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	<title>Kurt Hensel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kurt_Hensel&amp;diff=395211&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;HeinrichStuerzl: /* Literatur */K</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt;K&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hensel Kurt.jpg|mini|Hensel um 1925]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Marburg Gisonenweg 7 Hensel-Villa von S (bearb Sp).jpg|mini|1906 erbaute Villa von Kurt Hensel in Marburg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Marburg Hauptfriedhof Grab Kurt Hensel.jpg|mini|Grab von Kurt Hensel auf dem Hauptfriedhof Marburg]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kurt Hensel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. Dezember]] [[1861]] in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]]; † [[1. Juni]] [[1941]] in [[Marburg]]&amp;lt;ref&amp;gt;siehe {{HStAM|915|5760|485}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Mathematiker]]. Er führte das Konzept der [[P-adische Zahl|p-adischen Zahlen]] in die [[Zahlentheorie]] ein. Nach ihm sind das [[Henselsches Lemma|Henselsche Lemma]] sowie [[Henselscher Ring|Henselsche Ringe]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Kurt Hensel war das vierte Kind des ostpreußischen [[Gutsbesitzer]]s [[Sebastian Hensel (Landwirt)|Sebastian Hensel]] und seiner Frau Julie geb. &amp;#039;&amp;#039;von Adelson&amp;#039;&amp;#039; (1836–1901). Die Großeltern väterlicherseits waren die Komponistin [[Fanny Hensel]] geborene Mendelssohn und der Kunstmaler [[Wilhelm Hensel]] aus Berlin. Sebastian Hensel wuchs nach dem Tod der Mutter bei dem Mathematiker [[Peter Gustav Lejeune Dirichlet]] auf, der mit der Schwester von Fanny Hensel verheiratet war. Über die Großmutter war Hensel mit der Familie [[Mendelssohn (Familie)|Mendelssohn]] verwandt, er war der Großneffe von [[Rebecka Dirichlet|Rebecka]], [[Paul Mendelssohn-Bartholdy|Paul]] und [[Felix Mendelssohn Bartholdy]] und Ururenkel von [[Moses Mendelssohn]]. Seine Kindheit verbrachte Hensel zunächst auf dem elterlichen Gut in der Nähe von Königsberg. Als er neun Jahre alt war, zog die Familie nach Berlin, wo sein Vater nach Verkauf des Gutes eine Stelle als Direktor einer Baugesellschaft angenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach erfolgreichem Schulabschluss am Berliner [[Friedrich-Wilhelms-Gymnasium (Berlin)|Friedrich-Wilhelm-Gymnasium]] studierte er die ersten drei Semester abwechselnd an den Universitäten in [[Universität Bonn|Bonn]] und [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]], blieb dann aber für den Rest des Studiums in Berlin. Dort war er Schüler von [[Rudolf Lipschitz]], [[Karl Weierstraß]], [[Karl Wilhelm Borchardt]], [[Gustav Robert Kirchhoff]], [[Hermann von Helmholtz]] und vor allem [[Leopold Kronecker]], der ihn förderte und bei dem er 1884 über &amp;#039;&amp;#039;Arithmetische Untersuchungen über Diskriminanten und ihre außerwesentlichen Teiler&amp;#039;&amp;#039; promovierte. Nach der Promotion ging er zunächst als [[Einjährig-Freiwilliger]] zum Militär; 1886 [[Habilitation|habilitierte]] er sich bei Kronecker. Anschließend war er [[Privatdozent]] in Berlin, wurde dort zum außerordentlichen Professor ernannt und 1901 schließlich auf einen [[Lehrstuhl]] der [[Universität Marburg]] berufen. Trotz mehrerer Rufe an andere Hochschulen blieb er bis zu seinem Tod in Marburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 heiratete Hensel [[Gertrud Hahn]], eine Tochter des Industriellen [[Albert Hahn (Industrieller)|Albert Hahn]] und Tante des Reformpädagogen [[Kurt Hahn]], wodurch er auch mit [[Ernst Julius Remak]] verschwägert wurde. Aus der Ehe gingen vier Töchter, die alle die Städtische höhere Mädchenschule (seit 1912 [[Elisabethschule_Marburg|Elisabethschule]]) besuchten, hervor: Ruth (*&amp;amp;nbsp;09.02.1888), Elisabeth (Lilly) (*&amp;amp;nbsp;27.01.1889), Marie (*&amp;amp;nbsp;08.08.1890) und Charlotte (*&amp;amp;nbsp;01.10.1896), sowie ein Sohn, der Jurist [[Albert Hensel (Rechtswissenschaftler)|Albert Hensel]]. Ruth brachte 1926 den Mathematiker [[Walter Hayman]] zur Welt. Charlotte heiratete 1919 den Autor [[Werner Bergengruen]]. Die 1906 in Marburg erbaute „Hensel-Villa“ war ein kultureller Mittelpunkt der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurt Hensel wurde 1930 [[emeritiert]]. Wegen seiner jüdischen Abstammung von der Großmutter väterlicherseits wurde er 1935 zwangsweise in den Ruhestand versetzt. Er öffnete bis zu seinem Tode sein Haus in Marburg für verfolgte jüdische Mitbürger. Er starb am 1. Juni 1941 an einem [[Herzinfarkt]]. Ein Jahr später verkaufte seine Schwiegertochter mehr als hundert Bücher aus seiner mathematischen Bibliothek an die Reichs-[[Universität Straßburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1908 wurde Hensel zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt, 1931 wurde er Ehrendoktor der [[Universität Oslo]]. 