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	<title>Kurt Student - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Paintdog: Einzelschriften zur Militärgeschichte verlinkt</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Einzelschriften_zur_Milit%C3%A4rgeschichte&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Einzelschriften zur Militärgeschichte (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Einzelschriften zur Militärgeschichte&lt;/a&gt; verlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:General der Fallschirmjäger Kurt Student.jpg|mini|Kurt Student (1941)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kurt Arthur Benno Student&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Mai]] [[1890]] in [[Borów (Świebodzin)|Birkholz]], [[Neumark (Landschaft)|Neumark]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Munzinger|00000000377|Kurt Student}}&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[1. Juli]] [[1978]] in [[Lemgo]]) war ein deutscher [[Generaloberst]] der [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] und ranghöchster Offizier der [[Fallschirmjäger (Wehrmacht)|Fallschirmtruppe]] der [[Wehrmacht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren der Rittergutsbesitzer und Amtsanwalt in [[Rzepin|Reppen]] Oskar Rudolph Reinhardt Student (1850–1914) und dessen Ehefrau Clara Karoline Auguste, geborene Schoeppke (1855–1902).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militärische Laufbahn bis 1939 ===&lt;br /&gt;
Im Alter von elf Jahren trat Student in die [[Kadettenanstalt]] in [[Potsdam]] ein und wurde 1910 als [[Fähnrich]] dem [[Jäger-Bataillon „Graf Yorck von Wartenburg“ (Ostpreußisches) Nr.&amp;amp;nbsp;1]] der [[Preußische Armee|Preußischen Armee]] überwiesen. Bereits nach wenigen Wochen wurde er auf den gerade eröffneten [[Flugplatz Johannisthal]] versetzt, um eine Ausbildung zum [[Flugzeugführer]] zu absolvieren. 1913 erhielt er nach bestandener Feldpilotenprüfung sein Militärflugzeugführerzeugnis. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] zunächst bei den [[Luftstreitkräfte (Deutsches Kaiserreich)|Feldfliegern und Kampffliegern]] eingesetzt, wurde ihm im Oktober 1916 die Führung der [[Jagdstaffel 9]] übertragen. Er wurde im Juni 1918 zum [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] befördert. Mit sechs bestätigten Abschüssen war er ein erfolgreicher [[Jagdflieger]] und erlebte nach einer schweren Verwundung das Kriegsende in der Heimat. Für sein Wirken während des Krieges hatte man ihn mit beiden Klassen des [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuzes]], dem Ritterkreuz des [[Königlicher Hausorden von Hohenzollern|Königlichen Hausordens von Hohenzollern]] mit Schwertern, dem Ritterkreuz des [[Albrechts-Orden]]s II. Klasse mit Schwertern sowie dem [[Verwundetenabzeichen]] in Schwarz ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Reichswehrministerium]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rangliste des Deutschen Reichsheeres.&amp;#039;&amp;#039; Mittler &amp;amp; Sohn, Berlin, S. 128.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wurde Student in die Planung beim Aufbau einer neuen Luftstreitkraft einbezogen, obwohl die [[Reichswehr]] nach dem [[Friedensvertrag von Versailles]] keine Flugzeuge besitzen durfte. Von 1922 bis 1928 war Student in der Inspektion für Bewaffnung und Ausrüstung auf dem Gebiete der Flugzeugentwicklung tätig, welche dem [[Heereswaffenamt]] unterstand. Er hatte maßgeblichen Anteil an der Einrichtung der [[Geheime Fliegerschule und Erprobungsstätte der Reichswehr|Geheimen Fliegerschule und Erprobungsstätte der Reichswehr]] in der [[Sowjetunion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 wurde Student in die [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] übernommen und war zunächst in der Ausbildung tätig. Ab 1933 war er Kommandeur der Technischen Schule in [[Ultraleichtfluggelände Altes Lager|Jüterbog]], ab 1935 [[Kommandeur]] der Fliegererprobungsstellen und Kommandant der [[Erprobungsstelle Rechlin]], ab 1936 Kommandeur der Fliegerwaffenschule und [[Chef des Stabes]] beim Kommando der Fliegerschule. Im April 1938 wurde er zum Kommandeur der 3. Flieger-Division berufen und zum [[Generalmajor]] [[Ernennung|ernannt]]. Bereits im Juli 1938 wurde er mit der Aufstellung der [[7. Flieger-Division]] beauftragt, in der die im Aufbau befindliche [[Fallschirmjäger (Wehrmacht)|Fallschirmtruppe]] der Luftwaffe zusammengefasst werden sollte. Ab Februar 1939 fungierte er gleichzeitig als Inspekteur der Fallschirm- und Luftlandetruppe im [[Reichsluftfahrtministerium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Am 1.