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	<title>Kwitajny - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T20:44:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kwitajny&amp;diff=1769769&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-18276-15: /* Die Gutskirche */Tippfehler-Korrektur</title>
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		<updated>2026-03-30T05:58:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Die Gutskirche: &lt;/span&gt;Tippfehler-Korrektur&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort in Polen&lt;br /&gt;
| Ort             = Kwitajny&lt;br /&gt;
| Wappen          = kein&lt;br /&gt;
| Woiwodschaft    = Ermland-Masuren&lt;br /&gt;
| Powiat          = Elbląg&lt;br /&gt;
| PowiatLink      = Elbląski&lt;br /&gt;
| Gemeinde        = Pasłęk&lt;br /&gt;
| GemeindeLink    = Gmina Pasłęk&lt;br /&gt;
| Breitengrad     = 54.016944&lt;br /&gt;
| Längengrad      = 19.806667&lt;br /&gt;
| OrtEinwohner    = 167&lt;br /&gt;
| OrtEinwDatum    = 2021&amp;lt;ref&amp;gt;Polska w Liczbach: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.polskawliczbach.pl/osada_Kwitajny Osada Kiwtajny w liczbach]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Telefonvorwahl  = 55&lt;br /&gt;
| KFZ-Kennzeichen = NEB&lt;br /&gt;
| Straße1         = [[Droga wojewódzka 527|DW 527]]: [[Dzierzgoń]]–[[Pasłęk]]–[[Surowe (Pasłęk)|Surowe]] ↔ [[Kalnik (Morąg)|Kalnik]]–[[Morąg]]–[[Olsztyn]]&lt;br /&gt;
| Straße2         = [[Kronin]]–[[Zielno (Pasłęk)|Zielno]] → Kwitajny&lt;br /&gt;
| Schienen1       = kein Bahnanschluss&lt;br /&gt;
| Flughafen1      = [[Lech-Wałęsa-Flughafen Danzig|Danzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kwitajny&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{deS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quittainen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}}) ist ein Ort in der [[Gmina Pasłęk]], [[Woiwodschaft Ermland-Masuren]], im Norden [[Polen]]s.&lt;br /&gt;
[[Datei:Das Dorf Quittainen im ehemaligen Ostpreußen.jpg|mini|Blick auf Kwitajny im Jahre 2021]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kwitajny zespół folwarczny.jpg|mini|Die ehemalige Gutsanlage Quittainen in Kwitajny im Jahre 2014]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Der Ort liegt im ehemaligen [[Ostpreußen]] in der Landschaft [[Ermland-Masuren]], etwa elf Kilometer südöstlich der ehemaligen [[Kreisstadt]] [[Pasłęk]] &amp;#039;&amp;#039;(Preußisch Holland)&amp;#039;&amp;#039;, 29 Kilometer südöstlich der heutigen [[Powiat|Kreismetropole]] [[Elbląg]] &amp;#039;&amp;#039;(Elbing)&amp;#039;&amp;#039; und 53 Kilometer nordwestlich der [[Woiwodschaft]]shauptstadt [[Olsztyn]] &amp;#039;&amp;#039;(Allenstein)&amp;#039;&amp;#039; in einem fruchtbaren Tal, das von Hügeln, Wäldern und Hainen umgeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Westlich der Ortschaft fließt das Flüsschen [[Sała (Fluss)|Zalle]] (polnisch &amp;#039;&amp;#039;Sała&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ortsgeschichte ===&lt;br /&gt;
Bis Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] 1945 gehörte das Gebiet zum [[Kreis Preußisch Holland]] im [[Regierungsbezirk Königsberg]] der [[Provinz Ostpreußen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ortschaften &amp;#039;&amp;#039;Groß&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Klein Quittainen&amp;#039;&amp;#039; wurden am 8. April 1431 in einer [[Handfeste]] erwähnt, die der Elbinger Ordenskomtur Konrad von [[Bellersheim (Adelsgeschlecht)|Beldersheim]] in [[Pasłęk|Preußisch Holland]] beurkundet hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Stephan: &amp;#039;&amp;#039;Die Handfesten des Elbinger Komtureibuches&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands&amp;#039;&amp;#039;. Band 54. Saur, München 2008, S. 110; [https://books.google.de/books?id=uKsFCgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA110 books.google.