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	<title>Kurt Gutzeit - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kurt_Gutzeit&amp;diff=1733911&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-12-04T17:15:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-J27031B, Kurt Gutzeit.jpg|miniatur|Kurt Gutzeit, Juni 1944]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Robert Julius Kurt Gutzeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Juni]] [[1893]] in [[Berlin]]; † [[28. Oktober]] [[1957]] in [[Bad Wildungen]]) war ein deutscher [[Innere Medizin|Internist]] und [[Hochschullehrer]], der zur [[Zeit des Nationalsozialismus]] Lehrstuhlinhaber an der [[Universität Breslau]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Kurt Gutzeit war der Sohn des Berliner Oberstadtsekretärs Georg Gutzeit und dessen Ehefrau Agnes, geborene Fuchs. Er absolvierte ein Medizinstudium und wurde 1920 in Berlin zum Dr. med. [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Danach machte er seine Facharztausbildung und [[Habilitation|habilitierte]] sich 1923 an der [[Universität Jena]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|7|353|354|Gutzeit, Robert Julius Kurt|Hans Ulrich Schulz|131856383}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wechselte 1926 als Privatdozent für innere Medizin an die [[Universität Breslau]], wo er zum außerordentlichen Professor ernannt wurde. Gutzeit galt als ausgewiesener Magen-Darm-Spezialist, dessen wesentliche Forschungsschwerpunkte [[Infektionskrankheit|Infektions-]] und Leberkrankheiten sowie [[Gastroskopie]] waren. Des Weiteren beschäftigte sich Gutzeit, der auch wissenschaftlich publizierte, mit Röntgenologie, Neuralpathologie, [[Physikalische Therapie|physikalischer Therapie]], [[Chiropraktik]], [[Diätetik]], Verstoffwechselung von [[Iod|Jod]], innerer [[Sekretion]] und Blutkrankheiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Munzinger&amp;quot;&amp;gt;{{Munzinger|00000007075|Kurt Gutzeit}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab Mai 1933 war er als Abteilungsdirektor am Berliner [[Rudolf-Virchow-Krankenhaus|Virchow-Krankenhaus]] tätig und wechselte im Oktober 1934 an die Universität Breslau, wo er einen Lehrstuhl als Professor für Innere Medizin erhielt. Der [[Schutzstaffel|SS]] trat er 1933 bei (SS-Nummer 254.649), wo er bis 1939 den Rang eines SS-Hauptsturmführers erreichte. Am 19. Mai 1937 beantragte er die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.245.341),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/12630443&amp;lt;/ref&amp;gt; zudem gehörte er auch dem [[Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund|NS-Dozentenbund]] (NSDDB) an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee212&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2007, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gutzeit denunzierte den Rektor der Universität Breslau [[Martin Staemmler]], da dieser eine Bekanntschaft mit dem [[Chirurg]]en [[Karl Heinrich Bauer]] pflegte, der seit 1937 mit einer „[[Vierteljude|Vierteljüdin]]“ verheiratet war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee212&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war Gutzeit als beratender Internist beim [[Heeres-Sanitätsinspekteur]] tätig und Abteilungsleiter an der Militärärztlichen Akademie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee212&amp;quot;/&amp;gt;  Zudem leitete er als Direktor die Medizinische Klinik Breslau.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Peter: &amp;#039;&amp;#039;Der Nürnberger Ärzteprozeß im Spiegel seiner Aufarbeitung anhand der drei Dokumentensammlungen von Alexander Mitscherlich und Fred Mielke.&amp;#039;&amp;#039; Münster 1994, S. 171, ISBN 3-89473-915-0&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Oberstarzt beziehungsweise ab 1944 Generalarzt der Reserve erhielt er am 16. Mai 1944 das [[Ritterkreuz]] zum [[Kriegsverdienstkreuz]] mit Schwertern verliehen. Bei dem Bevollmächtigten für das Gesundheitswesen [[Karl Brandt (Mediziner)|Karl Brandt]] war er Angehöriger des wissenschaftlichen Beirates. Er vertrat die Ansicht, so genannte „minderwertige“ [[Wehrmacht]]sangehörige in ein [[Konzentrationslager]] (KZ) einweisen zu lassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee212&amp;quot;/&amp;gt; Gutzeit zählte zu einer Ärztegruppe, der auch [[Eugen Haagen]] und [[Arnold Dohmen]] angehörten, die sich mit der Hepatitisforschung befassten. Dort war Gutzeit auch koordinierend an pseudomedizinischen Infizierungsversuchen mit [[Hepatitis]] beteiligt, was bei den Probanden zu Leberschäden führte. Gutzeits Assistent Hans Voegt unternahm auf seine Anregung hin „Übertragungsversuche von Mensch zu Mensch“, deren Ergebnisse in der [[MMW – Fortschritte der Medizin|Münchner Medizinischen Wochenschrift]] erschienen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1997, S. 260.&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Menschenversuche ließ sich Gutzeit am 23. August 1944 gegenüber einem Arztkollegen folgendermaßen aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„In [[Gießen]] habe ich Dohmen  wieder einmal – ich weiß nicht zum wievielten Male – aus seiner tierexperimentellen Lethargie aufzurütteln versucht, damit wir endlich zur letzten Klärung kommen. Komisch, wie schwer der Schritt vom Tier zum Menschen ist, aber schließlich und endlich ist der letztere ja doch die Hauptsache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Brief von Kurt Gutzeit an seinen Mitarbeiter Wilhelm Fähndrich vom 23. August 1944, Zitiert bei: Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1997, S. 262.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach Kriegsende ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Prof. Kurt Gutzeit on witness stand during the Doctors&amp;#039; Trial.jpg|mini|Kurt Gutzeit als Zeuge während des Nürnberger Ärzteprozesses.]]&lt;br /&gt;
