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	<title>Kurt Hirschfeld - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;YMS: Sprache</title>
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		<updated>2026-04-12T17:49:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sprache&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Regisseur, für den Bauingenieur siehe [[Kurt Hirschfeld (Ingenieur)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurt Hirschfeld (1902 - 1964), German-Jewish Theater Director.jpg|mini|Kurt Hirschfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kurt Hirschfeld&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. März]] [[1902]] in [[Lehrte]]; † [[8. November]] [[1964]] in [[Tegernsee (Stadt)|Tegernsee]]) war ein deutschsprachiger [[Theaterregisseur]], [[Dramaturg]] und zuletzt [[Intendant|Theaterdirektor]] am [[Schauspielhaus Zürich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Kurt Hirschfeld war Sohn von Selma Hirschfeld geb. Auerhahn (1877–1926), Tochter eines [[Rabbiner]]s, in Niedersachsen, und des [[Juden in Deutschland|jüdischen]] Kaufmannes Hermann Hirschfeld (1871–1941). Die Familie betrieb ein Herrenkonfektionsgeschäft am Sedanplatz in Lehrte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lehrte.de/de/veranstaltungsorte/kurt-hirschfeld-forum.html |titel=Kurt-Hirschfeld-Forum |sprache=de |abruf=2023-05-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wuchs in einer [[Religiosität|religiösen]] Familie auf, die in der Stadt angesehen war. Nach dem Besuch der [[Realschule|Mittelschule]] in Lehrte wechselte Hirschfeld 1914 auf das [[Realgymnasium]] am [[Aegidientorplatz]] in [[Hannover]]. Schon in der Schulzeit verfasste und veröffentlichte er [[Gedicht]]e und [[Essay]]s. Anstatt im Unterricht mitzuarbeiten, las er nach eigenen Angaben „unter der Bank Literaturen, zu denen ich sicher noch keinen Zugang hatte“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er studierte [[Philosophie]], [[Soziologie]], [[Germanistik]] und [[Kunstgeschichte]] in [[Heidelberg]], [[Frankfurt am Main]] und [[Göttingen]]. Ab 1930 arbeitete er als Dramaturg am [[Staatstheater Darmstadt|Hessischen Landestheater Darmstadt]]. Sein Regiedebüt gab er mit [[Erich Kästner]]s &amp;#039;&amp;#039;Leben in dieser Zeit&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung]] der Nationalsozialisten 1933 wurde Hirschfeld entlassen. Zunächst lebte er, ohne registriert zu sein, bei Freunden in [[Berlin]], dann bekam er ein Angebot des Direktors des [[Schauspielhaus Zürich|Schauspielhauses Zürich]], [[Ferdinand Rieser (Theaterdirektor)|Ferdinand Rieser]], und [[Emigration|emigrierte]] in die [[Schweiz]]. Er lebte sich nach Anfangsschwierigkeiten schnell ein und vermittelte die Anstellung zahlreicher deutscher Exil-Schauspielerinnen und -Schauspieler wie [[Therese Giehse]], [[Wolfgang Langhoff]], [[Ernst Ginsberg]] und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1934 wurde Hirschfeld entlassen, es war zu Differenzen mit Rieser gekommen. 1934/35 arbeitete er als [[Verlagslektor|Lektor]] im Verlag von [[Emil Oprecht]]. Danach wechselte er zuerst als [[Korrespondent]] nach [[Moskau]]. Dann fand er eine Stelle als [[Regieassistent]] beim bekannten Meyerhold-Theater. Als der Theaterleiter 1938 von [[Stalin]]s Geheimpolizei verhaftet und später erschossen wurde, kehrte Hirschfeld in die Schweiz zurück. Zusammen mit Emil Oprecht initiierte er dort die Übernahme des bislang kommerziell geführten Schauspielhauses in eine von der öffentlichen Hand unterstützte [[Aktiengesellschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit dem neuen Direktor [[Oskar Wälterlin]] baute Hirschfeld als Dramaturg das Repertoire des Theaters aus und machte dieses zu einer führenden Schaubühne im deutschsprachigen Raum mit einer klaren [[Antifaschismusantifaschistischen]] Ausrichtung. Durch seine Kontakte fanden in Zürich noch während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] mehrere Uraufführungen von [[Bertolt Brecht|Brecht]]-Stücken statt. Daneben wurde von Hirschfeld und Wälterlin weiter „das Bildrepertoire der schweizerischen Nationalmythologie (u.