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	<title>Kyjanice - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T07:12:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kyjanice&amp;diff=2440211&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dichoteur: /* Geschichte */ Wikilink</title>
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		<updated>2020-12-10T15:52:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; Wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kyjanice&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Kianitz&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Wüstung]] auf dem Gebiet der Gemeinde [[Kozlov u Velkého Újezdu|Kozlov]] in [[Tschechien]]. Sie liegt acht Kilometer nordwestlich von [[Lipník nad Bečvou]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Kyjanice befand sich in 450&amp;amp;nbsp;m.ü.m. im Tal der Kyjanka in den [[Oderberge]]n. Die Ansiedlung lag inmitten von Wäldern an der Straße von [[Velký Újezd]] nach [[Potštát]]. Nördlich erheben sich der Růžový kopec (653&amp;amp;nbsp;m) und Kyjanický kopec (579&amp;amp;nbsp;m), im Nordosten der Nad Ranošovem (550&amp;amp;nbsp;m), östlich die Obírka (622&amp;amp;nbsp;m) und der Slavkovský vrch (&amp;#039;&amp;#039;Milchhübel&amp;#039;&amp;#039;, 636&amp;amp;nbsp;m), im Südosten der Lomec (583&amp;amp;nbsp;m), südlich der Žalov (&amp;#039;&amp;#039;Muderberg&amp;#039;&amp;#039;, 487&amp;amp;nbsp;m) und im Nordwesten der Holý kopec (600&amp;amp;nbsp;m).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umliegende Ortschaften waren [[Eliščiná]] im Norden, [[Kozlov (Libavá)|Kozlov]] und [[Ranošov]] im Nordosten, [[Slavkov (Libavá)|Slavkov]] im Osten, Loučka und [[Bohuslávky]] im Südosten, [[Dolní Újezd u Lipníka nad Bečvou|Dolní Újezd]], Zavadilka, [[Staměřice]] und Vrchní Pila im Süden, [[Velký Újezd]] im Südwesten sowie [[Varhošť (Libavá)|Varhošť]] im Nordwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die erste schriftliche Erwähnung des wüsten Dorfes &amp;#039;&amp;#039;Kyjanka&amp;#039;&amp;#039; erfolgte im Jahre 1548, als Erasmus von Bobolusk auf [[Veselíčko u Lipníka nad Bečvou|Veselíčko]] den Markt [[Velký Újezd|Horní Újezd]] und mehrere Dörfer im nordwestlichen Teil der [[Burg Helfštýn|Helfensteiner Herrschaft]] von [[Johann von Pernstein (1487–1548)|Johann von Pernstein auf Helfenstein]] erwarb. Wahrscheinlich ist das Dorf während eines der Kriege im unruhigen 15. Jahrhundert erloschen. Weitere Namensformen waren &amp;#039;&amp;#039;Kylianka&amp;#039;&amp;#039; (bis 1569) und &amp;#039;&amp;#039;Kojanka&amp;#039;&amp;#039; (ab 1557).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.archives.cz/matriky_info/Mistopisny_rejstrik_obci_ceskeho_Slezska_a_severni_Moravy.pdf |wayback=20160304214303 |text=Místopisný rejstřík obcí českého Slezska a severní Moravy (S. 294) |archiv-bot=2019-04-24 10:53:08 InternetArchiveBot }} (PDF-Datei; 2,1&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahre 1573 ging die Herrschaft Veselíčko im Erbfall an die [[Prusinowitz (Adelsgeschlecht)|Podstatzky von Prusinowitz]] über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Nachricht über die Mühle &amp;#039;&amp;#039;Kyjanický&amp;#039;&amp;#039; stammt aus dem Jahre 1741. Diese blieb bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts immer zur Herrschaft Veselíčko und den Grafen Podstatzky-Liechtenstein untertänig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1881 ist die zu [[Velký Újezd]] gehörige [[Einzelsiedlung|Einschicht]] &amp;#039;&amp;#039;Kyjanice&amp;#039;&amp;#039; nachweislich, die 1884 Teil der neugebildeten Gemeinde [[Kozlov (Libavá)|Koslau]] wurde. 1892 gründete Otto Losert in Kyjanice eine Dampfsäge. Ab 1893 wurde der Ort als &amp;#039;&amp;#039;Kyanitza&amp;#039;&amp;#039; und ab 1918 als &amp;#039;&amp;#039;Kianitz&amp;#039;&amp;#039;/&amp;#039;&amp;#039;Kyjanice&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Um das florierende Dampfsägewerk, das im Jahre 1920 200 Beschäftigte hatte, und die Wassermühle bildete sich eine kleine Ansiedlung mit einem Gasthaus. Nach dem [[Münchner Abkommen]] wurde &amp;#039;&amp;#039;Kianitz&amp;#039;&amp;#039; als Teil von [[Kozlov (Libavá)|Kozlau]] 1938 dem [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschen Reich]] zugeschlagen und gehörte bis 1945 zum [[Landkreis Bärn]] und Gerichtsbezirk [[Město Libavá|Stadt Liebau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] an Informationen gelangt war, dass sich in Zákřov ein Zentrum der Partisanenbewegung befände, wurden über das Kosakenbataillon 574 die Gestapoleute Ernst Geppert und Josef Hykade als falsche [[Partisan]]en nach Zákřov eingeschleust. In den Abendstunden des 18.