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	<title>Kurt Brunhoff - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 9. Dezember 2022 um 02:07 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kurt Brunhoff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. September]] [[1900]] in [[Kiel]]; † [[15. Juni]] [[1986]] in [[Sydney]]) war ein deutscher Diplomat in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] und in der [[Deutschland|Bundesrepublik Deutschland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Sohn des [[Militärarzt]]es Heinrich Brunhoff und seiner Ehefrau Ella Petronella gebn. Schaub (* 1874) besuchte das humanistische Gymnasium in Kiel und ab 1912 in [[Potsdam]]. Sein Stiefvater war der Marineattaché [[Hans Humann]]. Ab August 1918 war er Soldat und ging nach der deutschen Kapitulation zur [[Brigade Reinhard]]. Das Jurastudium an den Universitäten [[Albertus-Universität Königsberg|Königsberg]], [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Tübingen]] und [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] schloss er 1924 mit dem Referendarexamen ab. Seit 1921 war er Mitglied des [[Corps Rhenania Tübingen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kösener Corpslisten]] 1996, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;133&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 837&amp;lt;/ref&amp;gt;  Nach verschiedenen Volontärstätigkeiten in Berlin und in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] wurde er 1927 in den [[Auswärtiger Dienst|Auswärtigen Dienst]] einberufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Ausbildung kam er 1930 an die [[deutsche Botschaft Moskau]] und war von 1932 bis 1940 als Legationssekretär in der Gesandtschaft in [[Stockholm]]. Dort war er zum 1. Oktober 1934 in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] eingetreten (Mitgliedsnummer 2.870.296)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/4801532&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde 1937 Organisationsleiter der [[NSDAP/AO]] in [[Schweden]]. Im Januar 1940 zurück in der Zentrale in Berlin leitete er dort das Skandinavienreferat und das Referat [[Sowjetunion]]/[[Generalgouvernement]] und stieg rasch bis zum Gesandtschaftsrat I. Klasse auf. Durch die im April 1942 geschlossene Ehe mit Viktoria von Tiedemann vertiefte er seine gesellschaftlichen Beziehungen zum preußischen Adel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. September 1942 wurde er an die Gesandtschaft beim verbündeten Ungarn nach [[Budapest]] versetzt. Auch in Budapest hatte er als Leiter des Rechtsamtes eine Funktion in der Landesgruppe der NSDAP/AO. Bis Anfang 1944 war [[Dietrich von Jagow]] dort der Botschafter, nach der deutschen Besetzung Ungarns wurde [[Edmund Veesenmayer]] zum „Bevollmächtigten des Großdeutschen Reiches in Ungarn“ ernannt. Ab April 1944 war das [[Eichmann-Kommando]] mit Unterstützung der ungarischen Behörden und der deutschen Botschaft dabei, 400.000 ungarische Juden nach [[KZ Auschwitz|Auschwitz]] zu [[Deportation#Deportationen während des Nationalsozialismus|deportieren]]. Am 12. Juni 1944 erklärte Brunhoff als Presseattaché gegenüber einem Vertreter der, da noch machtlosen, [[Pfeilkreuzler]]-Partei, „dass aus dem jüdischen Vermögen eine Stiftung zur Erhöhung der Arbeiterlöhne gegründet werden sollte, um die sozialen Spannungen zu lindern“.&amp;lt;ref&amp;gt;Brunhoff zitiert bei: [[Christian Gerlach (Historiker)|Christian Gerlach]], [[Götz Aly]]: &amp;#039;&amp;#039;Das letzte Kapitel. Realpolitik, Ideologie und der Mord an den ungarischen Juden.&amp;#039;&amp;#039; DVA, Stuttgart 2002, ISBN 3-421-05505-X, S. 199&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 16. Juni 1944 verbrannte die [[Döme Sztójay|Sztójay-Regierung]]  447.627 Bücher jüdischer Autoren in Beisein Brunhoffs.&amp;lt;ref&amp;gt;René Geoffroy: &amp;#039;&amp;#039;Ungarn als Zufluchtsort und Wirkungsstätte deutschsprachiger Emigranten (1933–1938/39)&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main : Lang 2001, S. 265 (Dort als Brunnhoff)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem von den Deutschen unterstützten Staatsstreich durch die Pfeilkreuzler im Oktober 1944 sollten danach auch die Budapester Juden zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert werden. Kriegsbedingt wurde dies aber nur noch in Ansätzen durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über eine [[Internierung]] nach Kriegsende und über seine [[Entnazifizierung]] ist nichts bekannt, in seinen Memoiren (1983) verschwieg Brunnhoff den mehrjährigen Einsatz in Ungarn, obwohl der beim Auswärtigen Amt aktenkundig ist und veröffentlicht wurde&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Gerlach, Götz Aly: &amp;#039;&amp;#039;Das letzte Kapitel. Realpolitik, Ideologie und der Mord an den ungarischen Juden.&amp;#039;&amp;#039; DVA, Stuttgart 2002, ISBN 3-421-05505-X, S. 199, Fn. 249&amp;lt;/ref&amp;gt;. Brunhoff war ab Oktober 1945 bei einem Industriebetrieb in [[Aach (Hegau)]] als Dolmetscher und deren Vertreter bei den Besatzungsbehörden angestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1949 wieder im Öffentlichen Dienst beschäftigt, kehrte Brunhoff im April 1952 in den Auswärtigen Dienst zurück und ging als [[Konsul]] nach [[Vancouver]]. Ab 1958 bis zu seinem Ruhestand 1965 war er [[Generalkonsul]] in [[Sydney]] unter den Botschaftern [[Hans Mühlenfeld]] und [[Joachim Friedrich Ritter]]. Bis 1975 war er noch [[Lektor (Universität)|Lektor]] für die deutsche Sprache an der [[Universität Sydney|University of Sydney]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Australien : Reiseführer mit Landeskunde&amp;#039;&amp;#039;, 6., völlig neubearb. u. erw. Aufl. von Hans W. Luyken. Begr. von Kurt Brunhoff, Frankfurt am Main : Mais Reiseführer-Verlag 1984 ISBN 	3-87936-117-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Am Rande vermerkt&amp;#039;&amp;#039;. Coogee ([[Randwick City]]), 1983&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Maria Keipert (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst. Band 1: [[Johannes Hürter]]: &amp;#039;&amp;#039;A–F.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn u. a. 2000, ISBN 3-506-71840-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|131421352}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=131421352|VIAF=261800044}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Brunhoff, Kurt}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist im auswärtigen Dienst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Ungarns 1944–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1986]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Brunhoff, Kurt&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Diplomat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. September 1900    &lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kiel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Juni 1986&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Sydney]] &lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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