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	<title>Kurtatsch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kurtatsch&amp;diff=473889&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ElSenador: /* Renaissance und frühe Neuzeit */ Streit Weidenutzugsrechte hinzugefügt</title>
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		<updated>2026-04-29T20:01:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Renaissance und frühe Neuzeit: &lt;/span&gt; Streit Weidenutzugsrechte hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Südtirol&lt;br /&gt;
| Name = Kurtatsch an der Weinstraße&lt;br /&gt;
| AndereNamen = ital.: &amp;#039;&amp;#039;Cortaccia s.s.v.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Wappen = Cortaccia sulla Strada del Vino-Stemma.svg&lt;br /&gt;
| Karte = Kurtatsch in Südtirol - Positionskarte.svg&lt;br /&gt;
| BZG = Überetsch-Unterland&lt;br /&gt;
| EinwohnerVZ = 2238&lt;br /&gt;
| VZJahr = 2011&lt;br /&gt;
| ProzDeutsch = 95,79&lt;br /&gt;
| ProzItal = {{0}}3,96&lt;br /&gt;
| ProzLad = {{0}}0,25&lt;br /&gt;
| Breitengrad = 46/19//N&lt;br /&gt;
| Längengrad = 11/13//E&lt;br /&gt;
| Höhe1 = 212&lt;br /&gt;
| Höhe2 = 1856&lt;br /&gt;
| HöheZ = 333&lt;br /&gt;
| Fläche = 30,19&lt;br /&gt;
| Dauersiedlungsraum = 9,6&lt;br /&gt;
| Fraktionen = [[Entiklar]], [[Graun (Kurtatsch)|Graun]], Oberfennberg, [[Penon (Kurtatsch)|Penon]]&lt;br /&gt;
| Nachbargemeinden = [[Predaia]] ([[Trentino|TN]]), [[Margreid]], [[Neumarkt (Südtirol)|Neumarkt]], [[Roveré della Luna]] (TN), [[Ton (Trentino)|Ton]] (TN), [[Tramin]]&lt;br /&gt;
| Partnergemeinde = &lt;br /&gt;
| Postleitzahl = 39040&lt;br /&gt;
| Vorwahl = 0471&lt;br /&gt;
| ISTAT = 021024&lt;br /&gt;
| Steuernummer = 80010130211&lt;br /&gt;
| JahrBürgermeister = 2025&lt;br /&gt;
| Bürgermeister = Andreas Anegg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kurtatsch an der Weinstraße&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|kʊrˈtatʃ}}]; [[Italienische Sprache|italienisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Cortaccia sulla Strada del Vino&amp;#039;&amp;#039;) ist eine  [[Italienische Gemeinden|Gemeinde]] mit {{EWZ|IT|021024}} Einwohnern (Stand {{EWD|IT|021024}}) in [[Südtirol]] ([[Italien]]). Kurtatsch zählt zu den an der [[Südtiroler Weinstraße]] gelegenen Dörfern im [[Südtiroler Unterland|Unterland]] und ist eines der südlichsten Dörfer des deutschen Sprachraums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurtatsch von Pinzon.JPG|mini|links|Kurtatsch mit dem dahinter aufragenden Mendelkamm von Nordosten aus gesehen]]&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Kurtatsch befindet sich im [[Südtiroler Unterland|Unterland]], einem Abschnitt des [[Etschtal]]s im Süden Südtirols, auf der [[Orographisch links und rechts|orografisch rechten]] (westlichen) Talseite. Der Hauptort, Kurtatsch (260–{{Höhe|410|IT|link=1}}), liegt leicht erhöht am Hangfuß des [[Mendelkamm]]s. Der darunterliegende und zum Gemeindegebiet gehörende Abschnitt der Talsohle, der im Norden an [[Tramin]], im Osten an [[Neumarkt (Südtirol)|Neumarkt]] und im Süden an [[Margreid]] grenzt, reicht bis an die [[Etsch]]. Etwas südlich des Hauptorts liegt, ebenfalls nur wenig über dem Talboden, die [[Fraktion (Italien)|Fraktion]] [[Entiklar]] (210–{{Höhe|240}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höher gelegen und über die [[Mittelgebirgscharakter|mittelgebirgigen]] Hangleisten des Mendelkamms verstreut erstrecken sich mehrere Gehöfte, [[Weiler]] und dörfliche Siedlungen, die zu weiteren vier Fraktionen gerechnet werden. Auf einem Hochplateau im Norden des insgesamt 30,19&amp;amp;nbsp;km² großen Gemeindegebiets befindet sich [[Graun (Kurtatsch)|Graun]] (790–{{Höhe|840}}); westlich oberhalb des Hauptorts und Entiklars liegen [[Hofstatt (Kurtatsch)|Hofstatt]], eine [[Streusiedlung]] ohne echtes Dorfzentrum, und das auf Hangterrassen verteilte [[Penon (Kurtatsch)|Penon]] (580–{{Höhe|620}}); im Süden des Gemeindegebiets schließlich erhebt sich der [[Fennberg]], auf dessen nördlicher Plateauhälfte die Fraktion [[Oberfennberg]] (1160–{{Höhe|1170}}) Platz findet. Die sich westlich über den Kurtatscher Siedlungsflächen erhebenden Höhen des zur [[Nonsberggruppe]] gerechneten Mendelkamms tragen die Grenze zum [[Trentino]]. Unter den wenig markanten Gipfeln dort bildet das [[Tresner Horn]] ({{Höhe|1812}}) den höchsten Punkt des Gemeindegebiets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Kurtatsch wird erstmals urkundlich im sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[Vigiliusbrief]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem 11. Jahrhundert als &amp;#039;&amp;#039;„Curtasze“&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;huter&amp;quot;&amp;gt;[[Franz Huter]]: &amp;#039;&amp;#039;Der sogenannte Vigiliusbrief. Ein Beitrag zur Geschichte des älteren Urkundenwesens der Bischöfe von Trient.