Gutzeit befand sich von 1945 bis 1948 in Internierungshaft.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Sachs (Mediziner)|Michael Sachs]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historisches Ärztelexikon für Schlesien. Biographisch-bibliographisches Lexikon schlesischer Ärzte und Wundärzte (Chirurgen).&amp;#039;&amp;#039;, Band 2 (D–G), Wunstorf 1999, S. 367&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war Zeuge im [[Nürnberger Ärzteprozess]], selbst jedoch nicht angeklagt.&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Mitscherlich, Fred Mielke: &amp;#039;&amp;#039;Medizin ohne Menschlichkeit: Dokumente des Nürnberger Ärzteprozesses&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2004, S. 165f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1949 leitete er das [[Sanatorium Herzoghöhe]] bzw. das Krankenhaus Herzoghöhe in der Kulmbacherstraße in [[Bayreuth]] und ab 1957 die neueröffnete [[Fürstenhof (Bad Wildungen)|Klinik Fürstenhof]] in [[Bad Wildungen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee212&amp;quot;/&amp;gt; Noch vor seiner Ernennung zum Honorarprofessor der [[Universität Marburg]] starb Gutzeit im Oktober 1957 an einem Herzinfarkt in diesem Krankenhaus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Munzinger&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.zeit.de/2003/40/A-DBE?page=1 Von deutschem Ruhm]&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Die Zeit]], Ausgabe 40 vom 25. September 2003&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1954 wurde er zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein Beitrag zur Frage der Herzmissbildungen an Hand eines Falles von kongenitaler Defektbildung im häutigen Ventrikelseptum und von gleichzeitigem Defekt in dem diesem Septumdefekt anliegenden Klappenzipfel der Valvula Tricuspidalis&amp;#039;&amp;#039;, medizinische Dissertation an der Universität Berlin, 1920.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ueber die Gastroenteritis. Entzündungen des Magen- und Darmkanals und ihre Folgeerscheinungen.&amp;#039;&amp;#039; [[J.&amp;amp;nbsp;F. Lehmanns Verlag]], München.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wirbelsäule und innere Krankheiten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Münchener Medizinische Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; Band 95, Nr. 1, 2. Januar 1953, S. 47–53.&lt;br /&gt;
* mit [[Heinrich Teitge]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Gastroskopie 2.&amp;#039;&amp;#039;, ergänzte Auflage München, Urban &amp;amp; Schwarzenberg, 1954.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Wirbelsäule als Krankheitsfaktor.&amp;#039;&amp;#039; In: Hans Haferkamp (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Veränderungen der Wirbelsäule als Krankheitsursache. Klinik und Pathologie.&amp;#039;&amp;#039; Vorträge des vom [[Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin|Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren]] e.V. im Frühjahr 1954 in Bad Neuenahr veranstalteten 6. Fortbildungskurses, Stuttgart 1955, S. 25–37.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 3-596-16048-0.&lt;br /&gt;
* Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 1997, ISBN 3-596-14906-1.&lt;br /&gt;
* [[Alexander Mitscherlich]]; Fred Mielke: &amp;#039;&amp;#039;Medizin ohne Menschlichkeit. Dokumente des Nürnberger Ärzteprozesses&amp;#039;&amp;#039;. Fischer, Frankfurt am Main 1960, zuletzt als Taschenbuchausgabe 1993, ISBN 3-596-22003-3&lt;br /&gt;
* {{NDB|7|353|354|Gutzeit, Robert Julius Kurt|Hans Ulrich Schulz|131856383}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=131856383|VIAF=84847984}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gutzeit, Kurt}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Breslau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Arzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KZ-Arzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Internist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalarzt (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ritterkreuzes des Kriegsverdienstkreuzes (1939)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1893]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1957]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gutzeit, Kurt&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gutzeit, Robert Julius Kurt (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Internist und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Juni 1893&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Oktober 1957&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Wildungen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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