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	<title>Kurt Henkels - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kurt_Henkels&amp;diff=877464&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hutch: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
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		<updated>2025-01-12T06:39:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fotothek df roe-neg 0006259 005 Porträt von Kurt Henckels, Leieter des Tanzorche.jpg|miniatur|Kurt Henkels, 1952]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kurt Henkels&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. Oktober]] [[1910]] in [[Solingen]]; † [[14. Juli]] [[1986]] in [[Hamburg]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] Musiker und Bandleader, der seine größten Erfolge mit dem [[Rundfunk-Tanzorchester Leipzig]] mit [[Swing (Musikrichtung)|Swing]]-Titeln hatte. Er [[Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR|flüchtete 1959 aus der DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Henkels, geboren als Sohn eines Werkmeisters, hatte seit seinem achten Lebensjahr Violinunterricht. Nach der Schulzeit erlernte er auf Wunsch seiner Eltern zunächst einen bürgerlichen Beruf im graphischen Gewerbe. Dann studierte er [[Violine]] in Solingen, [[Wuppertal]] und [[Köln]].&lt;br /&gt;
Mit 32 Jahren war Kurt Henkels, der zuvor schon mit eigener Band aufgetreten war, Berufsmusiker. Er spielte inzwischen auch [[Klarinette]] und [[Saxophon]] und gastierte mit  seinem Orchester nun überall in Deutschland. 1941 wurde Kurt Henkels zum Wehrdienst einberufen, den er bis 1944 als Klarinettist bei einem Musikkorps in Danzig verbrachte.&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende und seiner Entlassung aus der Wehrmacht stellte er ein Orchester aus jungen Musikern in Leipzig zusammen, das mit großem Erfolg im dortigen „Capitol“ und im „Hotel Elstertal“ gastierte. Die Rundfunkverantwortlichen in Leipzig wurden auf die Band aufmerksam und 1947 erhielt Henkels von der damals sowjetischen Intendanz des Senders Leipzig den Auftrag zur Zusammenstellung einer Big Band. Aus dem „Leipziger Tanzorchester Kurt Henkels“ wurde am 1. September 1947 das [[Rundfunk-Tanzorchester Leipzig|Tanzorchester des Senders Leipzig, Leitung Kurt Henkels]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Gründungsmitgliedern des Tanzorchesters des Leipziger Senders gehörten namhafte Musiker wie [[Rolf Kühn (Musiker)|Rolf Kühn]] (Klarinette, Saxophon), [[Walter Eichenberg]] (Trompete), [[Günter Oppenheimer]] (Piano) und [[Fips Fleischer]] (Schlagzeug). Die Leipziger Big Band wurde schnell zu einer der bekanntesten und beliebtesten im Osten Deutschlands, war aber auch im Westen des geteilten Landes populär und machte in Fachkreisen auch international von sich reden. Schon 1951 gab es den ersten großen internationalen Erfolg. Mit ihrer [[Progressive Jazz|Progressive-Jazz]]-Aufnahme von [[Ray Noble]]s [[Cherokee (Ray Noble)|Cherokee]] belegte Henkels mit seinem Leipziger Orchester beim französischen Disc-Wettbewerb den dritten Platz hinter [[Duke Ellington|Ellington]] und [[Count Basie|Basie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der nächsten Jahre machte Henkels mit seinem Orchester nicht nur in Leipzig Aufnahmen für den Rundfunk, sondern spielte auch zahlreiche Schallplatten für das [[Amiga (Plattenlabel)|AMIGA-Label]] ein. Zu den von ihm begleiteten Gesangssolisten gehörten [[Irma Baltuttis]], [[Ilja Glusgal]], [[Rita Paul]], [[Bully Buhlan]], das Cornel Trio, [[Fred Frohberg]], [[Udo Jürgens]], [[Paul Kuhn]], [[Fred Weyrich]], Horst Winter, [[Fred Bertelmann]], [[Conny Froboess]] und [[Evelyn Künnecke]].&amp;lt;ref&amp;gt;Alle seine Aufnahmen auf Schellackplatten sind aufgeführt in Frank Oehme, Bernd Meyer-Rähnitz, Joachim Schütte (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Ewige Freundin. Von Lied der Zeit zum VEB Deutsche Schallplatten Berlin. Eine Firmendiscographie der Schellackplatten von AMIGA, ETERNA, LIED DER ZEIT sowie REGINA und RADIOPHON.