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung]] 50, 1936, S. 35–72, Bezug S. 52 [[doi:10.7767/miog.1936.50.12.35]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Herkunft des Namens &amp;#039;&amp;#039;Kurtatsch&amp;#039;&amp;#039; (vgl. [[Lateinisch|lat.]] curtis: der Hof) wird von Fachleuten als eine Ansammlung höher gelegener Höfe angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mercurius Kurtatsch.png|120px|rechts|Römerzeitliche Statue des [[Mercurius]], die im Hof des Widums der Vigiliuskirche gefunden wurde]]&lt;br /&gt;
Eine Reihe von Streu- und Lesefunden belegt eine Besiedlung einiger Plätze in der mittleren und späten [[Steinzeit]]. In der zeitweise zu Kurtatsch gehörenden Ortschaft Rungg wurde ein bronzezeitlicher [[Menhir]] gefunden, der auf das 3. Jahrtausend v. Chr. datiert wird und sich jetzt im [[Tiroler Landesmuseum|Ferdinandeum]] in Innsbruck befindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ferdinandeum.at/info/sammeln-forschen/die-sieben-sammlungen/vor-u-fruehgeschicht-u-provizialr-sammlungen |titel=Ferdinandeum: Vor- und Frühgeschichtliche und Provinzialrömische Sammlungen |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180905101104/http://www.ferdinandeum.at/info/sammeln-forschen/die-sieben-sammlungen/vor-u-fruehgeschicht-u-provizialr-sammlungen |archiv-datum=2018-09-05 |abruf=2019-05-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor dem Pflegeheim in Kurtatsch wurde ein Menhir-Rohling gefunden, auch in Graun weisen mehrere Schalensteine in die Bronzezeit. Der Kurtatscher Heimatforscher Luis Hauser fand in Fennhals einen Kupferschmelzplatz mit Schmelzöfen, der sich zeitweise im [[Südtiroler Archäologiemuseum]] in [[Bozen]] befand und nun teilweise im &amp;#039;&amp;#039;Museum Zeitreise Mensch&amp;#039;&amp;#039; in Kurtatsch ausgestellt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gemeinde.kurtatsch.bz.it/de/Geschichtliches |titel=Gemeinde Kurtatsch: Geschichtliches |abruf=2019-05-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Antike ===&lt;br /&gt;
Auf dem Gebiet des heutigen Kurtatsch wurden zahlreiche römerzeitliche Funde gemacht, besonders auf dem Hügel der heutigen Pfarrkirche. Dort wurden Reste einer römischen Villa gefunden. Im Nockerischen fand man Holzteile eines Weinstocks, die auf das 3. Jahrhundert datiert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.baron-widmann.it/de/index.php |titel=Weingut Baron Widmann: Historisches |abruf=2019-05-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spektakulär war der Fund eines Marmortorsos im Jahr 1860 im Lichthof des heutigen Widums. Die 68&amp;amp;nbsp;cm hohe Statue stellt den römischen Gott [[Mercurius]] dar und befindet sich im Museum des [[Castello del Buonconsiglio|Schlosses Buonconsiglio]] in [[Trient]] (zum Zeitpunkt des Fundes gehörte die Pfarrei Kurtatsch noch zum [[Erzbistum Trient]]). Der Statue wurden vermutlich im Zuge der Christianisierung Kopf und Hände abgeschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeinde Kurtatsch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kurtatsch und sein Gebiet im Wandel der Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Mit Beiträgen von Johann Mayr, Veronika Gruber, Luis Hauser, Josef Nössing, Oswald Schiefer, Martin Schweiggl und Siegmund Schweiggl. Kurtatsch 1995, S. 84 ([http://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Medium/Seite/22624/1 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sich unter dem Presbyterium der heutigen Pfarrkirche ein Säulenkreis mit einem Durchmesser von sechs Metern befindet, liegt die Vermutung nahe, dass die christliche Kirche auf einem römischen Tempel erbaut wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeinde Kurtatsch 1995, S. 84.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gefundene Säulenstücke sind aus roten Marmor und haben einen Durchmesser von 32&amp;amp;nbsp;cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeinde Kurtatsch 1995, S. 84.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wo sich heute der Pfarrsaal befindet, war früher ein Urnenfeld, wovon jedoch nur wenige Tonscherben zeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeinde Kurtatsch 1995, S. 87.