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	<title>Kurt Sindermann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kurt_Sindermann&amp;diff=1481331&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wikijunkie: Klammer-WL korrigiert mit AWB</title>
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		<updated>2026-01-23T15:31:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Klammer-WL korrigiert mit &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:AWB&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:AWB&quot;&gt;AWB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kurt Alfred Sindermann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. März]] [[1904]] in [[Dresden]]; † [[30. März]] [[1945]] in [[Radeberg]]) war ein deutscher Politiker ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]], [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]) und von 1929 bis 1933 [[Sächsischer Landtag (Weimarer Republik)|sächsischer Landtagsabgeordneter]]. Während des [[Nationalsozialismus]] war er im kommunistischen [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]] aktiv. Als [[Gestapo]]-[[Spitzel]] verriet er andere [[Widerstandskämpfer]], die anschließend zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden. Kurz vor Kriegsende 1945 wurde Sindermann von der [[Schutzstaffel|SS]] erschossen. Er war der Bruder des bekannten [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]-Politikers [[Horst Sindermann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie und berufliche Herkunft ==&lt;br /&gt;
Kurt Sindermann wurde als Sohn des damals bekannten sächsischen SPD-Politikers und -Funktionärs [[Karl Sindermann]] geboren. Nach dem Besuch der [[Volksschule]] absolvierte er eine Lehre zum Eisenschiffbauer und war danach als Schlosser sowie als Steuermann eines Elbschiffes tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politischer Werdegang ==&lt;br /&gt;
Im Alter von 16 Jahren schloss sich Sindermann zunächst der [[Sozialistische Arbeiter-Jugend|Sozialistischen Arbeiterjugend]] (SAJ) an und wurde wenig später auch Mitglied der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD)]]. Man kann davon ausgehen, dass diese politische Überzeugung zunächst von seinem Vater ausging, der damals SPD-Fraktionsvorsitzender in der [[Sächsische Volkskammer|Sächsischen Volkskammer]] war und dem rechten Parteiflügel angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem frühen Tod seines Vaters 1922 radikalisierte sich Kurt Sindermann rasch und wandte sich der [[Kommunismus|kommunistischen Bewegung]] zu. So wurde er zunächst Anfang 1923 Mitglied der Kommunistischen Jugend Deutschlands (KJD) sowie später der [[Kommunistische Partei Deutschlands|Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD)]]. 1925 wurde Sindermann Leiter des [[Kommunistischer Jugendverband Deutschlands (1920)|KJVD]] in Ostsachsen. Er bewährte sich aus Sicht der KPD-Leitung und wurde von Februar bis November 1927 auch mit der Leitung des [[Roter Frontkämpferbund|RFB]] in Ostsachsen betraut.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Hermann: &amp;#039;&amp;#039;Roter Frontkämpferbund in Dresden und Ostsachsen 1924–1929. Chronik – Bilder – Dokumente.&amp;#039;&amp;#039; Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2014, S. 301.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Verhältnis zwischen dem RFB und der Mutterpartei KPD in Dresden war zu dieser Zeit stark zerrüttet, Sindermann sollte die [[Vorfeldorganisation]] der Partei wieder stabilisieren und der Parteilinie unterordnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Voigt: &amp;#039;&amp;#039;Kurt Sindermann. Als kommunistischer V-Mann in den Fängen der Dresdner Gestapo.&amp;#039;&amp;#039; In: Christine Pieper, [[Mike Schmeitzner]], Gerhard Naser: &amp;#039;&amp;#039;Braune Karrieren. Dresdner Täter und Akteure im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Sandstein Verlag, Dresden 2012, S. 92–98, hier: S. 95&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von November 1927 bis zum März 1929 schickte ihn die KPD auf die [[Internationale Lenin-Schule]] nach Moskau. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland kandidierte er 1929 erfolgreich für den [[Sächsischer Landtag (Weimarer Republik)|Sächsischen Landtag]] und wurde dessen Abgeordneter in der 4. und 5.&amp;amp;nbsp;Wahlperiode bis 1933. Nach Funktionen in Ostsachsen wurde Sindermann 1930 Unterbezirksleiter der KPD in [[Chemnitz]]. Dort war er maßgeblich an der Ausschaltung von abweichlerischen [[Kommunistische Partei-Opposition|KPO]]-Gruppen beteiligt. Sindermann gehörte zu den jungen, rasch aufgestiegenen [[Funktionär]]en, die  eine radikale, hauptsächlich gegen die Sozialdemokraten gerichtete Politik der KPD-Führung um [[Ernst Thälmann]] durchsetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Voigt: &amp;#039;&amp;#039;Kurt Sindermann&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 95&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Widerstandskämpfer und  Gestapo-Spitzel ==&lt;br /&gt;