&amp;#039;&amp;#039; albis-international, Dresden-Ústí 2006, ISBN 80-86971-10-4. Vgl. auch [[Jürgen Wölfer]], &amp;#039;&amp;#039;Jazz auf Amiga&amp;#039;&amp;#039;, in derselbe: &amp;#039;&amp;#039;Jazz in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, 2008, Höfen sowie Matthias Brüll (Hg), &amp;#039;&amp;#039;Amiga Jazz&amp;#039;&amp;#039;, Berlin, 2003&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige der Starsolisten der Band wie der Trompeter [[Horst Fischer (Musiker)|Horst Fischer]], der Klarinettist Rolf Kühn und der Saxophonist [[Werner Baumgart]] allerdings verließen schon 1949 bzw. Anfang der 1950er Jahre das Leipziger Orchester und gingen nach Westberlin oder in die Bundesrepublik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df roe-neg 0006759 017 Kurt Henkels bei der Festivität zum 60jährigen B.jpg|mini|Kurt Henkels (1954)]]&lt;br /&gt;
Das Orchester gab in den 1950er Jahren Gastspiele in Moskau, Budapest, Prag und anderen Städten. Soweit dabei Jazz gespielt wurde, bewegte sich Henkels nun in einem stilistisch engeren Rahmen, wie er von Orchestern wie [[Glenn Miller]], [[Tommy Dorsey]], [[Les Brown]] und [[Ray Anthony]] markiert wurde. Nach einem Konzert in Prag im Mai 1959, bei dem die Band enthusiastisch gefeiert worden war, wurden Henkels von staatlicher Stelle mitgeteilt, ihm würden weitere Auslandsauftritte untersagt. Zu diesem Zeitpunkt war verfügt worden, dass das Repertoire seines Orchesters einen Anteil ausländischer Kompositionen von nicht mehr als 40 % enthalten dürfe. Repertoirelisten mussten zur Genehmigung vorgelegt werden. Folgen der seit 1955 von Moskau ausgehenden kulturpolitischen Wende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen eines Auslandsverbots und zunehmender Politisierung [[Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR|flüchtete Henkels im Juli 1959 aus der DDR]]&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.ardaudiothek.de/episode/ndr-retro-aus-politik-und-gesellschaft/flucht-aus-der-ddr-musiker-kurt-henkels-berichtet/ndr/13019879/&amp;lt;/ref&amp;gt; zunächst nach München und ging dann nach Hamburg. Die letzte Platte des Amiga-Labels, auf dem sein Name genannt wurde, war „Ferdinand“. Seine zwei letzten Einspielungen lt. Aufnahmeliste sind „Garofitza“ und „Swing-Express“; auf ihnen sucht man seinen Namen vergebens. Nachdem Kurt Henkels im Westen war, wurde sein Name gestrichen. Die Leitung des Rundfunk-Tanzorchesters Leipzig übernahm jetzt dessen bisheriger Trompeter und Arrangeur Walter Eichenberg. Von den hunderten Aufnahmen des RTO Leipzig vor 1960 erscheinen einige auf späteren Oldie-Zusammenstellungen des VEB Deutsche Schallplatten Berlin, aber stets ohne Angabe des Orchesterleiters.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ddrschlager.de/interpreten/henkels_kurt.html AMIGA Schlager Archiv 1 : 1958-1960, Vorwort]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nach seiner Flucht nahm Kurt Henkels mit einem Studio-Orchester für das Ariola-Label die LP &amp;#039;&amp;#039;Von Acht bis um Acht&amp;#039;&amp;#039; mit Tanzmusik- und Swing Titeln auf. Als Solisten wirkten hierbei Horst Fischer, [[Albert Mangelsdorff]], Rolf Kühn, [[Roy Etzel]], [[Macky Kasper]] und [[Peter Kreuder (Komponist)|Peter Kreuder]] mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg leitete Henkels ab 1961 das NDR Studioorchester beim dortigen Fernsehen [[Norddeutscher Rundfunk|NDR]], wobei er dem kommerziellen Zwang des Fernsehens Rechnung tragen musste.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.starinterviews.de/henkels.htm |wayback=20110727013958 |text=Interview 1962 |archiv-bot=2019-04-24 09:19:25 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1963 gab er dessen Leitung an Rolf Kühn ab und gründete ein eigenes Orchester beim [[ZDF]]. Dort wirkte er mit seiner Band als Begleitorchester mehrerer bundesweit ausgestrahlter Fernsehshows. 