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Errichtung des Parkplatzes neben der Pfarrkirche 1970 wurde ein römerzeitlicher Steinsarkophag gefunden. Ein römerzeitlicher Mühlstein befindet sich zurzeit im [[Stadtmuseum Bozen]]. Auch Münzen der makedonischen Könige [[Alexander der Große]], [[Alexander IV. Aigos|Alexander IV.]], [[Philipp III. Arrhidaios|Philippus III.]] und [[Antigonos I. Monophthalmos|Antigonus I.]] wurden ausgegraben.&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeinde Kurtatsch 1995, S. 85.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Untergang des Römischen Reiches|Zusammenbruch des West-Römischen Reiches]] war Kurtatsch um 580 Sitz einer [[Langobarden|langobardischen]] &amp;#039;&amp;#039;curtis&amp;#039;&amp;#039;. Es war damit auch Gerichtsort, dessen Bezeichnung als &amp;#039;&amp;#039;curtis regia&amp;#039;&amp;#039; auf den heutigen Ortsnamen überging. Ob der Ort eine langobardische Burg aufwies, ist nicht bekannt, genauso ob es im 6. Jahrhundert bereits eine [[arianisch]]e Kirche gegeben hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;huter&amp;quot; /&amp;gt; Es dürfte zumindest ein Sitz des [[Langobarden]]-Herzogs [[Ewin]] von Trient gewesen sein. Hierauf weisen Grundmauerreste hin, die man beim Straßenbau fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurtatsch, St. Vigil.jpg|mini|Pfarrkirche St. Vigilius]]&lt;br /&gt;
Der Ort gehörte kirchlich wie eine Reihe anderer Orte an der Westseite des südlichen Unterlandes seit der [[Christianisierung]] zum [[Bistum Trient]] und war Bischofsland.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Stolz (Historiker)|Otto Stolz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Ausbreitung des Deutschtums in Südtirol im Lichte der Urkunden.&amp;#039;&amp;#039; 5 Bände. München-Berlin 1927–1932, Band 2, S. 111.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1328 ist die Vigiliuskapelle als Teil der Pfarre [[Kaltern]] („ecclesia et capela sancti Vigillii de Cortaz plebis Caldari“) bezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Hannes Obermair]] |Titel=Bozen Süd – Bolzano Nord. Schriftlichkeit und urkundliche Überlieferung der Stadt Bozen bis 1500 |Band=1 |Verlag=Stadtgemeinde Bozen |Ort=Bozen |Datum=2005 |ISBN=88-901870-0-X |Seiten=244, Nr. 442}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Rätselhaft ist eine zweite frühe Kapelle, die [[Valentin von Rätien]] geweiht war. Valentin war ein Wanderbischof, der um 420 n. Chr. aus dem Norden kam, nach Trient gewandert ist und später in einer Klause bei Meran gestorben sein soll.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Südtiroler Sagenschatz, Wahrheit und Sage&amp;#039;&amp;#039; (1949), S. 512 [Schlern Publ.].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kapelle oder Kirche, die in einigen wenigen Urkunden genannt wurde, ist heute abgängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 855 wurde ein „predium in Lenticlare [heute Entiklar] … in Curtazze“ dem Bistum Trient zusammen mit anderen Gütern zwischen Tramin und Kurtatsch von einem Henericus geschenkt [TUB I/1, n. 13]. Zu dieser Zeit muss es bereits eine Kirche gegeben haben. Diese frühe Kirche geht auf die Gründung und Schenkung „ecclesia … ss. Quiricus et Jolitta de Tramino et Lenticlarum“ zurück, die von „Regineri et Heinricus f.c. comitis lege vivente Langobardorum“ durchgeführt wurde und deren Text sich in einer gefälschten Urkunde (um 1190) befindet. 1022 erschien in „Curtazze una ecclesia ad Curtasca et una ecclesia in Curono“ (Kurtatsch und Graun).&amp;lt;ref name=&amp;quot;huter&amp;quot; /&amp;gt; Hieraus wird deutlich, dass zu dieser Zeit Graun ein Ableger der Kirche von Kurtatsch gewesen sein dürfte. Vermutlich im 11. Jahrhundert wurde die Kirche St. Vigilius errichtet, die 1337 das erste Mal erwähnt wird. Der Kirchturm ist romanisch. Die Kirche gehörte zur Pfarre Kaltern und wurde erst 1515 zu einer eigenen Pfarre erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurtatsch Strehlburg mit Kapelle.jpg|mini|Ansitz Strehlburg, 1492 erstmals urkundlich erwähnt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herrschaft übten seit dem 11. Jahrhundert die Bischöfe von Trient aus, die vom Kaiser damit belehnt worden waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeinde Kurtatsch 1995, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der Auseinandersetzungen zwischen den Bischöfen von Trient mit Meinhard II. besetzte dieser das Gebiet um Tramin. Dessen Söhne erstatten das Gericht Tramin 1307 dem Trientner Bischof zurück, das Gebiet um Kurtatsch blieb hingegen bei der Grafschaft Tirol und erhielt in Entiklar ein Gericht. Dieses wurde an unterschiedliche Familien verpfändet, ab 1564 wurde es vom Landesfürsten zentral verwaltet. Grundeigentümer waren im Spätmittelalter fast allein die Grafen von Tirol und die Bischöfe von Trient.