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	<title>Kurt von Boeckmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T06:36:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kurt_von_Boeckmann&amp;diff=2604061&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Freygangfreunde: /* Literatur */ Erg. Lit. Link</title>
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		<updated>2024-02-16T17:09:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Erg. Lit. Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kurt von Boeckmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;Kurt von Böckmann&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Kurt Boeckmann&amp;#039;&amp;#039;; * [[22. Juli]] [[1885]] in [[Neapel]]; † [[5. Januar]] [[1950]] in [[München]]) war ein deutscher Rundfunkpionier, Intendant des ersten Radiosenders in München &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Stunde in Bayern]]&amp;#039;&amp;#039; und des [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Auslandsrundfunks &amp;#039;&amp;#039;[[Deutscher Kurzwellensender]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren der Kaufmann Waldemar von Boeckmann und Klara Wiehler. Boeckmann besuchte das Gymnasium in Frankfurt am Main, studierte Jura in Bonn, Heidelberg und Freiburg. Am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] nahm er als Oberleutnant der Reserve teil. Nach dem Krieg unternahm er Auslandsreisen und betrieb kulturhistorische Forschungen, die ihm 1920 den Posten als Direktor des Forschungsinstituts für Kulturmorphologie (heute [[Frobenius-Institut]]) in München einbrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hörfunk in Bayern startete am 30. März 1924 mit der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Stunde in Bayern – Gesellschaft für drahtlose Belehrung und Unterhaltung mbH&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [[Geschichte des Hörfunks in Deutschland]] und [[Bayerischer Rundfunk#1922: Deutsche Stunde in Bayern|Vorläufer des Bayerischen Rundfunks]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Boeckmann stieß als wissenschaftlicher Mitarbeiter dazu, wurde am 1. April 1926 Direktor und ein Jahr später erster Intendant. Er behielt diesen Posten auch nachdem die Deutsche Stunde zum 1. Januar 1931 in die &amp;#039;&amp;#039;Bayerische Rundfunk GmbH&amp;#039;&amp;#039; überführt wurde. In dieser Position legte er Wert auf Unabhängigkeit des Senders von den anderen Landessendern der [[Weimarer Republik]] und dem [[Deutschlandsender]]. Unter anderem untersagte er dem Berliner &amp;#039;&amp;#039;Funk-Express&amp;#039;&amp;#039;, Bilanzen der BR GmbH abzudrucken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Boeckmann trat zum 1. April 1933 in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein (Mitgliedsnummer 1.508.998).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/3440705: [https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Artikel/Finden/Epochen/finden-epochen-nutzung-NSDAP-Kartei.html Der Begriff der NSDAP-Mitgliederkartei umfasst sowohl die &amp;quot;Zentralkartei&amp;quot; als auch die &amp;quot;Gaukartei&amp;quot;, jeweils in den Beständen R 9361-VIII Kartei und R 9361-IX Kartei.] (Ehemals Sammlung [[Berlin Document Center|BDC]]/&amp;quot;Berlin Document Center.&amp;quot;)&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum selben Datum ersetzte ihn [[Richard Kolb]] als Intendant in München. Zum 15. April 1933 holte NS-Propagandaminister [[Joseph Goebbels]] von Boeckmann nach Berlin, wo er als Intendant des [[Deutscher Kurzwellensender|Deutschen Kurzwellensenders]] den Auslandsrundfunk aufbaute. Er leitete in dieser Funktion auch die Auslandsabteilung in der Reichssendeleitung und vertrat Deutschland in der Führungsspitze des Weltrundfunkvereins. Von Boeckmann gehörte zu den Unterzeichnern eines von Goebbels vorbereiteten Rundfunkkooperationsvertrags mit Polen am 13. Oktober 1934.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Handbuch des deutschen Rundfunks „Rundfunk im Aufbruch“ (Vorwort: Goebbels) beschrieb von Boeckmann 1934 die Funktion des Kurzwellensenders als Instrument zur „Aufklärung über das neue Deutschland, Festigung der Heimatverbundenheit unserer Auslandsdeutschen“. Am 15. November 1935 wurde er zum Mitglied des [[Reichskultursenat]]s ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde die Abteilung für den Auslandsrundfunk innerhalb der dem Propagandaministerium unterstellten [[Reichs-Rundfunk-Gesellschaft]] aufgewertet. Nach Aussagen seiner Frau bat Kurt von Boeckmann Goebbels Ende 1939 um seine Entlassung.