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	<title>Kusuratten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T13:03:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kusuratten&amp;diff=440983&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Funke: /* Systematik */ tippo, vgl. https://www.gbif.org/species/4264809</title>
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		<updated>2025-12-21T02:18:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Systematik: &lt;/span&gt; tippo, vgl. https://www.gbif.org/species/4264809&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Kusuratten&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Arvicanthis&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[René Primevère Lesson|Lesson]], 1842&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = &amp;#039;&amp;#039;Arvicanthis&amp;#039;&amp;#039;-Gruppe&lt;br /&gt;
| Taxon2_LinkName  = nein&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Arvicanthini&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Altweltmäuse&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Murinae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Langschwanzmäuse&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Muridae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Mäuseartige&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Muroidea&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Überfamilie&lt;br /&gt;
| Bild             = Arvicanthis niloticus.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = [[Nilratte]]n (&amp;#039;&amp;#039;Arvicanthis niloticus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kusuratten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Arvicanthis&amp;#039;&amp;#039;) sind eine [[Nagetiere|Nagetiergattung]] aus der Gruppe der [[Altweltmäuse]] (Murinae). In [[Afrika]], ihrer Heimat, werden sie meistens „Grasratten“ oder „Grasmäuse“ genannt – eine Bezeichnung, die aber auch für andere Nagetiergattungen verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Kusuratten sind recht große Altweltmäuse mit Kopfrumpflängen zwischen 11 und 20 Zentimetern und einem 9 bis 16 Zentimeter langen Schwanz. Ihr Gewicht beträgt 50 bis 180 Gramm. Sie haben ein borstiges Fell, dessen Färbung sehr variabel ist, das Spektrum reicht von hellgrau bis schwarzbraun. Manchmal ist ein dunkler [[Aalstrich]] schwach zu erkennen. Die Unterseite ist stets unwesentlich heller als die Oberseite. Die Ohren sind rötlich und der behaarte Schwanz, der üblicherweise kürzer als der Rumpf ist, ist ebenso zweifärbig wie der Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
Das Verbreitungsgebiet der Kusuratten erstreckt sich von der [[Arabische Halbinsel|Arabischen Halbinsel]] und das [[Nil]]tal über weite Teile Afrikas südlich der [[Sahara]] bis [[Sambia]]. Die afrikanischen [[Savanne]]n sind der wichtigste Lebensraum dieser Tiere. Sie fehlen in dichten Wäldern, tolerieren aber [[Halbwüste]]n. In [[Äthiopien]] findet man sie im Hochland bis in Höhen von 3700 Metern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
Kusuratten sind gesellige Tiere. Sie leben in Gruppen, die sich aus mehreren Männchen und Weibchen zusammensetzen. In manchen Jahren kommt es zu regelrechten Bestandsexplosionen. Anfang der 1970er kam es im [[Serengeti-Nationalpark]] zu einer solchen Vermehrung, die dazu führte, dass ein Mensch mit jedem Schritt diese Tiere aufscheuchte. Die Kadaver der totgefahrenen Kusuratten lagen zuhauf in den Fahrspuren, und die lebenden ernährten sich von diesen. In der [[Sahelzone]] kam es 1976 zu einer vergleichbaren Populationsexplosion, die aber schon 1977 wieder zusammenbrach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Kusuratten-Gruppe können sich mehrere Paare finden und gleichzeitig Junge aufziehen. Unter günstigen Bedingungen können das ganze Jahr über Junge geworfen werden, meistens kommt es aber in der Trockenzeit zu einer Pause. Im Durchschnitt kommen fünf Junge zur Welt. Sie werden drei Wochen gesäugt und sind nach drei Monaten geschlechtsreif. Die weiblichen Jungen bleiben in ihrer Gruppe, während die Männchen diese für gewöhnlich verlassen. Obwohl in einem Fall ein in Gefangenschaft gehaltenes Exemplar sechseinhalb Jahre alt wurde, ist die Lebenserwartung in der Wildnis kurz: Sie wird im Durchschnitt auf zehn Monate geschätzt, und zwanzig Monate scheinen das Maximum zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kusuratten leben in Bauen, deren Eingänge unter Baumwurzeln, Sträuchern oder Felsen verborgen liegen oder in [[Termiten]]hügel eingebettet sind. Sie sind fast reine Pflanzenfresser, die sich von Gräsern, Blättern und Samen ernähren. Nur in Ausnahmefällen werden auch Insekten gefressen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen ihrer Häufigkeit spielen Kusuratten eine wesentliche Rolle als Beute für andere Tiere. So dürften Kusuratten in vielen Regionen Afrikas 25 % in der Ernährung der [[Schleiereule]] ausmachen. Weitere Feinde der Kusuratten sind [[Mangusten]], [[Schakal]]e, [[Schlangen]] und [[Bussarde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kusuratten und Menschen ==&lt;br /&gt;