&amp;amp;nbsp;April 1945 erfolgte durch 350 [[Kosaken]] der [[Russische Befreiungsarmee|Wlassow-Armee]] und die Gestapoleute Geppert und Hykade die Vergeltungsaktion Zákřov. Dabei wurde auch der 18-jährige [[Tršice]]r Jude [[Otto Wolf (Autor)|Otto Wolf]] in seinem Versteck in Zákřov entdeckt, sein Tagebuch über die dreijährige Flucht der Familie blieb erhalten und wurde von seiner Schwester Felicitas weitergeführt. Am nächsten Morgen wurden alle festgenommenen Männer über 50 Jahre freigelassen und die 23 jüngeren in Dreierreihen nach Velký Újezd getrieben, wo sie zunächst in einen ehemaligen Stall im Hof des Rathauses eingeschlossen wurden. Nach zweitägigen Verhören mit schwerer Folter durch die Kosaken wurden vier Männer wieder freigelassen. Die übrigen 19, die größtenteils aus Zákřov stammten, wurden am frühen Abend des 20.&amp;amp;nbsp;April auf einen LKW geworfen und aus dem [[Protektorat Böhmen und Mähren]] ins [[Sudetenland]] zu einer hölzernen Hütte auf dem Muderberg oberhalb von Kianitz, die von Alfred Semsky aus [[Hraničné Petrovice|Petersdorf]] einschließlich des Holzes zur Verfügung gestellt wurde, gefahren. Dorthin wurde auch der Pfarrer Schuster aus [[Slavkov (Libavá)|Schlock]] geholt, um die Baude als Grab zu segnen. Beim Anblick der schwerverletzten Folteropfer erlitt der Geistliche einen Zusammenbruch und weigerte sich die [[Sakrament]]e zu erteilen. Die Gestapoleute und Kosaken schütteten zunächst Teer in die Baude und füllten die Baude dann mit Holz. Anschließend brachten sie Gefangenen einzeln hinein, wobei nach Hykades Aussage Geppert im Wechsel mit dem Kosaken Čorny jedem einen Genickschuss versetzt haben soll. Das letzte der Opfer war der 18-jährige Olmützer Jude Otto Wolf, der bei der Aktion gegen die Partisanen in seinem Versteck in Zákřov zufällig in die Hände der Gestapo gefallen war und dessen Tagebuch nach seiner Flucht erhalten blieb. Anschließend steckten sie die Hütte mit Benzin in Brand. Über dem Wald und dem Tal der Říka hing noch tagelang beißender Rauch. Die Überreste der Ermordeten wurden dann von Einwohnern aus Kozlau vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] kam Kyjanice zur [[Tschechoslowakei]] zurück. Am 12.&amp;amp;nbsp;Mai 1945 wurden Ermittlungen zum Schicksal der Männer von Zákřov aufgenommen. Die Deutschen aus Kozlov, die die Opfer des Massakers vergraben hatten, mussten die verbrannten Überreste wieder ausgraben. Bei der Untersuchung der Toten wurde festgestellt, dass die meisten der Männer bei lebendigem Leibe verbrannten und sämtliche Opfer beide Oberschenkel gebrochen hatten. Diese wurden dann am 14.&amp;amp;nbsp;Mai 1945 in einem Massengrab auf dem Friedhof Tršice feierlich beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Errichtung des [[Truppenübungsplatz Libavá|Truppenübungsplatzes Libavá]] wurde das Sägewerk und die Ansiedlung nach 1947 aufgegeben. Am 31.&amp;amp;nbsp;Oktober 1949 wurde am Platz des Massakers von Kianitz das vom Bildhauer Vladimír Navrátil und dem Architekten [[Lubomír Šlapeta]] geschaffene Denkmal „Zákřovský Žalov“ enthüllt. Seit 2016 gehört Kyjanice zur Gemeinde Kozlov.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.zanikleobce.cz/index.php?lang=d&amp;amp;obec=5699 Eintrag auf zanikleobce.cz]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://smirci-krize.cz/fotky-ol-ol-zakrovsky-zalov-kyjanice-zakrov-trsice.php | wayback=20131126072312 | text=Beschreibung des Massakers}}&lt;br /&gt;
* [http://www.radio.cz/de/rubrik/geschichte/das-tagebuch-des-otto-wolf Das Tagebuch des Otto Wolf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=49/35/02/N |EW=17/31/14/E |type=city |region=CZ-712}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wüstung im Okres Olomouc]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Kriegsverbrechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Massaker (Zweiter Weltkrieg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechoslowakei im Zweiten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kozlov u Velkého Újezdu]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1548]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dichoteur</name></author>
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