&amp;amp;#8239;a. mit [[Wilhelm Tell (Schiller)|Tell]]-Inszenierungen)“ gepflegt.&amp;lt;ref&amp;gt; [[Jakob Tanner (Historiker)|Jakob Tanner]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Schweiz im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Verlag C. H. Beck, München 2015, S. 287.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1946 zum Vizedirektor ernannt, inszenierte Hirschfeld unter anderem Brechts &amp;#039;&amp;#039;[[Herr Puntila und sein Knecht Matti]]&amp;#039;&amp;#039; (Uraufführung 1948), dessen &amp;#039;&amp;#039;[[Im Dickicht der Städte]]&amp;#039;&amp;#039; (1960), [[Eugene O’Neill|O’Neills]] &amp;#039;&amp;#039;Der Eismann kommt&amp;#039;&amp;#039; (1950), [[Sophokles]]’ &amp;#039;&amp;#039;[[König Ödipus]]&amp;#039;&amp;#039; (1954), [[Gotthold Ephraim Lessing|Lessings]] &amp;#039;&amp;#039;[[Emilia Galotti]]&amp;#039;&amp;#039; (1959), dessen &amp;#039;&amp;#039;[[Nathan der Weise]]&amp;#039;&amp;#039; (1964), [[T. S. Eliot]]s &amp;#039;&amp;#039;Ein verdienter Staatsmann&amp;#039;&amp;#039; (1960), [[Max Frisch]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Andorra (Drama)|Andorra]]&amp;#039;&amp;#039; (Uraufführung 1961) und [[Frank Wedekind]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Erdgeist (Wedekind)|Lulu]]&amp;#039;&amp;#039; (1962).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ETH-BIB-Schauspielhaus Zürich, &amp;quot;Andorra&amp;quot;, Schauspiel von Max Frisch-Com L10-0309-0012-0010.tif|mini|[[Max Frisch]] und Kurt Hirschfeld bei den Proben zur Uraufführung des Stücks &amp;#039;&amp;#039;[[Andorra (Drama)|Andorra]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Schauspielhaus Zürich]], Foto: [[Comet Photo]]]]&lt;br /&gt;
1961 wurde Hirschfeld nach Wälterlins Tod Direktor des Zürcher Schauspielhauses und inszenierte das Stück &amp;#039;&amp;#039;[[Andorra (Drama)|Andorra]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Max Frisch]], das er 1964 zusammen mit [[Gert Westphal]] und den Schauspielern der Uraufführung [[Andorra (1964)|verfilmte]]. 1962 wurde er in Hannover mit dem &amp;#039;&amp;#039;Großen [[Niedersachsen|Niedersächsischen]] Kulturpreis&amp;#039;&amp;#039; geehrt und inszenierte [[Friedrich Dürrenmatt|Dürrenmatts]] &amp;#039;&amp;#039;[[Die Physiker]]&amp;#039;&amp;#039; am dortigen [[Ballhof]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Privatleben ==&lt;br /&gt;
Hirschfeld heiratete 1951 Tetta Scharff, Tochter des Bildhauers [[Edwin Scharff]], 1952 kam die gemeinsame Tochter [[Ruth Hirschfeld]] zur Welt, die später selbst im Theater- und Filmbereich tätig geworden ist. Hirschfeld starb 1964 im Alter von 62 Jahren an Lungenkrebs in einem Sanatorium am [[Tegernsee]] und wurde auf dem Israelitischen [[Friedhof Oberer Friesenberg]] in Zürich begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Seit 1985 ist der zentrale Theater- und Veranstaltungssaal der Stadt Lehrte nach ihm benannt (Kurt-Hirschfeld-Forum).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2003 erinnert in Zürich-Nord der Kurt-Hirschfeld-Weg an ihn (Nähe Emil-Oprecht-Platz).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://mystreetposter.com/zurich/kurt-hirschfeld-weg |titel=Kurt-Hirschfeld-Weg – Strassenposter Zürich |sprache= |abruf=2026-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentarfilm ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hirschfeld – Unbekannter Bekannter.