&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeinde Kurtatsch 1995, S. 111.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst ab dem 14. Jahrhundert verkauften die Grundherren zunehmend Grundeigentum in Kurtatsch, womit die bauliche Entwicklung des Dorfes beginnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 15. bis 17. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Im 15. und 16. Jahrhundert wurden mehrere stattliche Ansitze gebaut. Die Strehlburg wurde erstmals 1492 erwähnt und ist für ihren biblischen Freskenzyklus aus dem 16. Jahrhundert bekannt (Erschaffung Evas, Sündenfall, Urteil des Salomo, die drei Jünglinge im Feuerofen).&amp;lt;ref&amp;gt;Hanns-Paul Ties: &amp;#039;&amp;#039;Bildwelten des Adels. Wandmalereien der Spätrenaissance in Südtiroler und Trentiner Ansitzen&amp;#039;&amp;#039; ([https://www.academia.edu/7221837/Bildwelten_des_Adels._Wandmalereien_der_Sp%C3%A4trenaissance_S%C3%BCdtiroler_und_Trentiner_Ansitzen online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Ansitz Freienfeld]] befinden sich gut erhaltene Fresken mit [[Groteske (Ornament)|Grotesken]], Darstellungen der [[Metamorphosen (Ovid)|Metamorphosen]] des [[Ovid]] und dem [[Urteil des Paris]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.suedtiroler-unterland.it/de/hoefewanderung/ansitz-freienfeld-nr-9 |titel=Tourismusverein Südtiroler Unterland: Ansitz Freienfeld |abruf=2019-05-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1555 eskalierte ein jahrhundertealter Streit um die Weidenutzungsrechte auf der orografisch rechten Seite der Etsch, als 500 Leute von der rechten Seite der [[Etsch]] (Kurtatscher, Traminer und Kalterer) mit Spießen, [[Hellebarde]]n, Seitenwehren und Büchsen bewaffnet gegen die Neumarktner aufmarschierten.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmuth Gritsch (Hg.): [https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Buch/22524/ &amp;#039;&amp;#039;Neumarkt an der Etsch.&amp;#039;&amp;#039;] Verein für die Ortspflege Neumarkt, Neumarkt 1997, S. 133.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1620er Jahren wurden mehrere Frauen und Männer als angebliche Zauberer und Hexen festgenommen, unter anderem Barbara Köll, die vom Kurtatscher Gericht als Hexe verurteilt wurde; sie wurde enthauptet und auf dem „Galgenackerle“ verbrannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeinde Kurtatsch 1995, S. 161–165.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Tiefenbrunner: &amp;#039;&amp;#039;Über Hexenwesen und Hexenprozesse am ehemaligen Gericht Kurtatsch.&amp;#039;&amp;#039; [[Der Schlern]]. Bd. 67, 1993, S. 300–317.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Schriftsteller [[Herbert Rosendorfer]] arbeitete diesen Fall in seinem Theaterstück „Die Hexe von Kurtatsch“ auf.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;theatertexte.de&amp;#039;&amp;#039;: [https://www.theatertexte.de/nav/2/2/3/werk?verlag_id=ahn_und_simrock&amp;amp;wid=1487963042&amp;amp;ebex3=3 &amp;#039;&amp;#039;Rosendorfer, Herbert: Die Hexe von Kurtatsch. Ein historisches Volksstück in 12 Szenen.&amp;#039;&amp;#039;], 25. Januar 2011, abgerufen am 29. April 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 17. Jahrhundert was das Gebiet mehrmals von der Pest (Fleckfieber) und von Malaria betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 18. und 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
1777 wurde das Kurtatscher Gericht mit dem Traminer Gericht vereinigt, der neue Gerichtsherr war der venezianische Graf Albrizzi, 1806 (bayrische Besetzung) wurde das Gericht dem Gericht Bozen zugeteilt, 1817 wieder selbstständig, und 1830 Kaltern zugeteilt. 1805 wurde Tirol Bayern eingegliedert. Nach dem Scheitern des [[Tiroler Volksaufstand]]s gegen Bayern und das napoleonische Frankreich wurde das Gebiet des Unterlandes 1810 als &amp;#039;&amp;#039;Dipartimento dell&amp;#039;Alto Adige&amp;#039;&amp;#039; Teil des [[Königreich Italien (1805–1814)|Königreiches Italien]] (bis 1813). Nach dem Fall Napoleons und der Neuordnung Europas wurde Tirol Teil des neuen österreichischen Kaiserreichs – das Heilige Römische Reich war zwischenzeitlich aufgelöst worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeinde Kurtatsch 1995, S. 187.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Grundherrschaft wurde 1849 aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Etschebene wurde in der Neuzeit radikal verändert: Während im Mittelalter Auen und Sümpfe die Ebene prägten, wurden die Flussläufe der [[Etsch]] im 18. und 19. Jahrhundert zurückgedrängt. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurden die Kalterer Abzugskanäle errichtet, gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Etsch [[Etsch#Etschregulierung|begradigt]]. Aufgrund der Expansion des Obstanbaus in der Talsohle verschwanden im 20. Jahrhundert auch die letzten Auen.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Praxmarer: [https://newplan.civis.bz.it/newplan/api/newp/api/document/6984 &amp;#039;&amp;#039;Landschaftsplan Gemeinde Kurtatsch.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Beschlüsse der Landesregierung Nr. 1586 vom 13. Mai 2008&amp;#039;&amp;#039;, 13. Mai 2008, abgerufen am 24. Juni 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den 1860er Jahren wurde entlang der Etsch eine Eisenbahnlinie gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. und 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Altlehen 1.jpg|mini|links|Bauernhof Ansitz Altlehen]]Kurtatsch gehörte bis zum Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] zur [[Gefürstete Grafschaft Tirol|Grafschaft Tirol]] und damit zu [[Österreich-Ungarn]]. Innerhalb Tirols war Kurtatsch dem [[Gerichtsbezirk Kaltern]] zugeordnet, der wiederum Teil des [[Bezirk Bozen|Bezirks Bozen]] war. Mit dem [[Vertrag von Saint-Germain]] kam Kurtatsch 1920 zusammen mit dem Großteil Tirols südlich des [[Alpenhauptkamm]]s zum [[Königreich Italien (1861–1946)|Königreich Italien]]. Als 1927 auf diesen ehemals österreichischen Gebieten die beiden Provinzen Bozen und Trient entstanden, wurde Kurtatsch wie auch einige andere umliegende Gemeinden der mehrheitlich italienischsprachigen Provinz Trient zugeschlagen. Mit dem Sturz Mussolinis und dem deutschen Einmarsch in Norditalien 1943 geriet Südtirol – und damit auch Kurtatsch – als [[Operationszone Alpenvorland]] direkt unter nationalsozialistische Herrschaft. Mit Kriegsende 1945 gelangte das Gebiet wieder unter italienische Verwaltung und Kurtatsch wurde wieder Teil der Provinz Trient. Erst 1948 wechselte Kurtatsch von der Provinz Trient zur Provinz Bozen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Kurtatsch veränderte sich im 20. Jahrhundert auch geografisch: 1913 verlor sie die Fraktion [[Söll (Tramin)|Söll]], im Jahr 1978 die Fraktion [[Rungg (Tramin)|Rungg]] an Tramin. Auch die kirchliche Zugehörigkeit änderte sich im Laufe des 20. Jahrhunderts: Die seit jeher zum [[Erzbistum Trient]] gehörige Pfarrei Kurtatsch kam am 6. August 1964 durch die päpstliche Bulle &amp;#039;&amp;#039;Quo aptius&amp;#039;&amp;#039; mit dem gesamten [[Südtiroler Unterland|Unterland]] zur neu gestalteten [[Diözese Bozen-Brixen]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[ORF]]&amp;#039;&amp;#039;: [https://tirol.orf.at/v2/news/stories/2661462/ &amp;#039;&amp;#039;Diözesen feiern 50. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039;], 5. August 2014, abgerufen am 21. April 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde im unteren Teil des Dorfes, westlich der Vigilius-Kirche, ein nüchterner Gemeindebau mit Rathaus, Kindergarten und Arztpraxis errichtet. Dieser Teil gilt heute als Dorfzentrum. Seit 1971 trägt die Gemeinde den werblichen Zusatz „an der [[Südtiroler Weinstraße|Weinstraße]]“ im amtlichen Namen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Flora Brugger |url=https://www.stol.it/artikel/wirtschaft/als-suedtirol-seine-weinstrasse-bekam |titel=Wie Südtirol seine Weinstraße bekam |hrsg=[[Südtirol Online]] |datum=2021-09-13 |abruf=2021-09-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1993 wurde die Schlagersendung [[Lustige Musikanten]] mit [[Marianne und Michael]] in Kurtatsch aufgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[YouTube]]&amp;#039;&amp;#039;: [https://www.youtube.com/watch?v=rElwiSV-gcY &amp;#039;&amp;#039;Lustige Musikanten aus Kurtatsch, 1993, präsentiert von Marianne &amp;amp; Michael.&amp;#039;&amp;#039;], 1993, abgerufen am 23. Juni 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2001 vermurten Grauner Bach und Breitbach Teile des Dorfes Kurtatsch, weswegen Rückhaltebecken erbaut wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Provinz Bozen]]&amp;#039;&amp;#039;: [https://news.provinz.bz.it/de/news-archive/181140 &amp;#039;&amp;#039;Kurtatscherbach: Umfangreiche Sicherungsarbeiten gehen zu Ende.&amp;#039;&amp;#039;], 13. März 2007, abgerufen am 23. Juni 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2015 wurde die Pfarre Kurtatsch der Seelsorgeeinheit Tramin eingegliedert und verlor dadurch einen ortsansässigen Pfarrer (500 Jahre nach der Erhebung zur eigenständigen Pfarre im Jahr 1515).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister im 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Österreich-Ungarn]]:&lt;br /&gt;