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Laut einer in [[Königsberg i. Pr.]] ausgestellten Handfeste war Groß und Klain Qittainen am 4. Dezember 1557 von Herzog [[Albrecht (Preußen)|Albrecht von Preußen]] zusammen mit zahlreichen anderen Gütern für treue Dienste Anton von [[Borcke|Borke]] überlassen worden; in einer weiteren in Königsberg am 17. April 1573 ausgestellten Handfeste wurde der Familie Borke dieser Besitz durch Herzog [[Albrecht Friedrich (Preußen)|Albrecht Friedrich von Preußen]] bestätigt. Im Zeitraum von 1681 bis 1695 war der kurfürstlich-brandenburgische [[Generalfeldmarschall]] Freiherr [[Georg von Derfflinger]] (* 1606; † 1695) [[Lehnswesen|Lehnsherr]] der Quittainenschen Güter. Nach dessen Ableben kamen die Güter an den kurfürstlich-brandenburgischen Generalfeldmarschall [[Hans Albrecht von Barfus|Johann Albrecht von Barfuß]], der sie seinem Sohn Karl Friedrich Ludwig von Barfuß hinterließ; dieser stammte aus zweiter Ehe mit [[Eleonore von Dönhoff]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1710 wurde Quittainen von der in Ostpreußen ausgebrochenen [[Pest]] erfasst, die zahlreichen jungen und alten Menschen den Tod brachte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Sahm]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Pest in Ostpreußen&amp;#039;&amp;#039;. Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 1905, S. 117.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Friedrich Ludwig von Barfuß ließ im Zeitraum 1714–1719 in der Mitte des Dorfes unweit des Schlosses eine neue Kirche im barocken Stil errichten. Diese wurde im zeitlichen Wechsel sowohl von der [[Reformierte Kirchen|evangelisch-reformierten]] als auch von der [[Evangelisch-lutherische Kirche|evangelisch-lutherischen]] Gemeinde genutzt. Für den Neubau hatte er selbst ein Orgelwerk sowie die Turmuhr und die Glocke beschafft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HFE&amp;quot;&amp;gt;H. F. Elsner: &amp;#039;&amp;#039;Einige historische Nachrichten von den Evangel. Reformirten und Simultan-Kirchen zu Samrodt und Quittainen im Ostpreußischen Oberlande, nebst einem Wort über Union&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Preußische Provinzial-Blätter&amp;#039;&amp;#039;. Band 18. Königsberg 1837, S. 237 ff.; [https://books.google.de/books?id=KN0OAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA237 books.google.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1785 wird Quittainen als ein adliges Gut mit einem gräflichen Schloss, Dorf und Vorwerk sowie einer Ziegelei am Flüsschen [[Sała|Zalle]] mit insgesamt 31 Feuerstellen (Haushaltungen) beschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JFG&amp;quot; /&amp;gt; Die Gerichtsfunktion wurde vom [[Stifts- und Armengericht Quittainen]] wahrgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert verfügte Quittainen über eine eigene Poststation.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Amtsblatt der Preussischen Regierung zu Königsberg&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 14, 4. April 1872, S. 85–86, Nr. 166; {{archive.org |bub_gb_VGxTAAAAcAAJ |Blatt=n154}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1920 waren Rittergut und Forst Quittainen Teil der gleichnamigen Herrschaft. Zur Herrschaft Quittainen gehörten außerdem noch das Dorf [[Surowe (Pasłęk)|Schönau]], das Gut [[Kudyny|Komthurhof]], das Rittergut [[Leżnica|Lägs]], das Rittergut [[Maciejowizna|Matzweissen]], das Rittergut [[Malinowo (Pasłęk)|Amalienhof]], das Rittergut [[Majki (Pasłęk)|Mäken]], das Rittergut [[Skolimowo|Skollmen]] sowie das Rittergut [[Nawty|Nauten]] mit den beiden Rittergütern Kanditten und [[Siedlisko (Godkowo)|Einhöfen]]; als Besitzer der Herrschaft war die &amp;#039;&amp;#039;Graf von Dönhoffsche Familien- und Armenstiftung&amp;#039;&amp;#039; eingetragen, deren Kurator Stanislaus Graf von Dönhoff, Majoratsherr auf [[Skandawa|Skandau]], war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Niekammer&amp;quot;&amp;gt;Paul Niekammer: &amp;#039;&amp;#039;Güter-Adreßbuch für die Provinz Ostpreußen mit Anhang: Memelland&amp;#039;&amp;#039;. 4. Auflage. Reichenbach, Leipzig 1922, S. 302–303; [https://portal.dnb.de/bookviewer/view/101729822X#page/302/mode/1up portal.dnb.