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	<title>Kurtine - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T01:40:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kurtine&amp;diff=341814&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;W like wiki: /* Böschung (bzw. Dossierung)*/ Überarbeiten, Grund=Quellen! Ist „Böschung“ hier der richtige Begriff, siehe dazu Diskussion:Dossierung</title>
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		<updated>2024-11-26T17:10:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Böschung (bzw. Dossierung): &lt;/span&gt; Überarbeiten, Grund=Quellen! Ist „&lt;a href=&quot;/index.php/B%C3%B6schung&quot; title=&quot;Böschung&quot;&gt;Böschung&lt;/a&gt;“ hier der richtige Begriff, siehe dazu &lt;a href=&quot;/index.php?title=Diskussion:Dossierung&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Diskussion:Dossierung (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion:Dossierung&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kurtine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mittelwall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man seit dem 16. Jahrhundert im [[Festung]]sbau den [[Festung|Wall]] zwischen zwei [[Bastion]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Johann Gottfried von Hoyer (Militärschriftsteller)|Johann Gottfried von Hoyer]] |Titel=Allgemeines Wörterbuch der Kriegsbaukunst A bis E |Verlag=Realschul Buchhandlung |Ort=Berlin |Datum=1815 |Seiten=239 ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurtine (Sparrenburg).JPG|hochkant=1.4|mini|Geböschte Kurtine der [[Sparrenburg]] in Bielefeld]] Der Mittelwall ist in der Regel senkrecht, manchmal aber auch „geböscht“ (siehe [[Dossierung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
Das deutsche Wort Kurtine ist von &amp;#039;&amp;#039;courtine&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet, einem (älteren) französischen Wort für „Vorhang“ (ursprünglich ein zwischen zwei Pfeilern aufgehängter (Wand-)Vorhang); der große Bühnenvorhang im Theater heißt im Französischen ebenfalls &amp;#039;&amp;#039;courtine&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Das Wort Bastion leitet sich vom französischen &amp;#039;&amp;#039;bastione&amp;#039;&amp;#039; ab, das [[Stab (Statik)|Stab]] bedeutet. Man denkt sich also den Mittelwall wie einen steinernen Vorhang, der zwischen die Bastione gespannt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Wilhelm Rüstow]] |Titel=Militärisches Hand-Wörterbuch: A bis L |Verlag=Schultheß |Datum=1858 |Seiten=70, 161}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
Neben &amp;#039;&amp;#039;Mittelwall&amp;#039;&amp;#039; wird auch der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Zwischenwall&amp;#039;&amp;#039; verwendet, der jedoch den irrtümlichen Eindruck erwecken könnte, dass mit &amp;#039;&amp;#039;Zwischenwall&amp;#039;&amp;#039; ein dritter Wall zwischen zwei anderen Wällen gemeint sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Joachim Heinrich Campe]] |Titel=Wörterbuch zur Erklärung und Verdeutschung der unserer Sprache aufgedrungenen fremden Ausdrücke: ein Ergänzungsband zu Adelungs Wörterbuche : in zwei Bänden. A - E |Verlag=Schulbuchhandlung |Datum=1801 |Seiten=274}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Architektur wird die Fassade zwischen zwei [[Risalit]]en als „courtine“ bezeichnet.&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;Bertaux, Lepointe: &amp;#039;&amp;#039;Dictionnaire Française Allemand.&amp;#039;&amp;#039; (o. J., um 1930/35), s.&amp;amp;nbsp;v. courtine; Duden (Ausgabe 1908), s.&amp;amp;nbsp;v. Kurtine (in französischen Büchern über Festungen oder Festungsbau findet sich an Stelle von „courtine“ manchmal als Wortspiel oder zur Abwechslung auch das (neuere) französische Wort für Vorhang „rideau“).&amp;lt;/ref&amp;gt; Das engl. Wort &amp;#039;&amp;#039;curtain&amp;#039;&amp;#039;, das sowohl Vorhang als auch Kurtine bedeutet, ist ebenfalls von frz. &amp;#039;&amp;#039;courtine&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Webster’s New Collegiate Dictionary.&amp;#039;&amp;#039; (1974), s.&amp;amp;nbsp;v. curtain; Hyde: &amp;#039;&amp;#039;Elementary Principles of Fortification.&amp;#039;&amp;#039; 1860, S. 213; Lendy: &amp;#039;&amp;#039;Treatise on Fortification.