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	<title>Kurt Juster - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T21:53:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kurt_Juster&amp;diff=2160693&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 8. September 2025 um 05:05 Uhr</title>
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		<updated>2025-09-08T05:05:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kurt Adolf Juster&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. September]] [[1908]] in [[Berlin]]; † [[23. März]] [[1992]] in [[Göteborg]], [[Schweden]]) war ein deutscher Journalist, Schulbegründer und Wegbereiter der [[Behinderung (Sozialrecht)|Behindertenarbeit]] in Schweden und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1908 bis 1938 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurt Juster Signatur.jpg|mini|hochkant|Signatur Kurt Juster]]&lt;br /&gt;
Kurt Juster wurde 1908 in Berlin geboren. Sein Vater, Isedor Juster, entstammte einer [[Juden|jüdischen]], in [[Rumänien]] lebenden Familie. In den [[1920er|1920er Jahren]] arbeitete Juster als [[Schauspieler]]. Er gehörte zum [[Ensemble (Theater)|Ensemble]] des [[Deutsches Theater Berlin|Deutschen Theaters]] in Berlin. 1930 wechselte Kurt Juster an das [[Düsseldorfer Schauspielhaus]]. In [[Düsseldorf]] und [[Köln]] war er in der folgenden Zeit auch als [[Kabarettist]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da seine Auftritte in Köln durch die [[Sturmabteilung|SA]] gestört und schließlich unmöglich gemacht wurden, siedelte Kurt Juster 1934 nach [[Hamburg]] über. In der [[Hansestadt]] war er Kaufmann und Prokurist im Unternehmen seines Onkels, eines Teppichhändlers, bis dessen Betrieb [[Arisierung|arisiert]] und das Vermögen der jüdischen Familie beschlagnahmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gefolge der [[Reichspogromnacht]] 1938 wurde Kurt Juster verhaftet und in das [[KZ Sachsenhausen]] gebracht. Seine Ehefrau Gertrud, mit der er seit 1931 verheiratet war, setzte sich erfolgreich für seine Freilassung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1938 bis 1956 ===&lt;br /&gt;
Im Dezember 1938 [[Emigration|emigrierte]] Kurt Juster mit seiner Ehefrau und der zweijährigen Tochter Eva nach Schweden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehn Jahre später kamen in Göteborg die Zwillinge Claes und Nina zur Welt. Justers Tochter Nina war von Geburt an [[Spastik|spastisch]] gelähmt. Durch Nina begann Kurt Juster, der im schwedischen [[Exil]] u.&amp;amp;nbsp;a. als [[Journalist]] und [[Literaturkritik]]er arbeitete, sich auf dem Gebiet der Behindertenarbeit zu engagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kontakte wurden geknüpft zu Ärzten, Therapeuten und Eltern spastisch gelähmter Kinder. 1953 gründeten die Justers gemeinsam mit anderen den &amp;#039;&amp;#039;Elternverein für CMR&amp;#039;&amp;#039; (CMR = Central motorische Störungen) &amp;#039;&amp;#039;- Kinder in Göteborg&amp;#039;&amp;#039;. Dieser wurde zum Vorbild für Elternvereine in anderen schwedischen Städten. 1955 erwuchs aus diesen ein &amp;#039;&amp;#039;Zentralverband&amp;#039;&amp;#039; der Elternvereine, welcher es sich zum Ziel setzte, die Pflege, medizinische Versorgung und Ausbildung spastisch gelähmter Kinder, Jugendlicher und Erwachsener zu verbessern. Zum Vereinsvorsitzenden wählten die Eltern Kurt Juster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1956 bis 1976 ===&lt;br /&gt;
1956 kehrte die Familie, ohne die älteste Tochter Eva, nach Deutschland zurück. Wohnsitz der Justers wurde wiederum Hamburg. In der Hansestadt setzte Kurt Juster sein in Schweden begonnenes Engagement fort. Er gründete den &amp;#039;&amp;#039;Verein zur Förderung und Betreuung spastisch gelähmter Kinder e.V. Hamburg&amp;#039;&amp;#039;, der 1996 umbenannt wurde in &amp;#039;&amp;#039;[[Leben mit Behinderung Hamburg Elternverein]]&amp;#039;&amp;#039;. Familien mit behinderten Angehörigen sind in &amp;#039;&amp;#039;Leben mit Behinderung&amp;#039;&amp;#039; zusammengeschlossen. Der [[Verein]] kümmert sich um Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten sowie Bildungs- und Freizeitangebote für Menschen mit Behinderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 eröffnete Kurt Juster in der Eppendorfer Landstraße die erste staatliche [[Förderschule (Deutschland)|Sonderschule]] in der Hansestadt für spastisch gelähmte Kinder. Dieser folgte 1959 eine zweite im Hirtenweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurt Justers Hamburger Zeit war geprägt vom Aufbau und der Pflege unzähliger Kontakte, welche er im Sinne einer Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Behinderung nutzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeit des von Juster gegründeten Vereins erfuhr bundesweite Beachtung. 1979 wurde Kurt Juster das [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Bundesverdienstkreuz]] verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1976 bis 1992 ===&lt;br /&gt;
Ab 1976 lebte Kurt Juster aus finanziellen Gründen erneut in Schweden. 1992 starb er, an der [[Alzheimer-Krankheit]] leidend, in einem Göteborger [[Pflegeheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurt-Juster-Schule ==&lt;br /&gt;
Seit dem Jahr 2008 trägt die staatliche Sonderschule in [[Hamburg-Alsterdorf]] für Schüler mit motorischen Behinderungen beziehungsweise Lern-, Sprach-, Wahrnehmungs- und Verhaltensauffälligkeiten den Namen &amp;#039;&amp;#039;Kurt-Juster-Schule&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kurt-juster-schule.hamburg.de/index.php/article/detail/107 Kurt-Juster-Schule], abgerufen am 23. Februar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Behindertenorganisation]]&lt;br /&gt;
* [[Hamburg-Farmsen-Berne#Sonderschule]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HambBio|Juster, Kurt|5|205|207|Bodo Schümann}}&amp;lt;!--ort u. jahr werden erg., bitte nicht manuell nachtragen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Bodo Schümann]]: &amp;#039;&amp;#039;Kurt Juster. Kabarettist, Kaufmann, jüdischer Emigrant, Pionier der Behindertenarbeit&amp;#039;&amp;#039;, verlag selbstbestimmtes leben, Düsseldorf 2010, ISBN 3-910095-82-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117242640|VIAF=25374675}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Juster, Kurt}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Behindertenwesen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabarettist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1992]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Juster, Kurt&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Juster, Kurt Adolf (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Pionier der Behindertenarbeit, Schauspieler und Kabarettist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. September 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. März 1992&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Göteborg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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