<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kurze_Frist</id>
	<title>Kurze Frist - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kurze_Frist"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kurze_Frist&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T18:39:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kurze_Frist&amp;diff=1320641&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: HC: Entferne Kategorie:Zeitraum; Ergänze Kategorie:Zeitraum (Wirtschaft)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kurze_Frist&amp;diff=1320641&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-19T10:29:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Zeitraum&quot; title=&quot;Kategorie:Zeitraum&quot;&gt;Kategorie:Zeitraum&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Zeitraum_(Wirtschaft)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Zeitraum (Wirtschaft) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Zeitraum (Wirtschaft)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kurze Frist&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;kurzfristig&amp;#039;&amp;#039;; {{enS|short-run}}) ist eine Perspektive in der [[Makroökonomie]], bei der jährliche Entwicklungen der Wirtschaftsaktivität einer [[Volkswirtschaft]] untersucht werden können. Im [[Finanzwesen]] ist die kurze Frist bei der [[Fristigkeit]] von Bedeutung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Nach [[Olivier Blanchard]] beschreibt die kurze Frist, wie sich die Makroökonomie von Jahr zu Jahr entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Blanchard, Olivier; Illing, Gerhard: Makroökonomie, 3., aktualisierte Auflage, Pearson Education Deutschland GmbH, München, 2003, Seite 836&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Makroökonomie unterscheidet man zwischen drei Perspektiven: kurze, [[Mittlere Frist|mittlere]] und [[lange Frist]]. Die Trennung der Intervalle ist unscharf und lässt sich nur näherungsweise angeben. Blanchard und Illing nennen für die kurze Frist einen Zeitraum von Jahr zu Jahr, 10 Jahre für die mittlere und 50 Jahre für die lange Frist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Blanchard, Olivier; Illing, Gerhard: Makroökonomie, 3., aktualisierte Auflage, Pearson Education Deutschland GmbH, München, 2003, Seite 836&amp;lt;/ref&amp;gt; Wobei gerade die Zeitangabe für die lange Frist eher als Modellannahme zu verstehen ist, bei der es möglich ist, die Wirtschaft auf Grund flexibler Preise unter Markträumungsbedingungen zu betrachten. Eine Volkswirtschaft erreicht in der langen Frist Gleichgewichte auf allen Märkten, da die Preise genügend Zeit zur Anpassung haben und so für eine Angleichung von Angebot und Nachfrage sorgen. Bei kurzer Frist konzentriert man sich auf die Wechselwirkungen zwischen Nachfrage, Produktion und Einkommen bei konstanten Preisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Keynesianismus]] wird auf die kurze Frist fokussiert, weil die lange Frist als für die Volkswirtschaft irrelevant angesehen wird, da sie nie erreicht werde.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfram Elsner/Torsten Heinrich/Henning Schwardt, &amp;#039;&amp;#039;The Microeconomics of Complex Economies: Evolutionary, Institutional, Neoclassical, and Complexity Perspectives&amp;#039;&amp;#039;, 2015, S. 89 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzfristiges Gleichgewicht im IS-LM-Modell ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem [[Marktgleichgewicht]] auf [[Gütermarkt|Güter-]] und [[Finanzmarkt|Finanzmärkten]] ([[Geldmarkt|Geld-]], [[Devisenmarkt|Devisen-]] und [[Kapitalmarkt]]) wird das [[IS-LM-Modell]], das Grundmodell zur Analyse der kurzen Frist, entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das kurzfristige Gleichgewicht im IS-LM-Modell ist nur die gesamtwirtschaftliche Nachfrage entscheidend, die [[Angebotskurve]] ist elastisch. Dies bedeutet, dass die Preise vollkommen starr sind. Das Preisniveau ist also während der gesamten Betrachtung konstant. Des Weiteren ist das Modell ein statisches makroökonomisches Standardmodell, das noch eine Reihe von weiteren Beschränkungen aufweist:&lt;br /&gt;
[[Datei:Islm.jpg|mini|Abbildung 1: IS-LM-Modell, simultanes Gleichgewicht auf Güter-, Geld- und Finanzmärkten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Annahmen ===&lt;br /&gt;
* Alle außenwirtschaftlichen Einflüsse bleiben unberücksichtigt.&lt;br /&gt;
* Die Effekte der staatlichen [[Budgetrestriktion]] werden nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
* Es werden alle Effekte ausgeblendet, die von Preis- und Lohnanpassungen herrühren.&lt;br /&gt;