&amp;amp;nbsp;Januar 1940 zum [[Generalleutnant]] befördert, nahm Student Anfang Mai mit seinen Truppen am [[Westfeldzug|Überfall auf Belgien und die Niederlande]] teil, wobei seinen Truppen die wichtige Aufgabe der Besetzung strategischer Punkte wie Brücken und Flugplätze zufiel. Weil die deutsche Fallschirmtruppe bei der Eroberung der belgisch-niederländischen Brücken und Grenzbefestigungen (so z.&amp;amp;nbsp;B. das [[Fort Eben-Emael|Fort Eben Emael]]) eine maßgebliche Rolle gespielt hatte, erhielt Student am 12.&amp;amp;nbsp;Mai das [[Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Veit Scherzer]]: &amp;#039;&amp;#039;Ritterkreuzträger 1939–1945. Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S. 732.&amp;lt;/ref&amp;gt; und zwei Wochen später die Beförderung zum [[General der Flieger]] (am 1.&amp;amp;nbsp;Mai 1943 umbenannt in [[General der Fallschirmtruppe]]). Außerdem verlieh ihm Göring am 2.&amp;amp;nbsp;September 1940 das [[Flugzeugführer- und Beobachterabzeichen]] in Gold mit Brillanten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jörg Nimmergut]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Orden und Ehrenzeichen bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Württemberg II–Deutsches Reich.&amp;#039;&amp;#039; Zentralstelle für wissenschaftliche Ordenskunde, München 2001, ISBN 3-00-001396-2, S. 2441.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er nach der Kapitulation von Rotterdam einer Einheit der [[Waffen-SS]] befehlen wollte, ihr ungezieltes Feuer einzustellen, wurde er von einem Querschläger am Kopf getroffen und schwer verwundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1.&amp;amp;nbsp;Januar 1941 wurde Student [[Kommandierender General]] des [[XI. Fliegerkorps]], zu dem die Fallschirmtruppe mittlerweile erweitert worden war. Damit war er auch der Befehlshaber der deutschen Truppen in der [[Luftlandeschlacht um Kreta]] im Mai 1941 und nach der Einnahme kurzzeitig Inselkommandant. Als solcher ordnete er am 31.&amp;amp;nbsp;Mai Vergeltungsaktionen für den Widerstand der Inselbevölkerung an. So kam es zu den Massakern von [[Kondomari]] und [[Kandanos]] beim [[#Unternehmen Merkur|Unternehmen Merkur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der hohen, nur langsam zu ersetzenden Verluste der Fallschirmjäger bei der Einnahme Kretas wurde der weitere Einsatz dieser wertvollen Truppen bei größeren Sprunglandungen von [[Adolf Hitler|Hitler]] untersagt. Students Fliegerkorps blieb indessen als Reserve der [[Luftflotte 2]] von [[Albert Kesselring]] im Mittelmeerraum stationiert und widmete sich der weiteren Ausbildung und Verstärkung der Fallschirmtruppe. Als sich 1942 nach einer Luftoffensive gegen [[Malta]] die Gelegenheit zur Eroberung der Inselfestung ergab, wurde Student mit der Planung des deutsch-italienischen [[Unternehmen Herkules|Unternehmens Herkules]] beauftragt, das aber aufgrund von Bedenken Hitlers bald fallengelassen wurde. Die hierfür vorgesehenen Truppen wurden stattdessen zur Verstärkung von [[Erwin Rommel|Rommels]] [[Panzerarmee Afrika|Panzerarmee]] im [[Afrikafeldzug]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitte 1943 mit der [[Operation Husky|Invasion Siziliens]] der [[Italienfeldzug (Zweiter Weltkrieg)|Italienfeldzug]] begann, waren es wiederum Students Fallschirmjäger, die zur Ergänzung der unzureichenden Bodentruppen eingesetzt wurden. Nach dem Abfall der [[Regierung Badoglio]] vom Achsenbündnis im September 1943 wurden im [[Fall Achse]] Fallschirmjäger zu Kommandounternehmen wie der Befreiung [[Benito Mussolini|Mussolinis]] (→&amp;amp;nbsp;[[Unternehmen Eiche]]) und zur Besetzung [[Rom]]s eingesetzt. Im November dieses Jahres wurde Student von Luftwaffenchef [[Hermann Göring|Göring]] mit der Aufstellung einer Fallschirmarmee bis April 1944 beauftragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von März bis November 1944 war Student Oberbefehlshaber der [[1. Fallschirm-Armee]], anschließend der [[Heeresgruppe H]] im Westen (Beförderung zum Generaloberst am 13.