In ihrem gesamten Verbreitungsgebiet gelten Kusuratten als Landwirtschaftsschädlinge. In den Jahren ihrer Massenvermehrungen können sie in Großregionen ganze Ernten vernichten. Daneben gelten sie als Krankheitsüberträger, die im alten [[Ägypten]] an der Ausbreitung der [[Pest]] mitgewirkt haben könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Ausnahme von &amp;#039;&amp;#039;A. blicki&amp;#039;&amp;#039;, die als „gering gefährdet“ (&amp;#039;&amp;#039;near threatened&amp;#039;&amp;#039;) gelistet wird, sind die Kusuratten laut [[IUCN]] nicht gefährdet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Innerhalb der Altweltmäuse sind die Kusuratten die Namensgeber der &amp;#039;&amp;#039;Arvicanthis&amp;#039;&amp;#039;-Gattungsgruppe, die daneben noch die [[Harrington-Ratten]] (&amp;#039;&amp;#039;Desmomys&amp;#039;&amp;#039;), die [[Streifen-Grasmäuse]] (&amp;#039;&amp;#039;Lemniscomys&amp;#039;&amp;#039;), die [[Afrikanische Furchenzahnratten|Afrikanischen Furchenzahnratten]] (&amp;#039;&amp;#039;Mylomys&amp;#039;&amp;#039;), die [[Furchenzahn-Bachratten]] (&amp;#039;&amp;#039;Pelomys&amp;#039;&amp;#039;) und die [[Afrikanische Striemen-Grasmäuse|Afrikanischen Striemen-Grasmäuse]] (&amp;#039;&amp;#039;Rhabdomys&amp;#039;&amp;#039;) umfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach genetischen Untersuchungen von Lecompte et al. (2008) sind die Tiere der &amp;#039;&amp;#039;Arvicanthis&amp;#039;&amp;#039;-Gruppe Teil einer vorwiegend afrikanischen Radiation der Altweltmäuse, zu der auch die [[Afrikanische Buschratten#Systematik|&amp;#039;&amp;#039;Aethomys&amp;#039;&amp;#039;-Gruppe]], die [[Zottige Sumpfratten|&amp;#039;&amp;#039;Dasymys&amp;#039;&amp;#039;-Gruppe]], die [[Kaffeeratte|&amp;#039;&amp;#039;Golunda&amp;#039;&amp;#039;-Gruppe]], die [[Streifenmäuse#Systematik|&amp;#039;&amp;#039;Hybomys&amp;#039;&amp;#039;-Gruppe]] und die [[Rotnasenratten#Systematik|&amp;#039;&amp;#039;Oenomys&amp;#039;&amp;#039;-Gruppe]] gerechnet werden und die als Arvicanthini zusammengefasst werden. Mit den [[Ratten|Eigentlichen Ratten]] (&amp;#039;&amp;#039;Rattus&amp;#039;&amp;#039;) besteht hingegen nur eine sehr entfernte Verwandtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Artenzahl besteht Uneinigkeit. Wilson &amp;amp; Reeder (2005) unterscheiden die folgenden sieben Arten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Äthiopien-Grasratte]] (&amp;#039;&amp;#039;Arvicanthis abyssinicus&amp;#039;&amp;#039;) lebt im Hochland von Äthiopien.&lt;br /&gt;
* Die [[Ansorge-Grasratte]] (&amp;#039;&amp;#039;Arvicanthis ansorgei&amp;#039;&amp;#039;) ist im westlichen Afrika, vom Senegal bis Niger, verbreitet.&lt;br /&gt;
* Die [[Blick-Grasratte]] (&amp;#039;&amp;#039;Arvicanthis blicki&amp;#039;&amp;#039;) kommt im östlichen Teil des Hochlands von Äthiopien vor.&lt;br /&gt;
* Die [[Nairobi-Grasratte]] (&amp;#039;&amp;#039;Arvicanthis nairobae&amp;#039;&amp;#039;) bewohnt das südliche Kenia und das nördliche Tansania.&lt;br /&gt;
* Die [[Neumann-Grasratte]] (&amp;#039;&amp;#039;Arvicanthis neumanni&amp;#039;&amp;#039;) ist von Somalia bis Tansania verbreitet.&lt;br /&gt;
* Die [[Nilratte]] oder Nil-Grasratte (&amp;#039;&amp;#039;[[Arvicanthis niloticus]]&amp;#039;&amp;#039;) hat das größte Verbreitungsgebiet, das sich vom Niltal und dem Jemen bis Sambia erstreckt.&lt;br /&gt;
* Die [[Rote Grasratte]] (&amp;#039;&amp;#039;Arvicanthis rufinus&amp;#039;&amp;#039;) bewohnt das westliche Afrika, die Art ist bislang zweifelsfrei nur aus Ghana und Benin bestätigt, dürfte aber ein größeres Verbreitungsgebiet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ronald M. Nowak: &amp;#039;&amp;#039;Walker’s Mammals of the World.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. 6. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD u.&amp;amp;nbsp;a. 1999, ISBN 0-8018-5789-9.&lt;br /&gt;
* [[Don E. Wilson]], DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. 3. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4.&lt;br /&gt;
* Emilie Lecompte, [[Ken Aplin (Zoologe)|Ken Aplin]], [[Christiane Denys]], François Catzeflis, Marion Chades, Pascale Chevret: &amp;#039;&amp;#039;Phylogeny and biogeography of African Murinae based on mitochondrial and nuclear gene sequences, with a new tribal classification of the subfamily.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;BMC Evolutionary Biology.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 8, 199, 2008, S. 1–21, [[doi:10.1186/1471-2148-8-199]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Arvicanthis|Kusuratten}}&lt;br /&gt;
* {{IUCNSearch|Text=Arvicanthis|Linktext=&amp;#039;&amp;#039;Arvicanthis&amp;#039;&amp;#039;|Download=6. Oktober 2009}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Langschwanzmäuse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Funke</name></author>
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