1966 zog Henkels sich von der Bühne zurück. Seitdem Henkels 1959 die DDR verlassen hatte, war sein Name von den DDR-Machthabern totgeschwiegen worden. Jetzt, nachdem Henkels in der Bundesrepublik kein künstlerischer Erfolg mehr beschieden war, holte die SED zur endgültigen Abrechnung mit dem missliebigen [[Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR|DDR-Flüchtling]] aus. Das Zentralorgan der Partei widmete dem &amp;quot;Verräter&amp;quot; einen längeren mit Böswilligkeiten gespickten Beitrag. Henkels war seinerzeit als Handelsvertreter u.&amp;amp;nbsp;a. als Reisender eines amerikanischen Fernunterrichtsunternehmens tätig, für das er in Hausbesuchen um Mitglieder warb. Später arbeitete er noch einige Jahre als Mitarbeiter des Chappell-Verlages in Hamburg, in dessen Auftrag er Kontakt mit den deutschen Sendern hielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. aber Rainer Bratfisch &amp;#039;&amp;#039;Freie Töne: Die Jazzszene in der DDR&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2005, S. 46, wonach er als Vertreter für Sparkassen und Staubsauger unterwegs gewesen sein soll. Das [[Neues Deutschland|Neue Deutschland]] behauptete entsprechend 1967, er sei „nach wenigen Tagen vergessen“ gewesen. Vgl. &amp;#039;&amp;#039;Aufstieg und Fall des Kurt Henkels&amp;#039;&amp;#039; Neues Deutschland, 5. Februar 1967&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurt Henkels war verheiratet mit Magdalena Henkels geb. Koch&amp;lt;ref&amp;gt;Sie schrieb unter dem Namen Maggie Koch Texte für Titel verschiedener Komponisten, u.&amp;amp;nbsp;a. gemeinsam mit [[Helmut Kießling]] für den ersten DEFA-Musikfilm &amp;quot;Musik, Musik, Musik&amp;quot; (1955), der das Orchester Kurt Henkels porträtiert (Musik: Walter Eichenberg).&amp;lt;/ref&amp;gt;. Aus der Ehe entstammen ein Sohn und eine Tochter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gerhard Conrad: &amp;#039;&amp;#039;Kurt Henkels : eine Musiker-Biographie mit ausführlicher Diskographie&amp;#039;&amp;#039;, Hildesheim ; Zürich [u.&amp;amp;nbsp;a.] : Olms, 2010, ISBN 978-3-487-08499-2&lt;br /&gt;
* Heinz Schindler, &amp;#039;&amp;#039;Bouncing in Lipsia&amp;#039;&amp;#039;, in Fox auf 78, Heft 21, Dietramszell 2002&amp;lt;ref&amp;gt;Dieser Text ist nahezu identisch mit Leo P. Schlösser, Plattentext zum Album &amp;quot;Kurt Henkels &amp;amp; sein Orchester, Electrola 134-45 253/54&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Situation und Chancen der Big Band, [[Jazz Podium]] 1959, S. 205&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=kurt-henkels|lemma=Henkels, Kurt|autor=|band=1|idNum=1339}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen / Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm1596024}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|135481007|TEXT=Werke von und über}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=135481007|LCCN=n/2012/056479|NDL=|VIAF=80212261}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Henkels, Kurt}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dirigent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bigband-Leader]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler (Solingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musiker (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Rundfunk der DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Flüchtling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1986]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Henkels, Kurt&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Musiker und Bandleader&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Oktober 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Solingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Juli 1986&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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