&amp;amp;nbsp;Juli 1944)&amp;lt;ref&amp;gt;Aus: Die geheime Fliegerschule und Erprobungsstätte der Reichswehr in der Sowjetunion. Bundesarchiv&amp;lt;/ref&amp;gt;, deren Führung er Ende Januar 1945 auf Weisung Hitlers wieder abgab, um erneut die 1. Fallschirmarmee zu übernehmen, ein Kommando, welches er bis zum 28.&amp;amp;nbsp;April 1945 innehatte. Ab 28.&amp;amp;nbsp;April 1945, also in den letzten Kriegstagen, wurde Kurt Student statt [[Gotthard Heinrici]] mit dem Oberbefehl über die [[Heeresgruppe Weichsel]] an der Ostfront betraut. Bis zum 2.&amp;amp;nbsp;Mai 1945 gelang es Student jedoch nicht mehr, die stark dezimierte und in Auflösung befindliche Armee zu ordnen. Auch Student setzte sich zuletzt zu Fuß Richtung Westen nach Schleswig-Holstein ab, wo er das Kriegsende erlebte.&amp;lt;ref&amp;gt;Stimpel; Hans-Martin: Die deutsche Fallschirmtruppe 1942–1945, Verlag E.S. Mittler, Hamburg 2001, S. 434 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unternehmen Merkur ===&lt;br /&gt;
Die operative Planung für den [[Luftlandeschlacht um Kreta|Angriff auf Kreta]] am 20.&amp;amp;nbsp;Mai 1941 lag bei Student. Es sollten 10.000 Mann mit Fallschirmen abspringen, 750 Mann mit [[Lastensegler]]n anlanden und nach Einnahme der wichtigsten Flugplätze weitere 5000 Mann mit [[Junkers Ju 52/3m|Ju 52]] nachkommen, darunter [[Gebirgstruppe (Deutschland)#Die Gebirgstruppe der Wehrmacht|Gebirgsjäger]] unter General [[Julius Ringel]]. Kreta war nach Ansicht Hitlers für die Briten als Basis für Bombenflugzeuge geeignet, von der aus die rumänischen Ölfelder angegriffen werden konnten. Es standen 42.640 Mann alliierte Truppen, darunter 11.000 [[Griechische Streitkräfte|griechische Soldaten]], auf der Insel bereit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hohe Verluste auf deutscher Seite und in den Konflikt eingreifende, von der Zivilbevölkerung unterstützte oder tolerierte Partisanen&amp;lt;ref&amp;gt;Unter dem Begriff „Partisanen“ wurden alle Personen verstanden, „welche der Begehung feindseliger Handlungen gegen Personen und Sachgüter der deutschen Kriegsmacht auch nur in etwa verdächtig“ waren. Vgl. [[Eberhard Rondholz]]: &amp;#039;&amp;#039;Rechtfindung oder Täterschutz? Die deutsche Justiz und die „Bewältigung“ des Besatzungsterrors in Griechenland&amp;#039;&amp;#039;. In: Loukia Droulia, [[Hagen Fleischer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Von Lidice bis Kalavryta. Widerstand und Besatzungsterror. Studien zur Repressalienpraxis im Zweiten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; (Nationalsozialistische Besatzungspolitik in Europa 1939–1945, Band 8). Berlin 1999, S. 243.&amp;lt;/ref&amp;gt; verschärften die Formen der Auseinandersetzung. Als erster und vorläufiger Inselkommandant des besetzten Kretas trug Kurt Student zu einer Eskalation der Gewalt und Gegengewalt bei. Der Historiker [[Hagen Fleischer]] weist darauf hin, dass die deutsche „Vergeltung“ für Anschläge von Partisanen „von einer Schärfe ist, wie sie bis dahin nur in slawisch besiedelten Gebieten (Polen) Anwendung gefunden hatte.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;hf154&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Hagen Fleischer: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche &amp;#039;Ordnung&amp;#039; in Griechenland 1941–1944.&amp;#039;&amp;#039; In: Loukia Droulia, Hagen Fleischer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Von Lidice bis Kalavryta. Widerstand und Besatzungsterror. Studien zur Repressalienpraxis im Zweiten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; (Nationalsozialistische Besatzungspolitik in Europa 1939–1945, Band 8). Berlin 1999, S. 154.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die begleitende, oftmals durch zweckdienliche Übertreibungen&amp;lt;ref&amp;gt;„Das deutscherseits oft zitierte Phänomen &amp;#039;typisch balkanischer&amp;#039;, d.&amp;amp;nbsp;h. &amp;#039;überflüssiger&amp;#039; Grausamkeiten gegenüber gefangenen Besatzern – so die Verstümmelungen von Gefallenen oder gar Lebenden – wird namentlich aus dem jugoslawischen Partisanenkrieg berichtet[…] die wenigen Fälle, die in den zeitgenössischen Wehrmachtsakten erscheinen, wurden jedoch im Nürnberger Prozeß gegen die Südostgenerale von der Verteidigung verallgemeinert, um damit auch die blutigsten Repressalien zu rechtfertigen.