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt von Boeckmanns Frau Ewis am 18. Juni 1971 an Werner Schwipps, Autor von: &amp;#039;&amp;#039;Wortschlacht im Äther. Der deutsche Auslandsrundfunk im Zweiten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Welle, Haude &amp;amp; Spenersche Verlagsbuchhandlung, Berlin 1971, ISBN 3-7759-0147-7. Dieses Buch ist auch Quelle für mehrere andere Fakten in diesem Artikel.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser lehnte ab. Von Boeckmann zog sich sodann „aus Krankheitsgründen“ von der Intendanz des Kurzwellensenders in seine bayerische Heimat zurück. Sein Nachfolger wurde vorläufig [[Adolf Raskin]], vormals erster Intendant des Reichssenders Saarbrücken. Von Boeckmann taucht in den Unterlagen 1940, 1942 und 1943 wieder als Intendant der Kurzwelle auf, wurde aber vermutlich dabei vertreten durch Horst Cleinow und kam nie wieder in den KWS nach Berlin. Es gibt Hinweise, dass er mit [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskreisen]] in Verbindung stand, unter anderem mit dem von den Nazis 1945 hingerichteten Leipziger Oberbürgermeister [[Carl Friedrich Goerdeler]]. Auch Angeboten aus Rundfunkkreisen (Glasmeier, Winkelnkemper), Generaldirektor des Weltrundfunkvereins UIR zu werden, dessen Vizepräsident er bis 1938 gewesen war, verweigerte er sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurt von Boeckmann war verheiratet mit der Rundfunkjournalistin Ewis Engl, die bei der Deutschen Stunde in Bayern den Bereich Frauen-, Kinder- und Jugend-Funk leitete. Er starb am 5. Januar 1950 nach einem Aufenthalt in einem Lindauer Krankenhaus in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* Kurt von Boeckmann: &amp;#039;&amp;#039;Vom Kulturreich des Meeres&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Dokumente zur Kulturphysiognomik.&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Jahresreihe des Volksverbandes der Bücherfreunde.&amp;#039;&amp;#039; 5, 4, Wegweiser-Verlag, Berlin 1924. ({{ZDB|1003715-9}}) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Gothaischer Hofkalender|Gothaisches Genealogisches Taschenbuch]] der Adeligen Häuser. Alter Adel und Briefadel. 1922&amp;#039;&amp;#039;, (GGT-B), 16. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1921, [https://archive.org/details/gothaischesgenealogischestaschenbuchderadeligenhauserteilb_1922/page/n91/mode/2up S. 76.]; ff. Ausgabe GGT-B 1938, Zugleich Adelsmatrikel der [[Deutsche Adelsgenossenschaft|DAG]], 30. Jahrgang, Gotha 1937, S. 29.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft]] – Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild&amp;#039;&amp;#039;. Erster Band, Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1930. {{DNB|453960286}} f. [[Mikroform|Mikrofiche]]-Nachdruck: K. G. Saur, München 1995. ISBN 3-598-30664-4.&lt;br /&gt;
* Ansgar Diller: &amp;#039;&amp;#039;Rundfunkpolitik im Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Rundfunk in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Band. 2 = &amp;#039;&amp;#039;dtv.&amp;#039;&amp;#039; 3184, Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1980. ISBN 3-423-03184-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116217286}}&lt;br /&gt;
* [http://1936.dra.de/?id=60 Dr. Kurt von Boeckmann, Kurzbiografie im Deutschen Rundfunkarchiv]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116217286|LCCN=no/2002/39521|VIAF=64752565}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Boeckmann, Kurt von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rundfunkintendant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rundfunk (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[KAtegorie:Reichskultursenator]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1885]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1950]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Boeckmann, Kurt von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Boeckmann, Kurt; Böckmann, Kurt von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist, Rundfunkintendant&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Juli 1885&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neapel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Januar 1950&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Freygangfreunde</name></author>
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