<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kurt_Erdmann_Rosenthal</id>
	<title>Kurt Erdmann Rosenthal - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kurt_Erdmann_Rosenthal"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kurt_Erdmann_Rosenthal&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-26T02:07:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kurt_Erdmann_Rosenthal&amp;diff=1997783&amp;oldid=prev</id>
		<title>2003:E2:2F16:FC00:34EF:764F:FB0B:5B9B: Falscher Landkreis war benannt.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kurt_Erdmann_Rosenthal&amp;diff=1997783&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-04-01T14:22:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Falscher Landkreis war benannt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kurt Erdmann Rosenthal.jpg|mini|Kurt Erdmann Rosenthal als Corpsstudent im Sommersemester 1893]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kurt Erdmann Rosenthal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. September]] [[1871]] in [[Berlin]]; † [[2. Juli]] [[1946]] in [[Pfullingen]] in [[Württemberg]]) war ein deutscher [[Industrieller]] und Wegbereiter der [[Calciumcarbid|Carbid]]- und [[Acetylen]]industrie in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
In Berlin geboren erhielt Kurt Erdmann Rosenthal seine Schulausbildung am Gymnasium in [[Naumburg (Saale)]]. Nach dem Abitur studierte er [[Ingenieurwissenschaften]] mit Schwerpunkt [[Maschinenbau]] und [[Metallurgie|Eisenhüttenkunde]], zunächst vom Wintersemester 1890/91 an der [[Technische Universität Berlin|Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg]], bevor er zum Sommersemester 1892 für zwei Semester an die [[Technische Universität Braunschweig|Technische Hochschule Braunschweig]] wechselte. Im Sommersemester 1893 wechselte er an die [[Karlsruher Institut für Technologie|Technische Hochschule Karlsruhe]] und kehrte zum Abschluss des Studiums wieder nach Braunschweig zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Studium war Rosenthal zunächst mehrere Jahre in verschiedenen großindustriellen Betrieben praktisch tätig. 1897 erbaute er in [[Trollhättan]] in Schweden das erste Carbidwerk Europas nach amerikanischem Vorbild. 1898 veranstaltete er die Internationale Azetylenausstellung in Berlin. Anschließend gründete er unter seinem Namen ein technisches Büro zum Bau von Acetylenanlagen und nahm den Handel mit Calciumcarbid, dem Rohstoff für die Acetylenherstellung auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902 gründete er mit Alfred M. Goldschmidt die Brandenburgischen Carbidwerke GmbH mit einem Carbidwerk in Steinbusch bei [[Dobiegniew|Woldenberg]], das die [[Wasserkraft]] der [[Drawa|Drage]] nutzte. 1903 wurde in Mühlthal bei [[Bydgoszcz|Bromberg]] eine weitere Carbidproduktion unter Nutzung der Wasserkraft der [[Brda|Brahe]] aufgenommen. 1906 gründeten Rosenthal und Goldschmidt in Norwegen die Norsk Elektrokemisk Aktieselskab&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.krageroenergi.no/index.php?cid=11201 Kragerø Energi – historien.]&amp;lt;/ref&amp;gt; zum Erwerb, Ausbau und der Verwertung der Wasserkraft der drei Wasserfälle Dalsfoss, Tveitereid Foss und Foss Solum als Tochterunternehmen der Brandenburgischen Carbidwerke und errichteten im eisfreien Hafen [[Kragerö]] eine Calciumcarbid-Fabrik.&lt;br /&gt;
