.&amp;#039;&amp;#039; In: Georg Rohde u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Edwin Redslob zum 70.Geburtstag. Eine Festgabe.&amp;#039;&amp;#039; Blaschker, Berlin 1955, S. 33–82.&lt;br /&gt;
* [[David Gordon White]]: &amp;#039;&amp;#039;Myths of the Dog-Man.&amp;#039;&amp;#039; University of Chicago Press, Chicago IL u. a. 1991, ISBN 0-226-89508-4.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Wittkower]]: &amp;#039;&amp;#039;Marvels of the East. A Study in the History of Monsters.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the Warburg and Courtauld Institute.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 5, 1942, {{ISSN|0959-2024}}, S. 159–197 (Auch in: Rudolf Wittkower: &amp;#039;&amp;#039;Allegory and the Migration of Symbols.&amp;#039;&amp;#039; Thames and Hudson, London 1977, ISBN 0-500-27470-3, S. 45–75; in deutscher Sprache: &amp;#039;&amp;#039;Die Wunder des Ostens. Ein Beitrag zur Geschichte der Ungeheuer.&amp;#039;&amp;#039; In: Rudolf Wittkower: &amp;#039;&amp;#039;Allegorie und der Wandel der Symbole in Antike und Renaissance.&amp;#039;&amp;#039; DuMont-Literatur-und-Kunst-Verlag, Köln 2002, ISBN 3-8321-7233-5, S. 87–150).&lt;br /&gt;
* Salome Zajadacz-Hastenrath: &amp;#039;&amp;#039;[http://rdk.zikg.net/gsdl/cgi-bin/library.exe?a=d&amp;amp;c=rdk-web&amp;amp;cl=CL1.24&amp;amp;p=html.fig&amp;amp;d=Dl860.1 Fabelwesen].&amp;#039;&amp;#039; In: [[Otto Schmitt (Kunsthistoriker)|Otto Schmitt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Band 6: &amp;#039;&amp;#039;Eselsrücken – Farbe, Farbmittel.&amp;#039;&amp;#039; 61. Lieferung, 1971. Druckenmüller, München 1968–1973, Sp. 739–815.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Cynocephali|Kynokephale}}&lt;br /&gt;
* [http://www.theoi.com/Phylos/Kunokephaloi.html Artikel im Theoi Lexikon]&lt;br /&gt;
* [http://www.beyond-the-pale.co.uk/dogsaints.htm Anthony Weir: &amp;#039;&amp;#039;A holy dog and a dog-headed saint&amp;#039;&amp;#039;.]&lt;br /&gt;
* [http://www.societyandanimalsforum.org/sa/sa5.1/menache.html Sophia Menache: &amp;#039;&amp;#039;Dogs: God&amp;#039;s worst enemies?&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.newanimal.org/cyno.htm The Cryptid Zoo: Cynocephali]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fabelwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mythologischer Hund]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Xqt</name></author>
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