&amp;#039;&amp;#039; Regie: [[Stina Werenfels]], [[Samir (Regisseur)|Samir]]. Deutschland/Schweiz 2026, 90 Minuten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.swissfilms.ch/de/movie/hirschfeld-unbekannter-bekannter/855520705e094744afea542a98530d00 |titel=Hirschfeld – Unbekannter Bekannter |werk=Swissfilms |sprache= |abruf=2026-01-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Kurt Hirschfeld, [[Peter Löffler (Regisseur)|Peter Löffler]], Heiri Steiner: &amp;#039;&amp;#039;Schauspielhaus Zürich 1938–1958. Zum 20-jährigen Bestehen der Neuen Schauspiel AG Zürich herausgegeben.&amp;#039;&amp;#039; [[Emil Oprecht|Oprecht Verlag]], Zürich 1958.&lt;br /&gt;
* {{NDB|9|225|226|Hirschfeld, Kurt|[[Rolf Badenhausen]]|118705202}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hirschfeld, Kurt.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner Röder]]; [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 2,1. Saur, München 1983, ISBN 3-598-10089-2, S. 518 f.&lt;br /&gt;
* Doris Beckmann u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kurt Hirschfeld&amp;#039;&amp;#039; (Ausstellungskatalog), Lehrte 1985.&lt;br /&gt;
* {{Theaterlexikon|Kurt Hirschfeld|2|846|847|Autor=[[Thomas Blubacher]]}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hirschfeld, Kurt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon deutsch-jüdischer Autoren]].&amp;#039;&amp;#039; Band 12: &amp;#039;&amp;#039;Hirs–Jaco.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Archiv Bibliographia Judaica. Saur, München 2008, ISBN 978-3-598-22692-2, S. 72–76.&lt;br /&gt;
* [[Hannes Heer]]; Sven Fritz; Heike Brummer; Jutta Zwilling: &amp;#039;&amp;#039;Verstummte Stimmen: die Vertreibung der „Juden“ und „politisch Untragbaren“ aus den hessischen Theatern 1933 bis 1945&amp;#039;&amp;#039;. Metropol, Berlin 2011, ISBN 978-3-86331-013-4, S. 228–230&lt;br /&gt;
* Evelyn Deutsch-Schreiner: &amp;#039;&amp;#039;Kurt Hirschfeld – Humanistische Dramaturgie in der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; In: dies.: &amp;#039;&amp;#039;Theaterdramaturgien von der Aufklärung bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Köln/Weimar/Wien 2015, ISBN 978-3-205-20260-8, S. 173–195.&lt;br /&gt;
* [[Raphael Gross]], Daniel Wildmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Weltbühne Zürich: Kurt Hirschfeld (1902–1964) und das deutschsprachige Theater im Schweizer Exil.&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, Tübingen 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118705202}}&lt;br /&gt;
* [https://www.lbi.org/digibaeck/results/?qtype=pid&amp;amp;term=355964 Digitalisierter Nachlass von Kurt Hirschfeld] beim Leo Baeck Institute, New York&lt;br /&gt;
* {{HLS|9488|Kurt Hirschfeld|Autor=[[Andrea Weibel]]|Datum=2006-11-10}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118705202|titel=Hirschfeld, Kurt|datum=2022-01-25}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118705202|LCCN=nr89006940|VIAF=30331428}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hirschfeld, Kurt}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterregisseur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dramaturg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterintendant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1964]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hirschfeld, Kurt&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Dramaturg und Regisseur&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. März 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lehrte]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. November 1964&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Tegernsee (Stadt)|Tegernsee]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;YMS</name></author>
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