1907 erfolgte die Gründung der Ostdeutschen Wasserkraft GmbH zur Nutzung zweier Wasserfälle der [[Gwda|Küddow]] in Borkendorf und Koschütz bei [[Schneidemühl]]. 1909 verschmolzen Rosenthal und Goldschmidt die Ostdeutsche Wasserkraft GmbH mit den Brandenburgischen Carbidwerken GmbH zu den Brandenburgischen Carbid- und Elektricitätswerken Aktiengesellschaft. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] errichteten sie ein weiteres Carbid-Werk in [[Waldeck (Stadt)|Waldeck]] unter Nutzung der Wasserkraft der [[Edertalsperre]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ersten Weltkrieg nahm Rosenthal als Sachverständiger bei der Etappeninspektion II, bei der bulgarischen Heeresverwaltung und der Besetzungsarmee in Rumänien teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wurde Kurt Erdmann Rosenthal Generaldirektor der Brandenburgischen Electricitäts-, Gas- und Wasserwerke AG. In diese hatten sich die Brandenburgischen Carbid- und Electricitätswerke AG im Rahmen der Fusion mit der Continentalen Wasser- und Gaswerke AG, Berlin, umbenannt, nachdem einerseits andere Produkte wie [[Ferrosilicium]] und [[Kalkstickstoff]] hergestellt und andererseits Strom in kommunale Netze abgegeben wurde, während die Carbidfabrikation als Kriegsfolge aufgegeben worden war. 1930 erfolgte durch Zusammenschluss die Aufnahme der Actiengesellschaft Körting&amp;#039;s Electricitätswerke, Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1938 trat er altersbedingt von der Leitung des Unternehmens zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Sachsenblatt (Mitteilungen des Corps Saxonia-Berlin), 22. Jahrgang, Nummer 1, 1. Mai 1938, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob andere Gründe eine Rolle bei seinem Rücktritt gespielt haben, ist unklar. Kurt Erdmann Rosenthal war väterlicherseits jüdischer Abstammung. Als so genannter [[Jüdischer Mischling]], der zudem in [[Mischehe (Nationalsozialismus)|Mischehe]] lebte, trafen ihn nicht alle diskriminierenden Maßnahmen und er wurde auch nicht [[Deportation von Juden aus Deutschland|deportiert]]. In seiner letzten Wohnung in Berlin ausgebombt, wurde er offenbar 1943 als Luftkriegsgeschädigter nach Pfullingen evakuiert. wo er 1946 starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurt Erdmann Rosenthal war Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Deutschen Azetylen-Vereins. Er war Vizepräsident der Vergasungs-Industrie AG, Wien und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Wasserwerks- und Kanalisationsbauten O. Smreker GmbH, Berlin. Des Weiteren gehörte er den Aufsichtsräten der Continentalen Wasserwerks-GmbH, der Aktiengesellschaft für Pappenfabrikation und der Büttner-Werke AG, Uerdingen, an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 erwarb Rosenthal als Jagdsitz das Rittergut [[Streganz]] im heutigen Landkreis Dahme-Spreewald. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1909 wurde Kurt Erdmann Rosenthal vom Norwegischen König mit dem [[Sankt-Olav-Orden]] II. Klasse ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Verleihungsurkunde des &amp;quot;Kongelike Norske Sanct Olavs Orden&amp;quot; vom 7. September 1911.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1911 wurde er Ehrenmitglied des Nationaldanks für Veteranen.&amp;lt;ref&amp;gt;Verleihungsurkunde der Ehrenmitgliedschaft des Nationaldanks für Veteranen vom 11. März 1911.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1911 erhielt er in Anerkennung seiner Verdienste um die Industrialisierung Ostdeutschlands den [[Roter Adlerorden|Roten Adlerorden]] IV. Klasse&amp;lt;ref&amp;gt;Verleihungsurkunde des Roten Adlerordens No. 8956 vom 7. September 1911&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familienstiftung Hofgärtner Hermann Sello ==&lt;br /&gt;
Kurt Erdmann Rosenthal war der Sohn von Hermann Rosenthal (1833–1908), einem Berliner Fabrikanten, dem Gründer der Röhrenfirma H. Rosenthal, der späteren Valentin Röhren- und Eisen-GmbH, und Pauline Rosenthal geborene [[Nietner (Gärtnerfamilie)|Nietner]] (1830–1899). Da sowohl die Mutter von Pauline Rosenthal geborene Nietner eine geborene Sello war, Charlotte Luise Albertine Sello, als auch Ihr Vater der Enkel einer geborenen Sello war, gehörte Kurt Erdmann Rosenthal zur Familie Sello, einer Hofgärtnerdynastie, die seit 1718 vor allem in Potsdam und Berlin im Dienste des preußischen Königshauses stand. [[Hermann Sello]], der 1876 