&amp;#039;&amp;#039; 1862, S. 491.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wort kommt ursprünglich aber – wie auch das Wort „Bastion“ – aus dem Italienischen, in dem &amp;#039;&amp;#039;cortina&amp;#039;&amp;#039; „Vorhang“ und – daraus übertragen – „Kurtine“ bedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;Zastrow: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der beständigen Befestigung oder Handbuch der vorzüglichsten Systeme und Manieren der Befestigungskunst.&amp;#039;&amp;#039; 1839, S. 36; Langenscheidts &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch Italienisch-Deutsch.&amp;#039;&amp;#039; (Ausgabe 1976), s.&amp;amp;nbsp;v. cortina&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Courtine wurde später (ab dem 18. Jahrhundert) im übertragenen Sinn auch auf mittelalterliche und antike Wehrbauten (rück-)übertragen und daher versteht man heute darunter allgemein die Mauer bzw. den Wall von Befestigungsanlagen (aller Art) zwischen zwei flankierenden Anlagen wie etwa Türme, [[Bastei (Festung)|Basteien]] oder sonstigen Bollwerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Länge ===&lt;br /&gt;
Die Länge einer Kurtine, d. h. der Abstand zwischen zwei benachbarten Bastionen, hängt im Allgemeinen von der Schussweite der [[Nahverteidigungswaffe]]n ([[Bogen (Waffe)|Bogen]], [[Armbrust]], [[Gewehr]], leichtes [[Geschütz#13. bis 15. Jahrhundert|Geschütz]]) ab, die die Verteidiger zum Zeitpunkt der Erbauung der Befestigungsanlage vornehmlich nutzten. Später rechnete man aber meist von der Flanke der einen Bastion bis zur Spitze der nächsten Bastion, weshalb, trotz steigender Reichweite der Gewehre (bzw. der Geschütze)&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;Da naturgemäß die Wirksamkeit eines Abwehrfeuers mit wachsendem Abstand sinkt, wurde später zumeist die volle Schussweite auch nicht mehr ausgenutzt&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Kurtine im Laufe der Zeit immer schmaler (kürzer) wurde und in [[Tenaillensystem|tenaillerten]] Befestigungsanlagen sogar ganz verschwand.&amp;lt;ref&amp;gt;Engels: &amp;#039;&amp;#039;Fortifikation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The New American Cyclopædia.&amp;#039;&amp;#039; Band VII (1859); Prittwitz und Gaffron: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Befestigungskunst.&amp;#039;&amp;#039; 1865, passim; Zastrow: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der beständigen Befestigung oder Handbuch der vorzüglichsten Systeme und Manieren der Befestigungskunst.&amp;#039;&amp;#039; 1839, passim, vor allem S. 101ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Höhe ===&lt;br /&gt;
Die Höhe der Kurtine und das dafür benutzte Baumaterial (meist Erde, Holz oder Stein) hängen von mehreren Parametern ab, so dass es dafür keine allgemeinen Regeln gab. Generell gilt, dass mit wachsender Wirksamkeit der Belagerungs[[artillerie]] die Wälle immer niedriger wurden, dass sie aber trotzdem immer so hoch bleiben mussten, dass man von dort das davor liegende [[Glacis (Festungsbau)|Glacis]] (gerade) noch überblicken konnte. Das verwendete Baumaterial für die Wälle richtete sich sehr stark nach den Waffen des mutmaßlichen Angreifers, dem regional vorhandenen Baumaterial und den finanziellen Möglichkeiten des Bauherrn. Vor der Erfindung der [[Sprenggranate]]n war (vor allem im nördlichen Teil Europas)&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;Da vor allem in Holland und in Flandern zahlreiche Befestigungsanlagen fast ausschließlich aus Erdwällen errichtet worden sind, gelten sie vielfach als besonderes Kennzeichen des „Niederländischen Manier“ bzw. System der Befestigungen. Dies ist nur bedingt richtig, da auch in den meisten anderen Systemen des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts die von [[Coehoorn]] aufgestellte Regel galt, der Belagerer dürfe (möglichst) keinen Stein sehen (Zastrow: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der beständigen Befestigung oder Handbuch der vorzüglichsten Systeme und Manieren der Befestigungskunst.&amp;#039;&amp;#039; 1839, S. 186f).