* Johann Gruber: 1900–1904&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeinde Kurtatsch 1995, S. 237.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Vigil Pomella: 1904–1913&lt;br /&gt;
* Johann Kofler: 1913–1922&lt;br /&gt;
[[Königreich Italien (1861–1946)|Königreich Italien]] und Zeit des [[Italienischer Faschismus|Faschismus]]:&lt;br /&gt;
* Franz Orian: 1922–1924&lt;br /&gt;
* Dr. Gottardi ([[Podestà]]): 1924–1925&lt;br /&gt;
* Ernesto De Varda (Podestà): 1925–1926&lt;br /&gt;
* Giovanni B. Lorenzi, eigentlich Hans Lorenz (Podestà): 1926–1935 (gestorben wahrscheinlich im Februar 1945 im [[Konzentrationslager]] [[KZ Dachau|Dachau]] oder [[KZ Buchenwald|Buchenwald]]&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeinde Kurtatsch 1995, S. 238.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* Cav. Candido Sartori (Podestà): 1935–1937&lt;br /&gt;
* Dr. Pontecchi (Podestà): 1937–1938&lt;br /&gt;
* Giulio Imeni (Podestà): 1938–1940&lt;br /&gt;
* Tito Giacometti (Podestà): 1940–1942&lt;br /&gt;
* Enrico Vielmetti (Podestà): 1942–1943&lt;br /&gt;
Nationalsozialistische Besetzung ([[Operationszone Alpenvorland]]):&lt;br /&gt;
* Franz Orian: 1943–1945&lt;br /&gt;
[[Königreich Italien (1861–1946)|Königreich Italien]] und [[Italien|Italienische Republik]]:&lt;br /&gt;
* Franz Folladori: 1945–1952&lt;br /&gt;
* Johann Peer: 1952–1960&lt;br /&gt;
* Vigil Peer: 1960–1980&lt;br /&gt;
* [[Oswald Schiefer]]: 1980–2010&lt;br /&gt;
* Martin Fischer: 2010–2020&lt;br /&gt;
* Oswald Schiefer: 2020–2025&lt;br /&gt;
* Andreas Anegg: seit 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurtatsch Steinhauer Margoni Santo cortaccia.JPG|mini|hochkant|Gemeindewappen]]&lt;br /&gt;
In Blau ein goldenes Posthorn mit ebensolchen Quasten, begleitet von je zwei goldenen sechszackigen Sternen oben und unten. Das ursprüngliche Wappen dürfte sich aus den Familienwappen der begüterten Familie „an der Platten“ (Jagdhorn) und der Familie Masseregn (vier Sterne) zusammengesetzt haben. Daraus entstand später durch die reichere Ausgestaltung des ursprünglich einfachen Jagdhornes, so wie es heute noch auf einem Weihwasserbecken der Kirchenumfriedungsmauer aus dem 16. Jahrhundert erhalten ist, das heutige Posthorn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Kurtatsch ist gemäß den erhobenen [[Ethnischer Proporz (Südtirol)|Sprachgruppenzugehörigkeitserklärungen bzw. Sprachgruppenzuordnungserklärungen]] eine weitgehend deutschsprachige Gemeinde. Als Berechnungsgrundlage der folgenden Prozentwerte wurden die gültigen Erklärungen von Personen mit italienischer Staatsbürgerschaft herangezogen.&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ style=&amp;quot;padding-bottom:1em&amp;quot; |Verteilung nach Sprachgruppenzugehörigkeits- bzw. Sprachgruppenzuordnungserklärungen&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Sprache !! 1981&amp;lt;ref name=&amp;quot;astat1981&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://astat.provinz.bz.it/de/aktuelles-publikationen-info.asp?news_action=300&amp;amp;news_image_id=899072|titel=Volkszählung 1981 – Die amtliche Bürgerzahl und die Sprachgruppen in Südtirol nach Gemeinde und Bezirk|hrsg=[[Landesinstitut für Statistik der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol]]|datum=1983-03|zugriff=2024-12-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; !! 1991&amp;lt;ref name=&amp;quot;astat2001&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://astat.provinz.bz.it/downloads/mit17_02.pdf|titel=Volkszählung 2001 – Berechnung des Bestandes der drei Sprachgruppen in der Provinz Bozen-Südtirol|hrsg=[[Landesinstitut für Statistik der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol]]|datum=2002-08|zugriff=2024-12-09|archiv-datum=2021-12-29|archiv-url=https://web.archive.org/web/20211229023228/https://astat.provinz.bz.it/downloads/mit17_02.pdf|offline=ja|archiv-bot=2026-01-29 19:08:32 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; !! 2001&amp;lt;ref name=&amp;quot;astat2001&amp;quot; /&amp;gt; !! 2011&amp;lt;ref name=&amp;quot;astat2024&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://astat.provinz.bz.it/de/aktuelles-publikationen-info.asp?news_action=300&amp;amp;news_image_id=1160209|titel=Ergebnisse Sprachgruppenzählung 2024 – Berechnung des Bestandes der drei Sprachgruppen in der Autonomen Provinz Bozen - Südtirol|hrsg=[[Landesinstitut für Statistik der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol]]|datum=2024-12|zugriff=2024-12-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; !! 2024&amp;lt;ref name=&amp;quot;astat2024&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | Deutsch&lt;br /&gt;