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1945 wurde die Region von der [[Rote Armee|Roten Armee]] besetzt. Bald darauf wurde die südliche Hälfte Ostpreußens mit dem Kreis Preußisch Holland und Quittainen von der [[Sowjetunion]] gemäß dem [[Potsdamer Abkommen]] dem [[Kommunismus|kommunistischen]] Regime der [[Volksrepublik Polen]] zur Verwaltung unterstellt. Quittainen wurde in &amp;#039;&amp;#039;Kwitajny&amp;#039;&amp;#039; umbenannt. Soweit die deutschen Einwohner nicht vor Kriegsende geflohen oder bei Kriegshandlungen ums Leben gekommen waren, wurden sie in der Folgezeit größtenteils [[Flucht und Vertreibung aus den deutschen Ostgebieten|vertrieben]] und durften später nicht in ihren Besitz zurückkehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Demographie ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background:#DDEEFF;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohnerzahl !! Anmerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1782 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| – || 31 Feuerstellen (Haushaltungen), davon drei Feuerstellen auf dem abgebauten Vorwerk Amalienhof&amp;lt;ref name=&amp;quot;JFG&amp;quot;&amp;gt;[[Johann Friedrich Goldbeck]]: &amp;#039;&amp;#039;Volständige Topographie des Königreichs Preussen&amp;#039;&amp;#039;. Teil I: &amp;#039;&amp;#039;Topographie von Ost-Preussen&amp;#039;&amp;#039;. Marienwerder 1785, S. 148; {{archive.org |bub_gb_Mww_AAAAcAAJ |Blatt=n227}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1818 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 330 || adliges Dorf und Vorwerk im Besitz der Graf Dönhoffschen Stiftung&amp;lt;ref name=&amp;quot;AAMB4&amp;quot;&amp;gt;Alexander August Mützell, [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: &amp;#039;&amp;#039;Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats&amp;#039;&amp;#039;. Band 4: &amp;#039;&amp;#039;P–S&amp;#039;&amp;#039;. Halle 1823, S. 100, Ziffer 116; {{archive.org |bub_gb_MQKbGMwLPBcC |Blatt=n105}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1858 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 285 || sämtlich Evangelische, auf einer Fläche von 4220 Morgen&amp;lt;ref&amp;gt;Adolf Schlott: &amp;#039;&amp;#039;Topographisch-statistische Uebersicht des Regierungs-Bezirks Königsberg, nach amtlichen Quellen&amp;#039;&amp;#039;. Hartung, Königsberg 1861, S. 120, Ziffer 151; [https://books.google.de/books?id=IKRYAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA120 books.google.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1864 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 286 || am 3. Dezember&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Ergebnisse der Grund- und Gebäudesteuerveranlagung im Regierungsbezirk Königsberg: 9. Kreis Pr. Holland&amp;#039;&amp;#039;. Preußisches Finanzministerium, Berlin 1966, S. 18, Ziffer 121; [https://books.google.de/books?id=peonAAAAYAAJ&amp;amp;pg=RA8-PA18 books.google.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1867 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 322 || am 3. Dezember&amp;lt;ref name=&amp;quot;StatB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1871 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 300 || am 1. Dezember, sämtlich Evangelische&amp;lt;ref name=&amp;quot;StatB&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Preussen und ihre Bevölkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871 bearbeitet und zusammengestellt&amp;#039;&amp;#039;. Königliches Statistisches Bureau, Berlin 1874, S. 178–179, Ziffer 152; [https://books.google.de/books?id=sYlgAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA178 books.google.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1910 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 239 || am 1. Dezember&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?ostpreussen/holland.htm |titel=Landkreis Preußisch Holland|titelerg=Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert |werk=gemeindeverzeichnis.de |offline=2026-02-17 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20230510103208if_/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?ostpreussen/holland.htm |archiv-datum=2023-05-10 |abruf=2026-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;MeyersGaz&amp;quot;&amp;gt;[https://www.meyersgaz.org/place/20532032 Quittainen, Kreis Preußisch Holland.] In: &amp;#039;&amp;#039;Meyers Gazetteer&amp;#039;&amp;#039; (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, und alter Landkarte der Umgebung von Quittainen).