kinderlos in Potsdam verstorben war, hatte eine Familienstiftung ins Leben gerufen. Nachdem zwischen den beiden Weltkriegen das Vermögen der Stiftung durch Inflation und Wirtschaftskrise nahezu aufgebraucht war, war es Kurt Erdmann Rosenthal, dem der Weiterbestand der Stiftung auch über den [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] hinaus zu verdanken war, indem er ihr sein beträchtliches Vermögen vermachte. Warum er in diesem Zusammenhang seine beiden Söhne – Johannes und Peter-Paul – enterbte, konnte nicht geklärt werden. Verbunden mit seinem Vermächtnis war eine Änderung der Stiftungssatzung. Stiftungszweck wurde nunmehr die Pflege des Familienzusammenhaltes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Corpsstudent ==&lt;br /&gt;
Im Wintersemester 1890/91 schloss sich Kurt Erdmann Rosenthal dem Corps Saxonia-Berlin an. Als er zum Sommersemester 1892 studienhalber nach Braunschweig wechselte, rekonstituierte er dort am 7. Mai 1892 mit einem Angehörigen des [[Corps Franconia Karlsruhe]] und einem Angehörigen des [[Corps Stauffia Stuttgart]] das alte, 1855 gestiftete Zürcher [[Corps Rhenania ZAB|Corps Rhenania]], das von 1871 bis 1880 in Aachen bestanden hatte. Als Alter Herr wurde er später von Rhenania zum Ehrenburschen ernannt. Im Sommersemester 1893, als er studienhalber nach Karlsruhe wechselte, trat er dem Corps Franconia Karlsruhe bei. 1896 war er Mitherausgeber des ersten Almanachs des [[Weinheimer Senioren-Convent]]s (WSC), der die Anschriften aller damals lebenden circa 3000 Angehörigen des WSC enthielt. Auf seine maßgebliche Initiative hin wurde 1897 der Fünferbund gegründet. Er wurde damit der erste Dreibändermann des Fünferbundes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Carl Weigandt: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Corps Saxonia-Berlin zu Aachen 1867–1967&amp;#039;&amp;#039;, Aachen 1968.&lt;br /&gt;
* Lebenslauf von Kurt Erdmann Rosenthal in &amp;#039;&amp;#039;Brandenburgische Carbid- und Electricitäts-Werke Aktiengesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Adolf Eckstein, Berlin-Charlottenburg, ca. 1915.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rosenthal, Kurt, E.&amp;#039;&amp;#039; In: Robert Volz: &amp;#039;&amp;#039;[[Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft]]. Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;L–Z.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1931, {{DNB|453960294}}, S. 1564–1565.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rosenthal, Kurt E.&amp;#039;&amp;#039; In: Georg Wenzel: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutscher Wirtschaftsführer]]. Lebensgänge deutscher Wirtschaftspersönlichkeiten. Ein Nachschlagebuch über 13000 Wirtschaftspersönlichkeiten unserer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg/Berlin/Leipzig 1929, {{DNB|948663294}}, Sp. 1866–1867.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.hofgaertner-sello.de/ Webpage der Familienstiftung Hermann Sello]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rosenthal, Kurt Erdmann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Sankt-Olav-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industrieller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger des Fünferbundes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1871]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1946]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied eines Corps]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rosenthal, Kurt Erdmann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Industrieller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. September 1871&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Juli 1946&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Pfullingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>2003:E2:2F16:FC00:34EF:764F:FB0B:5B9B</name></author>
	</entry>
</feed>