“ Aus: Hagen Fleischer: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche &amp;#039;Ordnung&amp;#039; in Griechenland 1941–1944.&amp;#039;&amp;#039; In: Loukia Droulia, Hagen Fleischer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Von Lidice bis Kalavryta. Widerstand und Besatzungsterror. Studien zur Repressalienpraxis im Zweiten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; (Nationalsozialistische Besatzungspolitik in Europa 1939–1945, Band 8). Berlin 1999, S. 201.&amp;lt;/ref&amp;gt; genährte Gräuelpropaganda schuf wie beim [[Überfall auf Polen]] ein Klima, in dem [[Verbrechen der Wehrmacht|Kriegsverbrechen]] möglich wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Werbik, Theorie der Gewalt. Eine neue Grundlage für die Aggressionsforschung&amp;lt;/ref&amp;gt; So erließ Student am 31.&amp;amp;nbsp;Mai 1941 einen Befehl über Vergeltungsmaßnahmen:&amp;lt;ref&amp;gt;Gen. Kdo. XI. Fliegerkorps, Der Kom. Gen., 31.&amp;amp;nbsp;Mai 1941, Bundesarchiv-Militärarchiv, Freiburg, RH 28–5/4, Bl. 412 f. Auszugsweise auch bei Xylander, Marlen von: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Besatzungsherrschaft auf Kreta&amp;#039;&amp;#039;. Freiburg i. B. 1989, S. 32. [http://www.kreta-wiki.de/wiki/Student-Befehl_31.5.1941 Voller Text] des Student-Befehles vom 31.&amp;amp;nbsp;Mai 1941 im kreta-wiki.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Es kommt nun darauf an, alle Maßnahmen mit größter Beschleunigung durchzuführen, unter Beiseitelassung aller Formalien und unter bewusster Ausschaltung von besonderen Gerichten. Bei der ganzen Sachlage ist dies Sache der Truppe und nicht von ordentlichen Gerichten. Sie kommen für Bestien und Mörder nicht in Frage.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 101I-166-0527-02A, Kreta, Kondomari, Erschießung von Zivilisten.jpg|mini|Erschossene Zivilisten in Kondomari, 2.&amp;amp;nbsp;Juni 1941]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Student ordnete ferner an, die Vergeltung solle möglichst jeweils von derjenigen Einheit vorgenommen werden, die zuvor unter Anschlägen gelitten habe. Die Vergeltungsmaßnahmen erstreckten sich von Kontributionszahlungen über Erschießungen und Niederbrennen von Ortschaften bis zur „Ausrottung der männlichen Bevölkerung ganzer Gebiete“. Für die letzten beiden Maßnahmen war die Genehmigung des Generals einzuholen. Entsprechend diesem Befehl wurde zum Beispiel der Ort [[Kandanos]] zerstört und im Dorf [[Kondomari]] zahlreiche männliche Zivilisten willkürlich ergriffen und erschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angriffen griechischer Partisanen ordnete Student Kollektivhaftung in Griechenland an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hf154&amp;quot; /&amp;gt; Zu bestrafen seien die Partisanen, welche Anschläge verübten, oder die „schuldige Zivilbevölkerung“. Die Differenzierung zwischen „Schuldigen“ und „Unschuldigen“ ist in der wehrmachtsinternen Diskussion, wenn überhaupt, nahezu ausschließlich durch taktische Überlegungen definiert worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hagen Fleischer: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche &amp;#039;Ordnung&amp;#039; in Griechenland 1941–1944.&amp;#039;&amp;#039; In: Loukia Droulia, Hagen Fleischer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Von Lidice bis Kalavryta. Widerstand und Besatzungsterror. Studien zur Repressalienpraxis im Zweiten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistische Besatzungspolitik in Europa 1939–1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 8), Berlin 1999, S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unternehmen Eiche ===&lt;br /&gt;