* Erwartungen über zukünftige Ereignisse und Vorgänge werden ebenfalls nicht erfasst.&lt;br /&gt;
* Mittel- und langfristigen Effekte bleiben unberücksichtigt. Dies betrifft in erster Linie alle Effekte, die von Spar- und Investitionsentscheidungen ausgehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Güterangebot]] muss der [[Güternachfrage]] ([[Gütermarktgleichgewicht]], IS-Gleichung), das [[Geldangebot]] der [[Geldnachfrage]] ([[Geldmarkt#Marktgleichgewicht|Geldmarktgleichgewicht]]) und das [[Kapitalangebot]] der [[Kapitalnachfrage]] ([[Kapitalmarkt#Marktgleichgewicht|Kapitalmarktgleichgewicht]]) entsprechen. Im Schnittpunkt dieser beiden Gleichungen, im Punkt A, herrscht ein simultanes [[Marktgleichgewicht]] auf Güter-, Geld- und Finanzmärkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[IS-Funktion]]: &lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;Y = C(Y-T) + I (Y, i) + G&amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[LM-Funktion]]: &lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\frac{M}{P} = Y L(i)&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interpretation des Ergebnisses ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Erkenntnis dieses Modells ist, dass im Punkt A ein Gleichgewicht besteht. Die IS- und die LM-Gleichungen enthalten Informationen über Konsum, Investitionen, Geldnachfrage und Gleichgewichtsbedingungen. Diese Informationen können hilfreich zur Lösung von Problemen sein. Es können bspw. [[Geldpolitik|geld-]] bzw. [[Fiskalpolitik|fiskalpolitische]] Instrumente analysiert werden, wie Einkommen und Zinssatz etwa reagieren, wenn die [[Zentralbank]] die Geldmenge erhöht oder der Staat die Steuern erhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die starken Beschränkungen, die mit den genannten Annahmen getroffen werden, machen das IS-LM-Modell zu einfach für eine wirtschaftliche und wirtschaftspolitische Analyse. Jedoch ermöglicht die Starrheit des Modells eine gezielte Beobachtung der Auswirkungen bei der Veränderung einer einzelnen Variablen. Es bildet den Ausgangspunkt für eine komplexere ökonomische Analyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzfristiges Gleichgewicht im AS-AD-Modell ==&lt;br /&gt;
Das [[AS-AD-Modell]] wird gebildet aus der AS-Funktion, dem [[Gesamtwirtschaftliches Angebot|Gesamtwirtschaftlichen Angebot]] &amp;#039;&amp;#039;aggregated supply&amp;#039;&amp;#039; und der AD-Funktion, der [[Gesamtwirtschaftliche Nachfrage|Gesamtwirtschaftlichen Nachfrage]] &amp;#039;&amp;#039;aggregated demand&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurzfristiges Gleichgewicht im AS-AD-Modell.jpg|mini|Abbildung 2: AS-AD-Modell, Gleichgewicht im AS-AD-Modell in der kurzen Frist]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Annahmen ===&lt;br /&gt;
* Die Preiserwartungen &amp;#039;&amp;#039;P&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; der an der Lohnsetzung beteiligten Parteien ist fest vorgegeben.&lt;br /&gt;
* Vorgegebene Werte der Geld- und Fiskalpolitik (reale Geldmenge &amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;/&amp;#039;&amp;#039;P&amp;#039;&amp;#039;, Staatsausgaben &amp;#039;&amp;#039;G&amp;#039;&amp;#039; und Steuern &amp;#039;&amp;#039;T&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kurzfristige Gleichgewicht liegt im Schnittpunkt von AS- und AD-Kurve (Punkt A). Im Punkt A befinden sich alle Märkte im Gleichgewicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Blanchard, Olivier; Illing, Gerhard: Makroökonomie, 3., aktualisierte Auflage, Pearson Education Deutschland GmbH, München, 2003, Seite 213&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Wert von &amp;#039;&amp;#039;P&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; bestimmt die Lage der [[Aggregation (Wirtschaft)|aggregierten]] Angebotskurve. In Abbildung 2 liegt die Produktion Y über dem natürlichen Niveau Yn. Das ist möglich, weil &amp;#039;&amp;#039;Y&amp;#039;&amp;#039; sowohl von der Preiserwartung &amp;#039;&amp;#039;P&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; als auch von allen Variablen der aggregierten Nachfragekurve (&amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;G&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;T&amp;#039;&amp;#039;) abhängt. Mittelfristig wird die Produktion &amp;#039;&amp;#039;Y&amp;#039;&amp;#039; aber durch Anpassung der Lohnsetzung – und damit der Preiserwartung &amp;#039;&amp;#039;P&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; - wieder zu ihrem ursprünglichen Niveau &amp;#039;&amp;#039;Y&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;n&amp;lt;/sub&amp;gt; zurückkehren. Veränderungen