1917 war er Präsident der [[Deutsche Mathematiker-Vereinigung|Deutschen Mathematiker-Vereinigung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Hensel ist bekannt für seine Einführung der [[P-adische Zahl|p-adischen Zahlen]] in die Zahlentheorie, denen sein Schüler [[Helmut Hasse]] in der Zahlentheorie mit seinem [[Lokal-Global-Prinzip (Zahlentheorie)|Lokal-Global-Prinzip]] eine zentrale Stellung schuf. In seiner Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Über eine neue Begründung der Theorie der algebraischen Zahlen&amp;#039;&amp;#039; im Jahresbericht der Deutschen Mathematiker-Vereinigung von 1899 stellt er –&amp;amp;nbsp;nach zwei spezielleren Arbeiten 1897&amp;amp;nbsp;– das Konzept der p-adischen Zahlen erstmals in einer allgemeineren Form vor. Hensel war auch in der Theorie der Funktionenkörper ein Pionier, worüber er mit [[Georg Landsberg]] ein Buch schrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1884 bis 1937 veröffentlichte Hensel 78 Aufsätze in verschiedenen Fachzeitschriften, im Wesentlichen über Themen im zahlentheoretischen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gab er in den Jahren 1895 bis 1903 und 1929/1930 die gesammelten Werke sowie Vorlesungen seines Lehrers Kronecker heraus. Außerdem war er von 1903 bis 1936 Herausgeber der damals renommiertesten mathematischen Zeitschrift, des &amp;#039;&amp;#039;[[Journal für die reine und angewandte Mathematik|Journals für die reine und angewandte Mathematik]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Theorie der algebraischen Funktionen einer Variabeln und ihre Anwendung auf algebraische Kurven und Abelsche Integrale&amp;#039;&amp;#039; (zus. mit Georg Landsberg). Teubner, Leipzig 1902&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Theorie der algebraischen Zahlen&amp;#039;&amp;#039;. Teubner, Leipzig 1908&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zahlentheorie&amp;#039;&amp;#039;. Göschen, Berlin 1913, [http://www.gutenberg.org/ebooks/38986 Projekt Gutenberg]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gedächtnisrede auf [[Ernst Eduard Kummer]] zu dessen 100. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In: [http://quod.lib.umich.edu/cgi/t/text/pageviewer-idx?c=umhistmath;cc=umhistmath;idno=acd4271.0007.001;frm=frameset;view=image;seq=10;page=root;size=s &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen zur Geschichte der mathematischen Wissenschaften mit Einschluss ihrer Anwendungen&amp;#039;&amp;#039;.]&lt;br /&gt;
* [http://gdz.sub.uni-goettingen.de/dms/load/img/?PPN=GDZPPN00211612X &amp;#039;&amp;#039;Über eine neue Begründung der Theorie der algebraischen Zahlen&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Jahresbericht DMV.&amp;#039;&amp;#039; Band 6, 1899&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helmut Hasse: &amp;#039;&amp;#039;Kurt Hensel zum Gedächtnis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal für die reine und angewandte Mathematik.&amp;#039;&amp;#039; [http://gdz.sub.uni-goettingen.de/dms/load/img/?PPN=PPN243919689_0187 Band 187 (1949), S. 1–13.]&lt;br /&gt;
* Helmut Hasse: [http://gdz.sub.uni-goettingen.de/dms/load/img/?PPN=GDZPPN002179393 &amp;#039;&amp;#039;Kurt Hensels entscheidender Anstoß zur Entdeckung des Lokal-Global-Prinzips&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Journal für Reine und Angewandte Mathematik.&amp;#039;&amp;#039; 1962&lt;br /&gt;
* {{NDB|8|559|560|Hensel, Kurt Jakob Wilhelm Sebastian|Helmut Hasse|118800337}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Klaus-Peter Friedrich |Titel=Hensel. Familie – Villa – Marburg (1905–1951) |Verlag=Verlag [[Herder-Institut (Marburg)|Herder–Institut]] |Ort=Marburg |Datum=2025 |ISBN=978-3-87969-499-0 |Seiten=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118800337}}&lt;br /&gt;
* {{MacTutor|id=Hensel}}&lt;br /&gt;
* [http://gdz.sub.uni-goettingen.de/dms/load/img/?IDDOC=260714 Porträt]&lt;br /&gt;
* [http://users.telenet.be/JoseVerheecke/link/afstamming/Mendelssohn.txt Die Hensel-Familie im Stammbaum der Katzenelnbogen, der Mendelssohns und Bartholdys und ihre Abkömmlinge von 1729 bis ca. 1987]&lt;br /&gt;
* {{PGIW|38986|Zahlentheorie}}&lt;br /&gt;
* {{MathGenealogyProject|34268}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118800337|titel=Hensel, Kurt Wilhelm Sebastian|datum=2021-06-01}}&lt;br /&gt;
* {{Academictree|math|739942|Name=Kurt Hensel|Abruf=}}&lt;br /&gt;
* [https://professorenkatalog.online.uni-marburg.de/de/pkat/idrec?id=9858 Kurt Hensel. In: Marburger Professorenkatalog]&lt;br /&gt;
* [https://zbmath.org/authors/hensel.kurt Kurt Hensel] in der Datenbank [[zbMATH]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Vorsitzende und Präsidenten der Deutschen Mathematiker-Vereinigung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118800337|LCCN=n86867820|VIAF=14854332}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hensel, Kurt}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zahlentheoretiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Philipps-Universität Marburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Oslo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person um Felix Mendelssohn Bartholdy]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1861]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1941]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Humboldt-Universität zu Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hensel, Kurt&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mathematiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Dezember 1861&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Königsberg (Preußen)|Königsberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Juni 1941&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Marburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;HeinrichStuerzl</name></author>
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