Einen Tag nach dem Sturz und der Verhaftung [[Benito Mussolini|Mussolinis]] am 25.&amp;amp;nbsp;Juli 1943 erhielt Student von [[Adolf Hitler|Hitler]] Anweisungen für das [[Unternehmen Eiche]]. Es wurde eine [[Kommando (Militär)|Kommandooperation]] mittels deutscher Fallschirmjäger geplant, die Mussolini befreien sollte. Die Einsatzplanung lag bei General Student, die Ausführung oblag dem Fallschirmjäger-Lehrbataillon und seinem Kommandeur. [[SS-Hauptsturmführer]] [[Otto Skorzeny]] erhielt die Erlaubnis sich dem Unternehmen anzuschließen. Am 12.&amp;amp;nbsp;September 1943 wurde das Unternehmen durchgeführt. Mussolini wurde auf dem [[Gran Sasso]] aus einem Hotel befreit und anschließend ausgeflogen. Am 14.&amp;amp;nbsp;September 1943 traf er zusammen mit Skorzeny in Hitlers Hauptquartier in [[Führerhauptquartier Wolfsschanze|Rastenburg]] ein. Für dieses Unternehmen erhielt Student am 27. September 1943 als 305. Soldat der Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurde Student am 28.&amp;amp;nbsp;Mai 1945 festgenommen und von einem Militärgericht zu fünf Jahren Haft verurteilt. Im Herbst 1947 beantragte [[Griechenland]] seine Auslieferung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=41123495 |Titel=Kurt Student |Autor= |Jahr=1947 |Nr=45 |Datum=1947-11-08 |Seiten=13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1948 wurde Student nach einer erfolgreichen Berufung aus der Gefangenschaft entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christian Zentner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Zweite Weltkrieg. Ein Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Heyne, München, ISBN 3-85001-863-6, S. 515.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|In einem im Mai 1946 vor einem britischen [[Militärgericht]] in [[Lüneburg]] durchgeführten Verfahren wegen Kriegsverbrechens wurde St. am 10.&amp;amp;nbsp;Mai zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, doch weigerte sich der zuständige Gerichtsherr, General Galloway, das Urteil zu bestätigen, weil St. für seine untadelige Haltung bekannt war.|Internationales Biographisches Archiv (Munzinger-Archiv)}}&lt;br /&gt;
In den [[Nürnberger Prozesse|Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen]], speziell in den Verfahren gegen die [[Prozess Generäle in Südosteuropa|deutschen Generäle „Süd-Ost“]], wurde keine Anklage gegen Student erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Aufbau des Traditionsverbandes [[Bund Deutscher Fallschirmjäger]], dessen Präsident er von 1952 bis 1954 war, zählte Student zu den führenden Köpfen in den Traditionsverbänden der Wehrmacht und der späteren [[Bundeswehr]]. Wenn ehemalige Angehörige der [[Wehrmacht]] alljährlich am 20.&amp;amp;nbsp;Mai in [[Altenstadt (Oberbayern)|Altenstadt]] den [[Unternehmen Merkur#Kreta-Tag|Kreta-Tag]] begingen, gehörte Student zu den Ehrengästen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Beerdigung des verurteilten Kriegsverbrechers [[Hermann-Bernhard Ramcke]] 1968 hielt Student eine Totenrede.&amp;lt;ref&amp;gt;„rst“: &amp;#039;&amp;#039;Zum Tode des Generals der Fallschirmjäger, Bernhard Ramcke.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Freiwillige.&amp;#039;&amp;#039; August 1968, S. 15 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Student starb am 1.&amp;amp;nbsp;Juli 1978 im Alter von 88 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Student heiratete 1917 Gertrud Beer (1892–1978), mit der er den Sohn Hans-Dietrich (1924–1944) hatte, der im Zweiten Weltkrieg fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkung ==&lt;br /&gt;
Seit Herbst 1998 verneint das [[Bundesministerium der Verteidigung]], dass General Student traditionswürdig ist. In der [[Franz-Josef-Strauß-Kaserne]] in [[Altenstadt (Oberbayern)|Altenstadt]] (bei Schongau) wurde die „Generaloberst-Student-Straße“ zusammen mit anderen Straßennamen, die nach Personen aus der Zeit des Nationalsozialismus benannt waren, am 16.&amp;amp;nbsp;Oktober 1998 umbenannt. Am selben Tag wurde auch der „Generaloberst-Student-Saal“ in „Turmsaal“ umbenannt. 2010 legte der ehemalige Amtschef des [[Militärgeschichtliches Forschungsamt|Militärgeschichtlichen Forschungsamtes]] der Bundeswehr, Brigadegeneral a.&amp;amp;nbsp;D. [[Günter Roth (General)|Günter Roth]], eine Studie vor, in der nach dem Urteil des Historikers [[Rainer F. Schmidt]] nachgewiesen wird, {{&amp;quot;|dass Student bis zum bitteren Ende bereit war, ohne jede Einsicht in die Aussichtslosigkeit des Krieges, ohne Verantwortungsbewusstsein und moralisches Ethos, die ihm unterstellten Soldaten auf dem Altar der Ideologie des &amp;#039;Endsiegs&amp;#039; zu opfern.&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer F. Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Der Jasager als Versager. Generaloberst Kurt Student und die Fallschirmspringer der Wehrmacht.&amp;#039;&amp;#039; (= Rezension der Studie von Günter Roth: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Fallschirmtruppe 1936–1945. Der Oberbefehlshaber Generaloberst Kurt Student.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 2010), In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 170 vom 26.&amp;amp;nbsp;Juli 2010, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|25|617||Student, Kurt|Wolfgang Schmidt|118619616}}&lt;br /&gt;