der Produktion können in der kurzen Frist also auf Verschiebungen der aggregierten Nachfrage oder des aggregierten Angebots zurückgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AS-Funktion: &lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;P = P^e (1 + \mu) F \left(1 - \frac{Y}{L}, z\right)&amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AD-Funktion: &lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;Y = \left(\frac{M}{P}, G, T\right)&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interpretation des Ergebnisses ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der kurzen Frist, also bei gegebenen Preiserwartungen, weicht die Produktion in der Regel von ihrem natürlichen Niveau ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Blanchard, Olivier; Illing, Gerhard: Makroökonomie, 3., aktualisierte Auflage, Pearson Education Deutschland GmbH, München, 2003, Seite 214&amp;lt;/ref&amp;gt; Preiserwartungen und die Variablen, die die Lage der [[AD-Kurve]] beeinflussen, sind die [[Determinante]]n, von welchen die Produktion abhängt. So wird kurzfristig beispielsweise eine [[expansive Geldpolitik]] dazu führen, dass sowohl die Produktion als auch das Preisniveau steigt. Die zur Verfügung stehenden geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen können kurzfristig helfen, eine Rezession zu überwinden, selbst wenn solche Handlungen mittelfristig neutral und langfristig sogar schädlich sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzwesen ==&lt;br /&gt;
Mit den Begriffen, die auch als kurzfristig ({{enS|short term}}), mittelfristig ({{enS|medium term}}) oder langfristig ({{enS|long term}}) verkürzt werden, beschreiben Finanzwesen, [[Betriebswirtschaftslehre]] und [[Rechnungswesen]] auch die [[Laufzeit (Wirtschaft)|Laufzeit]], [[Kündigungsfrist]] oder [[Fälligkeit]] von [[Finanzinstrument]]en, insbesondere bei der [[Fremdfinanzierung]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=_Q3MBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA153&amp;amp;dq=laufzeit+5+jahre+mittelfristig+oder+langfristig&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwiG-6uEnPjuAhWJD-wKHQWhA844ChC7BTACegQICRAJ#v=onepage&amp;amp;q=laufzeit%205%20jahre%20mittelfristig%20oder%20langfristig&amp;amp;f=false Adolf-Friedrich Jacob/Sebastian Klein/Andreas Nick, &amp;#039;&amp;#039;Basiswissen Investition und Finanzierung&amp;#039;&amp;#039;, 1994, S. 153]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei bestehen auch hier einige Abgrenzungsschwierigkeiten.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bilanzierung&lt;br /&gt;
Bei der [[Bilanzierung]] durch [[Nichtbank]]en spielen im [[Bilanzrecht]] die [[Fristigkeit]]en eine eher untergeordnete Rolle. Gemäß {{§|268|hgb|juris}} Abs. 4 [[Handelsgesetzbuch|HGB]] sind [[Forderung]]en mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr gesondert zu vermerken, das gilt auch für [[Verbindlichkeit]]en (§ 268 Abs. 5 HGB). Die Restlaufzeiten von mehr als 5 Jahren sind bei Verbindlichkeiten lediglich im [[Anhang (Jahresabschluss)|Anhang]] auszuweisen ({{§|285|hgb|juris}} Nr. 1a HGB). Es bleibt folglich dem [[Finanzanalyst]]en überlassen, die Differenz zwischen beiden als mittelfristig herauszufiltern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Vorschriften für die [[Bankbilanzierung]] aus {{§|9|rechkredv|juris}} Abs. 2 [[RechKredV]] sind kurzfristig alle Restlaufzeiten bis ein Jahr, mittelfristig mehr als ein Jahr bis fünf Jahre und langfristig Restlaufzeiten von mehr als fünf Jahren. Das makroökonomische [[Aggregation (Wirtschaft)|Aggregat]] der [[Geldmenge]] &amp;lt;math&amp;gt;M3&amp;lt;/math&amp;gt; erfasst als mittelfristig Laufzeiten bis zu zwei Jahren, was dieser bilanzrechtlichen Vorschrift für [[Kreditinstitut]]e widerspricht. Deshalb müssen beispielsweise [[Geldmarktpapier]]e – die zur Geldmenge &amp;lt;math&amp;gt;M3&amp;lt;/math&amp;gt; gehören – mit einer Laufzeit von einem Jahr als kurzfristig bilanziert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Rechnungslegungsstandards&lt;br /&gt;