&amp;lt;/ref&amp;gt; die Errichtung der Wälle aus mit Gras bedeckter Erde beliebt, da diese die eisernen [[Kanonenkugel|Vollkugeln]] der feindlichen Kanonen größtenteils ohne Wirkung „absorbierten“. Da sich schräge Erdwälle aber leichter erstürmen ließen, sollte deshalb zumindest der untere Teil des Festungsgrabens, vor allem aber die [[Contrescarpe]] (die Außenseite des Grabens), mit Stein ausgefüttert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Prittwitz und Gaffron: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Befestigungskunst.&amp;#039;&amp;#039; 1865, passim (das Problem wird dort für verschiedene Befestigungssysteme an mehreren Stellen dargestellt)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Böschung (bzw. Dossierung){{Anker|Böschung}} ===&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten|Grund=Quellen! Ist „[[Böschung]]“ hier der richtige Begriff, siehe dazu [[Diskussion:Dossierung#Was genau ist mit Dossierung gemeint?|Diskussion:Dossierung]]}}&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Dossierung}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Grose-Francis-Pavisors-and-Moveable-Tower-Assaulting-Castle-1812.jpg|mini|Belagerungsturm]]&lt;br /&gt;
Waren die früh- und hochmittelalterlichen Burgmauern – von wenigen Ausnahmen abgesehen (z. B. [[Château Gaillard]]) – nicht geböscht, begann man im ausgehenden Mittelalter – vor allem wegen des Einsatzes von beweglichen [[Belagerungsturm|Belagerungstürmen]] auf der Angreiferseite – damit, den unteren Teil der Mauern abzuschrägen, wodurch die Belagerer auf Distanz gehalten werden sollten. Bei den Wehranlagen seit der [[Renaissance]] ist dies gängige Praxis, denn – obwohl die Belagerungstürme nach dem Bau von Böschungen oder Wassergräben schnell verschwanden – stellte man schnell fest, dass die Wirkung von steinernen (später eisernen) Kanonenkugeln durch geböschte Mauern stark gedämpft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tore ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu mittelalterlichen Wehrbauten, bei denen das [[Tor (Architektur)|Tor]] der Anlage bzw. der Stadt im Allgemeinen durch einen speziellen [[Torturm]] geführt wird, befindet es sich in den bastionären Befestigungsanlagen zumeist in der Mitte der Kurtine zwischen zwei Bastionen, die es von beiden Seiten flankieren. Zur Feindseite hin wird das Tor (fast) immer durch einen [[demi-lune]] (deutscher Name: Halbmond)&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;Ursprünglich ein halbkreis- oder bogenförmiges Vorwerk (ähnlich einer [[Barbakane]]) vor dem Tor, daher der Name, später bezeichnete dies aber ein pfeilförmiges (d. h. dreieckiges) Werk ohne Flanken&amp;lt;/ref&amp;gt; oder einen [[Ravelin]] gedeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;Engels: &amp;#039;&amp;#039;Fortifikation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The New American Cyclopædia.&amp;#039;&amp;#039; Band VII (1859); Prittwitz und Gaffron: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Befestigungskunst.&amp;#039;&amp;#039; 1865, passim; Zastrow: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der beständigen Befestigung oder Handbuch der vorzüglichsten Systeme und Manieren der Befestigungskunst.&amp;#039;&amp;#039; 1839, passim.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurtinenpunkt ===&lt;br /&gt;
Im Grundriss der Anstoß der Kurtine an die Bastion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michael Losse]]: &amp;#039;&amp;#039;Kurtine.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Horst Wolfgang Böhme]], Reinhard Friedrich, [[Barbara Schock-Werner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Burgen, Schlösser und Festungen.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Stuttgart 2004, ISBN 3-15-010547-1, S.&amp;amp;nbsp;174, [[doi:10.11588/arthistoricum.535]].&lt;br /&gt;
* [[Hartwig Neumann]]: &amp;#039;&amp;#039;Festungsbau – Kunst und -Technik.&amp;#039;&amp;#039; Bechtermünz, Augsburg 2000, ISBN 3-8289-0395-9.&amp;lt;!--genaue Seitenangabe fehlt --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Curtain walls (fortification)|Kurtine}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Kurtine}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;A&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teil einer Befestigungsanlage]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;W like wiki</name></author>
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