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1933 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 422 ||&amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 379 ||&amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot;&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=prholland.html|name=Ostpreußen – Kreis Preußisch Holland}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Amtsbezirk Quittainen (1874–1945) ===&lt;br /&gt;
Am 28. Mai 1874 wurde Quittainen Amtsdorf und damit namensgebend für einen [[Amtsbezirk (Preußen)|Amtsbezirk]] im [[Ostpreußen|ostpreußischen]] [[Kreis Preußisch Holland]], [[Regierungsbezirk Königsberg]]. Anfangs umfasste er drei Kommunen, um 1908 wurden es 20, von denen aufgrund struktureller Veränderungen jedoch nur sechs bis 1945 bestanden:&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Jehke: &amp;#039;&amp;#039;[http://territorial.de/ostp/prhl/quittain.htm Amtsbezirk Quittainen]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe9&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Deutscher Name || Polnischer Name || Anmerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quittainen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || Kwitajny ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Surowe (Pasłęk)|Schönau]] || Surowe || &amp;lt;small&amp;gt;1928 nach Quittainen eingegliedert&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Zielno (Pasłęk)|Solainen]] || Zielno || &amp;lt;small&amp;gt;1928 nach [[Kronin|Krönau]] (Amtsbezirk Grünhagen) eingemeindet&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| um 1908:&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Malinowo (Pasłęk)|Amalienhof]] || Malinowo || &amp;lt;small&amp;gt;1928 nach Lägs eingegliedert&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Siedlisko (Godkowo)|Einhöfen]] || Siedlisko || &amp;lt;small&amp;gt;1928 nach Nauten eingegliedert&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Grużajny|Großainen]] || Grużajny || &amp;lt;small&amp;gt;1928 nach Nauten eingegliedert&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Grądki (Godkowo)|Groß Thierbach]] (Dorf) || Grądki || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Grądki (osada)|Groß Thierbach]] (Gut) || || &amp;lt;small&amp;gt;1928 nach Groß Thierbach eingemeindet&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kandyty (Godkowo)|Kanditten]] || Kandyty || &amp;lt;small&amp;gt;1928 nach Nauten eingegliedert&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Grądówko|Klein Thierbach]] || || &amp;lt;small&amp;gt;1928 nach Groß Thierbach eingemeindet&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kudyny|Komthurhof]] || Kudyny || &amp;lt;small&amp;gt;1928 nach [[Kronin|Krönau]] eingemeindet&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Leżnica|Lägs]] || Leżnica || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Majki (Pasłęk)|Mäken]] || Majki ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Maciejowizna|Matzweissen]] || Maciejowizna || &amp;lt;small&amp;gt;1928 nach Lägs eingegliedert&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Nowy Folwark (Godkowo)|Memento]] || Nowy Folwark || &amp;lt;small&amp;gt;nach Groß Thierbach eingemeindet&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Nawty|Nauten]] || Nawty ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Piergozy (Pasłęk)|Pergusen]] || Piergozy ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Skolimowo|Skollmen]] || Skolimowo || &amp;lt;small&amp;gt;1928 nach Mäken eingegliedert&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wągniki (Pasłęk)|Weinings]] || Wągniki || &amp;lt;small&amp;gt;1928 nach Pergusen eingegliedert&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1945 bildeten nur noch die Dörfer Groß Thierbach, Lägs, Mäken, Nauten, Pergusen und Quittainen den Amgtsbezirk Quittainen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schloss Quittainen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kwitajny, pałac (Quittainen1).jpg|mini|Schloss Quittainen, Mai 2007]]&lt;br /&gt;