Sowohl die [[IFRS]] als auch die [[US-GAAP]] sehen keinen getrennten Ausweis nach kurz- und langfristig zwingend vor, sondern sprechen Empfehlungen aus (IAS 1.53). Beide sehen keinen dezidierten Ausweis vor.&amp;lt;ref&amp;gt;David Grünberger/Herbert Grünberger, &amp;#039;&amp;#039;IAS und US-GAAP 2002/2003: Ein systematischer Praxis-Leitfaden&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 55 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Langfristig ({{enS|non-current assets, non-current liabilities}}) wird in IFRS nicht explizit, sondern lediglich in negativer Abgrenzung von den kurzfristigen Vermögenswerten oder Schulden ({{enS|current assets, current liabilities}}) definiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Maas/Christian Back/Klaus Singer, &amp;#039;&amp;#039;IAS 16 – Property, Plant and Equipment&amp;#039;&amp;#039;, in: Michael Buschhüter/Andreas Striegel (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Kommentar IFRS&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 212, Rn. 18&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein kurzfristiger Vermögenswert ist dabei nach IFRS 5 jeder, dessen Realisierung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag erwartet wird.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit verfügt keiner der [[Rechnungslegungsstandard]]s über normierte oder allgemein anerkannte, präzise Aufbereitungsregeln, so dass die Aufstellung von [[Kapitalstruktur|Strukturbilanzen]] eine betriebswirtschaftliche Aufgabe bleibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=-SXRDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA85&amp;amp;dq=laufzeit+mittelfristig+langfristig+hgb&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwi1qYX1rPjuAhXBxqQKHXqGAAMQuwUwAHoECAQQCA#v=onepage&amp;amp;q=laufzeit%20mittelfristig%20langfristig%20hgb&amp;amp;f=false Peter Küting/Claus-Peter Weber, &amp;#039;&amp;#039;Die Bilanzanalyse: Beurteilung von Abschlüssen nach HGB und IFRS&amp;#039;&amp;#039;, 2015, S. 85]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Abgrenzungsschwierigkeiten&lt;br /&gt;
Auch in der [[Fachliteratur]] besteht keine Einigkeit. Entweder wird die mittlere Fristigkeit (2–4 Jahre) dem [[Geldmarkt]] zugeordnet&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joachim von Spindler]], &amp;#039;&amp;#039;Geldmarkt – Kapitalmarkt – Internationale Kreditmärkte&amp;#039;&amp;#039;, 1960, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; oder dem [[Kapitalmarkt]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Friedrich Hagenmüller]], &amp;#039;&amp;#039;Kapitalmarkt&amp;#039;&amp;#039;, in: Handwörterbuch der Betriebswirtschaft, Band II, 1962, Sp. 3008&amp;lt;/ref&amp;gt; Inzwischen geht die Fachliteratur dazu über, sich an den Statistiken der [[Bundesbank]] zu orientieren. Diese sehen als kurzfristig Laufzeiten oder Kündigungsfristen von bis zu einem Jahr, über einem bis zu fünf Jahren als mittelfristig und über fünf Jahren als langfristig an.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Bundesbank, &amp;#039;&amp;#039;Bankenstatistik: Kredite an Nichtbanken&amp;#039;&amp;#039;, November 2020, S. 6 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; International haben sich inzwischen ebenfalls die Laufzeiteinteilungen ≤1 Jahr (für kurzfristig), 1 Jahr ≤ 5 Jahre (mittelfristig) und &amp;lt;5 Jahre (langfristig) durchgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard A, Brealey/Steward C. Myers/Franklin Allen, &amp;#039;&amp;#039;Principles of Corporate Finance&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 852 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Expansive Geldpolitik]]&lt;br /&gt;
* [[Gütermarktgleichgewicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Blanchard, Olivier; Illing, Gerhard: &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomie&amp;#039;&amp;#039;, 4., aktualisierte Auflage. Pearson Education Deutschland GmbH, München 2006, ISBN 978-3-8273-7209-3&lt;br /&gt;
* Branson, William H.: &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomie&amp;#039;&amp;#039;, 3. Auflage, R. Oldenbourg Verlag, München, 1992, ISBN 3-486-21772-0&lt;br /&gt;
* Cezanne, Wolfgang: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Makroökonomie&amp;#039;&amp;#039;, 5., unveränderte Auflage, R. Oldenbourg Verlag, München 1991, ISBN 3-486-21842-5&lt;br /&gt;
* Krugman, Paul R.; Obstfeld, Maurice: &amp;#039;&amp;#039;Internationale Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, Theorie und Politik der Außenwirtschaft. 7., aktualisierte Auflage. Pearson Education Deutschland GmbH, München 2006, ISBN 3-8273-7199-6&lt;br /&gt;
* Mussel, Gerhard: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Makroökonomik&amp;#039;&amp;#039;, 6., überarbeitete und aktualisierte Auflage. Verlag Franz Vahlen GmbH, München 2000, ISBN 3-8006-2544-X&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Makroökonomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechnungswesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitraum (Wirtschaft)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
	</entry>
</feed>