* [[Günter Roth (General)|Günter Roth]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Fallschirmtruppe 1936–1945. Der Oberbefehlshaber Generaloberst Kurt Student. Strategischer, operativer Kopf oder Kriegshandwerker und das soldatische Ethos – Würdigung. Kritik. Lektion.&amp;#039;&amp;#039; Mittler &amp;amp; Sohn, Hamburg 2010, ISBN 978-3-8132-0906-8.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Schreiber (Militärhistoriker)|Gerhard Schreiber]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Zweite Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; [[Verlag C. H. Beck|Beck]], München 2002, ISBN 3-406-44764-3.&lt;br /&gt;
* Gerhard Schreiber: &amp;#039;&amp;#039;Die italienischen Militärinternierten im deutschen Machtbereich 1943 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; München 1990, ISBN 3-486-55391-7. (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Militärgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 28.)&lt;br /&gt;
* Marlen von Xylander: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Besatzungsherrschaft auf Kreta 1941–1945.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Einzelschriften zur Militärgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Band 32), Freiburg 1989, ISBN 3-7930-0192-X.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Golla: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Fallschirmtruppe 1936–1941.&amp;#039;&amp;#039; Mittler &amp;amp; Sohn, Hamburg 2006, ISBN 3-8132-0684-X.&lt;br /&gt;
* Hans-Martin Stimpel: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Fallschirmtruppe 1942–1945.&amp;#039;&amp;#039; Mittler &amp;amp; Sohn, Hamburg 2001, ISBN 3-8132-0683-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.specialcamp11.co.uk/Generaloberst%20(Luftwaffe)%20Kurt%20Arthur%20Benno%20Student.htm Generaloberst Kurt Arthur Benno Student] auf &amp;#039;&amp;#039;specialcamp11.co.uk&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/fa037216-2b3e-423b-becb-eac00fffff31/ Nachlass Bundesarchiv N 667]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Generaloberste und Generaladmirale von Wehrmacht und Waffen-SS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118619616|LCCN=n81068083|VIAF=69722602}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Student, Kurt}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generaloberst (Luftwaffe der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hauptmann (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberst (Reichswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberbefehlshaber einer Armee (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberbefehlshaber einer Heeresgruppe (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jagdpilot im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fallschirmjäger (Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Griechenlands 1941–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Königlichen Hausordens von Hohenzollern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Albrechts-Ordens (Ritter 2. Klasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1890]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1978]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Student, Kurt&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Student, Kurt Arthur Benno (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Generaloberst der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg und ranghöchster Offizier der Fallschirmtruppe der Wehrmacht&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Mai 1890&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Borów (Świebodzin)|Birkholz]], [[Neumark (Landschaft)|Neumark]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Juli 1978&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lemgo]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Paintdog</name></author>
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