Das Schloss wurde im Auftrag von Christoph Graf zu Dohna-Schlodien nach Plänen von Jean de Bodt um 1700 erbaut, wobei von diesen Plänen nur ein Stockwerk des Hauptgebäudes und ein Seitenflügel realisiert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Helmut Sieber]] |Titel=Schlösser und Herrensitze in Ost- und Westpreußen |Verlag=Verlag Wolfgang Weidlich |Datum=1958 |Seiten=52-53}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schloss und Gut Quittainen wechselten 1742 von der Familie Barfus an Philipp Otto Graf [[Dönhoff]]. Dieser erweiterte den Besitz durch Ankauf der Güter [[Surwoe (Pasłęk)|Schönau-Gehlfeldt]], [[Nawty|Nauten]] und [[Sambród|Samrodt]]. In Quittainen ließ er das Schulhaus ausbauen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HFE&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schloss wurde bis 1944 von [[Christoph Graf Dönhoff]] (1906–1992) bewohnt, der Diplomat gewesen war. Seine Schwester, die später bekannte Publizistin [[Marion Gräfin Dönhoff]], bewohnte das gegenüberliegende [[Rentamt]]. Sie leitete den Gutsbetrieb während der Kriegsjahre. Sie begann im Januar 1945 von hier aus ihre Flucht Richtung Westen. In einem Brief an die Gräfin berichtete eine Bewohnerin von Quittainen über das Schicksal der zurückgebliebenen Dorf- und Gutsbewohner: Zehn Männer, sechs Frauen und Kinder waren erschossen und vierzehn Einwohner in die Sowjetunion deportiert worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Marion Gräfin Dönhoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Namen die keiner mehr nennt&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. Eugen Diederichs, München 1991, ISBN 3-424-00977-6, S. 74 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schlossgebäude wurde um 1985 renoviert und danach als Verwaltungs- und Wohngebäude genutzt. Das ehemalige Rentamt verfiel und ist nur noch als Ruine erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Quittainen-Sammlung Duncker (5367626).jpg|Schloss Quittainen, Mitte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts&lt;br /&gt;
   Kwitajny, ruiny dworu (Quittainen2).jpg|Rentamt 2007&lt;br /&gt;
   Kwitajny, most zamkowy (Quittainen4).jpg|Brücke zu Schloss und Gutshof 2007&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
=== Die Gutskirche ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Quittainen Church - panoramio.jpg|mini|Gutskirche]]&lt;br /&gt;
Die Gutskirche in Quittainen ist ein Bau aus der Zeit von 1714 bis 1718.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walther Hubatsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens&amp;#039;&amp;#039;, Band 2 &amp;#039;&amp;#039;Bilder ostpreussischer Kirchen&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 1968, S. 73&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelt sich um einen achteckigen gestreckten [[Mauerziegel|Ziegelbau]] mit einem Turm, der mit einer [[welsch]]en Haube und Laterne abschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kircheninnenraum bildet ein längliches Oval und ist in gotischen Formen gehalten. An der Ostseite steht der [[Altar]] von 1876, darüber befindet sich die [[Kanzel]]. An der Westseite ist unter der [[Orgel]] der Gutsstand platziert. Die Glocken wurde 1786 und 1789 gegossen. Die letztere stiftete Philipp Otto Graf Dönhoff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchengemeinde ===&lt;br /&gt;
==== Evangelisch ====&lt;br /&gt;