| 97,98 %&lt;br /&gt;
| 97,61 %&lt;br /&gt;
| 96,21 %&lt;br /&gt;
| 96,25 %&lt;br /&gt;
| 95,79 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | Italienisch&lt;br /&gt;
| 2,02 %&lt;br /&gt;
| 2,17 %&lt;br /&gt;
| 3,44 %&lt;br /&gt;
| 3,36 %&lt;br /&gt;
| 3,96 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | Ladinisch&lt;br /&gt;
| 0,00 %&lt;br /&gt;
| 0,23 %&lt;br /&gt;
| 0,35 %&lt;br /&gt;
| 0,38 %&lt;br /&gt;
| 0,25 %&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zehn häufigsten Nachnamen im Jahr 2024 waren Mayr, Terzer, Peer, Pomella, Gruber, Kofler, Parteli, Mair, Schweiggl und Dibiasi.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Landesinstitut für Statistik astat]]&amp;#039;&amp;#039;: [https://statistics-astat.provinz.bz.it/atlasNew/data/de/ASTAT_Gemeindeprofil_024_Kurtatsch%20an%20der%20Weinstraße.pdf &amp;#039;&amp;#039;Statistisches Gemeindeprofil Kurtatsch an der Weinstraße.&amp;#039;&amp;#039;], 2. Semester 2025, abgerufen am 29. April 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ansitz Freienfeld in Kurtatsch 2020.png|mini|Ansitz Freienfeld]]&lt;br /&gt;
Die Haupterwerbsquelle der Menschen von Kurtatsch sind Wein- und Obstbau. Während im Tal weitläufige Obstplantagen bewirtschaftet werden (ca. 600 [[Hektar|ha]]), wächst an den Hängen rund um und oberhalb von Kurtatsch Wein internationaler Güte (ca. 330&amp;amp;nbsp;ha). 45 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung ist in der Landwirtschaft tätig, in insgesamt 300 Betrieben (Stand: 2023).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gemeinde.kurtatsch.bz.it/de/Dorfleben/Wissenswertes/Die_Gemeinde |titel=Gemeinde Kurtatsch: Wissenswertes |abruf=2019-05-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die wichtigsten in Kurtatsch ansässigen Weinproduzenten sind die Kellerei Kurtatsch (eine Genossenschaft), das Weingut Baron Widmann und die Schlosskellerei Tiefenbrunner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Für den [[Kraftverkehr]] ist Kurtatsch in erster Linie durch die [[Südtiroler Weinstraße|Weinstraße]] erschlossen, die nahe am Dorfzentrum vorbeiführt. Die östliche Seite der Talsohle wird von der [[Autostrada A22|A22]] und der [[Brennerbahn]] durchquert. Letztere bietet dort am [[Bahnhof Margreid-Kurtatsch]] – im Gemeindegebiet von [[Margreid]] gelegen – eine [[Zugangsstelle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Brunnen - panoramio (71).jpg|mini|Historischer Ortskern]]&lt;br /&gt;
Auf dem Gemeindegebiet befinden sich drei [[Grundschule (Südtirol)|Grundschulen]] im Hauptort Kurtatsch, in Graun und in Penon, die zusammen dem deutschen [[Schulsprengel]] der Nachbargemeinde Tramin angeschlossen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.provinz.bz.it/de/institutionen/institutionen-kategorien.asp?bninf_inid=1003499 |titel=Schulsprengel Tramin |hrsg=[[Südtiroler Bürgernetz]] |abruf=2014-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Baudenkmäler in Kurtatsch|Liste der Naturdenkmäler in Kurtatsch}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurtatsch Naturdenkmal Kalksinterquelle.jpg|mini|Kalksinterquelle]]&lt;br /&gt;
Sehenswerte Baudenkmäler sind vor allem die stattlichen Ansitze [[Ansitz Strehlburg|Strehlburg]], [[Ansitz Freienfeld|Freienfeld]], Staffelfeld (Baron von Widmann), [[Ansitz Nussdorf|Nussdorf]], Nussegg, Fohrhof, Eberlehof, Finkenhof und [[Ansitz Altlehen|Altlehen]]. Der mit Fresken bemalte Ansitz Freienfeld befindet sich im Besitz der Gemeinde, die Keller werden von der Kellerei Kurtatsch genutzt. Im Ansitz Staffelfeld befindet sich das Weingut Baron Widmann. Der Ansitz Strehlburg (samt Kapelle) ist für seinen Freskenzyklus aus der Renaissance bekannt, er befindet sich in Privatbesitz. Daneben befindet sich die Ortenburg aus dem 15. Jahrhundert, deren Tor mit einer hohen Mauer umgeben ist. Der Ansitz Tiefenbrunner in Entiklar ist Sitz der Schlosskellerei Tiefenbrunner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beliebte Wanderwege sind der Weinlehrpfad, der an mehreren Naturdenkmälern vorbeiführt (unter anderem an der Kalksinterquelle und an mehreren Wasserfällen), der Weg Murundum entlang der Natursteinmauern sowie der Apfelweg, der nach Tramin führt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Südtirols Süden&amp;#039;&amp;#039;: [https://www.suedtirols-sueden.info/de/berge-aktiv/top-highlights/themenwege.html &amp;#039;&amp;#039;Themenwege.