Nach der „[[Machtergreifung]]“ der [[Nationalsozialisten]] und dem Parteienverbot wurde Sindermann zur Organisation der illegalen Arbeit der KPD zunächst in seine Heimatstadt [[Dresden]] geschickt, dann nach [[Wuppertal]], wo er jedoch schon kurz nach seiner Ankunft im Juni 1933 verhaftet wurde. Nach langer [[Untersuchungshaft]] wurde er am 31.&amp;amp;nbsp;Oktober 1934 vom [[Volksgerichtshof]] wegen  „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu drei Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Verbüßung der Haftstrafe wurde Sindermann nicht entlassen, sondern zunächst im [[KZ Sachsenhausen]] eingesperrt, später ins [[KZ Buchenwald]] überstellt. Zum 50.&amp;amp;nbsp;Geburtstag von [[Adolf Hitler]] aufgrund einer [[Amnestie]] im April 1939 entlassen, wurde er schon zum Kriegsbeginn im September 1939 wieder verhaftet und erneut nach Buchenwald gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Freilassung und Rückkehr nach Dresden Ende 1940 wurde Sindermann wiederholt verhaftet und verhört. Er war wahrscheinlich regelmäßigen [[Misshandlung]]en ausgesetzt und wurde psychisch zermürbt. Hinzu kam, dass auch seine Frau [[Anni Sindermann]] (1912–1990)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stadtwikidd.de/wiki/Anni_Sindermann Stadtwiki Dresden: Anni Sindermann]&amp;lt;/ref&amp;gt; aufgrund ihrer Aktivitäten viele Jahre in [[Justiz]]- und [[Konzentrationslager]]-Haft verbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1943 warb ihn die Dresdner [[Gestapo]] als [[V-Mann]] an, wodurch er endgültig frei kam. Im Sommer 1943 kam Sindermann in Verbindung mit einer Gruppe von Dresdner Kommunisten um [[Herbert Blochwitz]] und [[Kurt Schlosser]]. Weil bereits das Gerücht kursierte, Sindermann sei ein Gestapo-Spitzel, stellte die Gruppe ihre Arbeit ein. Doch Sindermann berichtete der Gestapo umfassend, in der Folge kam es zu zahlreichen [[Verhaftung]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Voigt: &amp;#039;&amp;#039;Kurt Sindermann&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 96&amp;lt;/ref&amp;gt; Herbert Blochwitz, Kurt Schlosser, [[Arthur Weineck]] und [[Otto Galle]] wurden in Dresden [[Todesstrafe|zum Tode verurteilt]] und hingerichtet, [[Arno Lade]] beging nach der Verhaftung [[Suizid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Sindermann der Gestapo zuarbeitete, baute er gleichzeitig seine Widerstandstätigkeit aus, die er der Gestapo gegenüber zu einem großen Teil verbarg. Nachdem er über [[Georg Schumann (Politiker)|Georg Schumann]] in Verbindung zu dem Berliner Widerstandskämpfer&lt;br /&gt;
[[Anton Saefkow]] gekommen war, offenbarte er sich diesem und berichtete von seinem Verrat an der Gruppe um [[Herbert Blochwitz]].&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Voigt: &amp;#039;&amp;#039;Kurt Sindermann&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt; Die einstigen KPD-Genossen vertrauten Sindermann nicht mehr. Später wurde Sindermann zum Teil auch zu Unrecht verdächtigt, weitere Widerstandskämpfer verraten zu haben wie [[Wilhelm Grothaus]], mit dessen [[Festnahme]] er jedoch nachweislich nichts zu tun hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im Juni/Juli 1944 die Gestapo ein weitverzweigtes Widerstandsnetzwerk zerschlug, das als „[[Nationalkomitee Freies Deutschland]]“ (NKFD) firmierte, wurde auch Sindermann verhaftet. In den [[Verhörprotokoll]]en erscheint er als ein psychisch gebrochener Mann.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Voigt: &amp;#039;&amp;#039;Kurt Sindermann&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu einem Prozess in Dresden kam es jedoch nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Todesumstände zu Kriegsende ==&lt;br /&gt;
Die genauen Todesumstände von Sindermann sind nicht bekannt. Kurz vor Kriegsende am [[Karfreitag]], 30. März 1945, erschossen ihn offenbar [[Schutzstaffel|SS]]-Angehörige im [[Arbeitserziehungslager Radeberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sindermann hat einen gemeinsamen [[Grabstein]] mit seiner Frau [[Anni Sindermann]] in der &amp;#039;&amp;#039;Gräberanlage für Opfer des Faschismus und Verfolgte des Naziregimes&amp;#039;&amp;#039; auf dem [[Zentralfriedhof Friedrichsfelde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Carsten Voigt: &amp;#039;&amp;#039;Kurt Sindermann. Als kommunistischer V-Mann in den Fängen der Dresdner Gestapo.&amp;#039;&amp;#039; In: Christine Pieper, [[Mike Schmeitzner]], Gerhard Naser: &amp;#039;&amp;#039;Braune Karrieren. Dresdner Täter und Akteure im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Sandstein Verlag, Dresden 2012, S. 92–98.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und stark erweiterte Auflage, Dietz, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6 ([https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/kurt-alfred-sindermann Online]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://landtagsprotokolle.sachsendigital.de/protokolle/zeitraum-1919-1933/ Sächsische Landtagsprotokolle 1919–1933]&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/2ac5d35a-c766-4e37-9d84-ff96d0b274fd/ Nachlass Bundesarchiv NY 4294]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133626172|VIAF=65201402}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sindermann, Kurt}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Sächsischen Landtags (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Internationalen Leninschule]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rotfrontkämpfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sindermann, Kurt&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Sindermann, Kurt Alfred (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=sächsischer KPD-Landtagsabgeordneter in der Weimarer Republik&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. März 1904&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. März 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Radeberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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