Die Gutskirche wurde wechselseitig von der evangelisch-lutherischen und der evangelisch-reformierten Kirche genutzt. Im Jahre 1721 wurde die Kirchengemeinde Quittainen eigenständig, auch wenn sie bis 1945 mit der Kirchengemeinde in [[Grądki (Godkowo)|Groß Thierbach]] eine Vereinigte Kirchengemeinde bildete, deren Pfarrsitz Groß Thierbach war.&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Hubatsch: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens&amp;#039;&amp;#039;, Band 3 &amp;#039;&amp;#039;Dokumente&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 1968, S. 471&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Kirchenpatronat]] oblag der &amp;#039;&amp;#039;Gräflich Dönhoffschen Familien- und Armenstiftung in Quittainen&amp;#039;&amp;#039;. Der Sprengel Quittainen der Vereinigten Kirchengemeinde umfasste lediglich das Gutsdorf Quittainen mit (im Jahre 1925) 253 Gemeindegliedern von 657 insgesamt. Groß Thierbach-Quittainen gehörte bis 1945 zum [[Kirchenkreis]] [[Pasłęk|Preußisch Holland]] (&amp;#039;&amp;#039;Pasłęk&amp;#039;&amp;#039;) in der [[Kirchenprovinz Ostpreußen]] der [[Kirche der Altpreußischen Union]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute in Kwitajny lebende evangelische Gemeindeglieder gehören zur [[St.-Georgs-Kirche (Pasłęk)|St.-Georgs-Kirche Pasłęk]], einer [[Filialkirche]] von [[Ostróda]] &amp;#039;&amp;#039;(Osterode)&amp;#039;&amp;#039; in der [[Diözese Masuren]] der [[Evangelisch-Augsburgische Kirche in Polen|Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Römisch-katholisch ====&lt;br /&gt;
In Quittainen gab es vor 1945 keine [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholische]] Kirche. Die Kirchenglieder gehörten zur [[Pfarrei]] St. Josef in der Kreisstadt [[Pasłęk|Preußisch Holland]] (&amp;#039;&amp;#039;Pasłęk&amp;#039;&amp;#039;) im [[Bistum Elbląg|Bistum Elbing]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Kwitajny liegt an der polnischen [[Droga wojewódzka 527|Woiwodschaftsstraße 527]] (ehemalige deutsche  [[Reichsstraße 133]]), die von [[Dzierzgoń]] &amp;#039;&amp;#039;(Christburg)&amp;#039;&amp;#039; über [[Pasłęk]] &amp;#039;&amp;#039;(Preußisch Holland)&amp;#039;&amp;#039; und [[Morąg]] &amp;#039;&amp;#039;(Mohrungen)&amp;#039;&amp;#039; bis nach [[Olsztyn]] &amp;#039;&amp;#039;(Allenstein)&amp;#039;&amp;#039; verläuft. Eine von [[Kronin]] &amp;#039;&amp;#039;(Krönau)&amp;#039;&amp;#039; über [[Zielno (Pasłęk)|Zielno]] &amp;#039;&amp;#039;(Solainen)&amp;#039;&amp;#039; führende Nebenstraße endet in Kwitajny.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine direkte Anbindung an den [[Bahnverkehr]] besteht nicht, der nächstgelegene Bahnhof ist Pasłęk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://www.meyersgaz.org/place/20532032 Quittainen, Kreis Preußisch Holland.] In: &amp;#039;&amp;#039;Meyers Gazetteer&amp;#039;&amp;#039; (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, und alter Landkarte der Umgebung von Quittainen).&lt;br /&gt;
* [[Marion Gräfin Dönhoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Namen, die keiner mehr nennt. Ostpreußen – Menschen und Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt, Reinbek 2009. ISBN 978-3-499-62477-3.&lt;br /&gt;
* H. F. Elsner: &amp;#039;&amp;#039;Einige historische Nachrichten von den Evangel. Reformirten und Simultan-Kirchen zu Samrodt und Quittainen im Ostpreußischen Oberlande, nebst einem Wort über Union&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Preußische Provinzial-Blätter&amp;#039;&amp;#039;, 1837, Band 18, Königsberg, [https://books.google.de/books?id=KN0OAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA225 S. 225–289.]&lt;br /&gt;
* {{SammlungDunckerGrafik |Titel=Quittainen |Blatt=300 |zlb=247}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* Bildarchiv Ostpreußen: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.bildarchiv-ostpreussen.de/cgi-bin/bildarchiv/suche/show_thumbnails.cgi?ort=Slideshow Quittainen/Kwitajny]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Informationszentrum Ostpreußen: &amp;#039;&amp;#039;[https://ostpreussen.net/?s=Quittainen&amp;amp;lang=de Gut und Gutshaus in Kwitajny - Quittainen]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.panoramio.com/photo/11135869 |text=Schloss Quittainen in der Neuzeit, Aufnahme von 2003. |wayback=20161013023859}} panoramio.com&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gmina Pasłęk}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gmina Pasłęk]]&lt;/div&gt;</summary>
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