&amp;#039;&amp;#039;], 29. April 2026, abgerufen am 29. April 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Kurtatsch gelangt man auf den [[Fennberg]] und zum [[Fennberger See]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie Schweiggl betreibt seit 1976 das &amp;#039;&amp;#039;Museum Zeitreise Mensch&amp;#039;&amp;#039;, das die Geschichte Südtirols mit Schwerpunkt Kurtatsch zeigt. Das Museum stellt unter anderem eine der best erhaltenen frühen Schmelzanlagen Europas aus: Der ca. 3500 Jahre alte Kupferschmelzofen wurde in den 1970er Jahren von Luis Hauser in [[Fennberg|Fennhals]] entdeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Museum Zeitreise Mensch&amp;#039;&amp;#039;: [https://www.museumzeitreisemensch.it/sammlungen/kupferschmelzer-zur-bronzezeit/ &amp;#039;&amp;#039;Kupferschmelzer zur Bronzezeit.&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 23. Juni 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Stefan Paluselli]] [[Zisterzienser|OCist]] (1748–1805), Zisterzienserpater und Kirchenmusiker&lt;br /&gt;
* [[Josef Vigil Schweiggl]] (1771–1845), Schützenkommandant im Süden Tirols während des [[Tiroler Volksaufstand]]es 1809&lt;br /&gt;
* [[Alphons Freiherr Widmann von Staffelfeld und Ulmburg]] (1850–1921), 1895–1912 sowie 1914–1918 Abgeordneter zum Tiroler Landtag, 1904–1918 Mitglied des [[Herrenhaus (Österreich)|Herrenhauses]] ([[Deutschliberale Partei (Österreich)|Verfassungspartei]])&amp;lt;ref&amp;gt;B. Taferner: [https://www.biographien.ac.at/ID-184.6570585874033-1 &amp;#039;&amp;#039;Widmann von Staffelfeld und Ulmburg, Alphons Frh. (1850–1921), Funktionär und Politiker.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950]]&amp;#039;&amp;#039;, 2020, abgerufen am 25. Juni 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Otto Tiefenbrunner]] (1902–1972), österreichischer Rechtsanwalt und Widerstandskämpfer&lt;br /&gt;
* [[Angela Nikoletti]] (1905–1930), [[Katakombenschule|Katakombenlehrerin]] in der Zeit des Faschismus&lt;br /&gt;
* [[Johann Mayr (Theologe)|Johann Mayr]] (1923–2017), römisch-katholischer Theologe, Hochschullehrer und Kanonikus am [[Brixner Dom]]&lt;br /&gt;
* [[Martin Reisigl]] (* 1969), Professor für Soziolinguistik, Institut für Germanistik, [[Universität Bern]]&lt;br /&gt;
* [[Gudrun Kofler]] (* 1983), Politikerin, Abgeordnete zum Tiroler Landtag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Mayr (Theologe)|Johann Mayr]], Veronika Gruber, Luis Hauser, Josef Nössing, [[Oswald Schiefer]], Martin Schweiggl, Siegmund Schweiggl: &amp;#039;&amp;#039;Kurtatsch und sein Gebiet im Wandel der Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Brixen 1995 ([http://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Medium/Seite/22624/1 online]).&lt;br /&gt;
* [[Leo Andergassen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kirchen von Kurtatsch&amp;#039;&amp;#039;. Bozen 2006.&lt;br /&gt;
* Siegmund Schweiggl, Wolfgang Schweiggl: &amp;#039;&amp;#039;Auf Zeitreise in Südtirol. Objekte erzählen Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Neumarkt 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Kurtatsch an der Weinstraße|Kurtatsch}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage|Kurtatsch}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gemeinde.kurtatsch.bz.it/de Website der Gemeinde Kurtatsch]&lt;br /&gt;
* {{Tirol Atlas|210024}}&lt;br /&gt;
* [https://newplan.civis.bz.it/newplan/api/newp/api/document/6984 Landschaftsplan der Gemeinde Kurtatsch]. Amt für Landschaftsökologie, Autonome Provinz Bozen – Südtirol (PDF-Datei)&lt;br /&gt;
* [https://www.museumzeitreisemensch.it/ Museum Zeitreise Mensch]&lt;br /&gt;
* {{GeschichteTirol|ort}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gemeinden Südtirol}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gemeinden der Bezirksgemeinschaft Überetsch-Unterland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4266532-2|LCCN=n93114637|VIAF=167784482}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Südtirol]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeinde in Südtirol]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurtatsch| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nonsberggruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung im 11. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Ortsname lateinischer Herkunft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ElSenador</name></author>
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